Bibo-KW7_2021

LE IMENTAL

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18. FEBRUAR 2021 | NR. 7

LESERBRIEFE

Zweimal Ja am 7. März für eine effektive Bekämpfung der Schwarzarbeit! Das seit 2014geltendeGesetz zur Schwarz- arbeitskontrolle führte immer wieder zu Auseinandersetzungen und auch Ge- richtsfällen. Im Fokus der Kritik stand vor allem die frühere «Zentrale Arbeitsmarkt- Kontrolle» (ZAK), unter anderem wegen einer ungenügenden Anzahl durchgeführ- ter Kontrollen. Der Landrat unterstützte die Revision des Gesetzes über die Bekämpfung der Schwarzarbeit (GSA) und des Arbeitsmarktaufsichtsgesetzes (AMAG) mit jeweils 71 zu 18 Stimmen. Die beiden Vorlagen merzen die Schwächen der bisherigen Gesetzgebung aus. So ge- ben sie dem Kanton mehr Handlungsspiel- raum und zudem griffigere Massnahmen an die Hand, um fehlbare Firmen zu identi- fizieren. Die bisher fixe Inputfinanzierung zu den Baustellenkontrollen, die durch die Sozialpartner durchgeführt werden, soll aufgehoben werden. Neu kann die Regie- rung künftig einem Sozialpartner bei Ver- fehlungen einen Auftrag entziehen. Die beiden neuen Gesetze schaffen klarere Vorgaben und geben dem Kanton die drin- gend notwendigen Kompetenzen, die es zur Bekämpfung von Schwarzarbeit braucht.  Ursula Wyss, Landrätin Ja zum Verhüllungsverbot Ein verhülltes oder vermummtes Gesicht widerspricht allem,wofür wir stehen – eine friedliche, freiheitliche und gleichberech- tigte Gesellschaftsordnung. Wir feierten vor zwei Wochen 50 Jahre Frauenstimm- recht auf nationaler Ebene. Wir haben so lange gekämpft für Gleichberechtigung, für eine Gesellschaft, wo Frauen nicht hin- ter Männer anstehen müssen. Wenn wir zulassen, dass Frauen sich verhüllen, sie somit unsichtbar werden als Person in der Öffentlichkeit, ist das einWiderspruch, den ich nicht hinnehmen kann. Frauen, die ihr Gesicht verhüllen, nehmen nicht aktiv teil am gesellschaftlichen Leben. Eine Frau mit Gesichtsverhüllung kann auch beruflich nicht vermittelt werden. Ich kann nicht gut- heissen, dass schlussendlich wir Steuer- zahlerinnen und Steuerzahler solch frauen- verachtende Familienmodelle finanzieren müssen. Ich will auch nicht länger hinnehmen, dass vermummte Chaoten unerkannt ihr Unwesen treiben und Polizistinnen und Polizisten angreifen können. Deshalb stimme ich Ja am 7. März, für ein Verhüllungsverbot. Tanja Haller, glp Oberwil

