Handbuch Bauen und Wohnen 2026

Wärmeverteilsystem

Heizen und kühlen mit Masse

Bauteilaktivierung

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Beim Bau von Massivdecken oder gelegentlich auch von Massivwän- den werden Rohrleitungen, meist Kunststoffrohre, aber auch Kapil- larrohrmatten verlegt. Durch diese Rohre fließt Wasser als Heiz- bzw. Kühlmedium. Die gesamte durch- flossene Massivdecke bzw. -wand wird dabei als Übertragungs- und Speichermasse thermisch aktiviert – von daher der Name. Und wo liegt der Unterschied zur Fußbodenheizung? Bei der Fußbo- denheizung wird zum Betonboden mit einer Isolierschicht (trittfeste Dämmplatten) eine thermische Trennung hergestellt. Darauf wer- den Rohrleitungen verlegt und Be- ton darübergegossen, was den Est- rich ergibt. Bei diesem Wärmever- teilsystem werden nur einige Zen-

plus 10°C hat, ist dazu eine Vor- lauftemperatur von niedrigen 24° C erforderlich, wenn es im Winter draußen minus 10° C hat, nur ein unglaubliches halbes Grad mehr! Ach ja, man befindet sich in einem Passivhaus! Und das, obwohl das vom Architekten Tom Lechner schwungvoll auf den Hang gelegte, aus Massivholz gebaute Gebäude eigentlich mehr oder weniger – ein Bungalow ist! Was nämlich ein un- günstiges Verhältnis von Oberflä- che zu Rauminhalt bedeutet. Wird hier ausgeglichen durch eine hoch- gedämmte Gebäudehülle. Das langgezogene Haus betritt man auf Kellerniveau mit einem niveauvollen Eingang und Vorraum (dahinter: der Haustechnikraum), darüber ist die weit auskragende

timeter Estrich erwärmt sowie der darüberliegende Bodenbelag. Bei der leichten Erwärmung der gan- zen Betondecke wird die Tempera- tur über eine längere Zeit gehal- ten. Die Fußbodenheizung ist dem- gegenüber das (relativ) schnellere System, aber ohne die Speicherfä- higkeiten des Betonkerns. Beim rechts abgebildeten Passiv- haus in Radstadt wird mit der Wär- mepumpe im Winter geheizt und im Sommer gekühlt. Und das alles für weniger als EUR 250,– Stromko- sten im Jahr. Dazu wird die Beton- zwischendecke mit Heizwasser- schlangen erwärmt (Betonkernak- tivierung) und damit beim Fußbo- den eine Oberflächentemperatur von 22,5° C erreicht. Wenn es im Herbst eine Außentemperatur von

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im Winter draußen minus 10° C hat, nur ein unglaubliches halbes Grad mehr!

Oberfläche zu Rauminhalt bedeu- tet. Im langgezogenen Haus vorne angesiedelt ist die weit auskragen-

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