BiBo-KW41-2021

ETT INGEN

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14. OKTOBER 2021 | NR. 41

Darf man Früchte auf dem Feld auflesen? In der letzten Ausgabe publizierte BiBo einen Leserbrief von alt Ge- meinderat Johann Rudolph (Hans- ruedi) Thüring, der eine Replik von Doris Grossenbacher hervorrief. Die Thematik (siehe Titel) mag lapidar klingen, ist aber viel komplexer als man denkt. Wir sind diesem «Feld- raub» auf die Spur gegangen.

Die Äpfel gehören dem Grund­ besitzer – basta! Das gilt grundsätz- lich auch dann, wenn die Äpfel auf ein anderes Grundstück rollen, zum Beispiel auf einen Gehweg. Von dieser Grund­ regel gibt es zwei Ausnahmen: 1. Ausnahme: Ein Ast mit Früchten ragt über die Grenze auf ein anderes Grund- stück. In diesem Fall hat der dortige Grundeigentümer das Recht, die Äpfel zu pflücken oder aufzulesen. Juristen sprechen vom Anriesrecht. Aber aufge- passt: Die Kantone dürfen in diesem Be- reich vom Zivilgesetzbuch abweichende Regeln aufstellen. Bevor man also des Nachbarn Früchte pflückt und verwertet, ist es ratsam, sich bei der Gemeinde- verwaltung über die geltende Rechts- lage zu informieren. 2. Ausnahme: Wenn aufgrund der Situ- ation klar wird, dass der Grundeigen­ tümer seine Früchte nicht behalten will. Zum Beispiel, wenn ein Schild auf der Wiese steht oder ein Korb mit einem ent- sprechenden Hinweis: «Gratis!», «Beis- sen Sie zu!», «Zum Mitnehmen». Im Onlinezeithalter können Grundeigentü- mer heute auch noch auf andere Weise dokumentieren, dass man ihre Früchte gratis pflücken und mitnehmen darf: Mundraub ist erlaubt Auf der (deutschen) Plattform «Mund- raub» können Grundeigentümer solche Angebote posten. Interessierte finden auf der Karte, welche Früchte sie wo pflü- cken dürfen. Auf der Plattform registrie- ren sich auch immer mehr Anbieter aus der Schweiz. (www.mundraub.org) Gerne würde BiBo nun Zuschriften zu einer Thematik erhalten, welche – ge- rade jetzt in der Herbstzeit – sehr aktuell sein kann.  Georges Küng

Zuerst ein paar formelle Angaben zu Ettingen, welche den allermeisten Lese- rinnen und Lesern (den Guggern be- stimmt) bekannt sein dürften. «Ettingen liegt im Birsig- und Leimental auf 331 Meter über Meer, am Fusse des Blauen. Die Nachbargemeinden sind – in alpha- betischer Reihenfolge – Aesch, Baluen, Pfeffingen und Therwil sowie die beiden im Kanton liegenden Dörfer Witterswil und Hofstetten-Flüh. Die Fläche des Ge- meindegebiets beträgt 635 Hektaren, davon sind 35 Prozent Landwirtschafts- fläche, 50 Prozent Wald und 15 Prozent Siedlungsgebiet.» Gut möglich, dass sich diese Zahlen ein wenig verändert haben. Aber gene- rell darf man doch sagen, dass «Ettigä» zwar eine Agglomerationsgemeinde der Grossstadt Basel ist, aber weiterhin et- was Ländliches, teils sogar Bäuerliches hat. Und dies ist nicht despektierlich, sondern ganz im Gegenteil: Ettingen liegt wunderbar in einer noch intakten Landschaft, welche vielen als Naherho- lungsgebiet dient. Ettingen ist auch eine Weinanbau- Gemeinde. BiBo wird in einigen Wochen darauf zurückkommen. Und selbst im Ortskern sind Zeugen einer Zeit da, wo Ettingen ein Bauerndorf war. Wandert man in der unmittelbaren Umgebung, so ist man auf dem «Land» – und die Um- gebung besteht aus fruchtbaren Ackern, Feldern, Wäldern und Wiesen. So weit, so gut.

