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Spanntechnik-Lexikon

2+2 Zentrisch-ausgleichend spannen: Werkstücke müssen beim Spannen zentriert werden. Bei 3-Backenfuttern geschieht dies über eine mechanische Verbindung der 3 Spannbacken auf einen gemeinsamen Mittelpunkt. Ein zentrisch spannendes 4-Backenfutter, das für unterschiedliche Werkstückgeometrien verwendet wird, generiert über die jeweils gegenüberliegenden Spannbacken 2 separate Mittelpunkte. Durch die mechanische Verbindung entsteht bei auftretenden Werkstücktoleranzen eine Überbestimmung, die sich negativ auf die Werkstück Span- nung auswirkt. Beim Centco4 mit 2 + 2 zentrisch-ausgleichendem Spannantrieb zentrieren die beiden Backenpaare unabhängig voneinander das Werkstück. Die beiden Achsen können zueinander ausgleichen, so dass sich unabhängig von der Werkstückgeometrie oder Werkstücktoleranz immer eine exakt definierte Zentriermitte er- gibt. Der Aufbau der Spannkräfte entsteht erst, wenn die exakte Zentriermitte erreicht ist. Somit ist ein feinfühliges und hochge- naues Zentrieren des Werkstückes bei allen Spannkräften und beste Bearbeitungsergebnisse garantiert.

Zentrale Kolben: Im Centco4 2+2 selbstzentrierenden Aus- gleichsfutter werden die 2 selbstzentrierenden Achsen über ei- nen gemeinsamen zentralen Betätigungskolben betätigt. Dies ermöglicht die Verwendung eines Standard-Einkolbenzylinders. Im Vergleich zu Futtern mit Doppelkolbenantrieb spart man sich den Einsatz eines teuren Doppelkolbenzylinders, die zusätzlichen Hydraulikventile und die zusätzlichen M-Codes. Fliehkraftausgleich: Durch die Rotation eines Backenfutters entstehen Fliehkräfte, die auf die Grund- und Aufsatzbacken wirken. Diese Fliehkräfte reduzieren die statische Spannkraft und limitieren somit die dynamische Spanabnahme. Der Fliehkraft- ausgleich des Centco4 gleicht diese Fliehkraft größtenteils aus und ermöglicht somit höhere Bearbeitungsdrehzahlen bei höhe- ren Schnittleistungen. Geschlossenes Druckschmiersystem: Bei einem geschlossenen Druckschmiersystem werden alle belasteten Stellen direkt über Kanäle mit Schmiermittel versorgt. Dadurch wird verbrauchtes Schmiermittel direkt ersetzt. Gegenüber einem offenen Schmier- system spart dies Schmiermittel, verlängert die Schmierintervalle und verhindert Passungsrost effektiv.

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Geschlossenes Druckschmiersystem

Großer Durchgang, volle Nutzung der Maschinenspindel

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