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TAG DER LANDWIRTSCHAFT Das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt lud ins Maienbühl Landwirtschaft in Bewegung

Stichwort bewegen und diese in der Gruppe diskutieren. Tatsächlich wur- de schon bald angeregt debattiert. Über Verfalldaten, Foodwaste und Orthorexie – eine Essstörung, die auf übermässiger Beschäftigung mit der Qualität der Lebensmittel beruht. Über Labelwahn, Fairtrade und die Initiative für eine Schweiz ohne syn- thetische Pestizide. Dabei wurden auch die Grenzen von «Bio» sowie Sinn und Unsinn von Vorschriften und Gesetzen besprochen. Bunt gemischte Kuhherde Im Anschluss erfuhren die Anwe- senden von Ivon Karle Näheres über das Hühnermobil: Der Hühnerhof auf Rädern kann verstellt werden und bie- tet den Hühnern so immer wieder fri- sches Gras zum Picken und Scharren sowie neue Würmer. Auch vom Fuchs, der sichmit Stromerfolgreich fernhal- ten lässt und vom Habicht, der eher ein Problem darstellt, wurde berich- tet. Ausserdem informierte Manuela Lerch, die einen Bio-Hof in Läufelfin- gen betreibt und bei einer Biofutter- mühle arbeitet, über die Unterschiede zwischen biologisch und konventio- nell hergestelltemHühnerfutter – und verriet unter anderem, dass ein dunk- lerer Eidotter mitnichten auf ein ge- sünderes Huhn hindeute, sondern eher auf ein Ei, bei demmanmit Farb- stoff nachgeholfen habe. IhreKuhherde sei eine «Multikulti­ truppe», berichtete Hermann Arni. Von den verschiedenen Rassen eigne sich für den Maienbühlhof angesichts der vielen Spaziergänger das Nor- manne-Rind besonders gut, da es nicht schreckhaft oder gar aggressiv sei. Ausserdem seien die Normannen robust, was das Verzichten auf Kraft- futter ermögliche. Rundum mit Informationen ver- sorgt wurden die Gäste des Tags der Landwirtschaft aber noch nicht ent- lassen, sondern zu einem gediegenen Mittagessen gebeten – natürlich mit Produkten des Maienbühlhofs.

Das Pächterpaar des Maien- bühlhofs berichtete über die Umstellung auf biologische Landwirtschaft, über robuste Kühe und bewegliche Hühner. Bei prächtigem Wetter hiess Dominik Keller vom Amt für Umwelt und Ener- gie viele gut gelaunte Gäste zum Tag der Landwirtschaft auf dem Riehener Hof Maienbühl willkommen – Land- wirtinnen und Landwirte, Fachleute sowie Gäste aus Verwaltung und Poli- tik. Auch Regierungsrat Christoph Brutschin ergriff kurz das Wort, lobte den interessanten Anlass und betonte dieWichtigkeit des Themas Landwirt- schaft in Basel-Stadt. «Und wo kriegt man schon an einem Tag alle Land- wirte eines Kantons zusammen?» «Warum besitzen wir einen Bau- ernhof?», fragte Gemeinderätin Christine Kaufmann, die im Namen der Gemeinde Riehen – Inhaberin des Maienbühlhofs – die Anwesenden be- grüsste. Während die Bauernbetriebe früher die Rahmenbedingungen da- für geschaffen hätten, die Bevölke- rung mit Nahrungsmitteln zu versor- gen, sei es später ums Kotelett auf dem Teller gegangen. Heute stünden auch Umwelt- und Landschaftsschutz, Lifestyle und die Förderung des Regi- onalen im Vordergrund. «Das Kotelett liegt nun zwar immer noch auf demTeller, aber die Kenntnis über den Kreislauf hat enorm abge- nommen», kam Kaufmann schliess- lich auf die anfänglich gestellte Frage zurück. Dieses Interesse der Bevölke- rung solle befriedigt werden und des- halb solle ein Hof wie dieser, der sich der Lebensmittelproduktion widme, erhaltenbleiben. «Ich freuemich, dass Ivon Karle und Hermann Arni die Auf- gabe angepackt haben.» Die Aufgabe, die das Pächterpaar im Januar 2018 Michèle Faller

Gute Stimmung während der Kaffeepause. Mittendrin das Pächterpaar Hermann Arni und Ivon Karle. Foto: Michèle Faller

lien», betonte Hermann Arni. Statt in gegenseitiger Konkurrenz stehe man hier in einem partnerschaftlichen Verhältnis, was im Kanton Bern ganz anders gewesen sei. Milch aus dem Automaten Etwa 56 Hektaren, davon 30 in der Schweiz, bewirtschaften Arni und Karle, wobei 95 Prozent der Weideflä- che für die Kühe in Deutschland liegt. 30 Milchkühe, etwa 25 Rinder, knapp 250 Hühner, dazu Schleiereulen, eine Marderkolonie im Dach und Hasen rund um den Hühnerstall – bei ihnen sei immer etwas los, sagte Ivon Karle. Es gefalle ihnen, dass viele Leute vor- beikämen und auch fragten, ob Anläs- se auf demHof möglich seien. Viermal pro Jahr eine Schulklasse und vier weitere Anlässe lägen gut drin. Doch

anpackte, ist nicht nur die Übernah- me des Maienbühlhofs, sondern die Umstellung auf Bio-Landwirtschaft, die eine Auflage der Gemeinde Riehen war und einem aktuellen Trend ent- spricht. Karle und Arni, die vorher ei- nen Bauernhof im Emmental bewirt- schafteten, den sie vor 20 Jahren ebenfalls auf biologisch umstellten und nun ihrerseits verpachten, be- richteten vom Ansporn, den Maien- bühlhof zu übernehmen. Ein wichti- ger Grund sei gewesen, etwas zusammen zu machen, sagte Her- mann Arni, dessen Frau vorher aus­ serhalb des Bauernhofs arbeitete. Ausserdem sei es eine Rückkehr in eine vertraute Region – Ivon Karle stammt ursprünglich aus Inzlingen. «Wir sind extrem gut aufgenommen worden von den anderen Bauernfami-

vor allem wollten sie möglichst viele fair produzierte Lebensmittel in Rie- hen vermarkten. Eier sind bereits im Abo erhältlich, Kartoffeln können in grösseren Mengen bestellt werden und Milch ist in Riehen Dorf sogar rund um die Uhr erhältlich: Am Milchautomaten an der Baselstrasse vor dem Bistro «Bey» kann Rohmilch in beliebigen Mengen in einen selber mitgebrachten Behälter gezapft und sogar mit Karte bezahlt werden. Nach den Inputs durften sich die Anwesenden in kleinen Gruppen auf den Zukunftsparcours Landwirt- schaft begeben. Entlang den sich teil- weise überschneidenden Strängen Mobilität, Globalisierung, Neo-Öko- logie, Gesundheit undLandwirtschaft konnte man sich geordnet oder auch kreuz und quer von Stichwort zu

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