AUF den SPUREN von JESUS in GUINEA Seit nunmehr einem Jahr sind wir die einzi- gen Langzeit-Mitarbei- tenden, die hier vor Ort tätig sind, ja sogar die einzigen «Weissen» in unserer Stadt. Trotzdem fühlen wir uns am rich- tigen Platz und bis jetzt haben wir das Gefühl, dass Gott möchte, dass wir noch eine Weile blei- ben. Die Einheimischen sind sehr gastfreundlich, wir fühlen uns wohl und werden in unserer klei- nen Stadt gut akzeptiert.
Als wir vor knapp sechs Jahren als Familie aus dem Flug- zeug in Guineas Hauptstadt stiegen, war uns mulmig zumu- te. Auf was lassen wir uns da nur ein, mit zwei kleinen Bu- ben im Alter von zweieinhalb Jahren und sechs Monaten? Am nächsten Morgen war für mich (Amélie) klar, dass wir noch am selben Abend wieder ins Flugzeug steigen werden, um zurück in die Schweiz zu reisen. Vielen Gebeten, Ermu- tigungen, Gottes Hilfe und Durchtragen ist es zu verdan- ken, dass wir jedoch immer noch an unserem Einsatzort, ei- ner kleinen Stadt im Nordwesten von Guinea, wohnen und uns mittlerweile zu Hause fühlen. Die Menschen hier sind mutig und lächeln trotz der schwieri- gen Umstände, in denen sie leben. Unser Wunsch ist es, dass sie aufblühen und ein würdiges Leben führen können. Um dies zu erreichen, arbeiten wir ganzheitlich. Uns motiviert der Vers aus Johannes 10,10b: «Jesus spricht: Ich aber bin ge- kommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.» Ein würdiges Leben hier auf Erden und eine Perspektive für die Ewigkeit. Das ist es, was wir im Leben der Menschen, unter denen wir uns engagieren, verwirklicht sehen möchten. Wir möchten sehen, wie ganze Familien durch unsere kon- kret geleistete Entwicklungszusammenarbeit verändert wer- den. Wir wünschen uns, dass sie finanziell unabhängig, in Frieden lebend ihr Potential durch Hilfe zur Selbsthilfe ent- falten können.
Wie konnten in den ver- gangenen Monaten vie-
le unserer Verantwortungsbereiche an lokale Mitarbeitende abgeben. Dennoch empfinden wir, dass die Anwesenheit von Expats vor Ort weiterhin sehr viel Sinn macht. Obschon die einheimischen Mitarbeitenden den Ausbildungsbetrieb über- nommen haben, unterstützen wir sie weiterhin beispielswei- se im Projektmanagement oder bei der Konfliktlösung. Wir sind Teil einer kleinen christlichen Gemeinschaft. Gemein- sam lesen wir die Bibel, beten und ermutigen einander, die Frohe Botschaft zu leben. Auch wenn der Alltag nicht immer einfach ist, werden wir regelmässig ermutigt, wenn wir sehen, wie Gott bei uns ist. Wir sind dankbar, dass wir als Familie in diesem Land, das uns wie auch die Menschen hier ans Herz gewachsen ist, eine gute Zeit erleben dürfen.
09
Made with FlippingBook - professional solution for displaying marketing and sales documents online