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FREITAG, 16.8.2019 98.Jahrgang | Nr.33 NÄCHSTE AUSGABE GROSSAUFLAGE

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Thesenpapier: Die EVP Riehen Bettingen setzt auf ethische und soziale Werte SEITE 2

Trockenheit: Auch die Bäume im Siedlungsgebiet leiden an Wassermangel SEITE 11

Fitness: Riehenerin Alessia Wälchli nahm an der Crossfit-WM teil SEITE 19

WOHNPARK Das Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona beginnt mit dem Bau einer zukunftsträchtigen Wohnsiedlung Eine grosse Wohngemeinschaft auf der Chrischona

nicht bekannt, sagte er weiter und ver- wies auf eine öffentliche Informati- onsveranstaltung am 28. Januar 2020 um 19 Uhr im Haus der Stille. Lebensmodell in Anlehnung an die Schwesternschaft Die Siedlung soll zum bewussten Zusammenleben anregen, ohne einen bewussten Rückzug zu verunmögli- chen. Für Kinder – auch jene aus dem Dorf – wird eine Kindertagesstätte eingerichtet. Ein öffentliches Restau- rant wird 365 Tage im Jahr Morgen-, Mittag- und Abendessen anbieten. In allenWohnungen können Serviceleis- tungen in Anspruch genommen wer- den, sei es nun ein Wäscheservice oder pflegerische Unterstützung. In lockerer Form strebe man eine Art gemeinschaftliches Leben an, wie es der traditionellen Schwesternschaft entspreche, erläuterte Joachim Ras- tert. Damit wolle man ein Zeichen gegen Vereinsamung setzen. Allen Mietern werden diverse weitere Räu- me zur Verfügung stehen – neben Re- staurant und Caféteria auch das Haus der Stille mit Bibliothek, die Kapelle, die Seminar- und Andachtsräume und die Lounge imMutter- und Gäste- haus. Ausserdem wird es einen Ge- meinschaftsraum mit vorgelagertem Grillplatz geben. Mit dem Spatenstich ist der Auf- takt zu den Bauarbeiten nun erfolgt. Als erster Neubau soll jener an Stelle der alten Gärtnerei Mitte 2021 bezugs- bereit sein. Als zweites Gebäude folgt dann der Neubau an Stelle des Zwei- familienhauses Anfang April 2022. Und Anfang Mai 2022 schliesslich soll der Hauptbau mit Empfang und Gas­ tronomie fertig werden. Baulich nicht verändert, aber umgenutzt wird das alte Pilgerhaus. Dort wird es an Stelle der heutigen Büros entweder eine Arzt- praxis oder zwei Wohnungen geben.

Mit demWohnpark St. Chrischona, dessen Spatenstich am 7. August gefeiert wurde, hat das Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona in Bettingen mit der Realisierung einer gemeinschaftlichen Siedlung für rund 200 Leute begonnen. Die Schwesterngemeinschaft des Dia- konissen-Mutterhauses St. Chrisch- ona hat in über vier Generationen Geld für die Vorsorge zur Seite gelegt. Mit diesem Geld hätten es sich die Schwestern nun eigentlich im Alter gemütlich einrichten können, er- zählte Schwester Ursula Seebach, Oberin des Diakonissen-Mutterhau- ses St. Chrischona, in ihrer Rede an- lässlich des Spatenstichs zum Wohn- park St. Chrischona am Mittwoch vergangener Woche. Doch das ent- spreche nicht dem Charakter der Schwestern. Diese seien gewillt, auch imAlter ihren diakonisch-missionari- schen Auftrag ernst zu nehmen und sich mit aller Konsequenz im Namen Gottes für andere Menschen einzu- setzen. Wohnpark statt Altersrente So sei die Idee entstanden, mit die- sen Altersrücklagen, quasi in Ergän- zung zu den bisherigen Gebäuden oberhalb des Chrischonarains Rich- tung Chrischonakirche, einen Wohn- park zu errichten, eine Siedlung für Menschen jeden Alters, für Familien wie Singles. Im Jahr 2013 wurde be- schlossen, diese Idee in die Tat um- zusetzen. Ursprünglich war geplant, das heutige Ensemble – im Wesentlichen bestehend aus dem kürzlich reno- vierten Mutterhaus, dem veralteten Esstrakt, dem Pflegeheim, dem Haus der Stille und der Pilgerhütte – vor allem durch sechs kleinere Neubau- ten auf der Wiese unterhalb des Pfle- geheims zu ergänzen. Ein siebtes Gebäude war östlich des Hauses der Stille geplant. Bestandteil des ur- sprünglichen Projekts war ausser- Rolf Spriessler

Alle sind bereit für den feierlichen Moment: den Spatenstich für die neue Wohnsiedlung. 

