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THERWI L

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15. OKTOBER 2020 | NR. 42

«Ja, ich denke, Bücher werden unsterblich bleiben» Sie feiert morgen Freitag, 16. Oktober, ihr 20-Jahr-Jubiläum als Leiterin der Bibliothek Therwil. Grund genug für uns, mit dieser charis- matischen Frau ein Interview zu führen.

die Lesung für Kinder von Trudi Gerster in den Räum- lichkeiten der Bibliothek oder an die Lesung im grös- seren Stil in der Mehrzweckhalle mit Franz Hohler und den Therwiler Primarschulklassen. Eher aktueller hat beispielsweise auch Federica de Cesco den Weg nach Therwil gefunden. Die Bibliothek Therwil engagiert sich seit vielen Jahren auch bei nationalen Kampagnen wie der Schweizer Erzählnacht jeweils im November. Ich schaue da gerne durch die alten Bildergalerien mit unzähligen fröhlichen Kindern, die mit uns gespielt, gelacht, gebastelt, gemalt und sich Geschichten angehört haben. Für mich gehören genau solche Beispiele zu den unvergesslichen Momenten der letzten 20 Jahre. Die Tatsache, dass in der Schweiz rund 800’000 Personen, darunter jedes siebte Mädchen und jeder fünfte Knabe, mit 15 Jahren trotz absolvierter neun Schuljahren (!), Mühe mit Lesen und Schreiben ha- ben, ist vielen Menschen nicht bekannt. Ebenso wenig, dass ein Drittel der Eltern ihren Kindern nur noch selten bis gar nicht mehr vorliest. Aus diesen Gründen war es mir bereits vor einiger Zeit ein per- sönliches Anliegen, dass sich unsere Bibliothek in Therwil noch intensiver für die Leseförderung von Kindern und Jugendlichen einsetzt und entspre- chende Massnahmen definiert. Deshalb organisiert mein engagiertes Team seit einigen Jahren zahlrei- che Aktivitäten und Veranstaltungen, um Kindern und Jugendlichen die Welt der Geschichten näher- zubringen, sie spielerisch zum Lesen von Büchern zu motivieren, sie in der Sprache zu fördern und ihnen langfristig Freude am Lesen zu vermitteln. Hier möchte ich mich ganz besonders beim im Jahre 2017 gegründeten Gönnerverein der Biblio- thek Therwil bedanken. Er unterstützt uns speziell bei diesem Engagement finanziell grosszügig. Es freut mich sehr, dass die Bibliothek Therwil heute ein Ort in der Gemeinde ist, wo sich Jung und Alt gerne aufhalten, sich treffen, Spass haben, sich unterhalten und ihre Leselust stillen können. Wird heute weniger und «flüchtiger» gelesen? Oder hat sich das Leserverhalten, gerade bei der jüngeren Generation, einfach verändert? Ja, es wird heute deutlich weniger in Büchern gele- sen. Vor allem die jüngere Generation liest heute viel mehr online und schreibt mehrheitlich auch bloss kurze Texte, dafür ganz viele und das noch in einer Geschwindigkeit… da schaue ich nur stau-

