Bibo-KW7_2021

OBERWI L

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18. FEBRUAR 2021 | NR. 7

Donnerstag ist…

Was wäre die Fasnacht… … ohne Schnitzelbängge? Vielleicht eine Suppe ohne Salz und Würze. Schnitzel­ bängge sind eine Zusammenstellung kur­ zer Verse, die meist rhythmisch und/oder gesanglich in den Dorfbeizen vorgetragen werden. Der Reiz der «Bängge» besteht darin, ein Thema (meist mit Lokalkolorit) anzusprechen und den Vers mit einer oder mehreren Pointen jene Wendung zu ge­ ben, welche das Publikum im Idealfall zu Lachsalven und Applaus bringt. BiBo bringt eine kleine Auswahl aus dem letzten Jahr (die wir damals, aus Platzgründen, nicht publiziert hatten). Ihnen ist eigen, dass sie den «Schnägge»- Alltag in Erinnerung rufen. Dr Saggosche Bangg 2020 meint: Hoggt dr Pröper im Schwane und d Fondue Fee isch do Kann är sy Bligg vo däre Schönheit fascht nümm lo Nit in ihri Auge luegt är dasch jo klar as Ma Ich hoff är dörfdi si Aug uss Ihrem Usschnitt wider ha I lueg uf d Uhr s isch halber Fünfi sehn i richtig Die Zyt isch für dr Schiggi Wirt drum zimmlig wichtig Jetz wärde Einerli an sym Stammplatz userkore Hogg denn jo nie uf sy Stuehl suscht hesch denn grad verlore Und wir fanden einen Fäldschnäggli-Bangg aus dem Jahre 2019,

…jeweils BiBo-Tag. Was diesen Wo- chentag besonders macht. Die letzte Ausgabe war nahezu gänzlich fas- nächtlich geprägt – und auch diese Nummer hat viel Frau Fasnacht in sich. Hätten wir keine Pandemie, so hätten wir an dieser Stelle ausführlich über die Schnitzelbängge berichtet und wären in den Oberwilern Beizen vor Ort gewesen. Leider ist dies nicht möglich, hoffen aber, dass die Fasnacht 2022 wieder im ge­ wohnten Rahmen stattfinden kann.

PeterWyss (siehe Foto aus dem Jahre 2015!) muss man nicht vorstellen – in der letzten Ausgabe haben wir einen Vers von ihm (do you speak english?) publiziert, der unsere Leserschaft be­ geistert hat. Heute befasst er sich mit seinen Lieb­ lings-Donnerstag – unschwer zu erraten, dass es sich um den «Schmutzigen Don­ nerstag» handelt. Dass in seinem Vers sehr viel Wehmut mitklingt, ist bei die­ sem genialen Vollblut-Fasnächtler ver­ ständlich.

Mi lieblings Donnschtig Am Elfte Hornig wär är Drum Nur s Fasnachts Glöggli das blibt stumm Das Mool macht sich Kein die Mieh Zum lüte an däm Seili z zieh Kei Ma kei Frau kei Schnägg kei Müüsli Stoht z Obe vor em Sprützehüüsli D Frau Fasnacht isch nadürlig muff Macht das Johr äxtra nit Türe uff S git kei Vorfreud wo me zitteret Nai mir sin nur verbitteret D Larve liggt nit uf em Tisch Drum sy bliibt dört wo sy scho isch Im Kaschte oder Käller unde Au s Goschtüm isch no zämme bunde I will dä Gingernillis gar nit gseh Es duet mr in dr Seel gnueg weh Kei Fasnachts Umzug nüt isch los Kei Wage Clique uf dr Strooss Es isch scho fascht zem Hoor us raufe Kei Gugge wo kasch nooche laufe Kei Beiz isch off wo d Ein kasch nä Das sott s im Grund no gar nit gä Kei Bangg kasch loose sesch kei Helge Nur in Nostalgie kasch schwelge

D Stimmig isch au zimmlig Dääne Verdruggsch im Aug e Fasnachts Trääne Nit vor Freud wie anderi Johr So öppis kunnt eim gschpässig vor Nüt git s das Mol zum erlääbe Uf dr Fasnachts Wulgge kasch nit schwääbe

der aber auch heuer aktuell(er) denn je ist: Jä, d´Langmattstroos isch bachab – nei, es git´se nit, au s´Kaffi im Coop isch zu, da´sch au nit so dr Hit, mol yberlegge, was no gscheh isch – s´git sicher no vyyl – ah nai, da´sch alles gsi, no bassiert isch z Oberwyyl… S´Guete an däm Bangg, wo mir jetz do singe – dä kasch logger au im näggschte Joor grad nomoll bringe… Und Rattatui sang im letzten Jahr (und wird hoffentlich auch im 2022 uns wieder erfreuen):

Nur täglig liesisch anderwytig Corona Bricht in jeder Zytig Nur dr Fasnachts Virus dä isch guet Dä hän alli Schnägge scho im Bluet

An däm isch gar nüt Primitiv Do isch Positiv nit Negativ

Muesch au gar nit drüber schimpfe Will kei Termin griegsch do zum impfe In däm Zentrum hesch du nüt verlore Unsere Virus dä isch dr a gebore Nur das Johr git s e glaini Lugge Drum muesch en halt jetz unterdrugge Doch dängg dra d Chance die isch gross S näggscht Johr losch en wieder los Denn muesch du gar nüt me bereue Und kasch di me as dopplet freue Bi däm Gedangge halti y Denn dängg dra – s näggscht Johr isch jo gly.