Foto: Rolf Spriessler

dem, wie auch heute noch, die Ver- grösserung des Esstrakts. Die Überbauung der Wiese stiess auf Skepsis, als das Diakonissen-Mut- terhaus seine Zukunftspläne im No- vember 2013 dem Bettinger Gemein- derat vorstellte. Gemeinderat und Ortsbildkommission hatten schwere Bedenken, dass die Überbauung so zu wuchtig wirken würde, erläuterte Joachim Rastert, Geschäftsführer des Diakonissen-Mutterhauses St. Chrischona, als er das aktuelle Projekt am Mittwoch vergangener Woche in einer öffentlichen Informationsver- anstaltung unmittelbar vor dem Spa- tenstich im Detail vorgestellt hatte. Also sei man gemeinsam über die Bücher gegangen. Das sei durchaus kein einfacher Prozess gewesen, so Rastert, aber es habe sich gelohnt. Entstanden sei nun ein Projekt, das dieWiese weitestgehend freihalte und neben dem vergrössert zu ersetzen- den Esstrakt mit zwei grösseren Neu- bauten arbeite – der eine an Stelle des heutigen Zweifamilienhauses links der Pilgerhütte und der andere im Be- reich des heutigen Gärtnereigebäu- des, das abgerissen wird. Auch die Wiese östlich des Hauses der Stille, wo ursprünglich ein kleinerer Neubau geplant war, bleibt nun frei. Die Pläne

Die beiden Neubauten links und rechts der Pilgerhütte (von unten her gesehen) werden rund 30 neue Woh- nungen verschiedener Grösse beher- bergen. Es handelt sich um moderne, geräumige Zweieinhalb- bis Vierein- halbzimmerwohnungen für ein ge- mischtes Publikum vom Single bis zur Familie. Geplant sind bewusst Woh- nungen in gehobenem Standard mit gutem Schallschutz, hochwertigen Böden und Bodenheizung auf ener- gietechnisch hohem Niveau – und damit mit tiefen Wohnnebenkosten. Die Wohnfläche liegt je nach Zimmer- zahl zwischen 65 und 120 Quadrat­ metern. Zu rechnen sei mit 21 bis 23 Franken pro Quadratmeter Kaltmiete pro Monat, so Rastert. Die genauen Details der Wohnungen sind noch

stammen von Flubacher Nyfeler Part- ner Architekten, die Umgebungsge- staltung stammt von Fahrni und Brei- tenfeld Landschaftsarchitekten. Betonung der Mitte Die ursprüngliche Idee sei eine dörfliche Überbauung in relativ zahl- reichen, dafür kleineren Kuben gewe- sen, so Rastert. Das neue Konzept setzt nun auf eine Konzentration der Gebäude im Ensemble mit den alten Gebäuden um die Mitte des Areals mit einer freien Mitte in Form von an- steigenden Terrassenmit Freiräumen, einem Wasserlauf und einer zum Café gehörenden Gartenwirtschaft. Auch ausserhalb der Gebäudegruppe bleibt viel Grünfläche in Form einer Streu- obstwiese und eines Wandelgartens mit Spazier- und Sitzmöglichkeiten. Das heutige Pflegeheimmit 40 Plätzen bleibt in der bisherigen Grösse er- halten. Der bestehende Esstrakt wird abgerissen und auf praktisch identi- scher Fläche, aber mit mehr Stock­ werken und einer Unterkellerung, durch einHausmit wesentlich grösse- rer Nutzfläche ersetzt. Dort unterge- bracht werden ein zentraler Empfang, Esssaal und Caféteria/Restaurant, ei- ne unterirdische Anlieferung sowie Büros und Arbeitsräume.

Wiesenrain

Schwalbennest

-0.55

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So soll die Siedlung 2022 aussehen. Visualisierung: Flubacher Nyfeler Partner Architekten AG

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Reklameteil

WohnhausB

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602.7m 2

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Anlieferung

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FONDATION BEYELER 26. 5. –6. 10. 2019

Pflegeheim

Mutterhaus

135

-6.80.

U

-4.60

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HausderStille

WohnhausA

-0.60

457.6m 2

Werkstatt

-1.80

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Telefon 061 643 07 77

U

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Pilgerhütte

-2.00

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WohnhausC

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448.2m 2

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Auf dem Plan sieht man die drei geplanten Neubauten (in Rot). 

9 771661 645008

Abbildung: Flubacher Nyfeler Partner Architekten AG

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Format /Massstab: A3 / 1:500 Situation neu

Pfad

Druckdatum: 16.01.2018

1602 Mehrgenerationenwohnpark_St.Chrischona

-8.00

08_CAD / 60_Pltfiles_pdf_dwg / pdf /

Flubacher Nyfeler Partner Architekten AG

Bauherrschaft

Architekt

Planinhalt

Diakonissen-MutterhausSt.Chrischona Chrischonarain 135CH-4126Bettingen/BS

Flubacher−Nyfeler+PartnerArchitektenAG Birsigstrasse 122 |4054Basel

Situation Neu 1:500

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