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ÜBERSPANNUNGSSCHUTZ FÜR HF-ANWENDUNGEN

WICHTIGE TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN SPD für Koaxiale Anwendungen sollen ein Signal mit einem Minimum an Verlusten oder Störungen passieren lassen und im Falle eines Blitz- oder Überspannungsereignisses die dahinterliegenden Systeme vor Beschädigungen oder Zerstörung schützen. CITEL hat bei der Entwicklung der Schutzgeräte darauf geachtet beides, eine optimale Signalübertragung und einen optimalen Schutz, zu gewährleisten. Hierzu mussten einigen wichtigen technischen Parametern Beachtung geschenkt werden. Max. Übertragungsleistung Die maximal zugeführte Leistung (P) in Watt, die über das SPD geführt werden darf. Ableitstoßstrom – In und Imax Der max. Ableitstoßstrom (Imax), der bei Überspannungsschutzgeräten vom C2 (Typ 2) zur Anwendung kommt, ist der maximale Stoßstrom (8/20 μs), dem ein Überspannungsschutzgerät standhalten kann, ohne zerstört zu werden. Der Nennableitstoßstrom (In) ist der Wert des Stoßstroms, den ein Überspannungsschutzgerät vom Typ 1 oder Typ 2 mehrfach (mindestens 15 Stromstöße) aushalten kann, ohne zerstört zu werden. Blitzstoßstrom - Iimp Der Blitzstoßstrom (Iimp) wird in Tests für Blitzstromableiter D1 (Typ 1) verwendet. Er kennzeichnet den maximalen Stoßstrom (10/350 μs), den ein Blitzstromableiter aushalten kann, ohne zerstört zu werden. Diese Prüfung simuliert einen Blitzteilstrom, welcher z.B. bei einem direkten Blitztreffer in eine Blitzschutzanlage anteilig durch den Blitzstromableiter fließen kann. Schutzpegel - Up Maximale Restspannung, die am Überspannungsschutzgerät während eines Stromstoßes (8/20 μs) anliegt (beim Maximalwert von In oder Iimp), oder bei einem 6-kV-Spannungsstoß (1,2/50 μs), sofern dies gefordert wird. Einfügungsdämpfung Die Einfügedämpfung (engl. Insertion Loss) gibt die Abschwächung eines Signals durch ein Bauteil an, das in einen Signalweg eingefügt wird. Dies wird auch als die Summe aus Koppelverlust und Zusatzdämpfung umschrieben und beschreibt das Verhältnis zwischen (am Bauteil) einfallender Leistung und durchgelassener Leistung.

Rückflussdämpfung Bei Koaxialkabeln versteht man unter der Rückflussdämpfung (engl. Return loss) das Verhältnis von eingespeister Energie zu rückgestreuter Energie. Solche Rückstreuungen sind abhängig von der Qualität des Kabels. Dabei wird ein Teil der Signalenergie reflektiert und breitet sich in entgegengesetzter Richtung im Kabel aus. Dieser Signalanteil wird in Relation gestellt zu dem eingespeisten Signalpegel. Das Verhältnis ist die Rückflussdämpfung, die in dB (Dezibel) angegeben wird und in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Stehwellenverhältnis (VSWR) steht. Stehwellenverhältnis - VSWR Das Stehwellenverhältnis VSWR (englisch: voltage standing wave ratio) ist ein Maß für die stehende Welle, die auf einem Wellenleiter durch Reflexion entsteht. Der Wert des Stehwellenverhältnisses erlaubt eine Aussage über die Übertragungsverluste im Kabel. Das VSWR wird aus dem Verhältnis von maximaler zu minimaler Spannung errechnet. Die maximale Spannung entspricht der Summe aus der hin- und rücklaufenden Spannung, die minimale Spannung wird aus der Differenz von beiden ermittelt. PIM - Passive Intermodulation Passive Intermodulation in Kabeln und Verbindern wird häufig verur- sacht durch Korrosion, Verschmutzung, nicht fachgerechte Montage von Stecker und Buchsen und auch durch mindere Qualität bei den Materialien. Daneben spielen auch die Materialien ein Rolle, ferro-magnetische Metalle (Hysterese) oder Ferrite (Zirkulatoren, Isolatoren) haben ebenfalls nichtlineares Verhalten und tragen so zu Intermodulations-Problemen bei. Let-through-energy – Durchlassenergie Die Energie wenn ein genormter Impuls an das Überspannungsschutzgerät angelegt wird, normalerweise eine Kombinationswelle 4kV 1,2/50μs - 2kA 8/20μs. Der Ausgang des SPD wird mit 50 Ω belastet und die resul- tierende Wellenform wird gemessen. Die Durchlassenergie, in Joule angegeben, wird aus der Spitzenspannung/dem Spitzenstrom und der integrierten Impulsbreite über der Last berechnet.

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