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DIENSTHUNDEPRÜFUNG Insgesamt 13 Hundeführer und ihre Vierbeiner kämpften vergangene Woche um den ersten Platz

Diese Hunde haben wirklich etwas drauf

Der Polizeihund folgt auf Christian Springs Kommando und springt los, um das Revier zu durchsuchen.

Der Riehener Patrick Stöcklin und sein deutscher Schäfer kurz vor Beginn des Patrouillen- dienstes.

Die diesjährige Diensthunde- prüfung beider Basel fand bei kaltem Novemberwetter statt. Drei von fünf Disziplinen wurden auf St. Chrischona und in Riehen geprüft. RolandWieland, Leiter der Diensthun- degruppe der Kantonspolizei Basel- Stadt, brachte es auf den Punkt: «Was für uns Menschen die Augen sind, ist für Hunde die Nase.» Und die war am Donnerstag vor einer Woche in stän­ digem Einsatz. Denn an jenem Tag fand der erste Teil der jährlichen Poli- zeihundeprüfung statt. Treffpunkt: Punkt acht Uhr auf St. Chrischona. Auf Basels Hausberg wurden die Polizisten und Diensthunde in drei Disziplinen geprüft: Suche im Gebäu- de, Patrouillendienst und Wegrand­ suche. Nach der Begrüssung durch Andreas Widmer, Wachtmeister des Polizeipostens Bettingen, machten Nathalie Reichel

feucht und langsam begann es zu reg- nen. An der Motivation der Hunde- führer schien das schlechte Wetter aber nichts zu ändern. Wachtmeister Patrick Stöcklin aus Riehen trat mit seinem deutschen Schäfer vor den Experten und stellte sich vor. «Der Hund merkt jetzt, dass er eine wichti- ge Aufgabe zu erledigen hat und ist schon etwas nervös», betonte Andreas Widmer gleichzeitig. Beim Patrouil- lendienst mussten die Vierbeiner ein grösseres Revier nach zwei Personen absuchen, die an verschiedenen Orten versteckt waren, und diese anschlies­ send ebenfalls anzeigen. Im Gegen- satz zur vorigen Aufgabe blieb der «Täter» dann nicht einfach stehen, sondern ergriff die Flucht. Um die Punkte für diesen Wettkampfteil zu erhalten, musste der Hund die Person fest packen, damit diese nicht ent- kommen konnte. Wichtige Personensuchhunde Schutzhunde seien dafür ausgebil- det, allgemein Menschen zu finden. Für die Suche nach einer bestimmten Person, seien sie aber nicht speziali- siert – dafür gebe es die Personensuch- hunde, erklärte Polizist Christoph Bosshard, der für diese Hunde zu­ ständig ist. «Sie können zum Beispiel anhand eines Identifikationsgegen- stands eine vermisste Person ausfindig machen.»

die einzige, die es nicht im Freien zu meistern galt. Um die volle Punktzahl zu erhalten, musste der Hund eine versteckte Person ausfindig machen, daneben stehen bleiben und bellen, bis seinHerrchen kam. Polizistenoder Helfer durften während der Prüfung den Raum übrigens unter keinen Um- ständen betreten. Der Grund liegt auf der Hand: Zu gross wäre die Ablen- kung für den Vierbeiner gewesen. Während der Prüfung gab Roland Wieland interessante Informationen über die Polizeihunde, die mindes- tens genauso interessant wie die Auf- gabe in der Küche waren. «Man darf nie vergessen, dass auch ein Dienst- hund ein Tier bleibt und sein Verhal- ten letztendlich nicht immer bere- chenbar ist.» Seine Aufgabe hier sei es ganz klar, die Person bloss anzuzei- gen, nicht zu packen. Fühle sich das Tier jedoch zum Beispiel durch eine Bewegung des Täters bedroht, werde es sich wehren. Konkret heisst das in den meisten Fällen: Es beisst zu. Ein ganzes Stück in den Wald hin- ein ging es für die nächste Aufgabe, den Patrouillendienst. Der Boden war

sich die 13 Teilnehmer, die Experten sowie die Helferinnen und Helfer auf den Weg zur ersten Prüfungsstation. Die Hundeführer wurden in drei Gruppen aufgeteilt, sodass jeder am Vormittag zwei Prüfungen und am Nachmittag die dritte ablegte. In Wirklichkeit mussten die Poli- zisten an diesem und am darauffol- genden Tag keine Prüfung im klassi- schen Sinn bestehen. Zumindest gab es keine Freistellung vom Dienst, wenn jemand weniger gut abschnitt. «Es handelt sich durchaus auch um einen Wettkampf. Mit Rangliste und einer lukrativen Belohnung», erklärte Widmer. Den Gewinner erwarteten ein Pokal und jede Menge Hundefut- ter. Grund genug, um trotz des regne- rischenWetters und den tiefen Tempe- raturen volles Engagement zu zeigen. Anzeigen, nicht packen Vor dem zurzeit leeren Restaurant Waldrain stand der Experte schon be- reit. Bald würde der erste Polizist mit seinem Diensthund kommen. In der Küche der Gaststätte fand die Aufgabe «Suche im Gebäude» statt – und somit

Unten in Riehen angekommen, wurden bereits die nächsten Kandida- ten für die Wegrandsuche erwartet. Experte Jürg Bürger hielt drei Gegen- stände in den Händen: ein leeres Bril- lenetui, ein altes Mobiltelefon und ein Taschenmesser. Auf einer grossen Grasfläche warf er alle drei Objekte in die Weite; nun hatte der Hund zehn Minuten Zeit, sie zu finden. Einer der Vierbeiner namens Rommel’s Macho war besonders aufgeregt und zitterte vor der Prüfung mit den Beinen. Noch bevor sein Herrchen Daniel Hagmann das Kommando zur Durchsuchung des Reviers gab, fing der holländische Schäfer laut an zu bellen, folgte aber sofort. «Bellen ist ein Mittel, um den Druck abzulassen», sagte Andreas Widmer. Dynamisch rannte der Schä- ferhund hin und her und setzte sich dann ruhig ins Gras – ein eindeutiges Zeichen, dass er einen Gegenstand ge- funden hatte. Hagmann ging hin und hob den Fund in die Höhe. Im Nu fand Macho auch die anderen beiden Ob­ jekte. Endergebnis: Volle Punktzahl! Experte Roland Wieland hatte vor der Prüfung erklärt, dass die Hunde vor allem mithilfe ihrer Nase die Ob- jekte entdecken. «Sie werden schnell merken, dass da etwas im Gras liegt, was einen menschlichen Geruch hat.» Fazit: Polizeihunde sind nicht nur treue Begleiter, sondern auch ausge- zeichnete biologische Ortungsgeräte.

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An den Prüfungen waren nicht nur die Teilnehmerteams und die Experten beteiligt, sondern auch zahlreiche Helfende. Fotos: Nathalie Reichel

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