nend zu. Weiter hat sich das Angebot an Freizeit- aktivitäten enorm entwickelt, die Tage sind vollge- packt mit Schule, Sport, Musik und/oder digitaler Unterhaltung. Oftmals bleibt einfach kaum mehr Zeit, in einem Buch «abzutauchen». Bei uns in Ther- wil haben wir zum Glück immer noch viele junge Leseratten, für die wir unser Angebot laufend er- weitern. Stimmen Sie der These zu, dass das Buch ein treuer Begleiter der Menschen ist und «un- sterblich» ist? Ja, ich denke Bücher werden «unsterblich» bleiben – sie brauchen ja auch keinen Akku und gehen bei normaler Benutzung nicht kaputt. Das Buch wird in Zukunft wahrscheinlich eine etwas kleinere Ziel- gruppe begeistern, dafür diese umso mehr. Ich wün- sche mir so fest, dass Eltern ihren Kindern noch ewig aus physischen Büchern vorlesen. Versuchen Sie mal das Vorlesen als Ritual in den Alltag zu integrieren – das Echo Ihrer Kinder wird Sie begeistern. Wie würden Sie einem Ortsfremden Ihr ganz persönliches «Därwil» erklären und schildern? Seit beinahe 30 Jahren wohne ich nun mit meiner Familie in Therwil. Viele wunderbare Freundschaf- ten sind im Laufe der Jahre entstanden und werden hier gepflegt. Meine vielseitigen Engagements in der Gemeinde und letztlich meine Arbeit in der Bib- liothek haben mir viele schöne Begegnungen mit Menschen aus dem Dorf beschert. Wer sich aktiv in das Dorfleben einbringt, wird schnell auch solche Begegnungen erfahren. Hier lernte mein Sohn, dass Fussball nicht «seins» ist und fand schliesslich im Volleyball Therwil sein langjähriges Hobby. Für mich ist die Nähe zum Wald und der Natur rund um die Gemeinde meine ganz persönliche Kraftquelle. Ther- wil ist also nicht einfach ein Dorf oder eine kleine Stadt im Leimental, wo ich wohne und arbeite. Es ist viel mehr als nur das, obwohl tief in meinem Herzen immer noch die Sehnsucht zu meiner Heimat Basel brennt. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Catherine für dieses profunde Interview zu danken. Ihre Antwor- ten sollten gleich ein Muss-Schulfach werden. Denn nur eine belesene Gesellschaft, welche weiss und hinterfragt, wird den schwierigen Anforderungen, vor der wir alle stehen, meistern können.  Georges Küng

Die Gemeinde- und Schulbibliothek ist längst eine Institution und aus dem Therwiler Alltag nicht mehr wegzudenken. Dies hat sehr viel mit Frau Leibund- gut und ihrem engagierten Team zu tun, welche Generationen von Menschen ein einzigartiges Lese- vergnügen ermöglichen. Dürfen wir ein paar Eckdaten zu Ihrer Person und den beruflichen Werdegang erfahren? Catherine Leibundgut: Ich bin 1956 in Basel geboren und absolvierte meine Schulen undAusbildungen in meiner Heimatstadt. Bereits in meiner Jugend hatte ich das Ziel, mit Menschen zu arbeiten, und absol- vierte so später dieAusbildung zur Sozialpädagogin. Nach einigen Jahren Berufserfahrung als Erzieherin durchlief ich eine Kaderausbildung für Nonprofit- Organisationen und leitete bis zur Geburt meines Sohnes im Jahr 1994 eine soziale Institution mit über 50 Kindern und Jugendlichen in Basel. Vor 29 Jahren folgte ich meinem Mann nach Therwil. Ins Leimental zu ziehen, konnte ich mir als Stadtkind bis dahin nicht vorstellen. So richtig ufs Land, weisch! Schon bald fühlte ich mich jedoch sehr wohl in Therwil und nutzte rege das grosse Freizeitangebot dieser lebendigen Gemeinde. Im Jahre 2000 wurde ich dann angefragt, ob ich die Leitung und das Präsidium der als Verein geführten Bibliothek Therwil übernehmen möchte. Ich war be- reit, mich dieser neuen Herausforderung zu stellen und habe dankend angenommen, was ich bis heute nicht bereue. Hatten Sie schon als Kind oder Jugendliche eine Affinität zum geschriebenen Wort respek- tive zum Buch? Meine Mutter war eine leidenschaftliche Leserin und hat mich mit Ihrer Leselust schon früh ange- steckt. Sie las mir als Kind Geschichten vor und be- schenkte mich mit Büchern. Bald erzählte ich dann aus meiner lebhaften Fantasie eigene Geschichten – aufgeschrieben habe ich sie leider nie. Sie leiten seit 20 Jahren die Gemeinde-Biblio- thek Therwil. Ziehen Sie doch ein Fazit zu die- sen zwei Jahrzehnten.