In der letzten Ausgabe hat Herr Thü- ring (auf Seite 19) die Frage aufgeworfen, ob Diebstahl ein neues Schulfach ist, weil Schulkinder mit ihren Lehrerinnen (heruntergefallene?) Früchte auf den Feldern einsammelten. Frau Grossen­ bacher hat damals ihr Einverständnis gegeben, dass BiBo ihren Leserbrief (oder Beobachtung) publizieren durfte. Und schrieb jetzt: «Sie können meinen Leserbrief schon veröffentlichen, wenn Sie finden, es dient der Sache, nämlich ohne Aufregung und klar Fakten zu schaffen zu diesem Thema. Wir sind ja momentan in einer Welt, in der sofort alles zum ‹Aufreger› wird anstatt ruhig und objektiv Fakten zu checken, um dann entsprechend handeln oder ent-

scheiden zu können. Dazu braucht es Journalisten, die an die Quellen kommen und neutral recherchieren. So überlasse ich es Ihnen, ob Sie den Leserbrief ver- öffentlichen, weil Sie Reaktionen eher abschätzen können.» Ich habe in meinem persönlichen Umfeld einige Bekannte, die Juristen sind oder eine juristische «Ader» (Aus- bildung) haben. Ihre Antworten zum Titel dieser Chronik waren teils sehr ausführlich – und meist «kontrovers». Wir begnügen uns heute mit einer Er- klärung aus dem «Kassensturz» vom 16. September 2014, des Schweizer Fernsehens, wo zur Frage «Darf man Früchte und Obst auf dem Feld aufle- sen?» Folgendes gesagt wurde:

Karl und Karla kommen an eine Wiese, auf der Apfelbäume stehen. Die Früchte sind reif. Einige sind heruntergefallen und liegen im Gras. Karl und Karla bü- cken sich, nehmen Äpfel vom Boden und beissen herzhaft hinein. Doch dür- fen sie Früchte aufsammeln, die am Boden liegen? Darf man das? Nein! Die Äpfel gehören dem Eigen- tümer des Bodens, auf dem die Bäume stehen. Laut Gesetz darf nur der Landei- gentümer mit seinen Äpfeln machen, was er will: Sie essen, verkaufen, ver- werten oder verschenken. Obst darf also nicht vom Baum gepflückt oder vom Boden aufgelesen werden. Auch dann nicht, wenn das Grundstück nicht umzäunt ist.

GEMEINDEINFORMATIONEN

VEREINE

Volg Rezept: CORDONBLEU FLIC für 4 Personen 4 Schweinssteaks 4 Sch. Vorderschinken 250 g Volg Brie, in Scheiben 1 Birne, entkernt, in feine Schnitze 2 EL Mehl 1/2 Pack Paniermehl 2 Eier, verquirlt 2 EL Bratbutter Salz, Pfeffer

BAUGESUCH

GRATULATION

FRAUENVEREIN ETTINGEN

Geburtstag Bachofner Fritz, wohnhaft an der Nenz- lingerstrasse 4, feiert am 15. Oktober 2021 seinen 92. Geburtstag. Der Gemeinderat gratuliert ganz herzlich und wünscht einen schönen Festtag und alles Gute.

Pilze gibt es gross und klein, mögest du ein Glückspilz sein! Donnerstag, 28. Oktober, 19–21 Uhr

NR. 1919/2021 Parzelle(n): Nr. 2452

Projekt: Mehrfamilienhaus mit Büro/ Carport, Benkenstrasse, 4107 Ettingen Gesuchsteller/in: Averum Baumanage- ment GmbH, Im Bohnacker 6, 4108 Wit- terswil Projektverfasser/in: Hansjörg Müller + Partner Architekten AG, Hauptstrasse 69, 4147 Aesch Auflage bis: 25. Oktober 2021 Innerhalb der Auflagefrist können die Pläne während der Öffnungszeiten auf der Gemeindeverwaltung bei der Bau- abteilung eingesehen werden. Einsprachen sind innerhalb der Auf- lagefrist schriftlich an das Bauinspekto- rat Basel-Landschaft, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal, zu richten. Sie sind innert zehn Tagen nach Ablauf der Auflagefrist zu begründen.