Zweimal Ja zu fairen Arbeitsbedingungen

alles und investieren viel Geld damit ihre Kinder ein besseres Leben haben wer- den. Deren Zukunft ist nicht Plantagear- beiter, was gefährlich sein kann, wurde während unseres Besuches leider ein Arbeiter von einer Phyton gefressen. Ein Nein würde die Leute wie auch die übri- gen EFTA-Mitglieder vor den Kopf stos- sen und die Schweiz unglaubhaft ma- chen. Indonesien hat Zukunft, die Ein- wohner sind sehr freundlich, zuverlässig und auch fröhlich. Stimmen Sie deshalb Ja am 7. März 2021. Dieter Bolliger, Ettingen Folgen Sie dem Landrat Wir haben einen Landrat, der sich für uns um alle politischen Details des Kantons kümmert. Wenn er sich mit grossem Mehr einig ist, dann hat er mit grosser Sicherheit recht. Die Initiative, mit wel- cher uns eine Minderheit von rechthabe- rischen Lehrpersonen schon wieder über Details in der Schule abstimmen lässt, hat der Landrat mit 77:6 Stimmen abge- lehnt. Die beiden Gesetzesvorlagen zur Schwarzarbeitskontrolle wurden mit je 71:18 Stimmen angenommen. Nur aus fundamentalistischer Opposition der Grünen wurde das qualifizierte Mehr um eine Stimme verfehlt, weshalb wir jetzt noch darüber abstimmen müssen. Ich folge dem Landrat, lehne die Initiative mit der komplizierten Überschrift ab und stimme bei den beidenVorlagen GSA und AMAG Ja. Peter R. Marbet, Bottmingen Nein zur unsicheren E-ID Soll künftig der Pass bei Coop ausgestellt werden, der Führerausweis durch den TCS und die Banknoten von der UBS? Nein natürlich nicht. Geld und wichtige Ausweise muss der Staat herausgege- ben. Dieser sorgt mit laufend angepass- ter Technik, dass Missbrauch und Fäl- schungen vermieden werden und schafft Vertrauen. Die elektronische Identität (E-ID) ist der neue Pass fürs Internet. Sie öffnet den Zugang zu Bankkonten und Datenfiles. Mit ihr kauft man Waren, Dienstleistungen und beteiligt sich künf- tig an demokratischen Entscheiden. Warum soll es unsere Internet-ID in ver- schiedene Varianten geben, gratis her- ausgegeben von privaten Firmen? Das schafft weder Vertrauen noch Sicherheit. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, dass wir eine unsichere und komplizierte Lösung mit unseren Daten teuer bezah- len. Deshalb stimme ich Nein zum E-ID- Gesetz. Urs Tester

Wahl finden Sie die Kontaktdaten der je- weiligen Lehrperson dazu. Vereinbaren Sie ab dem 1. März mit der Lehrerin/dem Leh- rer einen persönlichen Termin für Samstag, 20. März. Alle weiteren Informationen wie Ort und Zeit erfahren Sie direkt bei der Kontaktaufnahme. Aktuell ist es so, dass mit Ihrem Kind zusätzlich noch ein bis zwei Personen mit dabei sein dürfen. Da jede Familie einen persönlichen Termin bei der Lehrperson er- hält, werden die Massnahmen des Bundes berücksichtigt und eingehalten. Wir freuen uns auf Ihr reges Interesse und die Buchung Ihres persönlichen Termi- nes.

Ja zur Zusammenarbeit mit Indonesien Am 7. März stimmen wir über das Frei- handelsabkommen mit Indonesien ab. Dieses ist ein umfassendes Wirtschafts- partnerabkommen zwischen den EFTA- Staaten (Schweiz, Island, Liechtenstein und Norwegen) mit dem 260-Millionen- Einwohner-Land. Für mich sprechen viele Gründe für ein Ja zu diesem Abkommen: Ein Markt mit Zukunft Indonesien ist ein Markt mit 260 Mio. Einwohnern und einem hohen Wirt- schaftswachstum. Das Land wird sich voraussichtlich bis 2050 zur viertgröss- ten Wirtschaft der Welt entwickeln. Das Abkommen beseitigt Importzölle beim gegenseitigen Handel. Damit können Schweizer Exportfirmen ihre Produkte wie Medikamente, Nahrungsmittel, Ma- schinen oder Uhren leichter an indonesi- sche Konsumenten absetzen. Das Ab- kommen stärkt zudem den Schutz von Patenten, was gerade für die innovativen Unternehmen der Region Basel ausser­ ordentlich wichtig ist. Ein Gewinn für die Umwelt Das Abkommen zwischen EFTA und Indo- nesien enthält zum ersten Mal rechtlich verbindliche Nachhaltigkeitsregeln. Z.B. profitiert nur nachhaltig produziertes Palmöl beim Import in die Schweiz von tieferen Zöllen. Indonesische Produzen- ten erhalten damit einen Anreiz, Palmöl nachhaltig anzubauen und zu ernten. Nur Palmöl in kleinen Containern von 22 Tonnen profitieren von niedrigeren Zöllen. Dafür können diese Transporte zum Produzenten zurückverfolgt wer- den. Daniel Kaderli, Biel-Benken

