Sanierungsplanung
Grundüberlegungen
Vom Althaus zum Traumhaus
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Beispiel 2: Werden Fenstertausch und Außen- wanddämmung gleichzeitig durch- geführt, kann man Geld sparen, wenn z.B. das Baugerüst nur ein- mal errichtet werden muss. Auch beim Fenstereinbau ergeben sich Vorteile: Um den Anschluss des neuen Fensterstocks an den Be- stand fachgerecht auszuführen, sollte der Stock überdämmt und dicht angeschlossen werden. Dies verhindert das Eindringen feuchter Raumluft in die Konstruktion und damit Kondensat- und Schimmel- bildung. Gute Planung unumgänglich Ein guter Planer, eine gute Plane- rin ist eine sinnvolle Investition. Die Planung ist jene Phase eines Sanierungsprojektes, in der die Kos- ten der Sanierung und des nach- folgenden Betriebs sowie die War- tungskosten des Wohnhauses wesent- lich mitbestimmt werden. Nach- trägliche Änderungen in der Bau- phase bergen nicht nur das erhöh- te Risiko von Bauschäden, sondern sind meistens kostenintensiv. Der Architekt bzw. Planer setzt schließlich die Zielvorstellungen um. Er liefert Lösungsvorschläge für Verbesserungen der Raumsitu- ation, erstellt das Sanierungskon- zept, entwickelt Detaillösungen für die bauliche Umsetzung, verfasst die Ausschreibungsunterlagen und den Terminplan und führt gemein- sam mit dem Bauherrn die Verga- ben an Professionisten durch. Vernetzung – ein Gebot der Stunde Um eine hochwertige energieeffi - ziente Sanierung erfolgreich umzu setzen, ist die frühzeitige Einbezie- hung aller am Sanierungsprozess beteiligten Fachleute grundlegen de Voraussetzung. Stichwort: inte
Vorausschauend planen und nicht zuwarten, bis die alte Ölheizung ihren Geist aufgibt! Information durch die Energieberatung mit Objekt-Begehung ist der Anfang. Bauprofis wissen aus Erfahrung: Die Sanierung eines Altbaus ist meist anspruchsvoller als die Errichtung eines Neubaus. Eine gute Gesamt- planung setzt eine gewissenhafte Bestandsaufnahme, eine sorgfälti- ge Festlegung der Sanierungszie- le sowie einen verbindlichen Ab- laufplan für die einzelnen Sanie- rungsschritte voraus. Die Abfolge der einzelnen Maßnahmen ist von großer Bedeutung. Mängel oder Bauschäden müssen sofort beho- ben werden. Wichtig dabei ist, das Gesamtkonzept immer im Auge zu behalten. Eine oft auftauchende Problematik bei Sanierungen ist der „Zugzwang”, der beim Behe- ben bestimmter Mängel auftreten kann oder weitergehende Schritte verhindert. Beispiel 1: Aufgrund eines Defekts der Heiz - anlage steht dringend ein Kessel- tausch an. Um die Heizkosten in den Griff zu bekommen, denkt der Bauherr/die Bauherrin schon län- ger daran, Dämmmaßnahmen zu setzen. Wegen der Dringlichkeit lässt er/sie jedoch die neue Heiz - anlage ohne Dämmmaßnahmen einbauen. Werden Dämmmaßnahmen dann später gesetzt, ist die Heizanlage zwangsläufig überdimensioniert und arbeitet durch häufiges Ein- und Ausschalten mit geringem Wirkungs- grad. Das schlägt sich nicht nur fi - nanziell zu Buche, auch der Schad- stoffausstoß ist erhöht. Deswegen sollte grundsätzlich zuerst die Ge- bäudehülle saniert werden.
grale Planung. Der Planer/die Pla- nerin sollte die Fachleute-Koordi- nation sowohl im Planungsstadium wie auch in der Ausführung über- nehmen. Energieausweis Der Energieausweis ist ein zentra- les Instrument bei der Erstellung des Sanierungskonzeptes und ist auch für den Erhalt von Förderungs- geldern des Landes Voraussetzung. Er beschreibt anhand unterschied- licher Kennwerte den Energiestan- dard eines Gebäudes in seiner Ge- samtheit. Auch bei Verkauf oder der Vermie- tung von Gebäuden bzw. Wohnun- gen muss der Verkäufer bzw. Ver- mieter bis spätestens zur Abgabe der Vertragserklärung des Käufers oder Mieters einen höchstens zehn Jahre alten Energieausweis vorle- gen und diesen innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss aus- händigen. Vergleich von Sanierungsvarianten Die Energiekennzahlen liefern Auf- schluss über den künftigen Ver- brauch für die Beheizung und die Warmwassererzeugung eines Ge- bäudes, die Effizienz des Haustech - nikssystems und die Auswirkungen des genutzten Energieträgers auf die Klimaerwärmung. Der tatsäch- liche Verbrauch im fertiggestellten Gebäude kann durch das persön- liche Beheizungsverhalten und un- terschiedliche klimatische Bedin- gungen abweichen. Optimierung der Sanierung Mit dem Energieausweis steht ein Instrument zur Verfügung, mit dem das Energiekonzept eines Sanie- rungsvorhabens hervorragend op- timiert werden kann. Im Zuge der Sanierungsplanung zählen zu den
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