Im Jahr 2000 befand sich die Bibliothek noch im ehemaligen Postgebäude im Erdgeschoss der Ge- meindeverwaltung. Zwei Jahre später erhielt sie dann ihren neuen Standort am Kirchrain 2. Die Ge- meinde zeigte sich sehr grosszügig und unterstützte die Einrichtung einer neuen, zeitgemässen Biblio- thek. Wir konnten uns mit Computern und der aktu- ellsten Bibliothekssoftware ausrüsten und durch einen Lift hindernisfreie Besuche ermöglichen. Ich darf sagen, dass die Därwiler Bibliothek – damals wie heute – eine der schönsten weit und breit ist. In den vergangenen Jahren haben wir unser Angebot und unsere Dienstleistungen stets den aktuellen Trends und Kundenwünschen angepasst. Vor bald 20 Jahren lösten wir beispielsweise die Videokassetten (ja, die mussten immer noch zurück- gespult werden) mit den DVDs ab. Neben den zahlreichen Veränderungen im Ange- bot entwickelten wir auch die Dienstleistungen für unsere Kundschaft. In den vergangenen 20 Jahren fanden unzählige Lesungen mit namhaften Autorin- nen undAutoren statt.Viele dieser Lesungen sind mir und hoffentlich auch unserer Kundschaft in bester Erinnerung geblieben. Ich denke da zum Beispiel an

VEREINE

BAUGESUCHE

Innerhalb der Auflagefrist können die Pläne bei der Gemeindeverwaltung (Bau-Raumplanung-Infrastruktur) wäh- rend der Schalteröffnungszeiten einge- sehen werden. Einsprachen sind inner- halb der Auflagefrist schriftlich und be- gründet in vier Exemplaren an das Bau- inspektorat Baselland, Rheinstrasse 29,

nen zu erhalten, Hausaufgaben zu er- leichtern und Lernerfolge zu steigern? Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihr Kind für eine Lernstilanalyse anzumel- den. Durch diese Auswertung lernen Sie die Fähigkeiten und den Lernstil Ihres Kindes kennen und können Ihr Kind positiv und aktiv unterstützen. Die Lerninterviews finden in Zweier- gruppen ohne Eltern statt. Die Auswer- tung erhalten die Eltern schriftlich. • Daten: 28., 29. und 31. Oktober, 5. oder 7. November • Kosten pro Kind: Fr. 25.– 2. Workshop «Fördern – Fordern – Überfordern» Interessierte Eltern von Schüler/innen der 4. und 5. Primarklassen sind herz- lich eingeladen. Nehmen Sie sich et- was Zeit und hören Sie, wie man den eigenen Lernstil finden kann. Sie be- kommen Informationen zur Lernstil- analyse, über verschiedene Lernwege und Lerntypen, und wir besprechen die Lernwege Ihres Kindes. • Samstag, 21. November, 9–13 Uhr • Kosten: Fr. 40.– • Anmeldung per E-Mail an: elternforum.therwil@outlook.com, Kontaktperson Manuela Geissmann, Referentin Rose-Marie Knickenberg, Lerncoach und Begabungsförderung Elternforum der Kindergarten und Primarschule Therwil

weiter und spendet ihrerseits den Erlös für einen guten (regionalen) Zweck. Da- mit dieses einfache Prinzip nachhaltig funktioniert, bitten wir alle SpenderIn- nen ihre Warenspenden sorgfältig zu prüfen und zu hinterfragen! Defekte, an- geschlagene, verkratzte oder anderwei- tig beschädigte Gegenstände kauft nie- mand mehr, nicht einmal für einen Fran- ken in einer Brocki! Und uns entstehen Entsorgungskosten, die zulasten des gu- ten Zweckes gehen…

SPIELGRUPPE PINOCCHIO

NR. 1054/2020 Parzelle: Nr. 5555

17 Jahre Spielgruppe Pinocchio

Projekt: 4 Folientunnel, Neuauflage: geändertes Projekt, Wolfmattenweg, 4106 Therwil Gesuchsteller/in: Ruepp Hans, Kirchgasse 5b, 4105 Biel-Benken BL Projektverfasser/in: Ruepp Hans, Kirchgasse 5b, 4105 Biel-Benken BL Auflage bis: 26. Oktober 2020