Wegen einer einzigen Stimme wurde im Landrat das 4/5-Mehr verfehlt. Deshalb kommt es am 7. März zu einer Volksab- stimmung über zwei kantonale Gesetzes- revisionen, die abgekürzt GSA und AMAG heissen und imAbstimmungsbüchlein auf 31 Seiten erklärt sind. Falls Sie zu wenig Lust verspüren, sich durch dieses Werk zu kämpfen, kann ich Sie beruhigen. Sie kön- nen sich einfacher eine Meinung bilden als sie glauben: Wenn nach eineinhalb Jahren Beratung, 15 Kommissionssitzun- gen, 2 Landratssitzungen, blanken Nerven und taktischen Spielchen ein gutschwei- zerischer Kompromiss vorliegt… wenn das Nein-Lager aus Grüne/EVP und Unia aus gegensätzlichen Gründen die Revisio- nen bekämpft… wenn bei einem NEIN das aktuelle, sehr unbefriedigende Kont- rollsystem weiterhin gilt… wenn die vor- liegende Lösung von SP bis SVP und vom VPOD bis zur Wirtschaftskammer unter- stützt wird… dann stehen diese Geset- zesrevision für ein hohes Qualitätsgüte- siegel und verdienen von Ihnen zweimal Ja auf dem Stimmzettel. Yves Krebs, Landrat glp Oberwil

VERANSTALTUNGEN

ÖUMENE SOLOTHURNISCHES LEIMENTAL

Narrenpredigt – Fasnachtsgottesdienst am Ökumenischen Sonntag Die Fasnacht wird 2021 allenfalls in ho- möopathischen Dosen zu geniessen sein. Doch getreu dem Motto der diesjährigen Plakette gibt es «ainewäg» unsere fas- nächtliche Parallelaktion am 21. Feb- ruar, 10 Uhr in der Ökumenischen Kirche Flüh: ein Gottesdienst mit fasnächtlicher Musik und der nun schon dritten gereim- ten Predigt von Pfarrer Stefan Berg. Der verrückte Weltenlauf sollte ihm in die- sem Jahr mehr als genug Themen für seine Predigt liefern! Weil es überdies der dritte Sonntag im Monat und damit unser Ökumenischer ist, feiern wir diesen besonderen Gottesdienst gemeinsam mit unseren närrischen Brüdern und Schwestern katholischer Konfession. Für alle, die in der Kirche keinen Platz finden oder das Ganze lieber von Zuhause ver- folgen, werden wir voraussichtlich einen Livestream oder einen Podcast dieses Gottesdienstes auf unserer Homepage zur Verfügung stellen. Die entsprechen- denAngaben finden Sie im Internet unter www.kgleimental.ch. Wir möchten Sie bitten, sich hierfür per E-Mail info@oekumenische-kirche.ch oder per Telefon 061 731 38 86 anzu- melden. Besten Dank!

SCHULE

MUSIKSCHULE LEIMENTAL

«Kennenlern-Tag» Samstag, 20. März

Unser allgemein beliebter Info-Tag der Mu- sikschule Leimental kann in diesem Jahr leider nicht im gewohnten Rahmen statt- finden. Die heutige Situation und die Mass- nahmen des Bundesrates lassen nicht zu, eine solche Veranstaltung abzuhalten. Wir möchten jedoch den Kindern und deren Eltern die Gelegenheit geben, unsere Musik- schule, die verschiedenen Instrumente so- wie unsere Lehrpersonen kennenzulernen. Herzliche Einladung zum Kennen- lern-Tag vom Samstag, 20. März Unsere Lehrpersonen stehen Ihnen nach Voranmeldung persönlich an diesem Tag für Fragen und Auskünfte zur Verfü- gung. Stöbern Sie gemeinsam mit Ihren Kindern auf der Homepage der Musik- schule Leimental www.msleimental.ch. Beim Klick auf ein Instrument nach Ihrer

Ja zum Abkommen mit Indonesien

Palmöl gibt zu reden, aber die Schweiz hat ein vorzügliches Abkommen ge- schnürt. Die Nachhaltigkeitsvereinba- rung bei Palmöl ist zertifiziert und die Schweiz wie Norwegen haben renom- mierte Zertifierungsgesellschaften, de- nen sogar der WWF vertraut. Zudem sind die Indonesier sehr offen und behindern die Prüfungen nicht. Ich möchte aber gesellschaftlich ei- nen kurzen Einblick geben. Besucht habe ich Orte wo keine Touristen hinkommen. Ich war von einem Schulbesuch auf Sula- wesi sehr beeindruckt. Die Eltern machen

REKLAME

Was Shanghai betrifft, betrifft auch Basel.

Wir haben nur ein Klima. Es ist Zeit umzudenken. Jetzt klimafreundlich anlegen. www.bkb.ch/klima

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