WEB_ProCONNECT_Flyer Christen begegnen Muslimen A5 hoch_2024

7. VERTEIDIGE NICHT DAS AT: Muslime versuchen oft, uns auf die Gewalt im AT festzunageln, um dann die Gewalt im Islam zu rechtfertigen. Doch wir leben im neuen Bund. Die Gesetze des AT gelten für uns nicht. So sind z.B. alle Todesstrafen des AT in Jesus er- füllt. Wir müssen heute Ehebrecher nicht mehr steinigen. Der Islam will zurück zu dem, was die Bibel als überholt bezeichnet. Damit verlieren wir die Liebe Gottes in Jesus. 8. VERMEIDE ZU FRÜHE VERFOLGUNG: Wenn Muslime zu glauben beginnen, warne sie, dies publik zu machen. Sie könnten alle ihre Freunde, ihre Familie, ihren Besitz, ihren Ehepartner und Kinder verlieren und Todesdrohungen erhalten. Und das meiste davon we- gen Missverständnissen, weil Muslime meinen, dass sie nun an drei Götter glauben, Alkohol trinken, die Eltern verachten, sexuell unrein geworden sind, Homosexualität unterstützen etc. Sie sollen ihren Glauben vorerst nur vor Ver- trauenspersonen bezeugen, bis sie genug gewachsen sind, um den Sturm auszu- halten und Missverständnissen entgegenzutreten. 9. IHN ZUM CHRISTENTUM ZU BEKEHREN, d.h. ihm die christliche Kultur zu überstülpen: Das Wort «Christ» hat seine Bedeutung verloren, weil Christsein als erblich verstanden wird. Weder verteidigen wir, was Christen getan haben, noch be- nutzen wir dieses Wort. Vielmehr geht es darum, Jünger von Jesus zu werden. Das kann man auch innerhalb der islamischen Kultur. Wenn es gelingt, dass Muslime Jesus nachfolgen, aber innerhalb der islamischen Kultur bleiben, ist die Chance gross, dass sie ihren Glauben teilen können. Werden sie dagegen als Ketzer gesehen und ausgestossen, wird ihr Leben schwierig. Es ist nicht prinzipiell falsch, Ramadan zu fasten, bzw. seine Haare zu bedecken oder am Opferfest teilzunehmen. Es ist eine Frage der Motive. Nur, wer davon Heil erwartet, liegt falsch. Wenn sie aber ganz auf das Opfer von Jesus vertrauen und aus Liebe so lange wie möglich in der islamischen Kultur bleiben, um Ge- legenheiten zu suchen, Jesus zu bezeugen, dann ist es eine Chance.

Kurt Beutler, Mitarbeiter MEOS interkulturell

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