AUF GUTEM GRUND. Das Magazin der BauGrund Süd.
Neubau der Weishaupt – Gruppe Mit dabei am Standort Leipzig S. 16
Baugrunderkundung – hier liegen unsere Wurzeln. S. 20
Wohnquartier „joseph“ – eines der größten Geothermie - Projekte Bayerns S. 28
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Liebe Leserin, lieber Leser.
In dieser ersten Ausgabe unseres neuen Fachma- gazins spricht Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) e.V., mit uns über die Perspektiven von Erdwärmesystemen. Zudem begleiten wir eines der größten Geothermieprojekte Bayerns: In Bayreuth entsteht eine vollständig autarke Energieversorgung für ein ganzes Stadtquartier. Auch innovative Einzellösungen zeigen, welches Potenzial im Untergrund steckt. Wir stellen ein Pri- vathaus in Kempten vor, bei dem eine besondere Wellrohrsonde zum Einsatz kam, und berichten über Markus Wasmeier – Olympiasieger, Weltmeister im Skisport, Betreiber des Schlierseer Freilicht- museums und überzeugter Geothermie-Anwender. Sein Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass traditionelle Werte und moderne Energietechnik hervorragend zusammenpassen. Mit unserem Standort in Leipzig engagieren wir uns zudem im Verbundforschungsprojekt EASyQuart-Plus der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK), das die Planung oberflächenna- her Geothermie-Anlagen weiter optimiert. Solche Kooperationen verdeutlichen, wie wichtig die enge Verbindung von Praxis, Forschung und Innovation ist. Darüber hinaus leisten wir mit unserer Arbeit einen Beitrag zum deutschlandweiten Ausbau von Energie- netzen – ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Energiezukunft. Gemeinsam haben wir uns entschieden, aus unserem bisherigen Newsletter ein jährlich erscheinendes Fachmagazin zu entwickeln. In einer Zeit, in der Infor- mationen schnell und oft nur oberflächlich konsumiert werden, möchten wir bewusst Raum für vertiefte Inhalte schaffen. Wir möchten Hintergründe beleuch- ten, Projekte einordnen und Ihnen einen echten fach- lichen Mehrwert bieten. Lassen Sie sich von unserer ersten Ausgabe inspi- rieren. Wir freuen uns über Ihr Feedback und über Themenvorschläge für kommende Ausgaben.
seit 2021 informieren wir Sie regelmäßig mit unse- rem Newsletter über Projekte, Entwicklungen und fachliche Themen bei BauGrund Süd. In dieser Zeit ist unser Unternehmen kontinuierlich gewachsen – unsere Projekte sind vielfältiger geworden, die Aufgaben vernetzter, die Anforderungen komplexer. Mit dieser Entwicklung möchten wir nun auch unsere Kommunikation auf ein neues Niveau heben. „Gerade im Bereich der Geotechnik zeigt sich, wie dynamisch sich unser Tätigkeitsfeld verändert hat“, betont Alois Jäger. „Fundierte Baugrunderkundung ist heute weit mehr als eine technische Grundlage – sie ist ein entscheidender Faktor für Planungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.“ Mit der Einführung der Mantelverordnung sind die fachlichen und regulatorischen Anforderungen nochmals deutlich gestiegen. „Umso wichtiger sind fachliche Tiefe, langjährige Erfahrung und ein verant- wortungsvoller Umgang mit dem Untergrund“, so Alois Jäger weiter. Auch strukturell haben wir wichtige Weichen gestellt: Mit unserem neuen Standort in Imst (Österreich) sowie durch den Erwerb der GHB Consult in Starn- berg stärken wir gezielt unsere Präsenz und unsere geotechnische Kompetenz. Die GHB steht für hohe fachliche Expertise und langjährige Erfahrung in der geotechnischen Beratung und Planung. Mit dieser Erweiterung vertiefen wir unser Know-how und schaffen zusätzliche Kapazitäten, um auch komplexe Projekte präzise, verlässlich und lösungsorientiert zu begleiten. Regulatorische Entwicklungen und neue technische Anforderungen greifen wir in dieser Ausgabe eben- falls auf: Unser Prokurist Geotechnik, Dipl.-Geologe Oliver Brokatzky, zieht im Interview ein Fazit nach zweieinhalb Jahren Mantelverordnung und ordnet die Auswirkungen für die Praxis ein. Parallel dazu gewinnt die Geothermie zunehmend an Bedeutung. „Die Energiewende, der Ausbau von Energienetzen und der Wunsch nach unabhängigen, nachhaltigen Versorgungslösungen führen dazu, dass Baugrund, Wasser und Energie heute untrennbar zusammengehören“, erklärt Christoph Knepel. „Wir verbinden diese Bereiche – für Ihre Zukunft.“
Alois Jäger, Geschäftsführer
Christoph Knepel, Geschäftsführer
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Inhalt
27 Projekte
Geothermie 28 BauGrund Süd begleitet in Bayreuth eines der größten Geothermieprojekte Bayerns
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32 Effiziente Erdwärme für Nutzfahrzeug-Produktionsstätte
34 Innerstädtisch perfekt: Konstanzer Software-Spezialist setzt Geothermieprojekt um
6 Interview 6 Branchenkenner Dr. Martin Sabel über Perspektiven und Nutzen von Erdwärme 8 Ein Dipl. Geologe erklärt, warum Baugrunderkundung Risikominimierung ist 10 Technikbeiträge
36 Einmal Geothermie, immer Geothermie – sagt gemeinnützige Baugenossenschaft in Hamburg
38 Verzichtet auf fossile Energie: Innovationscampus GreenTech Hub am Allgäu Airport
40 Gestern Skirennläufer, Weltmeister, Olympiasieger – heute Museumsbetreiber und Geothermie-Fan: Markus Wasmeier
Geotechnik 42 BauGrund Süd Expertise für riesiges Hochwasserschutzprojekt in Burgau Brunnenbau 44 Komplexes Brunnenvorhaben in Achensee: Tiefenbrunnen für Tourismusverband
10 Mehr wissen: Wie wird ein Erdsondenfeld geplant?
12 Am Ende geht es um Sicherheit - Stabile Daten ermöglichen Energiewende
13 Best Practice am Beispiel eines Umspannwerks in Königsmoos 12
46 Bad Wurzach macht es vor: Städtisches Bestandsquartier bekommt kaltes Nahwärmenetz
14 Unternehmensentwicklung
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48 Unternehmensgruppe
15 BauGrund Süd eröffnet neuen Standort in Imst
16 Mit dabei in der Weishaupt-Gruppe am Standort Leipzig
49 Rundum-soglos-Paket: Weishaupt Geoblock® 20 und BauGrund Süd Erdsonden
17 Geothermie wird weiter erforscht – BauGrund Süd unterstützt dabei die HTWK
50 Neuberger stellt Elektronikbaugruppen in nachhaltig betriebener Fertigung her
18 Neues Kompetenzzentrum erhöht Service am Stammsitz Bad Wurzach
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52 Ausbildung
20 Baugrunderkundung – unsere Wurzeln
22 Mit GHB Starnberg auf Wachstumskurs
53 BauGrund Süd-Türöffner für ein gelingendes Berufsleben: Bildungspartnerschaften
23 Akkreditierung unseres Prüflabors
24 Erfahrungsbericht
25 Neue Erdsonden-Form ermöglicht maximalen Energiegewinn auf kleinstem Raum
26 Auf ein Wort mit Peter Waizenegger, Vorstand der e-con AG
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Die Energie unter unseren Füßen: Ein Branchenkenner über Erdwärme und ihre Perspektiven. Dr. Martin Sabel ist promovierter Geologe und seit 2017 Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. Hier beantwortet der Branchenexperte Fragen rund um das Thema Erdwärme und gibt fundierte Einblicke aus erster Hand. Er räumt mit Miss- verständnissen auf und zeigt, warum vom Erdwärmeausbau auch die Allgemeinheit profitiert.