Für Kinder ab zwei Jahren bis Kindergar- teneintritt. Wir haben noch wenige Plätze frei! Eintritt ab sofort möglich, Schnupper- morgen jederzeit! Wir freuen uns auf Sie! Verein Natur- und Spielgruppe- Pinocchio Reinacherstrasse 5, 4106 Therwil Tel. 079 684 08 56 und 079 786 83 80 www.spielgruppe-pinocchio.ch

4410 Liestal, zu richten. Baugesuchspläne, bei denen eine entspre- chende Einverständ- niserklärung vorliegt, können unter folgendem Link

NR. 1284/2020 Parzelle: Nr. 102

Projekt: Um- und Ausbau alt Wohn- und Ökonomiegebäude in neu Wohn- haus, Neuauflage: geändertes Projekt, Hinterweg 14, 4106 Therwil Gesuchsteller/in: Degen Claudia und Hettenbach Rainer, Hinterweg 14, 4106 Therwil Projektverfasser/in: Degen Hetten- bach & Partner Architekten, Hinter- weg 14, 4106 Therwil Auflage bis: 26. Oktober 2020

https://bgauflage.bl.ch/2775 oder QR- Code auch online eingesehen werden.

BROCKENSTUBE

SCHULE

ELTERNFORUM KINDERGARTEN UND PRIMARSCHULE THERWIL

Die nächste Gelegenheit sich von der Qualität unseres Sortimentes zu über- zeugen ist am Freitag, 16. Oktober, 14–18.30 Uhr. Nächste Öffnungstermine: Mittwoch, 28. Oktober, 14–17.30 Uhr, Samstag, 7. November, 11–16 Uhr, Freitag, 20. No- vember, 14–18.30 Uhr. Kontakt: www.brocki-therwil.ch

Warenspenden (Teil 1) Wir möchten uns wieder einmal herzlich für die vielfältigen Warenspenden bedan- ken! Ohne diese könnte die Brocki Therwil nicht existieren und so erfolgreich sein! Das Prinzip ist ganz einfach: Jede/r kann während der Öffnungszeiten ge- brauchte Gegenstände, die ihr/ihm nicht mehr gefallen oder nicht mehr dienlich sind (und die in unser Sortiment passen) spenden. Die Brocki verkauft diese Dinge

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info@brocki-therwil.ch Facebook/Brocki Therwil Telefon 077 539 37 70

Jogging und Nordic-Walking bei der Laufbewegung Baselland Die Laufbewegung Baselland bietet wöchentlich, begleitete Lauftrainings in verschiedenen Stärkeklassen an. Neu führen wir ab dem 16.Juli 2020 auch eine Nordic-Walking Gruppe in Therwil Bei uns steht der Spass an der Bewegung als Ausgleich zum Alltag im Vordergrund und dies zu einem bescheidenen Mitgliederbeitrag von 140 Fr. pro Jahr (Rabatte für Studierende / Paare). Komm unverbindlich vorbei, jeweils Donnerstag 19:00 bei der 99er Halle in Therwil oder melde dich gleich an zum Schnuppern. Gruppe wie du Nordic Walking trotz Dunkelheit betreiben kannst und auch sicher wieder nach Hause kommst. Homepage: www.laufbewegung-bl.ch E-Mail: info@laufbewegung-bl.ch YOU NEVER WALK ALONE … Du arbeitest Teil oder Vollzeit und möch- test auch im Winter Ausdauersport an der frischen Luft betreiben? Dann bist Du bei uns genau richtig. Wir zeigen dir in der

«Fördern – Fordern – Überfordern» 1. Lerninterviews für Kinder der 4. und 5. Primarstufe

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Bahnhofstrasse 21 | Therwil | 061 721 20 30

Mir macht es Spass,

Heute schon gut GESEHEN?

Gesichter mit schönen Brillen zu verschönern!

Lernen und Hausaufgaben sind immer- währende Themen in jedem Haushalt mit Kindern. Nicht selten sind sie An- lass zu Stress, Tränen und Streit. Was können wir tun, um die Freude am Ler-

Esin Yasar Augenoptikerin EFZ

Tom Handschin Augenoptiker-Meister

Güterstrasse 126 | Basel | 061 361 22 22

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