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FREITAG, 30.8.2019 98.Jahrgang | Nr.35

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Bettingen: Restaurant Baslerhof ist in neuen (Riehener) Händen

Bewegung: Viele Kinder hatten ihren Spass beim «Ninja-Warrior»-Parcours SEITE 3

Bogenschiessen: Olga Fusek verteidigte den Recurve-Meistertitel

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BETTINGEN 1. Basel Vegan Messe findet in der Baslerhofscheune statt

EINWOHNERRAT Nachkredit löst Schuldebatte aus

Pflanzliches Essen zum Wohl der Tiere

Am 21./22. September bietet Hans-Jürg Däppen in der Baslerhofscheune einen Einblick in die mittlerweile sehr breit gewordene vegane Produktepalette. Auf der einen Strassenseite der Bau- ernhof, der Rindfleisch und Freiland- eier im Angebot hat, und schräg vis-à- vis in der Baslerhofscheune die erste «Basel Vegan Messe», die amWochen- ende vom 21./22. September über die Bühne gehen wird. Ein Widerspruch? «Überhaupt nicht», findet Hans-Jürg Däppen von der New Best Choice Fine Food GmbH mit Sitz in Bettingen, der für die neue Messe verantwort- lich zeichnet. «Alle Interessierten, ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer, sollen vorbeikommen und schauen, welche Alternativen es gibt.» Dem Gastronomielieferant, der nicht nur auf vegane, sondern auch auf gluten- und laktosefreie Produkte spezialisiert ist, sei schon länger auf- gefallen, dass es in der Nordwest- schweiz wenig Angebote in diese Richtung gebe. Als er dann am Ge­ werbeapéro in der Baslerhofscheune weilte, sei ihm, der bereits einige Messeerfahrung als Lieferant und Aussteller hat, plötzlich klar gewor- den, dass sich dieser schöne Raum in idealer Weise für eine kleine Messe eigne. «Für interessierte Aussteller gibt es übrigens noch Platz.» Plattform im Raum Basel Er biete eine Plattform für vegane Produkte und Tierschutzorganisa­ tionen im Raum Basel, fasst Däppen zusammen. Das sind die süddeutsche Tierrechts-Aktivistengruppe «Black Forest for Animals», der französische Verein Asave für Tierrettung, Veganis- mus und Umweltschutz und der im Oberelsass beheimatete Gnadenhof Papillon, der Tieren einen würdigen Lebensabend bietet. Auch Swissveg, eine Interessenvertretung von vege­ tarisch und vegan lebenden Men- schen in der Schweiz, ist vor Ort. Ausserdem Firmen beziehungsweise deren vegane Produkte, beispielswei- Michèle Faller

in eine andere Richtung. «In zehn oder 20 Jahren werden sich die Ersatz- produkte in den Wohlstandsländern etabliert haben. Dann wird es keine Rolle mehr spielen, ob man Fleisch oder ein Ersatzprodukt konsumiert», ist er überzeugt. Die USA, Israel und das übrige Europa seien in dieser Be- ziehung vom veganen Burger bis zu den veganen Crevetten der Schweiz weit voraus. Der Gastrolieferant räumt ein, dass es sicherlich Veganer gebe, die mit einer falschen Wurst nichts zu tun haben wollten, doch die grösste und auch wirtschaftlich interessan- teste Zielgruppe für vegane Ersatz- produkte weltweit seien die soge- nannten Flexitarier. Diese ässen vielleicht ein- bis zweimal wöchent- lich Fleisch und bestellten auch mal den Gemüseteller oder die Vegiwurst, wenn sie gut sei. Die Bandbreite der verschiedenen Esser sei gross, doch Däppen glaubt, dass es sowohl bei den Veganern als auch bei den Fleischessern nur wenige gebe, die ganz unter sich bleiben wollten. 80 Prozent seien tolerant. Natürlich könne Veganismus auch zur Religion ausarten, doch darum gehe es ihm nicht: «Bei mir steht vegan für das Tierwohl. Das wird oft vergessen und das möchte ich wieder in den Vorder- grund rücken.» Von Kunst bis Käseimitat mf. Die 1. Basel Vegan Messe findet am Samstag, 21. September, von 12 bis 20 Uhr und am Sonntag, 22. September, von 10 bis 20 Uhr in der Baslerhofscheune in Bettingen statt – mit verschiedenen veganen Produkten, die degustiert und ge- kauft werden können, Infoständen der Organisationen Swissveg, «Black Forest for Animals» und Asave sowie des Gnadenhofs Papillon. Nebst einer kleinen Ausstellung des Künstlers Roland Straller sind auch Musik und eine Unterhaltung für Kinder ange- kündigt. Für das vegane leibliche Wohl sorgt der Foodtruck von «Vgn- fun». Der Eintritt ist frei, die Anreise mitdemBusNr.32abBettingerstrasse ist mangels Parkplätzen wärmstens empfohlen.

