RZ_KW26_2019

Riehener Zeitung 

Freitag, 28. Juni 2019

Nr. 26

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Aeussere Baselstrasse teilweise gesperrt rz. In den ersten drei Sommerferienwo- chen vom 1. bis 22. Juli ersetzt das Tief- bauamt den kompletten Strassenbelag der Aeusseren Baselstrasse zwischen der Grendelgasse und der Bettingerstrasse. Für die intensiven Bauarbeiten muss der Abschnitt in beide Fahrtrichtungen für den Autoverkehr gesperrt werden. Die Strasse könne so in einem Guss asphal- tiert werden und halte dadurch länger, teilt das Basler Bau- und Verkehrsdepar- tement mit. Zudem sei die Sicherheit für alle Beteiligten deutlich höher. Die Verkehrsumleitung in Richtung RiehenDorf undLörrachwirdabderRau- racherstrasse signalisiert; sie führt über den Kohlistieg und die Rudolf Wackerna- gel-Strasse zur Bettingerstrasse. In der Gegenrichtung müssen die Verkehrsteil- nehmer weiterhin die seit 2017 eingerich- tete Umleitungsroute benutzen, die noch bis kommenden September weiterge- führtwird.Danach ist dieAeussereBasel- strasseabderBäumlihofstrassewieder in beide Richtungen befahrbar. Die Zufahrt zum Sportplatz Grendelmatte ist von Ba- sel her weiterhin möglich. Fussgängerin- nen und Fussgänger sowie Velofahrende können die Baustelle weiterhin passie- ren. Das Tram fährt ebenfalls. Noch bis Ende 2020 sanieren Tiefbau- amt, BVB, IWB und die Gemeinde Riehen zwischen Bäumlihofstrasse und All- mendstrasse Tramgleise, Strassen und unterirdische Leitungen. Unter dem Tramtrassee schützt künftig eine Beton- wanne das Grundwasser in den Langen Erlen vor havarierten Fahrzeugen. Aufnahme in das Bürgerrecht der Gemeinde Riehen Der Regierungsrat hat gemäss § 17 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. April 1992 die Aufnahme der nachverzeich- neten 15 Personen (siebenGesuche) in das Bürgerrecht der Gemeinde Riehen bestätigt, unter gleichzeitiger Verlei- hung des Kantonsbürgerrechts: Beauchamp, Jeremy Charles, britischer Staatsangehöriger; Böhm, Albert Gün- ter, deutscher Staatsangehöriger mit seiner Ehefrau, Böhm, Ines Ute, deut- sche Staatsangehörige und das Kind, Böhm, Emma Johanna, deutsche Staatsangehörige; Dillinger-Schwarz, Elisabeth Maria, deutsche Staatsange- hörige mit ihrem Ehemann, Schwarz, Stefan Alfred, deutscher Staatsangehö- riger; Kunst, Katrin, deutsche Staatsan- gehörige; Li, Jie, deutscher Staatsange- höriger mit seiner Ehefrau, Zhong, Li, chinesische Staatsangehörige und das Kind, Li, Celine, deutsche Staatsange- hörige; Mutlu,Kenan, türkischerStaats- angehöriger; Zeller, Andreas, deutscher Staatsangehöriger mit seiner Ehefrau, Zeller, Ann-Lore Janine Nicole, deut- sche Staatsangehörige und die Kinder, Zeller, Benjamin Yoan, Zeller, Florian- ne Yva, deutsche Staatsangehörige. Die Aufnahmen sind am 18. Juni 2019 im Regierungsrat erfolgt. Christian Heim, Bürgerratsschreiber Herzlichen Glückwunsch an die Silver Surfers zur Idee mit demTalk amTurm auf demDorfplatz. Der öffentliche Dis- kurs über alle Fragen des digitalen Le- bens der Gegenwart und der Zukunft ist richtig und wichtig. Nicht nur unter- schiedliche Zahlungssysteme, auch das E-Voting und die elektronische ID sind Beispiele für aktuelle Schweizer Projekte, die unser Leben nachhaltig beeinflussen werden. Betroffen davon sind alle Einwohnerinnen und Ein- wohner von Riehen. Der Talk am Turm ist somit eine Chance des Austausches für alle. Ich wünsche den Silver Surfers viel Erfolg für diese Initiative. Weil die digitalen Aspekte des Le- bens immer mehr Raum einnehmen, habe ich imCafé Kornfeld den «Schutz- raum 4125» ins Leben gerufen. Er dient als offener Begegnungsraum für das digitale Leben und kann sich auch an anderen Orten etablieren. Im «Schutz- raum 4125» diskutiere und beantworte ich gerne Fragen rund um die digitale Privatsphäre, zum Beispiel zu Face- book, Whatsapp oder den aktuellen Datenschutzproblemen bei Snapchat. Aber auch Themen rund um die Heim- netzsicherheit werden vertieft.  Thorsten Ziercke, Riehen LESERBRIEFE Eine Chance des Austauschs BÜRGERGEMEINDE