„Erdwärmepumpen funktionieren nur mit Fußbodenheizung.“
platzsparende Erdsonden, Energiepfähle und die Nutzung von Grundwasser werden an Bedeutung gewinnen, da sie wenig Oberfläche benötigen und sich gut in Neubauten oder Sanierungen integrieren lassen. In Städten wird Erd- wärme zunehmend mit Quartiers- und Nahwärmelösungen gemeinschaftlich genutzt, etwa über kalte Nahwärmenetze oder Erdsondenfelder, die mehrere Gebäude versorgen. Ein weiterer Vorteil im urbanen Raum ergibt sich aus der nahezu geräuschlosen Arbeit von Erdwärmesystemen.
Zwar profitieren sie von niedrigen Vorlauftemperaturen, sie können aber auch mit Heizkörpern betrieben werden, insbe- sondere nach hydraulischer Optimierung oder Teilsanierung.
Was würden Sie jemandem sagen, der noch nie von Erd- wärme gehört hat?
für einen guten thermischen Kontakt zwischen Erdsonde und Erdreich, für hydraulische Dichtheit und für langfristige Betriebssicherheit. Fehler bei der Bohrung oder Verpressung lassen sich kaum korrigieren und können zu schlechter Effizienz und erhöhtem Stromverbrauch führen. Ein gutes Bohrunternehmen bringt nicht nur die Technik mit, sondern Erfahrung zu Geologie, Grundwasserverhältnissen und behördlichen Anforderungen. Genauso wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen Bohrun- ternehmen, Planern und Wärmepumpenfachbetrieben. Eine gute Kooperation beginnt bei der gemeinsamen Auslegung der Anlage und setzt sich über Genehmigung, Bauausfüh- rung und Dokumentation fort. Nur mit gegenseitigem Ver- ständnis der jeweiligen Fachdisziplinen entsteht ein effizientes, wirtschaftliches System.
„Die Investitionskosten sind grundsätzlich zu hoch.“
Die Anfangsinvestition ist oft höher als bei Luft-Wärmepum- pen, wird jedoch in der Regel durch höhere Effizienz, gerin- gere Betriebskosten und lange Lebensdauer ausgeglichen.
Unter unseren Füßen ist es das ganze Jahr über gleichmäßig warm. Das kann man nutzen, um ein Haus zu heizen – leise, sauber und sehr effizient. Eine Wärmepumpe holt die Energie aus dem Boden und macht daraus Heizwärme und warmes Wasser. Dafür braucht sie nur Strom, der bereits zu über der Hälfte aus erneuerbaren Quellen stammt, aber keinen fossi- len Brennstoff wie Öl oder Gas. Erdwärme verbindet mehrere Vorteile auf einmal. Sie ist zuverlässig und bietet eine lang- fristige Perspektive mit ausgereifter Technik.
Welchen Wunsch hätten Sie an die Politik, wenn es nur einen geben dürfte?
„Erdwärme ist technisch kompliziert und störanfällig.“
Ein attraktives Förderprogramm, das den Erdwärmemarkt gezielt anreizen würde, wäre wünschenswert. Nordrhein- Westfalen hat es mit dem Programm progres.nrw für Klima- schutztechnik vorgemacht. Dort gibt es 50 Euro Förderung pro Bohrmeter. Das kann über die hohe Anfangsinvestition für die Erschließung der Wärmequelle hinweghelfen. Durch die vergleichsweise konstante und hohe Quellentemperatur der Wärmequelle sinkt die Netzbelastung in Spitzenlastzeiten bei kalten Außentemperaturen. Dadurch werden Netzaus- baukosten gespart, wovon die Allgemeinheit profitiert. Eine Unterstützung von Erdwärmeprojekten einzelner Hausbesit- zer ist also auch volkswirtschaftlich begründbar.
Moderne Erdwärmepumpensysteme sind ausgereift, robust und wartungsarm. Die im Boden liegenden Komponenten arbeiten passiv und verschleißfrei.
Glauben Sie, dass Erdwärme auch in Städten eine größere Rolle spielen wird?
Warum ist Erdwärme so ein cleveres Heizsystem – und warum gerade jetzt?
Ja, allerdings in anderer Ausprägung. Denn Flächen- knappheit erfordert angepasste Systeme. Insbesondere
Wärmepumpen arbeiten umso effizienter, je kleiner der Tem- peraturunterschied zwischen Wärmequelle und benötigter Vorlauftemperatur des Heizsystems ist. Wärme aus der Luft unterliegt übers Jahr hinweg hohen Temperaturschwankun- gen. Im Erdreich herrschen ganzjährig nahezu konstante Temperaturen. Somit ist Erdwärme auch im Winter hoch- effizient, ermöglicht hohe Jahresarbeitszahlen sowie niedrige Betriebskosten und reduziert Abhängigkeiten von Preis- und Marktschwankungen. Mit dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen rücken Wärme- pumpen ins Zentrum der Wärmeversorgung. Erdsonden sind für einen planbaren, zuverlässigen Betrieb von 80 Jahren und mehr ausgelegt, womit sich die Investitionskosten lang- fristig amortisieren. Aufgrund ihrer Effizienz sind Erdwärme- systeme auch interessant für Bestandsbauten. Sie eignen sich außerdem hervorragend für die passive Kühlung im Sommer.
Welche typischen Missverständnisse über Erdwärme begeg- nen Ihnen immer wieder?
Es sind oft ähnlich klingende Missverständnisse. Hier nenne ich ein paar Beispiele und erläutere, wie sie sich entkräften lassen:
„Erdwärme steht nur in geothermisch aktiven Regionen zur Verfügung.“
Anders als bei der tiefen Geothermie nutzt die Wärmepumpe die überall vorhandene, ganzjährig relativ konstante Tempera- tur in wenigen Metern Tiefe. Das nennt sich oberflächennahe Geothermie.
„Erdwärme ist eine endliche Ressource und der Boden kühlt langfristig aus.“
Eine nachhaltige Nutzung ist Stand der Technik bei korrekt ausgelegten Anlagen. Der Untergrund regeneriert sich durch Sonneneinstrahlung, Niederschläge und Wärmeflüsse aus tieferen Schichten.
Wie wichtig sind Bohrunternehmen für eine gute Erdwärme- anlage – und was macht eine gute Zusammenarbeit aus?
