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FREITAG, 27.7.2018 97. Jahrgang | Nr. 30

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Bundesfeier: Riehen und Bettingen feiern am 1. August die Schweiz SEITE 2

Bilderseite: Wie Mensch und Tier in der Region mit der Sommerhitze umgehen SEITE 3

Ausflug: Das Wendelin lud seine Freiwilligen nach Strasbourg ein

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Aeussere Baselstrasse zwei Wochen gesperrt rz. Im Rahmen der laufenden Erneue- rung der Achse Basel – Riehen Grenze asphaltiert das Tiefbauamt vom 30. Juli bis zum 13. August die Aeussere Basel- strasse zwischen Bäumlihofstrasse und Pfaffenlohweg. Für den Autover- kehr wird in dieser Zeit auch aus Rich- tung Basel eine Umleitung über die bestehende Umleitungsroute Kohlis- tieg–Rudolf Wackernagel-Strasse – Bettingerstrasse signalisiert. Nach den Sommerferien wird der Abschnitt in Richtung Lörrach und ab September wieder in beide Richtungen geöffnet. Seit eineinhalb Jahren sanieren Tiefbauamt, BVB und IWB den Stras- senbelag, die Tramgleise und die un- terirdischen Leitungen auf der Achse Basel–Riehen Grenze. Wie das Bau- und Verkehrsdepartement sowie die Gemeinde Riehen in einer gemeinsa- men Medienmitteilung schreiben, komme Basels grösste Tiefbau-Bau- stelle voran. Vom 30. Juli bis zum 13. Au- gust steht nun eine neue Etappe an: Das Tiefbauamt erneuert in der Aeus- seren Baselstrasse zwischen Bäumli- hofstrasse und Pfaffenlohweg auf rund 600 Metern die Strasse inklusive Markierungen. Damit die Strasse si- cher, zügig und in einem Guss gebaut werden könne, sei in dieser Zeit eine Sperrung in beide Richtungen not- wendig, heisst es im Communiqué. Das Tram fährt weiterhin Der Autoverkehr wird auf die be- reits bestehende Umfahrungsroute Rauracherstrasse–Kohlistieg–Rudolf Wackernagel-Strasse–Bettingerstras- se geleitet. Aufgrund der Sommerferi- en ist in dieser Zeit erfahrungsgemäss weniger Verkehr als üblich unterwegs. Das Tram fährt weiterhin. Velofahrer können auf die Nebenfahrbahn der Aeusseren Baselstrasse ausweichen. Am 14. August wird die Aeussere Baselstrasse bis Pfaffenloh für den Ver- kehr von Basel Richtung Lörrach wieder freigegeben. In Richtung Basel wird der Abschnitt Anfang September geöffnet. Die seit Januar 2017 bestehende Umlei- tung des Autoverkehrs in Richtung Ba- sel bleibt aber bis 2019 bestehen, da auf der Achse zwischen Pfaffenloh und Bettingerstrasse weiterhin gebaut wird. Weiter nördlich erneuern BVB und Tiefbauamt bis Ende Sommerferien die Tramgleise entlang der Fondation Bey- eler. Der Strassenbau in der Lörracher- und der Baselstrasse geht parallel wei- ter. Die Verkehrsumleitung über die Schützengasse sollte im Herbst enden, 2019 folgen hier letzte Belagsarbeiten. Ab kommendem Oktober erneuern Tiefbauamt und BVB an der Aeusseren Baselstrasse auch zwischen Eglisee und Habermatten Gleise und Strassen- belag und bauen eine Grundwasser- schutzwanne unter das Tramtrassee.

BETTINGEN Personelle Veränderungen auf dem Bauernhof an der Brohegasse Ein Bauernhof mitten im Dorf

Der Bauernhof der Familie Gerber in Bettingen ist ein Familienbetrieb. Die Eltern, die 1982 hier begannen, arbei- ten immer noch mit, und für die Nachfolge der jetzigen Lei- tung dürfte auch gesorgt sein. Das Schild ist von der Hauptstrasse her gut sichtbar: «Freilandeier, Apri- kosen, Zwetschgen, Kartoffeln» steht da. Von der Strasse aus sind es nur ein paar Meter, die zumHofladen und damit zum Versprochenen führen. Obwohl Bettingen in nächster Nähe zur zweitgrössten Stadt der Nord- westschweiz – Riehen – und in grosser Nähe zu Basel liegt, ist es ein richti- ges Dorf. Kein Bauerndorf mehr wie einst, aber eines mit einemBauernhof mitten im Dorf. Es kann immer mal wieder vorkommen, dass man früh aufstehen muss, wenn man noch Eier ergattern möchte, und am Samstag, wenn es nach frischem Bauernbrot duftet, gibt es im Laden eine kleine Schlange. Doch wie sah es hier früher aus und was wurde produziert, bevor der schmucke Hofladen aufging? Da fragt man am besten Hanna und Werner Gerber, die Eltern von Patrick Gerber, der zusammen mit seiner Frau Heidi den Bauernbetrieb an der Brohegasse in Bettingen leitet. Seit Kurzem sind auch der Bruder David und die Schwägerin Jemina eingestiegen und die Eltern helfen immer noch tatkräf- tig mit. Der Moment für ein Ge- spräch ist günstig, denn seit der jün- gere Sohn auf dem Hof arbeitet, hat Werner Gerber nur noch ein 50-Pro- zent-Pensum und ein bisschen mehr Zeit als früher. Bettingen statt Kanada «Am 1. April 1982 haben wir in Bet- tingen angefangen», sagt Hanna Ger- ber, ohne dass sie überlegen müsste. Vier Jahre zuvor hätten sie den Hof seines Vaters in Muttenz übernom- men, ergänzt Werner Gerber, doch wegen einer geplanten Überbauung war von Anfang an klar, dass dies nicht von Dauer sein würde. Und wie kamen sie auf Bettingen? «Zuerst woll- ten wir nach Kanada auswandern – aber wir waren einen halben Tag zu spät», sagt Hanna Gerber. Er habe 20 Cousins und Cousinen in Kanada, er- gänzt ihr Mann, was erklärt, dass ein Bezug da war. Doch auch der Cousin konnte nichts machen, da wenige Stunden vor der Besichtigung vor Ort Michèle Faller