50 JAHRE JCB Nuria Mathys über ihre Zirkusbegeisterung und darüber, wie sich alles zu einem Ganzen fügt.

«Der Zirkus erneuert sich immer wieder»

Nuria Mathys aus Riehen tritt ab übermorgen Sonntag im Zirkuszelt der Basilisken mit einer Luftakrobatiknummer auf.

Fotos: zVg / Ralph Schindel

aber nicht mehr richtig erinnern. Vor dem JCB war ich drei Jahre in der Zir- kusschule Basel. Du hast gesagt, du wolltest schon im- mer einmal in einem Zirkus auftre- ten. Was fasziniert dich daran? (überlegt) Es ist verrückt, was die Künstlerinnen und Künstler alles können. Deshalb wollte ich selber in einem Zirkus mitmachen. Eure Trainings beginnen sehr früh: Ab den Herbstferien Training, aber bis im Sommer keine Vorstellungen. Ist das nicht langweilig oder sogar de- motivierend? Überhaupt nicht! Damit man eine ganze Nummer aufführen kann, muss man zuerst die einzelnen Tricks üben, die dann zu einem Ganzen zusam- mengefügt werden. Ausserdem muss man Kraft aufbauen und sich bei Luft- nummern an die Höhe gewöhnen. Dann gibt es die Inszenierungsgrup- pe. Da bin ich auch dabei. Die Gruppe bestimmt dasMotto und das Rahmen- programm, damit sich die Darstelle- rinnen und Darsteller mit den Über- gängen auseinandersetzen können. Du hast ein Motto erwähnt und ihr feiert das 50-jährige Bestehen. Ist das zugleich das Motto? DasMotto lautet «Surprise», alsoÜber- raschung, und die wird es auch geben. Sind denn spezielle Aktivitäten zum Jubiläum geplant? Es gibt eineGalavorstellung, eigentlich wie eine normale Vorstellung, einfach mit geladenen Gästen: Vereinsmitglie- der, Ehemalige, Regierung, Gönnerin- nenundSpender.UndClaudiusSpecht, ein ehemaliger Basilisk und mittler-

hat pro Nummer einmal in der Woche Training und darf maximal bei drei Nummern mitmachen. Was für Nummern zeigst du? In diesem Jahr zeige ich eine Hand- stand- und eine Luftreifnummer. Ein Luftreif ist ein stabiler Reif mit knapp einemMeter Durchmesser, der in vier Metern Höhe aufgehängt ist. Gibt es nebst den Akrobatiknummern auch andere Nummern? Es gibt auch andere Nummern wie zum Beispiel Magie oder Jonglage, und die Zeit während des Umbaus zwischen zwei Nummern muss eben- falls mit Darbietungen überbrückt werden. Das ist dann eher wie Thea- terspielen. Das mache ich auch in die- sem Jahr wieder. Dieses Training be- ginnt erst später. Wie bist du zum JCB gekommen? Ich weiss es nicht mehr genau. Aber meine Eltern haben Freunde, deren Tochter auch beim JCB war. Und ich wollte schon immer einmal in einem Zirkus auftreten. Deshalb habe ich mich beim JCB angemeldet. Hattest du bereits vorher ein Talent in diese Richtung? Früher war ich eine Zeitlang im ABC- Turngarten. Daran kann ich mich