Mit viel Veranschau- ungsmaterial wird uns die Pilzkennerin, Frau S. Eggimann Interes-

ZIVILSTANDSNACHRICHTEN

santes, Spannendes und Lustiges über einheimische Pilze erzählen. – «Stimmt es, dass man Pilze nicht aufwärmen darf?» – «Wie sammelt man Pilze rich- tig?» – Auf diese und andere Fragen werden wir an diesem Abend Antwort erhalten. Der Anlass findet im katholischen Pfarreiheim in Ettingen statt und beginnt um 19 Uhr. Nach dem rund einstündigen Referat bleibt Zeit für Fragen und für einen Apéro. Für Mitglieder des Frauen- vereins ist der Anlass kostenlos. Von Nichtmitgliedern verlangen wir einen Kostenbeitrag von 10.– Franken. Anmeldung über Barbara Brodmann, Tel. 076 761 36 44. Die Teilnehmerzahl ist leider beschränkt. Während des An- lasses gilt voraussichtlich Maskenpflicht.

1. Steaks horizontal einschneiden, aufklappen, in einen Frischhaltebeutel legen und mit einem Fleischklopfer oder einer schweren Pfanne, dünn ausklopfen. 2. Brie und Birnenschnitze auf den Schinkenscheiben verteilen, diese zu flachen Päckchen falten. 3. Schinkenpäckchen auf eine Steak-Hälfte legen, mit der ande- ren Hälfte bedecken und gut andrücken, evtl. mit Zahnstochern fixieren. 4. Mehl und Paniermehl je auf einen flachen Teller geben, Eier mit Salz und Pfeffer wür- zen, in einen tiefen Teller geben. Cordonbleu erst in Mehl, dann in Ei und ab- schliessen im Paniermehl wenden, Panade gut andrücken. 5. Bratbutter erhitzen und Cordonbleu goldbraun braten, fertige Cordonbleus im Ofen bei 100 °C warmhalten. Tipp: mit Pommes frites servieren. Zubereitungszeit: 45 Min. KARTOFFEL-SCHOGGITORTE für Springform à 24 cm ø 300 g Kartoffeln, gegart, ausgekühlt 3 Bl. Gelatine 2 EL Butter, weich 4 dl Vollrahm 150 g Kochschokolade, gehackt 150 g Schokolade, flüssig 3 EL Baileys 4 Eier 180 g Zucker 200 g Haselnüsse, gemahlen 2 EL Mehl 1 TL Backpulver 1. Kartoffeln schälen, fein reiben, beiseite stellen. Butter, Schokolade und Baileys vermischen, im Wasserbad erwärmen. Eigelb und Zucker schaumig rühren, Kar- toffeln und Schokoladenmasse untermischen. 2. Nüsse, Mehl und Backpulver vermischen, mit dem steifgeschlagenen Eischnee unter die Kartoffelmasse heben. In eine ausgefettete Springform füllen, glattstreichen und bei 180 °C 45 Min. backen, auskühlen lassen, stürzen. 3. Gelatine einweichen, in 0,5 dl erwärmtem Rahm auflösen und verrühren. Mit dem übrigen Rahm vermischen, steif schlagen. Die flüssige Schokolade marmorartig unterrühren, auf der Torte verteilen. Torte nochmals kurz kaltstellen bis die Glasur anzieht. Tipp: statt Baileys Säntis-Cream- Whisky verwenden. Zubereitungszeit: 1 Std. + 2–3 Std. auskühlen lassen Weitere Rezepte finden Sie auf www.volg.ch/rezepte/

Geburt Sinani, Elina, * 22. August 2021, Tochter der Sinani Amire und des Sinani Burhan, von Kosovo, wohnhaft in Ettingen. Todesfall Andermatt, Richard Paul, † 4. Oktober 2021, * 7. Dezember 1933, von Meren- schwand AG, wohnhaft gewesen an der Rieslingstrasse 3, Ettingen. Bestattung und Abdankung finden im engsten Kreis statt.

BÜRGERGEMEINDE

www.frauenverein-ettingen.ch

Voranzeige Bürgergemeindeversammlung An die Bürgerinnen und Bürger von Ettingen

Einladung zur nächsten Bürgergemeindeversammlung am Donnerstag, 25. Novem- ber, um 19.30 Uhr in der Aula (Trakt 4) Schulhaus Hintere Matten. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass das Datum von vom 23. November auf den 25. November vorschoben wurde. Für die Versammlung gilt Maskenpflicht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.  Die Geschäftsstelle

BiBo -Kontakt redaktion@bibo.ch Telefon 061 264 64 34 www.bibo.ch

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