Handbuch Bauen und Wohnen 2026

Neu bauen mit Lehm ... ... und minimalem CO 2 -Fußabdruck

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FOTOS OBEN: CHRISTOF SIMON © HOLZBAU WEGSCHEIDER

Es sind die hygroskopischen Eigenschaften, die den Lehm baubiolo- gisch so interessant machen. Und weil er für eine behagliche Wär- me sorgt.

Drei Lehmbestandteile Lehm besteht aus Ton, Schluff und Sand. Letzterer ist uns noch von Bauversuchen in der Kindheit in Erinnerung. Schluff ist mehlstaub- feiner Sand. Für die Bindung im Lehm sorgt der Ton. Früher fand Lehm in Österreich beim Hausbau häufig Verwendung. Heute wird er hauptsächlich als In­ nenputz eingesetzt. Als Oberflächenmaterial kann Lehm die Luftfeuchtigkeit am besten puf- fern. In lehmverputzten Bade­ zimmern beschlägt deshalb zum Beispiel beim Duschen der Spiegel kaum oder gar nicht.

Selbst bei niedrigen Temperaturen wirkt ein mit Lehm ausgestatteter Raum warm. Wird der Baustoff fachkundig verarbeitet, dankt er es Ihnen: Lehmhäuser sind im Som- mer angenehm kühl, im Winter wohlig warm. Lehmwände können angegriffenen Schleimhäuten im Winter eher helfen als die oftmals empfohlenen Luftbefeuchter: Weil Lehm nur getrocknet, aber nicht gebrannt wird, kann er große Men­ gen an Luftfeuchtigkeit schnell aufnehmen und wieder abgeben, er hat eine bis zu 20-mal höhere Speicherfähigkeit als der gebrann- te Tonziegel.

FOTO: JOSEFINE UNTERHAUSER

© LEVITA LEHM / BASTIAN SCHENDZIERLORZ

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