Werner, Hanna, David, Jemina, Patrick und Heidi Gerber mit den Kindern Elina, Liam, Yael, Joel, Elias und Sina.

für die Jungen, schrittweise mehr Verantwortung zu übernehmen, er- klärt der Vater. Die Generationenge- meinschaft dauerte von 2005 bis 2013; 2014 übernahm Patrick Gerber den Betrieb. Positive Veränderung Auf die Frage, wie sich ihr Verhält- nis zu Bettingen verändert habe (Wir erinnern uns: «In Bettingen zuletzt!»), sagt Hanna Gerber: «Es hat sich sehr positiv verändert.» Es gab zwar Schwierigkeiten durchzustehen, doch Werner Gerber winkt ab und meint: «Wir sollten das Vergangene verges- sen und nach vorn schauen.» Nur so viel: Das Dilemma bestand darin, dass die Pächterin Immobilien Basel- Stadt eine Aussiedlung verlangte, währenddessen sich ein Initiativko- mitee dafür starkmachte, dass genau das verhindert würde. Nach ein paar Jahren ohne Pachtvertrag und einigen Die Zwetschgen sind reif mf. Letztes Jahr war der Frost bei den Obst- und Weinbauern ein riesi- ges Thema; er beschädigte praktisch die gesamte Fruchternte. Offenbar haben aber die Bäume das Beste da- raus gemacht: Sie haben die letztjäh- rige Pause genutzt, um Reserven zu bilden und dieses Jahr sind sie prall-

bereits ein anderer den Zuschlag er- halten hatte. Die Enttäuschung hielt sich bei Hanna Gerber dann aber in Grenzen, gesteht sie. Ihr wäre es doch schwergefallen, so weit weg von den Geschwistern und Eltern zu sein. Und bereits vor dem Augenschein in Kana- da hatten sie sich bei zwei Schweizer Bauernhöfen beworben. Einer davon ist jener an der Brohegasse. Nun sitzen die Gerbers gemütlich auf der Dachterrasse ihrer Wohnung mit der herrlichen Aussicht etwas oberhalb im Dorf und es kommt gleich die nächste Überraschung: «In Bettingen zuletzt! Das sagten wir damals», gibt Hanna Gerber unum- wunden zu. Da finde man ja das Land nicht, weil alles so parzelliert ist. Auf den zweiten Blick konnte der Hof aber bestehen und die damals junge Familie begann mit einem Milchwirtschaftsbetrieb, Schweine- haltung und Ackerbau. Allmählich verschwanden dann die Schweine, später kam zur Milchwirtschaft die Mutterkuhhaltung dazu und als die Gerbers mit Obstanbau anfingen, ga- ben sie die Milchwirtschaft ganz auf – wie die meisten kleineren Bauern- betriebe. «Mit dem Obstanbau begannen wir als Generationengemeinschaft», sagt Werner Gerber. Er und sein Sohn Patrick waren ab da gemeinsam ver- antwortlich. Das sei eine gute Lösung

Planungsvorschlägen war dann die letzte Variante die passende, die man als «Aussiedlung light» bezeich- nen könnte. «Durch die Schwierigkei- ten ergaben sich viele Möglichkeiten und so ist man schliesslich zu einer guten Lösung gekommen», fasst Wer- ner Gerber zusammen. Auch ausschlaggebend dafür, nicht aufzugeben, sei Sohn Patrick gewe- sen, der sagte, er wolle in Bettingen bleiben, erinnern sich die Eltern. Und dass nun alle froh sind, dass sie ge- blieben sind, versteht sich von selber, wenn man in die zufriedenen Gesich- ter blickt. Dazu kommt, dass nicht nur ein Sohn, sondern nun sogar beide auf dem Hof mitwirken. «Es ist ein Riesengeschenk», sagt Hanna Gerber, die sich auch freut, nun drei weitere Enkel in der Nähe zu haben. Und sie haben mehr Zeit. Nicht nur für die Haushaltung, sondern auch, um ein bisschen Ferien nachzuholen.

voll. Wer sich davon überzeugen möchte, ob die reifen Zwetschgen von der Bischoffhöhe so fein schmecken, wie sie aussehen, kann diese jeweils am Freitagvormittag in Riehen im Dorf erstehen. Oder durchgehend im Hofladen auf dem Bauernhof in Bet- tingen.

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Caramelköpfli vom Grill das verrückteste Dessert für den 1. August

Telefon 061 643 07 77

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Foto: zVg

Der Bauernhof der Familie Gerber in Bettingen.

9 771661 645008

Fotos: Michèle Faller

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