weile weltberühmter Jongleur, wird auftreten. Ausserdemwirddas Schwei- zer Fernsehen Aufnahmen machen. Es soll ein Treffen für die Ehemaligen und ein Dank an die Stadt sein, an die Gön- ner und alle, die uns tatkräftig und grosszügig unterstützen. Hat der Jugend Circus Basilisk genü- gend Nachwuchs? Eigentlich sind wir immer genug, wo- bei wir in diesemJahrmit 44 Basilisken eher wenig sind. Es gab zum Beispiel ausbildungsbedingt mehr Austritte als erwartet. Ansonsten sind es um die 50. Es melden sich immer recht viele Kin- der für das Probetraining an. Das sind zum Teil bis zu 80 Kinder. Zehn bis 15 werden ausgewählt und nehmen am Grundtraining teil. Siemachendanach an nur einer Vorstellung mit. Dann wird geschaut, wer definitiv aufge- nommen wird. Dann trainieren sie ihr erstes Jahr als Basilisken und gehen im folgenden Sommer auf ihre erste regu- läre Tournee. So erneuert sich der Zir- kus immerwieder. Dennmankannnur mitmachen bis ins Jahr, in dem man den 17. Geburtstag feiert. Was müssen interessierte Kinder mit- bringen, wenn sie Teil des JCB werden wollen? Sie müssen eine Begabung haben für die Nummern, die wir aufführen. Sie müssen auch zusammenarbeiten können und gut miteinander auskom- men, weil wir auf der Tournee dreiWo- chen lang pausenlos zusammen sind. Auch die Eltern müssen viel mithel- fen: Zeltaufbau und -abbau, Kostüme nähen, Programmheft zusammen- stellen und so weiter. Der JCB lebt da- von, dass viele Hände unentgeltlich mithelfen. Interview: Ralph Schindel von Spendern seinen schönen alten Holzzirkuswagen renovieren und die alte anfällige Lichtanlage durch eine zeitgemässe LED-Anlage ersetzen, diebei denNummern imSommer das Zelt nicht noch zusätzlich aufheizt. Sehr hilfreich für den JCB wäre ei- ne in den vergangenen Jahren immer wieder sehnlichst vermisste Abluft- öffnung oben im Zelt, wie sie moder- ne Zirkuszelte haben. Unter der Zir- kuskuppel, wo die Luftnummern stattfinden, wurde es zum Teil bis zu 55 Grad heiss. Deshalb mussten auch schon Vorstellungen abgesagt wer- den. Ausserdemmöchte der JCB auch den First – das Gerüst für die Aufhän- gungen der Luftnummern – ersetzen, um so mehr und flexiblere Möglich- keiten für die Nummern zu schaffen.

Der Jugend Circus Basilisk (JCB) feiert in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag. Vom 30. Juni bis 11. Juli gastiert der JCB auf der Rosentalanlage in Basel, anschliessend gibt es vom 14. Juli bis 18. Juli Vorstellungen in der Schadau- gärtnerei in Thun. Eine, die auch da- bei sein wird, ist Nuria Mathys aus Riehen. Die 14-jährige Schülerin wird unter anderem eine Luftakroba- tiknummer präsentieren. Sie ist aber kein Neuling: Ihre erste Tournee mit dem JCB absolvierte sie im Jahr 2016. RZ: Nuria, wie bereitet ihr euch auf eine Tournee vor? NuriaMathys: Wir beginnen imHerbst mit den Proben. In den Herbstferien trainieren wir zuerst nur Kraft und Ausdauer. Ab den Weihnachtsferien entstehen dann die einzelnen Num- mern. Vor den Frühlingsferien bauen wir das Zelt neben dem Winterquar- tier beim Zoll Otterbach auf. So kön- nen wir uns an das Zelt gewöhnen. Nach den Frühlingsferien üben wir auch viel an den Wochenenden, um das ganze Programm durchzugehen. Kurz vor dem Start der Tournee wird das Zelt abgebaut und auf der Rosen- talanlage wieder aufgebaut. Wie häufig trainierst du? Ich trainiere zweimal pro Woche – ich mache bei zwei Nummern mit. Man

Unterstützung für den JCB gesucht rsc. Der Jugend Circus Basilisk (JCB) wird nicht subventioniert und ist trotz ehrenamtlicher Arbeit auf zu- sätzliche Unterstützung angewiesen. Der Eintritt in die Vorstellungen ist frei, aber es gibt jeweils eine Kollekte. Je nach Saisonverlauf decken die Kol- lekte und die Einnahmen aus dem Inserateverkauf für das Programm- heft einigermassen die Kosten des laufenden Betriebs. Unterhalt, Neu- oder Ersatzanschaffungen sind da- mit aber nicht möglich. Nur dank sehr grosszügigen Spenden konnte der JCB beispielsweise vor zwölf Jah- ren sein Zelt ersetzen, weil das alte den strenger werdenden Vorschriften nicht mehr genügte.

In diesem Jahr konnte der JCB dank grosszügiger Unterstützung

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