IHK-Global Business Ausgabe 03/2022

EUROPA/ZENTRALASIEN

ATION BW

Polen möchte Abfälle aus privaten Haushalten reduzie- ren und die Recyclingquote erhöhen. Eine Maßnahme ist die Einführung eines Pfand- systems auf Plastikflaschen.

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FRANKREICH

IHK-Umfrage zur Mitarbeiter- entsendung Die französischen Ent- senderegelungen stellen für viele Unternehmen Hürden bei grenzüberschreitenden Lieferungen und Service- leistungen dar. Durch die zahlreichen Rückmeldungen betroffener Unternehmen auf die Umfrage der IHK Südlicher Oberrhein vor fünf Jahren konnten die IHKs die französi- sche Verwaltung überzeugen, Erleichterungen einzuführen. Seit dem 2. Februar 2022 gelten für Transportunternehmen neue Regelungen. Aber sind die neuen Regelungen für Trans- portunternehmer nun tatsäch- lich einfacher als vorher? Wie sieht es bei der Erbringung von Dienstleistungen aus, bei- spielsweise für Montagen oder Reparaturen oder auch bei Kundenbesuchen in Frank- reich? Mit unserer kurzen Umfrage möchten wir den aktuellen Stand bei Unter- nehmen erfragen. Beteiligen auch Sie sich! Hier können Sie noch bis 14. März 2022 an der Umfrage teilnehmen:

POLEN Abfallwirtschaft bietet Chancen für deutsche Technologien

Polen hat am ersten Januar teilweise die Europäische Verpackungsrichtlinie durch

von Rohstoffen sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. In den ersten drei Quartalen 2021 beliefen sie sich auf 193 Millionen Euro. Der polnische Wiederaufbauplan sieht für Projekte zur Verbesserung der Luftqualität, Abfallentsorgung, Wasserversorgung und ÖPNV in Städten in den nächsten fünf Jahren 2,8 Milliarden Euro vor. Die beiden wichtigsten Akteure für Recycling-Projekte in Polen sind der polnische Mineralölkonzern PKN Orlen S.A. und Tetra Pak. Orlen plant in seiner Langfriststrategie bis 2030 die Verarbeitung von 300.000 bis 400.000 Tonnen Plastik jährlich. Die recycelten Materialien will Orlen dann wieder zur Produktion neuer Kunststoffe verwenden. Tetra Pak wählte Polen zum Recycling-Zentrum in Mittel- und Osteuropa und investiert in OstolÄ™ka zusammen mit Stora Enso und Plastigram rund 30 Millionen Euro. Verarbeitet werden alte Fasern, Poly- äthylen und Aluminium, wodurch sich die inländischen Verarbeitungs- kapazitäten entleerter Getränkekar- tons von 25.000 auf 75.000 Tonnen verdreifachen. Tetra Pak strebt dabei eine Kooperation mit Nahrungsmit- telherstellern an. GTAI/IHK

entsprechende Verordnungen in nationales Recht umgesetzt. So wird zum Beispiel ein Pfandsystem für Plastikflaschen bis zu 3 Litern und für Glasflaschen bis zu 1,5 Litern einge- führt. Getrennt eingesammelte Abfälle dürfen seit Anfang des Jahres nicht mehr verbrannt, sondern müssen recycelt oder weiterverarbei- tet werden. Polens Müllaufkommen beläuft sich derzeit auf circa 123 Millionen Tonnen. Davon sind etwa 110 Mil- lionen Tonnen Industrieabfälle aus Bergbau und Kohleförderung, verar- beitender Industrie und dem Energie- sektor. Weitere 13 Millionen Tonnen sind Siedlungsabfälle, die größtenteils aus privaten Haushalten stammen. Davon werden 60 Prozent wiederver- wertet und 40 Prozent deponiert. Der Anteil an deponierten Abfällen soll in den nächsten Jahren gesenkt und die Kapazitäten zur Wiederverwertung gesteigert werden. Dafür benötigt Polen entsprechende Technologien, die auch von deutschen Anbietern kommen können. Die Investitionen in die Abfallwirt- schaft und in die Wiedergewinnung

Für kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg

Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 Euro

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Weitere Informationen erhalten Sie bei der Innovationsberatungsstelle Ihrer IHK oder unter www.innovationspreis-bw.de

usp.ihk.de/581172

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