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Einführungsklassen: Der Kanton könnte bald zum Schulmodell zurückkehren SEITE 2

Basler Fasnacht: So bunt und kreativ waren die «drey scheenschte Dääg» SEITEN 6, 7

Schach: Die SG Riehen mit klarem Auswärtssieg zum Saisonauftakt SEITE 13

CHROPF CLIQUE RIECHE «Em Bebbi wird’s flau – me macht en zer Sau!» lautete das diesjährige Sujet und wurde imposant umgesetzt Ein Wagen, der jeden anlächelte

Ein grosses, lächelndes «Säuli» mit Kleeblatt und viel Liebe zum Detail – der Wagen der Chropf Clique Rieche fiel am Cortège positiv auf.

Fotos: Philippe Jaquet

Perfekter Cortège trotz Regen Einige Stunden später begannen mit dem Morgestraich offiziell «die drey scheenschte Dääg». Das trockene Wetter hielt am Fasnachtsmontag lei- der nicht lange an: Am Mittag fing es an zu stürmen, starke Winde und so- gar Schnee schienen den Fasnächt- lern den Tag verderben zu wollen. Glücklicherweise mussten sie sich am Cortège nur nochmit etwas Regen ab- finden, ansonsten schien die Sonne. «Während der beiden stärkeren Re- genschauer haben sich viele Besucher eine kurze Pause in den Beizen ge- gönnt, danach haben sie aber wieder in Scharen die Strassen gesäumt», be- richtet Werner Bär, Obmann der Chropf Clique. Das wechselhafte Wet- ter habe der guten Stimmung amUm-

Wagenkünstler nicht nur dem Kopf des Tieres, sondern auch seinem Kör- perinneren gewidmet. So sah man im Hintergrund vorsichtig bemalte und beschriftete «Frigaddelle», «Broote», «Rippli», aber auch «Glepfer und Wie- nerli». Passend dazu hätten die Fas- nächtler Wurstware an der Fasnacht verteilen können, doch sie blieben dann doch bei Bananen, Mandarinen, Süssigkeiten und Getränken. Dazu standen schon jede Menge «Räppli» im Wagen bereit – natürlich auch in Rosarot. Keine Beizen in Riehen Inspiration für das Sujet waren gleich mehrere aktuelle Anlässe, die für Aufregung in der Basler Bevölke- rung gesorgt hatten. Im «Zeedel» wur- den nicht nur die Tesla-Fahrzeuge der Polizei und die endlosen Baustellen in der ganzen Stadt durch den Kakao gezogen, sondern auch die fehlenden Beizen in Riehen und das einem Ge- fängnis ähnelnde Meret-Oppenheim- Hochhaus im Gundeli. Auch die BVB bekamen ihr Fett weg: «Die mache sich immer grad sälber zur Sau», weil sie ohne triftige Gründe viel Geld für neue Busse und Trams ausgeben wür- den. Und überhaupt würde die un- überlegte Geldverschwendung in Basel-Stadt die «Bebbis» unzufrieden

zug zumGlück keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, der Cortège sei sogar sehr gut verlaufen. Ob vom Fasnachtscomité, von den regionalen Medien oder den zahlrei- chen Besuchern am Strassenrand – der prächtige Wagen habe viele Glück- wünsche erhalten, erzählt Bär. Die Clique sei begeistert gewesen, wie gut ihr Sujet unddas grinsende Säuli beim Publikum angekommen sei. Froh sei er auch, dass alle den Cortège ohne Stau oder andere Zwischenfälle geniessen konnten. Fleissig verteilten die Chropfheimer alle «Zeedel», Früchte und Süssigkeiten an die Fas- nachtsbegeisterten: «Um 18 Uhr war unser Wagen komplett leer», sagt Wer- ner Bär stolz. Am Mittwoch wird es wohl nicht anders gewesen sein.

stellen: «Gäld spiilt in Basel kai Rolle – me sait, mer schepfe’s uss em Volle.» Das Publikum konnte sich bei der Vor- stellung der diesjährigen Verse ein Schmunzeln nicht verkneifen. Für die musikalische Unterhal- tung sorgten bei der Wagenvernissage wie jedes Jahr die «Jeisi Migger 1926», die älteste Gugge Basels. Laut und dy- namisch, wie es sich für eine Gugge gehört, traten sie mehrmals auf und spielten, was das Zeug hielt. Die Schnitzelbänke «Bebbi Buebe» und «Staubwolgge» durften natürlich auch nicht fehlen und brachten mit ihren spassigenVersen Jung und Alt zumLa- chen. Die Vorfreude auf die Fasnacht war rasch im ganzen Raum spürbar und steckte alle an. Kinder spielten mitei- nander und sprangen fröhlich zwi- schen den Bänken umher, während sich Erwachsene unterhielten, assen und die festliche Stimmung genossen. Die verstohlenenBlicke auf den gelun- genen Wagen verrieten die Ungeduld der Besucher bis zum eigentlichen Höhepunkt der Veranstaltung, an dem die Chropfheimer traditionsge- mäss im Kostüm und mit Larve ihren Wagen präsentieren. Kurz bevor es so- weit war, schloss «dr Boodesuuri» mit Schnitzelbänken und einer schönen Botschaft das Bühnenprogramm ab. Sein Fazit: Obwohl sich die Bevölke- rung oft beklage und unzufrieden sei, bleibe Basel doch die schönste Stadt der Welt!

Der Fasnachtswagen der Riehener Chropf Clique war ein echter Blickfang. Nicht nur bei der Vernissage, sondern auch am Cortège.

Nathalie Reichel

Zuletzt war er ein Tram, ein Helikop- ter und ein Bagger. Welches motori- sierte Fahrzeug würde der Wagen der Chropf Clique Rieche denndieses Jahr sein? Gar keines, denn heuer kamen die «Chropfheimer» auf eine ganz an- dere Idee: Stolz präsentierten sie sich an der Basler Fasnacht auf einer lä- chelnden Sau, die ein vierblättriges Kleeblatt imMaul hält. Und das Sujet? «Em Bebbi wird’s flau – me macht en zer Sau!» Es ist zur Tradition geworden, dass in Riehen schon am Sonntag vor dem Morgestraich herrliche Fasnachts- stimmung herrscht. Im Werkhof weihten die Chropfheimer zusam- men mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern stolz ihren rosaroten Wagen ein. Die gelungene Schweine- schnauze grinste jeden in der Halle an und wurde zum absoluten Hingucker. Grosse Aufmerksamkeit haben die

Viele Leute kamen an die Wagenvernissage imWerkhof.

Foto: Nathalie Reichel

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«dr Boodesuuri» sorgte an der Wagenvernissage mit witzigen Versen und einer schönen Botschaft für gute Stimmung.  Foto: Nathalie Reichel

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