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BOTTMINGEN

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30. JULI 2020 | NR. 31

GEMEINDEINFORMATIONEN

VERANSTALTUNGS- KALENDER 18. August Spielgruppe «Schmetterling» Di, 9–12 Uhr, die neue Spielgruppe «Schmetterling» im Bottminger Zentrum (BOZ) lädt zum Tag der Offenen Tür, Therwilerstrasse 14 Bottminger Zentrum

GEMEINDEPRÄSIDIUM

Gedanken zum 1. August 2020 Leider fällt der traditionelle Anlass zum 1. August in Bottmingen aufgrund der Covid-19-Schutzmassnahmen in diesem Jahr aus. Ihre Rede zum 1. August hält Gemeindepräsidentin Mélanie Krapp daher als Videobotschaft, die Sie auf www.bottmingen.ch anschauen können. Im Folgenden drucken wir den Text zudem ab und wünschen Ihnen allen einen schönen Feiertag.

GEMEINDEVERWALTUNG Schulstrasse 1 Telefon 061 426 10 10 Fax 061 426 10 15 E-Mail gemeinde@bottmingen.bl.ch www.bottmingen.ch Telefonzeiten Mo, Di, Mi 8–12 / 13.30–17 Uhr Do 8–12 / 13.30–18 Uhr Fr 8–12 / 13.30–16 Uhr Öffnungszeiten Mo 9.30–12 Uhr Di 9.30–12 / 13.30–17 Uhr Mi 9.30–12 Uhr Do 9.30–12/ 13.30–18 Uhr Fr 9.30–12 Uhr

26. August Kinderflohmi

Geschätzte Einwohnerinnen und Einwohner von Bottmingen

Mi, 14–17 Uhr, Schulhof Talholz / Hämisgarten in Bottmingen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskunft: BOZ, Sally Jenny-Pizzolante, Tel. 061 421 23 71 (dienstags 9–11 Uhr, ausgenommen Schul­

Es sind Sommerferien, und ich schreibe nebenbei meine Packliste für ein ver- längertes Wochenende. Neu sind zwei Artikel drauf, an die ich früher nie ge- dacht hätte: Schutzmasken und Desin- fektionsspray. Dieses Jahr ist wirklich alles anders. Corona, ein Thema, das den Alltag von uns allen fast von einem Tag auf den anderen verändert hat. Ein Thema, das die ganze Welt bewegt. Der Grund, weshalb viele die Ferien in der Schweiz verbringen und sich vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken darüber machen, wie es ist, in der Schweiz zu leben. Wenn wir die Gespräche führen mit Einwohnerinnen und Einwohnern, die das Schweizer Bürgerrecht beantragt haben, stellen wir u.a. die Frage nach Traditionen und Brauchtum.Wenn der 1. August genannt wird, haken wir nach. Was wird denn da gefeiert? «Der Ge- burtstag der Schweiz», ist oft die spon- tane Antwort. Damals, 1291, erneuerten die Wald- stätte Uri, Schwyz und Unterwalden im Anschluss an den Tod des römisch-deut- schen Königs Rudolf I. von Habsburg ein älteres Bündnis, in dem sie sich gegen- seitige Hilfe zusicherten gegen alle, die ihnen Gewalt oder Unrecht antun woll- ten. Das wurde im Bundesbrief Anfang August 1291 schriftlich festgehalten, womit der Bundesbrief als ältestes Ver- fassungsdokument angesehen wird. An der öffentlichen 1.-August-Feier in Bottmingen ist es üblich, nach der Rede zum 1. August die Nationalhymne zu singen. Traditionsgemäss singen wir dabei zuerst die 1. Strophe aus dem «Schweizerpsalm» und sozusagen als zweite Strophe den neuen Text, der im Rahmen eines ausgeschriebenen Wett- bewerbs der Schweizerischen Gemein- nützigen Gesellschaft 2016 zur Uminter- pretation der Landeshymne als Sieger hervorgegangen war. Es ist der Text von Werner Widmer, der den Wettbewerb gewonnen hatte und der sich inhaltlich stark an der Präambel unserer Bundes- verfassung ausrichtet. Meine folgenden Gedanken möchte ich an diesen Text an- lehnen: «Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund: Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden. Offen für die Welt, in der wir leben, woll‘n wir nach Gerechtigkeit streben. Frei, wer seine Freiheit nützt, stark ein Volk, das Schwache stützt. Weisses Kreuz auf rotem Grund, singen alle wie aus einem Mund.» 1291 war es die damalige Bedrohungs- lage, die dazu führte, dass sich dieWald- stätte gegenseitige Unterstützung ver- sprachen. «Weisses Kreuz auf rotem Grund, unser Zeichen für den Bund.» Eine vergleichbare militärische Bedro- hungslage zu damals besteht heute zum Glück nicht. Aber es gibt genug Heraus- forderungen, denen wir mit vereinten Kräften besser begegnen können. Auf internationaler Ebene zeigt sich das im Zusammenwirken der Schweiz mit an- deren Ländern in Organisationen, wie z. B. der UNO, dem Europarat oder der Organisation für Sicherheit und Zusam- menarbeit. Aber auch im kleineren Rah- men lohnt sich die gemeinsame Lö- sungssuche. Mit dieser Zielsetzung ha- ben sich in diesem Jahr die Leimentaler Gemeinden, also auch Bottmingen, zum Verein Region Leimental plus zusam- mengeschlossen. Erstes spürbares Re-

