Handbuch Bauen und Wohnen 2026

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FOTOS: JOSEFINE UNTERHAUSER

Abb. oben: Entschleunigte Atmo- sphäre, wo einst Autos fuhren. Statt früherem Parken vor dem eigenen Wohnblock führt nun die KFZ-Er- schließung geradewegs in die Tief- garage. Nicht zu sehen: 380 m 2 Pho- tovoltaik-Module. Die Südtiroler Siedlung war jahr- zehntelang auch Arbeitersiedlung nahe der Papierfabrik. Geblieben ist vom Betrieb und der ehema- ligen „Zellulose” als Fabriks-Teil- bereich die heutige AustroCel mit der Erzeugung von Textil-Zellstoff (Viskose) und damit verbunden eine Bioenergieproduktion. Und von dieser kommt die Fernwärme für die neue Wohnanlage. Bauherrin: GSWB Gemeinnützi- ge Salzburger Wohnbaugesell- schaft, Salzburg Planung:cs-architektur Chris- toph Scheithauer Salzburg und atelier querlängs Stephan Mitterhofer, Hallein Ausführung Ing. Hans Bodner Bau und Zimmerei & Holzbau Ing. Hillebrand, beide Wals

Drei Bauabschnitte Der Bauabschnitt 1 bestand in der Errichtung eines Wohngebäudes in (mineralischer) Massivbauweise mit 14 Wohnungen, um den teils betag- ten Mieter:innen rotierend ein nahe gelegenes Übergangszuhause bie­ ten zu können. In Bauabschnitt 2 wurden bis Juli 2022 fünf Gebäude mit 68 Wohnun­ gen, einem Gemeinschaftsraum sowie einer Tiefgarage mit insge­ samt 179 Abstellplätzen errichtet. 56 Mietwohnungen, sechs Mietkauf- wohnungen (beide Kategorien wer­ den von der Stadt Hallein verge­ ben) und fünf Eigentumswohnun­ gen bilden den Wohnungsmix. Die Mieter:innen von 27 Wohnungen werden von der Caritas betreut. Im dritten Bauabschnitt bis April 2024 wurden weitere 42 Mietwoh­ nungen errichtet. Betreutes Wohnen „Betreutes Wohnen nimmt in Zu­ kunft einen wichtigen Stellenwert ein, damit Menschen im Alter selbstbestimmt wohnen können.

Gut ist, dass die Wohnungen mit Betreuungsangebot nicht konzen­ triert, sondern in dieser wunder­ schönen Anlage aufgeteilt sind. Die Bewohner werden sich wohl­ fühlen und das stellt auch einen wichtigen Beitrag gegen Einsam­ keit dar“, erklärte Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg. Holz, wo immer es geht, ... ... und es ging fast überall, außer bei den baubehördlich vorgeschrie- benen Stiegenhauskernen in Stahl­ beton und den thermisch entkop­ pelten Balkonen mit einfachen Me­ tallkonstruktionen. Die tragenden Außenwände sind in Riegelbauweise (Dämmung in der konstruktiven Ebene mit Platzer­ sparnis), die ebenfalls tragenden Innenwände und Decken aus schall- technisch vorteilhaftem Brettsperr- holz errichtet. Der Holzverbrauch ist erstaunlich gering und macht nach Auskunft Arch. Scheithauers bei den acht Holzgebäuden umge­ rechnet nur einen Vollholzwürfel mit 14 Metern Kantenlänge aus.

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