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Betreiberwechsel im Landgasthof

LEGIONELLENBEFALL Schwimmhalle Wasserstelzen wieder geöffnet und bedenkenlos benutzbar

Manche mögen’s nicht allzu heiss

rz. Die bisherigen Betreiber des Land- gasthofs, Pierre Buess und Nora Dok- hane, werden per Ende Juni des lau- fenden Jahres das traditionsreiche Riehener Lokal verlassen. Der Betrieb werde neu ausgeschrieben, Hotel und Restaurant würden unterbruchslos weitergeführt, schreibt die Gemeinde Riehen in einer Medienmitteilung. Man sei mit den langjährigen Betrei- bern «im guten Einvernehmen» über- eingekommen, das seit Anfang 2012 bestehende Mietverhältnis vorzeitig zu beenden. Vorzeitiger Vertragsausstieg Gründe für diesen Entscheid wa- ren gemäss Communiqué die wirt- schaftlichen Rahmenbedingungen imHotel- undGastgewerbe, die sich in den letzten Jahren stark verändert ha- ben. Der Landgasthof litt unter der grenznahen Lage und dem veränder- ten Konsum- und Verpflegungsver- halten der Konsumentinnen und Kon- sumenten. Gleichzeitig haben diverse Tiefbauprojekte in der Vergangenheit zu erschwerten Bedingungen für den Gastrobetrieb geführt. Der Gemein- derat Riehen ist auf das Gesuch der Betreiber, vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen, eingegangen und wird den Betrieb in den nächsten Wochen neu ausschreiben. Pierre Buess und Nora Dokhane werden den Landgasthof zusammen mit dem angestammten Team bis En- de Juni 2019 weiterführen. Die Firma Berest AG, die grosse Erfahrungen im Gastrobereich aufweist, ist von der Gemeinde Riehen beauftragt worden, ab dem1. Juli für eine unterbruchslose Weiterführung des Betriebs zu sorgen. Die Berest AG kenne den Betrieb gut und habe bereits im Rahmen des um- fangreichenUmbaus imJahre 2011 die Verwaltung beraten, heisst es in der Mitteilung weiter. Reservationen bleiben gültig Sämtliche vorhandenen und neu eingehenden Reservationen für das Hotel, den Saal und das Restaurant behalten ihre Gültigkeit. Auch Bu- chungen für die Zeit nach dem 1. Juli werden von den aktuellen Betreibern unter der Telefonnummer 061 645 50 70 oder per Mail (info@landgasthof- riehen.ch) gerne entgegengenommen und durch die neuen Betreiber ge- währleistet. Pierre Buess wird im kommenden Juli die operative Leitung der familien- eigenen Immobilienfirma «Schappe Immobilien AG Kriens» übernehmen. Nora Dokhane hat mit ihrer neu ge- gründeten Firma «Arhon Concept AG Basel» innovative Reservations- und Finanzsysteme im Hotel- und Gastro- nomiebereich entwickelt und wird diese vermarkten.

Die Duschen sind wieder benutzbar und damit auch das Schwimmbecken des Schulhauses Wasserstelzen.

Foto: zVg Gemeinde Riehen

Selbstkontrollpflicht wahrnehmen

Gut anderthalb Monate konnte das Schwimmbecken im Schulhaus Wasserstelzen wegen Legionellenbefalls nicht benutzt werden. Kurz- und langfristige Massnahmen wurden eingeleitet. Legionärskrankheit – ein gefährlich klingendes Leiden, das man sich scheinbar im Rahmen eines noch ge- fährlicheren Jobs zuziehen kann. Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus, denn die 181 Kriegsveteranen, die 1976 in Philadelphia an einer Lungen- entzündung erkrankten, und von denen rund 30 starben, waren längst aus Kriegsdiensten entlassen worden. Doch das Treffen der US-Kriegsvete- ranenvereinigung «American Legion» gab den Ausschlag für die Entdeckung desBakteriumsderGattungLegionella und damit dem Erreger seinen aben- teuerlichen Namen. Das macht klar, dass die Bakterien auch weitab von Kriegsschauplätzen vorkommen, zum Beispiel in der Schwimmhalle Wasserstelzen, die seit Mitte November wegen Legionel- lenbefalls der Duschen geschlossen war. Nun ist sie aber wieder geöffnet, informierte die Gemeinde Riehen in einer Medienmitteilung vomMontag. Nach der Ausrüstung der Duschköpfe mit Bakterienfiltern und nach einer erneuten Prüfung der Wasserqualität habe das Kantonale Laboratorium Michèle Faller

