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FOTOS: JOSEFINE UNTERHAUSER
Abb. oben: Entschleunigte Atmo- sphäre, wo einst Autos fuhren. Statt früherem Parken vor dem eigenen Wohnblock führt nun die KFZ-Er- schließung geradewegs in die Tief- garage. Nicht zu sehen: 380 m 2 Pho- tovoltaik-Module. Die Südtiroler Siedlung war jahr- zehntelang auch Arbeitersiedlung nahe der Papierfabrik. Geblieben ist vom Betrieb und der ehema- ligen „Zellulose” als Fabriks-Teil- bereich die heutige AustroCel mit der Erzeugung von Textil-Zellstoff (Viskose) und damit verbunden eine Bioenergieproduktion. Und von dieser kommt die Fernwärme für die neue Wohnanlage. Bauherrin: GSWB Gemeinnützi- ge Salzburger Wohnbaugesell- schaft, Salzburg Planung:cs-architektur Chris- toph Scheithauer Salzburg und atelier querlängs Stephan Mitterhofer, Hallein Ausführung Ing. Hans Bodner Bau und Zimmerei & Holzbau Ing. Hillebrand, beide Wals
Drei Bauabschnitte Der Bauabschnitt 1 bestand in der Errichtung eines Wohngebäudes in (mineralischer) Massivbauweise mit 14 Wohnungen, um den teils betag- ten Mieter:innen rotierend ein nahe gelegenes Übergangszuhause bie ten zu können. In Bauabschnitt 2 wurden bis Juli 2022 fünf Gebäude mit 68 Wohnun gen, einem Gemeinschaftsraum sowie einer Tiefgarage mit insge samt 179 Abstellplätzen errichtet. 56 Mietwohnungen, sechs Mietkauf- wohnungen (beide Kategorien wer den von der Stadt Hallein verge ben) und fünf Eigentumswohnun gen bilden den Wohnungsmix. Die Mieter:innen von 27 Wohnungen werden von der Caritas betreut. Im dritten Bauabschnitt bis April 2024 wurden weitere 42 Mietwoh nungen errichtet. Betreutes Wohnen „Betreutes Wohnen nimmt in Zu kunft einen wichtigen Stellenwert ein, damit Menschen im Alter selbstbestimmt wohnen können.
Gut ist, dass die Wohnungen mit Betreuungsangebot nicht konzen triert, sondern in dieser wunder schönen Anlage aufgeteilt sind. Die Bewohner werden sich wohl fühlen und das stellt auch einen wichtigen Beitrag gegen Einsam keit dar“, erklärte Johannes Dines, Direktor der Caritas Salzburg. Holz, wo immer es geht, ... ... und es ging fast überall, außer bei den baubehördlich vorgeschrie- benen Stiegenhauskernen in Stahl beton und den thermisch entkop pelten Balkonen mit einfachen Me tallkonstruktionen. Die tragenden Außenwände sind in Riegelbauweise (Dämmung in der konstruktiven Ebene mit Platzer sparnis), die ebenfalls tragenden Innenwände und Decken aus schall- technisch vorteilhaftem Brettsperr- holz errichtet. Der Holzverbrauch ist erstaunlich gering und macht nach Auskunft Arch. Scheithauers bei den acht Holzgebäuden umge rechnet nur einen Vollholzwürfel mit 14 Metern Kantenlänge aus.
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