Bohrunternehmen bestimmen das Fundament des gesam- ten Systems. Eine fachgerecht ausgeführte Bohrung sorgt
Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V
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INTERVIEW │ Dr. Martin Sabel über Erdwärme
INTERVIEW │ Dr. Martin Sabel über Erdwärme
Risikominimierung, Best Practice, Trends: Baugrunderkundungen im Spannungs- feld neuer Rahmenbedingungen
Welche Erfahrungen und Erkenntnisse ergeben sich seit Inkrafttreten der Mantelverordnung?
Welche Innovationen oder technischen Verfahren setzen wir ein?
Nach mehr als zwei Jahren zeigt sich, dass die Umsetzung in der Praxis mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Auch aus branchenspezifischer Sicht wird deutlich, dass die Ersatzbaustoffverordnung (EBV) nach wie vor große Unsi- cherheiten bei der Umsetzung verursacht und einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich bringt. Die Mantelverord- nung wurde eingeführt, um die Kreislaufwirtschaft am Bau zu fördern, den Einsatz von mineralischen Ersatzbaustoffen zu erhöhen und die Umweltbelastung durch Deponien zu reduzieren. In der Realität scheitert die Umsetzung jedoch oft an den komplexen Prüfverfahren und den unterschiedlichen Anforderungen der Bundesländer. Die bundeseinheitliche Regelung ist zwar ein wichtiger Schritt – doch die Praxis zeigt, dass Anpassungen und eine bessere Abstimmung zwi- schen den Ländern dringend erforderlich sind, um die Ziele der Mantelverordnung tatsächlich zu erreichen. Welche Empfehlungen oder Best Practices können wir Bauherren und Partnern mitgeben im Umgang mit Baugrundgutachten? Für Bauherren und Partner ist es empfehlenswert, die Pla- nung des Bauvorhabens möglichst frühzeitig festzulegen. Auch eine offene Kommunikation mit dem Gutachter von Anfang an unterstützt den Bauherrn und Partner. Dabei sollte stets berücksichtigt werden, dass der Gutachter beziehungs- weise das beauftragte Büro immer im Interesse des Auftrag- gebers handelt. Der Gutachter gibt dem Kunden die besten Empfehlungen, um das Projekt optimal umzusetzen. Eine transparente Zusammenarbeit sorgt für einen reibungslosen Ablauf und trägt dazu bei, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Baugrund Süd verfügt über ein sehr breites technisches Know-how, erstklassig ausgebildete Mitarbeitende, einen vielseitigen, hochmodernen Maschinenpark, ein eigenes Bodenlabor sowie eine Kampfmittelabteilung. Auf diese Weise sind wir annähernd unabhängig von Nachunterneh- merleistungen. Diese Expertise ist immens und im Verbund mit der hauseigenen Bohrfirma sind wir mit unserem Ange- bot „Alles aus einer Hand“ ein schlagkräftiger Partner für Kunden.
Dipl. Geologe Oliver Brokatzky, Prokurist Geotechnik bei BauGrund Süd, gibt als Experte spannende Einblicke in die Thematik Baugrunderkundung und zieht ein Fazit aus der seit 1.8.2023 geltenden Mantelverordnung.
die jeweilige Landesbauordnung sowie die DIN 4020 „Baugrund – Erkundung und Untersuchung“. Diese Regel- werke definieren die Anforderungen an eine Baugrund- untersuchung und legen die Pflichten der Bauherren, Planer und ausführenden Unternehmen fest. Sie dienen außerdem als Basis für die rechtliche Bewertung von Streitfällen im Zusammenhang mit Baugrunduntersuchungen. Auch wenn grundsätzlich keine generelle gesetzliche Pflicht zur Durchführung einer Baugrunduntersuchung besteht, ergeben sich aus den genannten Regelwerken Anforderun- gen an die Standsicherheit von Bauwerken, sodass in der Praxis eine Baugrunduntersuchung meist erforderlich ist. Die DIN 4020 regelt dabei den Mindestumfang einer aus- reichenden Baugrunduntersuchung, die als Grundlage für die Planung, Bemessung und Ausführung von Bauwerken dient. Diese Vorgaben wurden in vielen Landesbauordnungen übernommen und sind häufig als „Allgemeine Technische Vertragsbedingung“ (ATV) für Bauleistungen vorgeschrieben.
Welche häufigen Risiken und Herausforderungen lassen sich durch eine Baugrunderkundung vermeiden?
Bei einer sorgfältigen Baugrunderkundung wird die Boden- beschaffenheit am Standort bis in die bautechnisch relevante Tiefe untersucht. Hierbei werden Herausforderungen bezüg- lich Tragfähigkeit des geplanten Bauwerks erkannt, was in die spätere Statik-Planung mit einfließt. Wichtig ist auch die Feststellung, ob und wenn ja, welchen Einfluss Grund- wasser auf das Bauwerk haben kann. So kann im Vorfeld eine Abdichtung der Bauwerke gegen Grund- und Schicht- wasser direkt eingeplant werden. Diese schützt das Bauwerk vor Feuchtigkeitsschäden und erhöht die Lebensdauer. Bei bestehenden Nachbarbebauungen ist es zudem wichtig, nachzuweisen, dass mit einem Neubau keine negativen Einflüsse auf diese Bestandsgebäude entstehen. Dadurch können Regressansprüche seitens der Eigentümer der Nachbarbebauungen minimiert werden, was zu mehr Rechts- sicherheit und weniger Konflikten bei Bauvorhaben führt.
Welche Entwicklungen oder Trends gibt es aktuell in der Baugrunderkundung?
Aktuell steht die Infrastruktur in Deutschland besonders im Fokus. Sowohl die Bundesländer als auch die Energiewirt- schaft investieren verstärkt in den Ausbau von Infrastruktur und Energiesektor, beispielsweise bei der Deutschen Bahn, den Bundesautobahnen oder großen Energieunternehmen. Zusätzlich gewinnen die erneuerbaren Energien immer mehr an Bedeutung, insbesondere die Windkraft. Und durch die Vielzahl neuer Photovoltaik-Parks entstehen zudem zahlrei- che Umspannwerke und Batteriespeicher, die ebenfalls eine umfassende Baugrunderkundung erfordern.
Welche gesetzlichen Grundlagen und Vorschriften sind besonders relevant?
Die rechtlichen Grundlagen für Baugrunduntersuchungen sind in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen festge- legt. Besonders relevant sind das Baugesetzbuch (BauGB),
Oliver Brokatzky, Prokurist Geotechnik bei BauGrund Süd
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INTERVIEW │ Neue Rahmenbedingungen für Baugrunderkundung
INTERVIEW │ Neue Rahmenbedingungen für Baugrunderkundung
Planung eines effizienten Erdwärmesondenfelds. Ob für ein Einfamilienhaus, eine Produktionsstätte oder ein Nahwärmenetz – die Erdwärmesondenprojekte von BauGrund Süd decken das gesamte Spektrum ab. Mit umfassender Expertise und modernster Technik werden Kunden begleitet von der Machbarkeitsstudie bis zur Detailplanung. Spezialisierte Softwaretools ermöglichen dabei eine präzise und effiziente Projektierung.
TECHNIK AUF DEN PUNKT.