ferien und Feiertage) oder info@bottmingerzentrum.ch Bottminger Zentrum Internet-Café für alle 50+

profitieren. Dem möchte man im Lei- mental u. a. mit der in diesem Sommer startenden sprachlichen Frühforderung bei Kleinkindern begegnen. Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Chancen auf Bildung haben. «Stark ein Volk, das Schwache stützt.» Doch wir wissen, dass Bildung alleine nicht reicht. Oft sind es auch Schicksalsschläge, die Menschen in die Armut drängen und dann ist die Unterstützung durch den Staat – zumindest vorübergehend – un- ausweichlich. Die heutige Schweiz entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte zur heu- tigen Struktur. Diese ist gut durchdacht, von Einbürgerungswilligen bewundert und geschätzt. Aber alle Regeln und Ge- setze sind nur so gut, wie sie von uns Menschen gelebt werden. Und sie müs- sen auch immer wieder hinterfragt und an die Herausforderungen der Zeit und der Welt angepasst werden. Gut, dass man sich in der Schweiz kritisch einbringen und mitreden kann. «Weisses Kreuz auf rotem Grund, singen alle wie aus einem Mund.» Ich wünsche Ihnen einen schönen 1. Au- gust, in diesem Jahr auch ohne öffent­ liche Feier und hoffentlich bei bester Gesundheit! Mélanie Krapp Gemeindepräsidentin Detaillierte Beschreibung der Anlässe, Anmeldemodus und Kontaktpersonen der Vereine finden Sie auf unserer Webseite unter: www.bottmingen.ch/Gemeinde/ Freizeit und Kultur/Vereine oder www.bottmingen.ch/Gemeinde/ Freizeit und Kultur/ Veranstaltungskalender Dieser Veranstaltungskalender gilt bis auf Weiteres vorbehältlich allfälliger behördlicher Einschrän- kungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Informieren Sie sich jeweils kurz vor einem Anlass direkt beim Veranstalter über die Durchführung. Mi, 14–16 Uhr im BOZ. Die Teilneh- merzahl ist beschränkt. Die Teilnah- me ist nur mit einer Anmeldung möglich. BOZ, Therwilerstrasse 14. Anmeldung: Anita Antonietti, Tel. 061 421 29 76 oder Agata Hartog, Tel. 076 280 87 14 Bottminger Zentrum Wiederkehrendes «Bottminger Wuchemärt» Di, 8.30–11.30 Uhr, auf dem Platz hinter der Gemeindestube, Therwilerstrasse 16 Märtgruppe «Mamis Treff» 9.30–11 Uhr, jeweils freitags (ausgenommen Schulferien und Feiertage), kommen Sie vorbei auf einen Kaffee oder Tee zum gemütlichen Beisammensein im BOZ, Therwilerstrasse 14 BOZ

GEMEINDEPRÄSIDENTIN Mélanie Krapp-Boeglin

Besprechungstermine nach Voranmel- dung, Telefon 061 426 10 51 (Sekretariat)

ALTERSFRAGEN Christian Spieler (Gemeinde Oberwil) Telefon 061 405 42 20

BESTATTUNGEN Telefon 061 426 10 12 GEMEINDEPOLIZEI Telefon 061 426 10 13

sultat daraus ist die Erweiterung der Trägerschaft für das Gartenbad Bott- mingen. Finanziell und strategisch wird das Gartenbad jetzt nicht nur von Bin- ningen, Bottmingen und Oberwil, son- dern neu auch noch von Therwil und Biel-Benken getragen und damit lang- fristig gesichert. Wenn wir Einbürgerungswillige fra- gen, warum sie gerne die Schweizer Staatsbürgerschaft erlangen möchten, wird oft lobend das politische System der Schweiz genannt. Die Möglichkeit, sich einzubringen und mitzubestimmen, aber auch die Freiheit und den Frieden: «Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden…» Was im Hymnentext so gepriesen wird, bezieht sich auf die Verfassung von 1848, mit der der Grundstein für die heutige Schweiz gelegt wurde. Auch wenn wir aufgrund von Covid-19 in diesem Jahr wahrscheinlich eher zurückhaltend sind mit Auslands- reisen, würden wir Schweizer Einwoh- nerinnen und Einwohner uns wohl als «offen für die Welt, in der wir leben» bezeichnen. Das Schweizer Volk setzt sich ja selber aus ganz verschiedenen Kulturen und Sprachen zusammen, und auf diese «Einheit in der Vielfalt» sind wir stolz. Wir haben gelernt, Unter- schiedlichkeiten zu respektieren und mit ihnen umzugehen, und nach aussen sind wir der Neutralität verpflichtet. Da- mit ist die Schweiz bekannt für ihre dip- lomatische Vermittlungstätigkeit bei Konflikten in der Welt und steht als Schutzmacht für Drittländer zur Ver­ fügung, die ihre Beziehungen abge­ brochen haben. Wir sind aber nicht unabhängig vom Rest der Welt. Auch das wird in der ak- tuellen Covid-Zeit sichtbar. Durch die weltweite Mobilität sind auch wir in der Schweiz so lange vor einer Ansteckung gefährdet, als dass das Virus in anderen Ländern grassiert. Und wir sind nicht autark, d. h. wir sind auf Lebensmittel- importe angewiesen, was man in den letzten Monaten anhand von leeren Re- galen im Supermarkt erleben konnte. Unsere Wirtschaft floriert nur so lange, als dass unsere Produkte auf demWelt- markt abgesetzt werden können und solange wir Zwischenprodukte aus an- deren Ländern für die Weiterverarbei- tung erhalten. Geht es dem Rest der Welt gut, profitieren wir davon.Wir sind Teil eines grossen Mobilés. Wollen wir Wohlstand für unser Land sichern, dann geht das nicht, ohne ganzheitliches Denken. «Woll’n wir