D Oberwiler sin voll Stolz stoht in ihrer schlichte Wält Neu bim Schwane näben uss d gmietlig Fondue Zält Mi Vorschlag Eins no näb dr Gmeind als wyteri Option Die produziere dört jo s ganz Joor Kääs a Diskretion Und natürlich bekam auch der «BiBo-Maa» von den Rattatui sein Fett ab: Dr Küng Schorsch, unsere BiBo-Maa är isch e kurlig Wäse Muesch als sini BiBo-Bricht zweimool dure läse Wenn alli Date stimme denn isch halbwäggs schon mol guet Wenn drunter au dr Name no zum Foti passe duet So, jetzt freuen wir uns auf die Fasnacht 2022 im Leimental, Und für die «Drey scheenschte Dääg» bitten wir alle Aktiven und Passiven (nicht wenige kommen oder wohnen im «BiBo-Land») sich an die Weisungen der Behörden zu halten!  Georges Küng

PW/ im Hornig 2021

Ich danke Peter für die seit Jahrzehnten superbe Mit- und Zusammenarbeit, denn ohne ihn und verweise auf weitere Bängge aus dem Jahre 2020, die wir vor einem Jahr, aus Platzgründen, nicht publiziert haben. Georges Küng

GEMEINDEINFORMATIONEN

EUKO- INFO

Jetzt Hecken schneiden Hecken aus einheimischen Sträuchern sind wichtige, naturnahe Elemente im Siedlungsraum und bieten Lebensraum für unzählige Tierarten. Wir sprechen hier nicht vom «Fri­

JUGENDARBEIT OBERWIL

Malerarbeiten im Jugendhaus

Aufgrund der aktu­ ellen Situation sind leider viele Aktivitäten und Angebote, welche die Jugendarbeit

sierschnitt» für Lorbeer- und Thuja- Wände mit der Heckenschere, sondern der Pflege von z. B. von Pfaffenhüt­ chen, Heckenrosen, Schneeball, Liguster, Weiss- und Schwarzdorn. Erfolgt deren Gehölzschnitt ausserhalb der Nist- und Brutzeit (also idealerweise bis März), dann stört man Pflanzen und Tiere am wenigsten. Zudem ist das Astgerüst der Gehölze gut sichtbar, sodass man durch formerhaltendes Zurückschneiden die natürliche Wuchsform der Pflanzen am besten erhalten kann. Während der Brutzeit zwischen Anfang April und Ende Juli sollte man auch im Hausgar­ ten auf alle Holzschläge verzichten, die nicht aus Sicherheitsgründen notwen­ dig sind. Fruchttragende Sträucher soll­ ten wenn möglich erst spät im Winter geschnitten werden, damit die vorhan­ denen Früchte noch als Nahrungsquelle für Vögel dienen können. Um die natürliche Wuchsform von Wildsträuchern und einen gleichmässig dichten und «blickdichten» Bewuchs beizubehalten, sollten Sie: 1. Auslichten Vor allem dickste Äste in Bodennähe bis auf 10 cm Höhe zurückschneiden. Die abgeschnittenen Äste treiben von unten wieder aus. So bleibt das Gehölz (blick-)dicht und höhlt nicht aus. 2. Von dick nach dünn Endhöhe bestimmen Mitteldicke Äste etwa in der Mitte der gewünschten Endhöhe abschnei­ den. Soll der Strauch 2 m hoch wer­ den, also auf Höhe von 1 m.

normalerweise anbietet, nicht möglich. Aus diesem Grund versuchen wir, zusam­ men mit den Jugendlichen, kleinere Pro­ jekte umzusetzen. Unter Einhaltung des Schutzkonzepts der Offenen Jugendar­ beit haben die Jugendlichen mit Unter­ stützung der Jugendarbeit dem Billard- Raum im oberen Stockwerk einen neuen Anstrich verpasst. Die Jugendlichen ha­ ben sich für ein schönes helles weiss mit blauen Streifen entschieden. Wir vom Team der Jugendarbeit möchten uns bei den Jugendlichen für ihren tollen Einsatz bedanken, und haben weiterhin ein offe­ nes Ohr für Anliegen und Ideen.  Jugendarbeit Oberwil

Foto: pixabay

3. Endform gestalten Dünnere Seitentriebe so einkürzen, dass die gewünschte, möglichst na­ türliche Endform erhalten wird. Allgemein ist zu beachten, dass jeder Schnitt leicht schräg dicht über einer Verästelung oder einer Knospe zu erfol­ gen hat. Zudem sind scharfe Schnitt­ werkzeuge zu verwenden, um saubere Schnitte ohne Quetschungen der Äste zu gewährleisten. Hecke als Lebensraum Für Vögel sind dornen- und beerentra­ gende Sträucher besonders wertvoll. Diese sollten an ausgewählten Stellen immer an der gleichen Aststelle ge­ schnitten werden. In der Folge verästelt sich der Strauch dort stark und bildet Nistgelegenheiten. Nicht nur für Vögel, sondern auch für Insekten, Säugetiere, Reptilien und

Amphibien übernehmen Hecken wich­ tige Funktionen: Verstecke vor Feinden und Witterung, Unterschlupf für Ruhe, Schlaf und Jungenaufzucht sowie Nah­ rung (Blätter, Knospen, Früchte, Samen, Insekten). Weitere nützliche Infos • Auf www.vogelwarte.ch gibt es das Merkblatt «Schnitt von Sträuchern und Hecken in Siedlungen: wann und wie?» • Stefan Toth aus Oberwil, der im Auf­ trag der Gemeinde jeweils im Herbst Gratis-Heckenschneidekurse anbie­ tet und uns alle diese Tipps gab, hat ebenfalls ein sehr nützliches Merk­ blatt verfasst. Zu bestellen bei: stefan. toth@intergga.ch • Auf www.birdlife.ch findet man viele Infos, wie man vogelfreundliche Gär­ ten anlegt und pflegt.

Der Billard-Raum während und nach dem neuen Anstrich.

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