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DER ABLAUF IM DETAIL:
Genehmigungsphase
In der Genehmigungsphase werden die wasserrechtlichen und geologischen Vor- gaben geprüft. BauGrund Süd setzt hierbei 2D- und 3D-Softwarelösungen ein, um Temperaturausbreitungen und Grundwassereinflüsse realitätsnah abzubilden und die Genehmigung sicherzustellen.
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Standortbeurteilung: Geothermische Analyse
Der erste Schritt ist die geothermische Standortanalyse. Mithilfe von Daten wie Wärmeleitfähigkeit, Grundwasserspiegel und Untergrundtemperatur bewertet BauGrund Süd die Machbarkeit einer Erdwärmesondenanlage. Erste Auslegun- gen und Kostenschätzungen können bereits abgeleitet werden aus der hausin- ternen Datenbank, einem kontinuierlich wachsenden Datenschatz von BauGrund Süd.
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Machbarkeitsstudie und Vorplanung
Ist Geothermie am Standort möglich, folgt die Vorplanung. BauGrund Süd prüft weitere Faktoren wie Lastgänge und Regenerationsquellen und erstellt eine dif- ferenzierte Modellierung des Gesamtsystems. Das Ziel: Ein flexibles, nachhaltiges System, das verschiedene Wärmequellen kombiniert, etwa Erdwärmesonden mit Photovoltaik-Thermie (PVT).
Temperaturfeld optimierte Anordnung
Regeneration
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Thermal Response Test (TRT), Probeborhung
Bevor die finale Dimensionierung erfolgt, führt BauGrund Süd den Thermal Response Test (TRT) an einer Probebohrung durch. Dieser liefert präzise Daten zur thermischen Leitfähigkeit des Bodens und zum Wärmeübergang zwischen Sondenrohr und Erdreich. Diese Werte sind entscheidend für die optimale Dimen- sionierung des Sondenfelds.
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Entwurfsplanung mit spezialisierter Software
mehrere Sondenfelder
3 D Schnitt
Die Ergebnisse des TRT fließen in die Entwurfsplanung ein. Bei komplexen Sys- temen mit mehreren Quellen oder Wärmenetzen erstellt BauGrund Süd eine Sys- temsimulation, um die Betriebsstrategien des künftigen Energiesystems bereits bei der Planung zu optimieren und Effizienzpotenziale zu erkennen.
Die Planung einer Erdwärmesondenanlage erfordert fundierte Expertise, basierend auf jahrzehnte- langer Erfahrung, präzise Analyse und moderne Softwaretechnologie. BauGrund Süd nutzt hierfür innovative Tools wie EarthEnergy Designer, GHETool, EWS, PILESIM, FEFLOW, GeoLogik SF, nPro und Polysun. Das effiziente Zusammenspiel sorgt dafür, dass jede Anlage effizient, nachhaltig und zukunftssicher wird – für die Energieversorgung von morgen. FAZIT: EFFIZIENTE PLANUNG FÜR NACHHALTIGE ENERGIE
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TECHNIKBEITRAG │ Planung eines Erdsondenfelds
TECHNIKBEITRAG │ Planung eines Erdsondenfelds
BEST PRACTICE
Effiziente Lösung für Gründung von PV-Frei- flächenanlage und Umspannwerk bei Königsmoos
Bei Königsmoos in der Nähe von Ingolstadt entstehen eine inno- vative PV-Freiflächenanlage und zum Einspeisen der gewonnenen Energie in das Stromnetz ein Umspannwerk, beides realisiert von der Anumar GmbH. BauGrund Süd war mit der Baugrunderkundung und geotechnischen Untersuchung für die Projekte beauftragt. Die Untergrundbeschaffenheit entscheidet, wie der geplante Neu- bau des Umspannwerks ausgeführt werden muss. Analysen und Daten von BauGrund Süd liefern dafür eine stabile Grundlage. Hier- für teufte BauGrund Süd insgesamt 5 großkalibrige Bohrungen bis in eine Tiefe von jeweils 7 m und 5 schwere Rammsondierungen bis in eine Tiefe von 8 m ab, um mit den entnommenen Bohrkernen im hauseigenen Labor Versuche auszuführen und die Proben zusätzlich im chemischen Labor hinsichtlich Stahl- und Betonaggressivität zu analysieren. Mit den ausgeführten schweren Rammsondierungen wurden dazu parallel die Tragfähigkeit der mit den Bohrungen erschlossenen und im hauseigenen Erdbaulabor untersuchten Bodenschichten abgeglichen. Auf Basis all dieser Ergebnisse ent- stand eine fundierte Gründungsempfehlung für alle Gewerke. Besonderes Augenmerk lag auf den hohen Grundwasserständen am Standort. Eine genaue Ermittlung der Höchstwasserspiegel war deshalb erforderlich. Durch die Auswertung langjähriger Messdaten zu den Grundwasserspiegeln konnte das Gründungskonzept final so ausgelegt werden, dass eine Herstellung oberhalb des Grundwas- sers möglich ist – effizient und sicher. Auch für die Gründung der geplanten PV-Freiflächenanlage bei Königsmoos war für den Kunden hinsichtlich Kostenoptimierung sehr nützlich, dass BauGrund Süd deutschlandweit bereits für zahl- reiche Projekte den Baugrund untersucht und effiziente, maßge- schneiderte Gründungsempfehlungen geliefert hat.
Ein stabiles Fundament für Fortschritt. So gelingt die Energiewende.
• Standfestigkeit für Windkraft: Unsere exakten Berechnungen sorgen dafür, dass jedes Fundament nicht nur Wind und Wet- ter (dynamischen Windlasten und Setzungsverhalten) trotzt, sondern auch die Gründung von Beginn an wirtschaftlich und nachhaltig ist. • Sichere Leitungsführung, starker Halt: Unsere Erkundun- gen sorgen dafür, dass im Leitungsbau – egal ob Kabel- oder Masttrassen, Autobahn-, Fluss- oder Bahnquerungen – alle wichtigen Informationen zusammengetragen werden, um eine saubere Planungsphase für die spätere Ausschreibung zu gewährleisten.
SO ARBEITEN WIR:
Unsere Experten bohren, sondieren und analysieren, bis klar ist, was der jeweilige Boden an Lasten aufzunehmen vermag. Denn jede Fläche hat ihre Besonderheiten. Das Ergebnis: minimales Risiko, weniger Kosten – mehr Sicherheit.
Mit solidem Faktencheck sichern wir Groß- projekte ab – in allen Bereichen:
Aufgabenspektrum wächst
• Standsichere Photovoltaik-Freiflächenanlagen/Solarparks: Wir prüfen, was der Boden trägt – so bekommen Pfähle und Fun- damente genau das richtige Maß. Das erhöht die Effizienz und spart Material und Kosten. • Betriebssicherheit für Umspannwerke: Unsere Analysen von Boden und Grundwasser schaffen eine stabile Grundlage – für präzise Bemessungen der Bauwerke. • Planungssicherheit für Energiespeicher: Unsere Standort- untersuchungen sorgen dafür, dass Batterien und Speicher sicher gegründet sind.