Basel-Stadt das Betriebsverbot für die Duschanlagen aufgehoben, erklärt Katrin Kézdi, Kommunikationsver- antwortliche der Gemeinde Riehen. Diese seien wieder bedenkenlos be- nutzbar; auch der Turn- und Schwim- munterricht finde wie gewohnt statt. In den kommenden Monaten werde geprüft, welche weiteren Massnah- men nötig seien, um die gute Wasser- qualität langfristig zu sichern. Legionellen fühlen sich in feucht- warmen Umgebungen besonders wohl, insbesondere in Leitungen, durch die nicht so oft Wasser fliesst (siehe Kasten). «Auch stillgelegte Lei- tungen sind oft betroffen», weiss Phi- lipp Hübner, Kantonschemiker und Leiter des Kantonalen Laboratoriums. Oft werde vergessen, stillgelegte Lei- tungen vom ganzen Netz abzuhän- gen, weshalb die Legionellen sich dort bestens vermehren und das gesamte Wassernetz kontaminieren könnten. Thermische Desinfektion Seit dem Installieren der neuen Fil- ter sei die Wasserqualität der Dusch- anlagen im Schulhaus Wasserstelzen aber tipptopp, sagt Hübner. Die Filter seien allerdings nur eine Zwischenlö- sung, bis das System gereinigt werde. «Wenn eine massive Kontaminierung vorliegt, ist es schwierig, die Legionel- len wieder wegzukriegen», stellt der Fachmann klar. Mit einer thermischen Desinfektion seien sie aber wirksamzu bekämpfen. Hierzu müsse genügend heisses Wasser – also mit einer Tempe- ratur von 65 bis 70 Grad – während 15 Minuten durch die Dusche fliessen. Das regelmässige Spülen des Wasser- tem für Lungenentzündungen ver- antwortlich sein. Ansteckend sind Legionellen nicht von Mensch zu Mensch, sondern bei Einatmung von infiziertem Wasser. Das kann zum Beispiel beim Duschen vorkommen, wo es zur Zerstäubung von Wasser kommt unddeshalbWasserpartikel in die Atemwege gelangen können. Als vorbeugende Massnahme werden Bakterienfilter an den Duschköpfen eingesetzt und regelmässig Untersu- chungen bei Schwimmbädern und Duschanlagen durchgeführt.

systems mit heissem Wasser sei auch die wirksamste präventive Massnah- me gegen Legionellen. Technisch sei dies aber nicht im- mer möglich, da nicht bei allen Instal- lationen eine genügend hohe Erhit- zung des Wassers erreicht werden könne. Viele andere Möglichkeiten gebe es allerdings nicht. Eine chemi- sche Desinfektion des Trinkwassers durch Beimischung von Chlor sei kaummöglich, da sich dieses imWas- sersystem verbrauche, bis das Wasser erhitzt und schliesslich imDuschkopf angelangt sei. Könne der Boiler nicht hoch genug eingestellt werden, sei ein stetes Ersetzen der Bakterienfilter die einzige Lösung. «Wir sind aber zuver- sichtlich, dass es mit der thermischen Desinfektion klappen wird», sagt der Kantonschemiker.

Gesetzliche Vorgaben, wie oft ein Wassersystem auf Legionellenbefall geprüft werden müsse, gebe es nicht, doch zehn Schulhäuser seien bereits kontrolliert worden und das Erzie- hungsdepartement sei momentan daran, in anderen Schulhäusern des Kantons Messungen anzuordnen. «Unser Anliegen ist nicht, möglichst viele Beanstandungen zu machen und Geld damit zu verdienen, son- dern die Betriebsverantwortlichen – das Bau- und Verkehrsdepartement sowie das Erziehungsdepartement – dazu zu bringen, ihre Selbstkontroll- pflicht in diesem Bereich besser wahrzunehmen – im Interesse der öffentlichen Gesundheit», betont Hübner.

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Was sind eigentlich Legionellen? nre. Legionellen sind Bakterien, die vor allem im warmen Wasser und in feuchten Umgebungen vorkommen können. Sie sind zum Beispiel in Was- serleitungen, Hahnen, Duschköpfen und in Whirlpools anzutreffen. Ideal sind für sie Temperaturen um die 40 Grad Celsius und Stellen, wo das Was- ser lange Zeit nicht geflossen ist.

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ImNormalfall sind Legionellen für diemeistenMenschenundKinder un- gefährlich, dennoch können sie bei älteren Leuten, Rauchern oder Men- schen mit geschwächtem Immunsys-

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So sehen sie aus, einfach sehr viel kleiner: Legionellen. Foto: BMS-Energietechnik AG

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