VG-TECHNOLOGY VON CITEL
Blitzstoßstrom - Iimp Der Blitzstoßstrom (Iimp) wird in Tests für Blitzstromableiter Typ 1 verwendet. Er kennzeichnet den maximalen Stoßstrom (10/350 µs), den ein Blitzstromableiter aushalten kann, ohne zerstört zu werden. Diese Prüfung simuliert einen Blitzteilstrom, welcher z.B. bei einem direkten Blitztreffer in eine Blitzschutzanlage anteilig durch den Blitzstromableiter fließen kann. Leerlaufstoßspannung - Uoc Dieser Wert wird bei Klasse-3-Tests ermittelt, die für Überspannungs- schutzgeräte des Typs 3 relevant sind, und beinhaltet das Einspeisen zweier Prüfwellen (1,2/50 µs bei Leerlauf und 8/20 µs bei Kurzschluss). Schutzpegel - Up Maximale Restspannung, die am Überspannungsschutzgerät während eines Stromstoßes (8/20 µs) anliegt (beim Maximalwert von In oder Iimp), oder bei einem 6-kV-Spannungsstoß (1,2/50 µs), sofern dies gefordert wird. Restspannung - Up-In Restspannung, die am Überspannungsschutzgerät bei einem Stromstoß (8/20µs) mit festgelegtem Wert (In oder Iimp) anliegt. Bei mit „VG“ gekennzeichneten Überspannungsschutzgeräten ist der Wert niedriger als der des Schutzpegels Up. Kurzschlussfestigkeit - Isccr Der Überspannungsschutz und seine zugehörige Trennvorrichtung (Sicherung) werden bei einem maximalen Kurzschlussstrom (z.B. 25 kA) getestet. Dieser Isccr-Wert muss größer sein als der Kurzsschlussstrom des Netzes am Installationspunkt. Folgestromlöschfähigkeit - Ifi Dieses Kriterium bezieht sich nur auf Überspannungsschutzgeräte in „Funkenstrecken“-Technologie: Sobald diese Überspannungs- schutzgeräte ausgelöst haben, leiten sie einen Teil des Netzstroms (Folgestrom) und müssen diesen unterbrechen. Dieses Verhalten betrifft keine Niederspannungs-Überspannungsschutzgeräte in Metalloxid- Varistor-Technologie oder der VG-Technology.
Um die Effizienz und Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern, hat CITEL eine patentierte Technologie entwickelt, welche die Vorteile von gasgefüllten Funkenstrecken und Hochleistungsvaristoren verbindet. Diese Kombination verbessert die Eigenschaften der mit „VG“ Typ „1+2+3“ gekennzeichneten Kombi-Ableiter (DS250VG, DUT250VG, DAC1-13VG) oder Typ „2+3“ (DAC50VG) in
folgenden Bereichen: • Schutzpegel
• Lebensdauer (aufgrund der Leckstrom-Unterdrückung) • Gleichbleibende Schutzeigenschaften (kein Netzfolgestrom) • Funktionskontrolle. Durch diese Eigenschaften lässt sich mit einem einzigen Kombi-Ableiter dieselbe Schutzwirkung erzielen wie mit einer mehrstufigen Anordnung (SPDs der Typen 1, 2 und 3, siehe Seite 18).
TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN VON ÜBERSPANNUNGSSCHUTZGERÄTEN
Überspannungsschutzgeräte zeichnen sich durch eine Reihe elektri- scher Eigenschaften aus, anhand derer der Anwender in der Lage ist, den für seine Installation geeigneten Ableiter auszuwählen: Betriebsspannung - Uc Die maximal zulässige Betriebsspannung Uc (MCOV - maximum conti- nuous operating voltage) ist der maximale Effektivwert der Spannung, mit welcher das Überspannungsschutzgerät dauerhaft betrieben werden kann. Temporäre Überspannung - UT Die temporäre Überspannung U T (TOV - temporary overvoltage) ist der maximale Effektivwert der Spannung, die an dem Überspan- nungsschutzgerät 5 Sekunden lang anliegen kann, ohne dass es zu Funktionsstörungen kommt. Ableitstrom - In und Imax Der max. Ableitstoßstrom (Imax), der bei Überspannungsschutzgeräten vom Typ 2 zur Anwendung kommt, ist der maximale Stoßstrom (8/20 µs), dem ein Überspannungsschutzgerät standhalten kann, ohne zerstört zu werden. Der Nennableitstoßstrom (In) ist der Wert des Stoßstroms, den ein Überspannungsschutzgerät vom Typ 1 oder Typ 2 mehrfach (mindes- tens 15 Stromstöße) aushalten kann, ohne zerstört zu werden.
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