Mehrwert für alle
An vielen Orten fehlt in Deutschland noch die Infrastruktur zur Einspeisung der mit PV-Freiflächen gewonnenen Energien. Neue Umspannwerke müssen errichtet werden. Da sich die PV-Freiflä- chenanlagen oft weit entfernt von solchen Infrastrukturbauwerken (Umspannwerke) befinden, müssen oft längere Erdkabeltrassen von der PV-Freifläche bis hin zum Umspannwerk hergestellt werden. Weil es zudem viele Schwankungen im Abruf und der Bereitstellung von Energie (Strom) gibt, soll der tagsüber gewonnene Strom auch immer öfter in Batteriespeichern (Speicherblöcken) zwischengespei- chert werden, um bei Bedarf abrufbar zu sein. BauGrund Süd unter- stützt Kunden bei dieser Aufgabe aufgrund profunden Wissens mit effizienten Lösungen.
Mit BauGrund Süd haben Projektentwickler, Energieversorger und Planungsbüros von der ersten Bohrung bis zur letzten Bau- kontrolle einen starken Partner an ihrer Seite. Wir liefern belast- bare Daten für Planung, Genehmigung und Bau – und sorgen so für weniger Risiko, mehr Tempo und echte Kostenvorteile. Wer Netze spannt und auf erneuerbare Energien setzt, braucht ein solides Fundament, auf dem die Energiewende sicher steht. Alles aus einer Hand ist unsere Stärke und unser Anspruch.
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TECHNIKBEITRAG │ Umspannwerk Königsmoos
TECHNIKBEITRAG │ Es geht um Sicherheit
Starker Auf- tritt in Tirol: BauGrund Süd eröffnet neuen Standort in Imst
Seit dem ersten August 2025 ist BauGrund Süd mit einem eigenen Standort in Imst (Tirol) ver- treten – und setzt damit ein klares Zeichen für eine Zukunft in Österreich. Der Schritt ermöglicht ein direktes Betreuen von Kundinnen und Kunden und damit Projekte mit höchster Effizienz umzusetzen sowie das Leistungsspektrum vor Ort zu erweitern. Lebensmittelbranche und Industrie vertrauen bereits seit Jahren auf BauGrund Süd Dass BauGrund Süd in Österreich längst kein Unbekannter mehr ist, zeigen erfolgreiche Projekte der letzten Jahre: Für eine Lebensmittelkette wurden in Salzburg 150 Erd- wärmesonden realisiert, für ein international erfolgreiches Industrieunternehmen mit Standort in Österreich sogar 200. Im Bereich Brunnenbau wurden bereits mehrere Pro- jekte im Rahmen von Tunnelbohrungen umgesetzt. Auch in punkto Baugrunderkundung hat BauGrund Süd sein Know-how bereits an vielen Orten unter Beweis gestellt.
Großes Potenzial — klare Strategie
Die BauGrund Süd Geschäftsleitung, Alois Jäger und Chris- toph Knepel, sehen im österreichischen Markt großes Poten- zial. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unsere Leistungen in Österreich stark gefragt sind. Mit dem neuen Standort schaffen wir die Voraussetzungen, diese Nachfrage gezielt zu bedienen und unsere Position weiter auszubauen“, so Alois Jäger. „Der Schwerpunkt unserer Unternehmens- strategie liegt auf den Bereichen Geothermie, Brunnenbau und Baugrunderkundung. Mit modernen Technologien, quali- fizierten Teams und kurzen Entscheidungswegen wollen wir unsere Position in diesen Segmenten langfristig festigen und weiterentwickeln“, ergänzt Christoph Knepel.
Lena Frühschütz, Leitung Niederlassung Imst Markt zu erobern. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe! Für den neuen Standort versuche ich meine Leidenschaft zu den Bergen auf meine Arbeit zu übertragen und mit voller Energie den österreichischen
Unternehmens- entwicklung.
Standorte bilden Basis für Qualität und Kundennähe
„Das neue Büro in Imst ergänzt unsere Präsenz in Deutsch- land und bringt uns näher zu unseren Kunden in Westöster- reich. Wir sind überzeugt, dass sich der Standort in den nächsten Jahren dynamisch entwickeln und zu einem weite- ren Eckpfeiler unserer österreichischen Aktivitäten werden wird“, freut sich Alois Jäger. Mit dem Schritt gestaltet BauGrund Süd aktiv Zukunft und zeigt, wie wichtig dem Unternehmen Kundennähe ist. Das ist eine starke Basis für kommende Projekte. Die Leitung der neuen Niderlassung in Imst übernimmt Lena Frühschütz.
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UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Standort Österreich - Imst
Geothermie im Fokus der Forschung: BauGrund Süd ist in Leipzig Projektpartner der HTWK
Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft erforscht die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) seit 2024 in dem Verbundsfor- schungsprojekt EASyQuart-Plus, wie sich die Planung von oberflächennahen Geo- thermie-Anlagen optimieren lässt. Nach intensiver Simulations- und Modellierungs- arbeit startete das Team der HTWK Leipzig nun in die praktische Phase des For- schungsprojekts. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der Neubau der Weishaupt- Gruppe am Standort Leipzig-Schkeuditz und insbesondere die Geothermieanlage von BauGrund Süd sowie die Gebäudeleit- technik von Neuberger.
Sie erklärt: „Wenn wir reale Messdaten mit Simulationen verknüpfen, können wir künftig schon in der Planungsphase sehr genau vorhersagen, wie sich eine Anlage an einem bestimmten Standort verhält. Das spart Zeit, reduziert Kosten und macht Geothermie wirtschaftlich attraktiver.“ Die Messungen am Standort der Weishaupt- Gruppe bilden die Grundlage für die Kali- brierung und Validierung der Modelle. Die realen Daten des digitalen Zwillings sind eine wertvolle Grundlage für die Validie- rung der Forschungsergebnisse. Durch den Vergleich von Simulation und Realität soll die Open-Source-Software OpenGeoSys weiterentwickelt werden, die bereits im Vorgängerprojekt EASyQuart gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum für Umwelt- forschung (UFZ) umfangreich genutzt und optimiert wurde. „Mit unseren Forschungsergebnissen wol- len wir zeigen, dass Geothermie technisch ausgereift, sicher und wirtschaftlich ist. Sie kann ein wesentlicher Baustein der Wär- mewende sein – insbesondere in urbanen Quartieren, wo die Nachfrage nach nach- haltiger Wärmeversorgung steigt“, ist Prof. Dr.-Ing. Anke Bucher sicher.
