Mehr Wohnraum
Großprojekt „Gnice“ mit Erdwärme- und Abwassernutzung
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FOTOS (2): LUKAS HAUSLEITNER
Größte Wohnanlage der Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Heimat Österreich im Bundesland ever. In Sachen Haustechnik wird auf die Um- weltwärme zugegriffen, wo immer man ihrer habhaft werden konnte.
Abb. oben und rechts: Im Dezem- ber 2024 wurde der 125.000-Liter- Wassertank eingehoben. trägt ca. 20 °C und stellt bei die ser Wohnanlage mit ca. 75.000 Li tern Abwasser pro Tag ein enormes Energiepotenzial dar. Das Abwas ser wird in zwei Sammelschächten gefiltert und über einen speziellen Plattenwärmetauscher und mittels Sole-Wasser-Wärmepumpen auf ca. 5 °C „entwärmt“ und anschlie ßend in die öffentliche Kanalisa tion geleitet. Die Feststoffe im Abwasserfilter werden einmal am Tag rückgespült und so der Filter gereinigt. Das System wird über ein Online- Monitoring ständig überwacht wer den, Störungen sind behoben, noch bevor sich negative Auswirkungen bemerkbar machen könnten. Abb. links: 10.000 m 2 Erdwärme- register unter den Gebäuden sam- meln Erdwärme im Winter und Erdkühle im Sommer. Abb. unten: Wohnraumtemperierung über Was serschläuche in den Betondecken.
Ca. 60 % des thermischen Gesamt energiebedarfs der Wohnanlage stammen aus der Geothermie. Mit diesem Wassersammelsystem über die Erdregister lassen sich die Gebäude im Sommer mit ge ringem Energieaufwand für die Umwälzpumpe auf moderate und angenehme Weise kühlen (Free- Cooling), Klimageräte sind nicht vonnöten. Großes Abwasserpotenzial Ca. 40 % des Energiebedarfs kom men aus einer dritten erneuerba ren Energiequelle, nämlich dem laufend anfallenden Abwasser aus Küche, Bad und WC. Die mittlere jährliche Abwassertemperatur be
Unter den Bodenplatten der 17 Ge bäude wurden großflächig Erdwär meregister verlegt, über welche die Quellenergie für die Heizung entnommen wird. Diese Umwelt wärme wird mittels Wärmepumpen auf eine Vorlauftemperatur von ca. 35 °C zur Wohnraumerwärmung über eine thermische Bauteilakti vierung (Geschoßdecken) gebracht. Für die dezentrale hygienische Trink- wassererwärmung in den einzelnen Wohnungen wird die Temperatur auf ca. 50 °C gebracht. Der für den Wärmepumpenbetrieb benötige Strom kommt – bilanziell gesehen – von ausreichend vielen Photovoltaik-Modulen mit einer Spitzenleistung von ca. 500 kWp.
FOTOS (2): BERTRAM ORTNER
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