nach Gerechtigkeit streben», wie es in der Hymne heisst, dürfen wir das Thema Nachhaltigkeit nicht nur einer politi- schen Gesinnung überlassen. Denn Nachhaltigkeit anzustreben, heisst, Ver- antwortung zu übernehmen für die öko- nomischen, ökologischen und sozialen Folgen unseres Handelns, und zwar im Sinne der Präambel unserer Bundesver- fassung: «… in der Verantwortung ge- genüber der Schöpfung, … Unabhän- gigkeit und Frieden in Solidarität und Offenheit gegenüber der Welt zu stär- ken, … im Bewusstsein der gemeinsa- men Errungenschaften und der Verant- wortung gegenüber den künftigen Ge- nerationen…» Seit 1997 legt der Bundesrat alle vier Jahre seine politischen Schwerpunkte bezüglich nachhaltiger Entwicklung fest. Im Moment wird diese Strategie mit Zielsetzungen auf den Zeitpunkt 2030 ausgerichtet. Bei der Umsetzung soll auch den Gemeinden eine tragende Rolle zukommen. In Bottmingen steht Nachhaltigkeit bereits auf der Agenda des Gemeinderats. «Frei, wer seine Freiheit nützt, stark ein Volk, das Schwache stützt.» Diese Strophe steht fast symbolisch für die ak- tuelle «Corona-Zeit». Einerseits wurde der Lockdown zum Schutze von gefähr- deten Mitmenschen erlassen. Anderer- seits hat der Lockdown viele Gewerbe- treibende dazu gezwungen, ihre unter- nehmerische Freiheit auszuloten, um alternative Arbeitsformen, Absatzmög- lichkeiten und Lösungen für das Über­ leben ihrer Firma zu finden. Trotz aller Freiheit und guten Ideen, trotz Unter- stützungsgeldern von Bund und Kanto- nen kann der Lockdown vor allem lang- fristig vielen Betrieben noch zum Ver- hängnis werden und lässt schon jetzt Arbeitslosenzahlen und Sozialhilfegesu- che ansteigen. In der Schweiz waren im Jahr 2018 knapp 8% der Wohnbevölkerung von Einkommensarmut betroffen. Dies ent- spricht rund 660‘000 Personen. Ge- meinsam mit der Fachhochschule Nord- westschweiz (FHNW) hat das Kantonale Sozialamt eine gesamtheitliche Strate- gie zur Verhinderung und Bekämpfung von Armut im Kanton Basel-Landschaft erarbeitet. Darin werden fünf Hand- lungsfelder definiert. An erster Stelle steht das Handlungsfeld Bildung. Wir können in der Schweiz stolz sein auf unser gutes öffentliches Bildungssys- tem. Aber noch immer haben nicht alle die gleichen Voraussetzungen, davon zu

KINDES- UND EWACHSENEN- SCHUTZBEHÖRDE (KESB) LEIMENTAL Telefon 061 599 85 20

WERKHOF Therwilerstrasse 15 werktags 11–12 Uhr Telefon 061 426 10 77 SPITEX Spitex Oberwil plus Telefon 061 401 14 37

SOZIALE DIENSTE c/o Gemeindeverwaltung Telefon 061 426 10 31 RUFTAXI BOTTMINGEN Telefon 061 421 21 21

STÖRUNGSDIENSTE Erdgasversorgung IWB, 0800 400 800 GGA 0800 727 447 Stromversorgung Primeo Energie, 061 415 41 41 Wasserversorgung/Brunnmeister

Heinis AG, Biel-Benken Telefon 061 726 64 22

Für die Abfuhren bitte Abfälle jeweils ab 7 Uhr bereitstellen. Hauskehricht Jeweils donnerstags Papier-/Kartonabfuhr Dienstag, 25. August 2020 Abfuhr von Bio-, Küchen- und Gartenabfällen Freitag, 31. Juli 2020

Der

im Internet www.bibo.ch

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