das ca. 1,3- bis 3fache der zu be- heizenden Wohnfläche. Deshalb wird die Absorber-Variante kaum noch gebaut. Hingegen hat der Ringgrabenkol- lektor in den letzten Jahren ei- nen Aufschwung genommen. Ein Schaufelbagger gräbt mit dem Humuslöffel (1,80 m Breite) einen 1,50-2,00 m tiefen Graben, dort hinein werden direkt von der Rol- le Schleife um Schleife des Schlau- ches fallen gelassen (auch Do-it- yourself möglich). Ein Sandbett ist nicht erforderlich, der Kunststoff- schlauch ist sehr widerstandsfähig. Der Bagger schüttet dann wieder zu – alles ist in einem Tag erledigt. Die Jahresarbeitszahl (JAZ), also das Verhältnis von Strom-Input in kWh zu Wärmeenergie-Output in kWh bei der in diesem Handbuch auch schon beschriebenen Anlage in Osttirol liegt bei über 6. Von den Kosten her ermöglicht die- ses System „Erdwärme zum Preis von Luftwärme” bei höherer Effi - zienz. Seine Auslegung und Funkti- onsweise ist beschrieben auf www.ringgrabenkollektor.at. Tiefensonden sind die effektivste, platzsparendste und dadurch häu- figste Variante der Erdwärmenut - zung, wobei hier die geothermi- sche Wärme der Energielieferant ist. Ab einer Tiefe von ungefähr zehn Metern bleibt die Tempera- tur zu jeder Jahreszeit praktisch unverändert, und zwar im Be- reich von Talböden um die 11 °C. Die Temperatur nimmt in Mittel- europa im Durchschnitt alle 30 m Tiefe um 1 °C zu. Pro Tiefenmeter können auf diese Weise in der Re- gel 40 bis 80 Watt Wärme gewon- nen werden. Für ein Einfamilien- haus mit 150 m 2 Wohnnutzfläche ist üblicherweise lediglich eine Erdsonde erforderlich. Die Herstellung des Bohrlochs mit 14 bis 18 cm Durchmesser und die Einbringung der U-förmigen Erdson- de wird durch ein Bohrunterneh- men bewerkstelligt. Ob Fels oder Schotter: Für ein Einfamilienhaus ist diese Routinearbeit meist nach zwei Tagen erledigt. Erdsondenan- lagen müssen behördlich abgeklärt werden und sind genehmigungs- pflichtig (erledigt der Erdwärme- spezialist Ihres Vertrauens). Je besser die Gebäudehülle, des- to weniger Bohrmeter sind nötig.
Auch spielt das Ausmaß der Kühl- wünsche im Sommer eine nicht unwesentliche Rolle für die Bohr- tiefe. Luftwärme Hier kommt man leicht an die Pri- märenergie. Es genügt, Luft im Freien mittels eines Ventilators dem Wärmepumpen-Verdampfer zuzuführen. Luftwärmepumpen sind heute ein vollwertiges Heizsystem und stellen selbst bei tiefen Außen- temperaturen die Wärmeversor- gung sicher. In der Anschaffung sind Luftwärmepumpen günstig. Sie zie- hen jedoch auf Grund der größe- ren technischen Belastung höhere Betriebskosten nach sich und wei sen eine kürzere Lebensdauer auf. Es gibt große Qualitätsunterschie de bei der Effizienz und damit beim Stromverbrauch und der Schallent- wicklung der verschiedenen Fabri kate. Das Wärmeverteilsystem Beim Neubau mit hochgedämmter Gebäudehülle werden Fußboden- heizungen verwendet. Volle Be- haglichkeit wird bereits bei einer Vorlauftemperatur von 35° Celsius oder weniger erzielt. Sind entspre- chende Vorkehrungen getroffen worden, können die Heizflächen im Sommer auch zum Kühlen ver- wendet werden. Bei älteren Bestandsbauten mit ei- ner Radiatorenheizung reicht nach einer verbesserten Dämmung und einem Fenstertausch auf Dreifach- verglasung aufgrund der heutigen hochwertigen Wärmepumpengerä- ten oft eine relativ einfache Maß- nahme aus: das Anbringen je eines zzusätzlichen Heizkörpers in den Tagesaufenthaltsräumen. Fallweise kommt auch die Kombi- nation von Wandheizung mit Lehm zum Einsatz. Kühlen mit der Wärmepumpe Angesichts der Zunahme heißer Som- mertage über 30 Grad wird die Wärmepumpe immer mehr auch als (moderates) Kühlsystem eingesetzt. Gekühlt wird entweder ohne Strom- aufnahme der Wärmepumpe, was als Passivkühlung bezeichnet wird (= kostengünstig) oder mit Strom und Nutzung der Wärmepumpe unter Umdrehung des Prozesses. Eine PV-Anlage kann an heißen Sommertagen den Strom für den Kühlbetrieb liefern.
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Smartes System mit Wetterdaten Die vorausschauende Regelungs- technologie OVUM-timeshift mit laufend eingespeisten Wetterda- ten spart Energie. Wenn die Wärmepumpe z.B. voraus- schauend erkennt, dass es in drei Stunden kalt werden wird, kann sie frühzeitig zu laufen beginnen. Wenn es hingegen in drei Stunden warm werden wird, kann sie den Betrieb früher einstellen. Das ist effizienter, komfortabler und spart 5-15% Heiz(strom)kosten! Ebenso wird die voraussichtliche Sonneneinstrahlung für die PV-An- lage und deren Einspeiseleistung berücksichtigt. I ng. Peter Krimbacher, Geschäfts - führer MECO Erdwärme GmbH, Salzburg und Tirol, www.meco.at
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