„EASyQuart-Plus – Energieeffi- ziente Auslegung und Planung dezentraler Versorgungsnetze zum geothermischen Heizen und Kühlen von Stadtquartieren – Digitalisie- rung und Praxiswirksamkeit“ läuft von Januar 2024 bis Dezember 2026. Es wird vom Bundesminis- terium für Wirtschaft und Energie (BMWE) mit 2,2 Millionen Euro gefördert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung digitaler Planungs- und Simulations- instrumente, die eine energieeffi- ziente, sichere und wirtschaftliche Nutzung oberflächennaher Geother- mie ermöglichen. Unter Koordination der Hoch- schule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) sind die Wissenschaftseinrichtungen Helmholtz-Zentrum für Umwelt- forschung (UFZ) sowie das Institut für Kommunikations- und Medien- wissenschaft der Universität Leipzig beteiligt. Praxispartner sind die Geothermie- Fachplaner geoENERGIE Konzept und heatbeat engineering sowie als assoziierter Partner die Weishaupt- Gruppe, insbesondere mit Bau- Grund Süd. Das Forschungsprojekt
Neubau der Weishaupt-Gruppe am Standort Leipzig schafft wertvolle Synergien
Digitaler Zwilling soll Planung vereinfachen
Ziel ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings – eines virtuellen Abbilds des gesamten Gebäudes mit der Geothermie- anlage und der Gebäudetechnik. Der Zwilling simuliert und optimiert laufend den Betrieb. Damit wollen die Forschenden die Planung und den Betrieb solcher Systeme wesentlich verbessern. „Wir freuen uns, dass wir jetzt an einem echten Standort arbeiten können,“ sagt Prof. Dr.-Ing. Anke Bucher, Leiterin des Projekts und Profes- sorin für Angewandte Mechanik an der HTWK Leipzig. Reale Betriebsdaten aus dem Gebäude und von der oberflächennahen Geother- mieanlage mit Erdwärmesonden werden EASyQuart-Plus zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sind an drei ausgewählten Erdwärmesonden Lichtwellenleiterkabel installiert worden, sodass kontinuierliche Temperaturprofile entlang der Sonden gemessen werden können. Mit den seit Dezember 2025 erfassten Messwerten zu Temperatur, Volumenströmen und Wärme- mengen sollen die entwickelten Simula- tionsmodelle verglichen und kontinuierlich angepasst werden. „Mit den Messdaten können wir prüfen, wie gut unsere Modelle den tatsächlichen Anlagenbetrieb abbilden. Das ist ein ent- scheidender Schritt auf dem Weg zum digitalen Zwilling“, so Anke Bucher.
Bereits seit 1991 ist die Max Weishaupt SE, weltweit einer der führenden Her- steller von Wärmepumpen, Heizsystemen und Brennern, mit einer eigenen Nieder- lassung in Leipzig vertreten. Sie betreut die Heizungsfachhandwerker und Inge- nieurbüros im Dreiländereck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit einem Neubau wird der Stand- ort Leipzig jetzt weiter gestärkt und die Kapazitäten für die Betreuung von Fachkunden in Logistik, Vertrieb, Kundendienst und Schulung werden deutlich erhöht. Künftig arbeiten über 50 Beschäftigte von Weishaupt sowie den Gruppenfirmen BauGrund Süd und Neuberger (Komplettanbieter für Automatisierungstechnik) in der neuen Niederlassung. Auf diese Weise ist auch
BauGrund Süd noch näher an den zahl- reichen eigenen Projekten und Kunden in Ostdeutschland. Die enge Vernetzung vor Ort mit Weishaupt und Neuberger schafft dabei wertvolle Synergien, von denen ins- besondere Kunden profitieren. Das neue Gebäude entstand auf einem 16.500 m² großen Grundstück im Airport Gewerbepark Schkeuditz, direkt an der Autobahn A 9. Der 100 m lange Neubau verfügt über 1.300 m² Lagerfläche vor allem zur schnellen Kundenbelieferung, 560 m² Tiefgarage sowie 1.300 m² Bürofläche. Darin integriert ist ein 360 m² großes Schulungszentrum zum theo- retischen und praktischen Training von Fachhandwerkern und Servicetechnikern. Die Praxis-Schulung ist komplett mit funktionsfähigen Produkten ausgestattet:
erdgekoppelte Wärmepumpen und Luft/ Wasser-Wärmepumpen, bodenstehende und wandhängende Brennwertsysteme für Gas und Öl sowie Prüfflammrohrkessel für die Brennerschulungen. Beheizt und gekühlt wird das neue Fir- mengebäude von drei reversiblen Sole/ Wasser-Wärmepumpen mit je 35 kW und einem Gas-Brennwertkessel mit 60 kW. Gebäudeleittechnik von Neuberger regelt und steuert die komplette Haustechnik. BauGrund Süd realisierte die Erdsonden- anlage mit 21 Bohrungen à 90 m.
Begleitforschung zur Akzeptanz
Begleitend zur technischen Forschung untersucht das Teilprojekt der Universität Leipzig unter Leitung von Prof. Dr. Cornelia Wolf, wie Geothermie in der Bevölkerung wahrgenommen wird. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Wissen über das Verfahren noch begrenzt ist, aber großes Potenzial für Akzeptanz besteht. Die Erkenntnisse sollen helfen, zukünftige Kommunikations- strategien zu gestalten und die Ergebnisse aus der Technikforschung gezielt in die Öffentlichkeit zu tragen. „Die HTWK Leip- zig und das UFZ entwickeln die Technolo- gie – die Universität Leipzig erforscht, wie wir sie besser erklären,“ fasst Wolf zusam- men. „So ergänzen sich Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation, um eine sachliche gesellschaftliche Diskussion über die Wärmewende zu unterstützen.“
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17 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Forschungsprojekt „EASyQuart-Plus”
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Neubau Weishaupt Leipzig
„Wir sind stolz darauf, Teil der Erfolgsgeschichte von BauGrund Süd zu sein. Unsere langjährige, vertrauensvolle Ge- schäftsbeziehung basiert auf gegenseitiger Wert- schätzung sowie dem gemeinsamen Anspruch an höchste Qualität.“
(einem Tochterunternehmen von Weis- haupt). Realisiert wurden der Neubau, wie bereits das 2020 erstellte Verwal- tungsgebäude, von der Georg Reisch GmbH & Co. KG. Für BauGrund Süd realisierte Reisch das erste Verwaltungsgebäude und ver- antwortete zugleich die architektonische Planung. Wie bereits erwähnt, wurde großer Wert auf eine nachhaltige Energiever- sorgung gelegt und modernste Wärme- pumpentechnik der Weishaupt Gruppe umgesetzt. Des Weiteren wurde ein neues Fassadensystem realisiert, das
architektonisch anspruchsvoll gestaltet ist und die Gesamtwirkung des Gebäudes maßgeblich prägt – moderne Architektur trifft hier auf funktionalen Industriebau. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die hohe Qualität und den anspruchsvollen Standard des ersten Bauabschnitts nicht nur konsequent fort- zuführen, sondern in wesentlichen Aspek- ten weiterzuentwickeln. Die Zusammenarbeit verlief von Beginn an äußerst erfolgreich und bestätigte einmal mehr die Stärke der partnerschaft- lichen Zusammenarbeit.
