Handbuch Bauen und Wohnen 2026

Innovation Wohnanlagen Wärmerückgewinnung auf Wohnungsebene

Wärmepumpen-Kaskade

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Grafiken oben: Heiztechnik-Entwicklung und Rückgang des Primär­ energieaufwands in mehrgeschoßigen Wohnanlagen

4 OVUM-Wärmepumpenkaskade: In der platzsparenden Heizzentrale wird das Heizungswasser mittels einer Haupt-Wärmepumpe auf nur 20-35°C erhitzt mit nur geringen Leitungsverlusten in die Fußboden- heizungen der einzelnen Wohnein­ heiten geleitet. In der einzelnen Wohnung gibt es für das Brauchwasser mit bis zu 65°C einen 150-Liter-Boiler mit einer weiteren in den Boiler inte- grierten Wärmepumpe. Sie verwen- det die Restwärme aus der Fußbo- denheizung. Diese Brauchwasser- Wärmepumpenkaskade führt zu einer Einsparung von ca. 25% ge- genüber einer zentralen Brauch­ wassererwärmung. Und: Damit kann man im Sommer sogar „sanft küh- len” (ca. 2°C). Abb. links: Bei dieser Wohnanlage in Kirchbichl/Tirol gibt es auch schon Verbrauchswerte und Heiz- kostenwerte des Systems: In Kom- bination mit der PV-Anlage am Dach belaufen sich die Energie- kosten für Warmwasser und Heizung auf ca.1,75 Euro/m²/Jahr. Somit liegen die Kosten bei einer 75 m² großen Wohnung bei rund 130,– Euro/Jahr (Daten 2020).

1 Bei Zentralheizungen wurde das Wasser lange Zeit für die Radia- toren auf ca. 65° C erhitzt und nach oben im Haus verteilt. Die lan- gen Leitungswege und der Hoch­ temperaturbetrieb für das Warm­ wasser auch im Sommer waren mit großen Verlusten verbunden. 2 Beim „Zweileitersystem” sind Fußbodenheizungen mit niedrige­

ren Vorlauftemperaturen und die Warmwasserbereitung dezentral entkoppelt, trotzdem ist ein durch­ gehender Hochtemperaturbetrieb in der Heizzentrale erforderlich. 3 Wärmepumpentaugliche Systeme arbeiten gezielter, sind aber immer noch mit hohen Leitungsverlusten und einem hohen Installationsauf­ wand verbunden.

FOTO: ALPENLÄNDISCHE

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