rs. Haupttraktandum der Augustsit- zung des Einwohnerrates vom Mitt- woch war ein Nachkredit in Höhe von 9,71 Millionen Franken für den Leis- tungsauftrag «Bildung und Familie» für die Jahre 2017 bis 2020. Der Betrag rechtfertigt sich im Wesentlichen durch Mehrkosten im Zusammenhang mit einem unerwartet starken Anstieg der Zahl von Kindergarten- und Schul- kindern sowie durch Mehrkosten für verstärkte Massnahmen. Der Nachkredit war von allen Frak- tionen unbestritten, führte aber zu Grundsatzdiskussionen. Die EVP- Fraktion wollte die Mehrkosten für die Schulkinder als Investition in die Zu- kunft der Gesellschaft und im Sinne einer Prävention gegen soziale Benach- teiligung verstanden wissen. Die CVP- Fraktion kritisierte den Gemeinderat dafür, dass er den starken Schüleran- stieg nicht vorausgesehen habe, und verlangte für die Zukunft eine sorgfäl- tigere Budgetierung. Die FDP sprach von einer transparenten Vorlage. Die SVP kritisierte den Kostenanstieg in den Bereichen verstärkte Massnahmen und Tagesbetreuung und verlangte mehr Engagement der Eltern in der Be- treuung ihrer Kinder. Die LDP warnte davor, dass die Kosten aus dem Ruder laufen könnten. Die SP schlug dem Ge- meinderat vor, das Modell Tagesschule auszuprobieren und in der Tagesbe- treuung mehr Flexibilität zuzulassen. DieGLP-Fraktionmachte sich für einen weiteren Ausbau der Tagesstrukturen stark, weil es keinen Sinn mache, die Hälfte der Gesellschaft zu Hause zu binden, statt dank guter Strukturen das Nebeneinander von Beruf und Familie zu fördern. Fünf Kommissionssitze wurden neu besetzt. In die Sachkommission Bil- dung und Familie (SBF) wurde an Stelle von Sasha Mazzotti (SP) neu Franziska Roth (SP) gewählt, in der Sachkommis- sion Gesundheit und Soziales (SGS) folgt auf Mario Biondi (LDP) neu Tho- mas Strahm (LDP), in der Sachkommis- sion Siedlung und Landschaft (SLS) folgen auf Philipp Ponacz (EVP) und Thomas Strahm (LDP) neu Cornelia Birchmeier (Grüne, Fraktion EVP) und Andreas Hupfer (LDP) und in der Kommission für Volksanregungen und Petitionen (PetKo) wird Sasha Mazzotti (SP) durch Brigitte Zogg (parteilos, Fraktion SP) ersetzt.

Hans-Jürg Däppen vor der Baslerhofscheune, wo demnächst seine Basel Vegan Messe stattfindet. Foto: Michèle Faller

se Suppen, Popcorn und Pommes Chips, Käse, Schokoladenkonfekt, Seetanggewürz, Crevetten und Speck. Dieser brutzle tatsächlich in der Pfanne wie Speck und schmecke auch so, versichert Däppen. Wer sich fragt, weshalb Chips und Popcorn speziell als vegan deklariert werden müssen, wird aufgeklärt, dass bei der sogenannten Veredelung mancher ursprünglich veganer Produkte auch tierische Fette verwendet werden. Fokus auf Ersatzprodukten Natürlich ist es erstaunlich, was die Lebensmittelindustrie heutzutage zustande bringt, aber man kann es durchaus auch komisch finden, Fleisch oder Käse zu imitieren. Ausserdem drängt sich die Frage auf,

ob das der Wunsch der Veganerinnen und Veganer ist. Doch dem Initianten der ersten Vegan-Messe geht es genau darum: «Ich konzentriere mich auf Produkte, die möglichst nahe an Fleisch oder Fisch rankommen, denn hat man ein Ersatzprodukt, muss dafür kein Tier sterben. Jedes Schnit- zel auf Pflanzenbasis, das gegessen wird, ist vielleicht ein Zwanzigstel eines sogenannten Nutztiers weni- ger.» Däppen selber ist nicht Veganer, aber seit gut fünf Jahren Vegetarier. Er sei noch damit aufgewachsen, dass Fleisch meist einmal wöchentlich in Form des Sonntagsbratens auf den Tisch kam. Dann sei die Zeit gekom- men, als viele das Gefühl hatten, je- den Tag Fleisch essen zu müssen. Die aktuelle Diskussion gehe aber völlig

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WASSER Brunnen in Riehens Peripherie sind stillgelegt

Klare Werte.

FONDATION BEYELER 26. 5. –6. 10. 2019

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Quellwassernetz wird durchgespült rz. Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit hat die Wassermenge aus den Riehener Gemeindequellen abge- nommen, sodass der Druck im ge- meindeeigenen Quellwassernetz ab- genommen hat. Dies teilt die Gemeinde Riehen gegenüber der Rie- hener Zeitung mit. Da nicht ausge- schlossen werden könne, dass auch andere Gründe für den Druckabfall verantwortlich seien – beispielsweise unkontrollierter Wasserverlust oder Luft imNetz –, hätten die zuständigen Fachleute beschlossen, das ganze Netz durchzuspülen. Die Gemeinde Riehen betont, dass die Wasserqualität der Brunnen den hohen Lebensmittelvorschriften für Trinkwasser jederzeit entspreche. Das Durchspülen des Netzes habe keinen Einfluss auf die Wasserqualität der Riehener Brunnen. 47 Brunnen an das Quellsystem angeschlossen

Telefon 061 643 07 77

Eva Herzog für Basel in den Ständerat. #klareSacheEva

Auf Riehener Gemeindegebiet be- finden sich derzeit 47 Brunnen sowie das Planschbecken in der Wettstein- anlage, die an das gemeindeeigene Quellsystem angeschlossen sind. Der Wasserverbrauch im Quellsystem be- läuft sich gemäss Webseite der Ge- meinde Riehen auf durchschnittlich 350 Liter proMinute. Weitere 27 Brun- nen sind an der kantonalen Wasser- versorgung angeschlossen. Es handelt sich vor allem um Brunnen im Ge- meindegebiet südwestlich der Bettin- gerstrasse.

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Diese Massnahme hat zur Folge, dass die öffentlichen Brunnen an der Peripherie Riehens ab sofort und noch für einige Tage (bis ungefähr kom- mendenMittwoch, 4. September) kein Wasser mehr führen. Die Brunnen in den Zentren sind laut Mitteilung der Gemeinde von der Durchspülung nicht betroffen.

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