Andreas Reisch, Geschäftsführer der Georg Reisch GmbH & Co. KG
Wir investieren in die Zukunft – Neues Verwaltungsgebäude als Kompetenz- zentrum am Hauptsitz Bad Wurzach
Mit dem Bau eines weiteren Verwaltungs- gebäudes am Hauptsitz in Bad Wurzach sendet BauGrund Süd ein starkes Signal für nachhaltiges Wachstum. Das neue Gebäude orientiert sich architektonisch am 2020 bezogenen Verwaltungssitz. Es steht nicht nur für eine Erweiterung der Büroflächen, sondern symbolisiert einen entscheidenden Schritt in der Unterneh- mensentwicklung und ist Ausdruck des unternehmerischen Engagements für die Region. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung von BauGrund Süd und ein gelungener Anschluss an die Investitionen seit 2019. „Unsere Wurzeln liegen in Bad Wur- zach, auch wenn wir längst deutschland- weit aktiv sind. Die Region bleibt unser Herzstück und wir investieren gezielt in ihre Zukunft“,
von zwei BauGrund Süd Tochtergesell- schaften genutzt, die in den Bereichen Geotechnik, Baugrunderkundung, Bodensanierung, Gebäuderückbau und Wasserhaltungen tätig sind. Ein weiteres Tochterunternehmen, eines der renom- miertesten Planungsbüros im Bereich Geothermie (ErdEnergie Mangagement GmbH), wird ebenfalls seinen Sitz hier haben. So entsteht ein einzigartiges Netz- werk an Fachkompetenz, das weit über die Region hinausstrahlt. Baugrund Süd versteht sein Team als wertvollstes Kapital: Hochqualifizierte Ingenieure, Umwelttechniker und Geo- wissenschaftler arbeiten Hand in Hand, um innovative Lösungen zu entwickeln, die echte Mehrwerte schaffen. „Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass wir als Unternehmen und als Region vorankommen. Wir bündeln unser Know-how und machen es für unsere Kunden noch effizienter nutzbar“,
Parallel zum Verwaltungsneubau entste- hen ein modernes bodenmechanisches Baugrundlabor und ein zentral gele- genes Probenlager (Kernlager). Diese Investitionen ermöglichen es, Analysen und Dienstleistungen für Kunden als gebündelte Expertise noch schneller und effizienter verfügbar zu machen. Das bedeutet für Auftraggeber: noch kür- zere Wege, schnellere Ergebnisse und höchste Qualität. Das Projekt ist ein klares Bekenntnis für die Region, ein Versprechen an die Mitarbeitenden und ein Statement, für die Kunden da zu sein. Das zeigt auch das umgesetzte, zukunftsweisende Energiekonzept der Verwaltung: So sorgen drei 400 Meter tiefe Erdsonden und modernste Wärmepumpentechnik von Weishaupt für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung des Gebäudes. Ein thermischer Brun- nen gewährleistet optimale Klima- bedingungen für die Mitarbeitenden. Ausgestattet ist das Gesamtsystem mit Regelungstechnik von Neuberger
betont Alois Jäger, Geschäftsführer und Mitgründer von BauGrund Süd.
Das neue Kompetenzzentrum bietet Raum für 80 Arbeitsplätze und wird
fasst Alois Jäger zusammen.
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UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Neues Verwaltungsgebäude Bad Wurzach
Unsere Wurzeln. Unsere Marktstärke.
Wir haben uns vom Spezialisten für Bau- grunderkundung zu einem ganzheitlichen geotechnischen Dienstleister ent- wickelt – ohne unsere Wurzeln aus den Augen zu verlieren.“
Ein wesentlicher Baustein dieser Stärke ist das hauseigene geotechnische Labor. Die unmittelbare Verzahnung von Baustelle, Labor und Ingenieurwesen ermöglicht kurze Reaktionszeiten, hohe Qualitätssi- cherung und effiziente Projektabwicklung. Bodenmechanische Untersuchungen, Tragfähigkeits- und Durchlässigkeitsprü- fungen liefern die Datenbasis für fundierte Entscheidungen. Darauf aufbauend entwickeln unsere Ingenieurinnen und Ingenieure wirtschaft- liche und sichere Lösungen: Baugrundgut- achten, Standsicherheitsberechnungen, Gründungs- und Verbaukonzepte sowie Erdbauplanungen. Diese ganzheitliche Betrachtung schafft für Auftraggeber Planungssicherheit und Kostenkontrolle – ein entscheidender Faktor bei großen Infrastrukturmaßnahmen. „Unsere Strategie ist klar: Wir denken Bau- grunderkundung nicht isoliert, sondern als Teil eines integrierten Gesamtangebots“, erläutert Oliver Brokatzky.
„Diese Breite ermöglicht es uns, Projekte umfassend zu begleiten und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.“ Auch im Bereich Bodenschutz hat sich BauGrund Süd strategisch stark posi- tioniert. Die verschärften gesetzlichen Anforderungen – insbesondere durch die novellierte Bundes-Bodenschutz- und Alt- lastenverordnung – erhöhen die fachlichen Ansprüche an Planung und Ausführung. Mit bodenkundlicher Baubegleitung, Fachbeiträgen Bodenschutz, Schadstoff- analysen und Sanierungskonzepten bietet das Unternehmen umfassende Lösungen, die technische und rechtliche Sicherheit gewährleisten. Ergänzt wird das Portfolio durch die Pla- nung, den Bau und den Betrieb von Was- serhaltungen. Gerade bei Bauprojekten im Grundwasserbereich oder im urbanen Umfeld sichern durchdachte Wasser- haltungskonzepte den Bauablauf und minimieren Risiken für Umwelt und angrenzende Bebauung.
Alois Jäger, Geschäftsführer BauGrund Süd
„Unser Wachstum basiert auf Kompetenz, Verlässlichkeit und technischer Breite“, fasst Alois Jäger zusammen. „Wir haben uns vom Spezialisten für Baugrund- erkundung zu einem ganzheitlichen geotechnischen Dienstleister entwickelt – ohne unsere Wurzeln aus den Augen zu verlieren.“ Die Baugrunderkundung bleibt damit das Fundament unseres Unternehmens – fachlich wie strategisch. Sie trägt unsere Marktposition und bildet die Basis für wei- teres Wachstum. Denn jedes erfolgreiche Bauprojekt beginnt im Boden. Und genau dort liegt unsere Stärke.
Wer bauen will, muss wissen, worauf er baut. Seit der Gründung von BauGrund Süd ist die Baugrunderkundung das Fundament unseres Handelns – und zugleich die Basis unseres unternehmerischen Erfolgs. Aus einer klassischen Kernkompetenz ist über Jahre hinweg ein leistungsstarker Geschäftsbereich entstanden, der heute wesentlich zur Marktposition unseres Unternehmens beiträgt.
Die Baugrunderkundung deckt dabei sämtliche Facetten moderner Feldunter- suchungen ab. Rammkernbohrungen ermöglichen eine wirtschaftliche und effi- ziente Erkundung insbesondere bei Infra- strukturmaßnahmen. Seilkernbohrungen liefern hochwertige, nahezu ungestörte Proben auch in großen Tiefen – etwa für anspruchsvolle Brücken- oder Ingenieur- bauwerke. Rammsondierungen unter- schiedlicher Ausführung geben Aufschluss über Lagerungsdichte und Tragfähigkeit, während vielfältige Bohrlochversuche und In-situ-Prüfungen hydrogeologische und bodenmechanische Kennwerte direkt vor Ort liefern. „Unsere Leistungsfähig- keit zeigt sich nicht nur in der Anzahl der Bohrgeräte oder Kolonnen, sondern in der Qualität der Ergebnisse“, so Alois Jäger. „Wir verbinden moderne Technik mit erfah- renen Teams und einer starken Ingenieur- kompetenz. Das ist die Grundlage unseres nachhaltigen Wachstums.“
„Die Baugrunderkundung ist der Bereich, mit dem wir gewachsen sind – fachlich wie unternehmerisch. Sie ist das Funda- ment unserer Marktposition“, betont Geschäftsführer Alois Jäger. „Unsere Kunden wissen: Wer komplexe Infrastruk- turprojekte sicher realisieren will, braucht einen Partner, der den Baugrund wirklich versteht.“ Gerade im Infrastrukturbereich zeigt sich diese Stärke besonders deutlich. Ob Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen, Bahntrassen, Brückenbauwerke, Energie- und Versorgungsleitungen oder große Industrieprojekte – BauGrund Süd ist dort im Einsatz, wo Projekte hohe technische
Anforderungen und verlässliche Pro- jektabwicklung verlangen. Linienhafte Großprojekte mit unterschiedlichsten Baugrundverhältnissen über viele Kilo- meter hinweg erfordern nicht nur Fach- wissen, sondern auch organisatorische Leistungsfähigkeit und moderne Technik in der Entwicklung. „Unsere breite technische Aufstellung verschafft uns einen klaren Wettbewerbs- vorteil“, erklärt Oliver Brokatzky, Prokurist bei BauGrund Süd. „Wir können Projekte jeder Größenordnung abbilden – schnell, flexibel und mit hoher Qualität. Das macht uns für öffentliche und private Auftrag- geber gleichermaßen attraktiv.“
Bodenschutz – Verantwortung und neue gesetzliche Anforderungen
Der Schutz des Bodens ist heute ein zentraler Bestandteil jeder Bauplanung. Boden er- füllt wichtige Funktionen als Lebensraum, Wasserfilter, Kohlenstoffspeicher und Produktionsgrundlage – gleichzeitig ist er eine begrenzte Ressource. Entsprechend streng sind die rechtlichen Vorgaben geworden. Grundlage ist das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) mit der dazugehörigen Bun- des-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV). Die Verordnung wurde 2023 umfassend novelliert und konkretisiert seither deutlich die Anforderungen an den vorsorgenden Bodenschutz. Dazu gehören unter anderem
strengere Regelungen zum Umgang mit Aus- hubmaterial, klare Vorgaben für das Auf- und Einbringen von Boden, der Schutz natürlicher Bodenfunktionen sowie erweiterte Anforde- rungen an Untersuchung, Dokumentation und bodenkundliche Baubegleitung. Für Infrastrukturprojekte bedeutet das: Boden- schutz muss frühzeitig in die Planung integriert werden. Belastungen sind zu erfassen, Stoff- ströme zu bewerten und Verwertungswege rechtssicher nachzuweisen. Bodenschutz ist damit nicht mehr nur ein Genehmigungsthema, sondern ein integraler Bestandteil nachhaltiger Projektentwicklung – technisch, rechtlich und ökologisch.
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UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Baugrunderkundung
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Baugrunderkundung
Geotechnik im Aufbruch: Mit GHB Starnberg weiter auf Wachstumskurs Die Nachfrage nach geotechnischer Expertise ist so hoch wie nie. Anspruchsvolle Bauvorhaben, dichter wer- dende urbane Räume und steigende Anforderungen an Sicherheit, Dokumentation und Nachhaltigkeit ma- chen fundierte Baugrund- und Untergrundbewertungen zu einem zentralen Erfolgsfaktor. Gleichzeitig wer- den Projekte komplexer, Zeitfenster enger und die Erwartungen an Planungssicherheit größer.
Erfolgreiche Akkreditierung unseres Prüf- labors durch die DAkkS
Mit der strategischen Weiter- entwicklung unseres Bereichs Geotechnik setzen wir genau hier an. Durch die Akquisition der GHB Starnberg stärken wir gezielt unsere Marktposition und erweitern unsere fachliche Tiefe. Die GHB steht für hohe technische Kompetenz, langjäh- rige Erfahrung und ein breites Spektrum geotechnischer Bera- tungs- und Planungsleistungen. Dieses Know-how ergänzt unser bestehendes Portfolio ideal und eröffnet neue Perspektiven für gemeinsame Projekte.
Wir freuen uns, mitteilen zu dürfen, dass unser geotechnisches Prüflabor offiziell durch die DAkkS (Deutsche Akkreditierungsstelle) nach den hohen Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert wurde. Die ISO/IEC 17025 ist der international anerkannte Standard für die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien. Die erfolgreiche Akkredi- tierung bestätigt, dass unser Labor nicht nur technisch versiert arbeitet, sondern auch höchste Qualitäts- und Zuverlässigkeitsanforderungen erfüllt – von präzisen Messmethoden bis zu lückenlosen Dokumentations- und Managementprozessen. FÜR SIE ALS KUNDIN UND KUNDE BEDEUTET DIES: • Vertrauenswürdige, nachvollziehbare Ergebnisse • Anerkannte Prüfergebnisse im In- und Ausland • Sicherheit durch unabhängige Bewertung und ständige Überwachung
Mehr Kompetenz für komplexe Aufgaben
Geotechnik ist heute weit mehr als klassische Baugrunderkun- dung. Gefragt sind ganzheitliche Betrachtungen des Baugrunds, fundierte Risikoanalysen, maß- geschneiderte geotechnische
Klare Motivation
Schrittweise Integration in die BauGrund Süd Gruppe
Konzepte und eine enge Begleitung anspruchsvoller Bauvorhaben. Mit dem erweiterten Team in Starnberg verfügen wir über zusätzliche Kapazitäten und spezialisiertes Fachwissen, um auch komplexe Projekte effizient, präzise und lösungsorientiert umzusetzen. Unsere Kunden profitieren von kurzen Entscheidungswegen, interdisziplinärer Zusammenarbeit und einem starken Netzwerk innerhalb der BauGrund Süd Gruppe. So entstehen tragfähige Lösungen – wirtschaftlich, nachhaltig und passgenau auf die jeweilige Projektanfor- derung zugeschnitten.
Geschäftsführer Alois Jäger unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Schrit- tes: „Die Anforderungen an geotechnische Leistungen steigen stetig – fachlich wie organisatorisch. Mit der GHB Starnberg stärken wir gezielt unsere Kompetenz und unsere Schlagkraft. Unser Anspruch ist es, komplexe Projekte mit höchster Qualität zu begleiten und unseren Kunden jeder- zeit ein verlässlicher Partner zu sein.“ Mit dieser strategischen Ausrichtung schaffen wir die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum im Bereich Geotechnik – und setzen ein klares Zeichen für Kompetenz, Stabilität und Zukunftsorientierung.
Die Integration der GHB Starnberg in die BauGrund Süd Gruppe erfolgt bewusst strukturiert und partnerschaftlich. Ziel ist es, gewachsene Stärken zu bewahren und gleichzeitig Synergien konsequent zu nutzen. Gemeinsame Qualitätsstandards, abgestimmte Prozesse und der kontinu- ierliche fachliche Austausch bilden die Grundlage für weiteres Wachstum. Dabei steht eines im Mittelpunkt: Verläss- lichkeit gegenüber unseren Kunden und Kontinuität für unsere Mitarbeitenden.
Wir danken unserem Team für das große Engagement und unseren Kundinnen und Kunden für das Vertrauen.
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UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ GHB Starnberg
UNTERNEHMENSENTWICKLUNG │ Akkreditierung Prüflabor
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