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Birsfelder Anzeiger

Freitag, 10. September 2021 – Nr. 36

Rotary Club Bottmingen-Birseck Entenrennen auf der Birs

Aus dem Landrat Die Rückkehr aus dem Provisorium Nach fast anderthalb Jahren im Basler Congress Center fand erstmals wieder eine Landrats- sitzung im Regierungsgebäude in Liestal statt. Nicht dass es in Basel an etwas gefehlt hätte, aber die Rückkehr nach Liestal ist für uns Landrätinnen und Landräte mehr als einfach nur ein Orts- wechsel, es ist gleichsam Symbol für ein Zurück in die Norma- lität. Dazu gehört auch der ökumenische Eröffnungsgottes- dienst in der Stadtkirche Liestal, welcher von Pfarrer Peter Leuen- berger aus Frenkendorf und von Pfarrer Daniel Fischler aus Allschwil feierlich gestaltet wurde.

Tausende gelbe Renn-Enten sausten letzten Samstag die Birs hinunter.

Foto zVg

BA. Am 4. September fand das erste Entenrennen, das «Rotary Duck Race», flussabwärts zwischen Birs- brücke Breite/Birsfelden und Birs- kopfsteg auf einer Strecke von ge- gen 400 Metern statt. Der Event galt laut Medienmitteilung des Rotary Clubs Bottmingen-Birseck einem guten Zweck. Die über 70 Mitglieder des Clubs wollen laut Mitteilung damit das Projekt «UKBB tanzt» der Stiftung Pro UKBB in den nächsten vier Jah- ren als Hauptpartner finanzieren. Das Projekt wurde 2014 unter der Leitung der Choreografin und Phy- Leserbriefe Juso-Initiative bedroht Familienunternehmen Ich war selber jahrelang Präsident einer Jungpartei und finde es lobens- wert, wenn sich junge Menschen politisch engagieren. Dass sie dabei auch mal provozieren, ist klar. Un- schön wird es jedoch dann, wenn engagierte Jungpolitikerinnen und -politiker mit ihren Forderungen be- wusst Tatsachen verzerren. Ein Bei- spiel hierfür ist die 99-Prozent-Initi- ative der Juso, über die wir am 26. September abstimmen. Mit dem Titel gaukeln uns die In- itianten vor, dass sie sich mit ihrer Vorlage nur an die Reichsten der Reichen richten würden. Die Mehr- heit der Bevölkerung hätte nichts zu befürchten und würde – imGegenteil – sogar noch profitieren von der neuen Kapitalgewinnsteuer. Mit Ver- laub: Das hat mit der Realität herz- lich wenig zu tun. Die Initiative wird auch von den Mitte-Parteien in aller Deutlichkeit abgelehnt. Aus gutem Grund: Sollte

siotherapeutin RocioOberer-Gonza- lez und dem Ballettdirektor des Bas- ler Theaters, Richard Wherlock, ge- gründet. Körperlich eingeschränkte Mädchen und Jungen haben an den vier bisherigen Darbietungen 2014 bis 2019 auf der Bühne des Stadt- Theaters Basel über 5000 Zuschauer mit ihrer mitreissenden Energie und dembeimProjekt eingstudierten Pro- gramm begeistern können. Beim Rennen am letzten Sams- tag freute sich der InitiatorMichael Dietrich zusammenmit seinemOK- Team und vielen mitwirkenden Clubmitgliedern über die zahlrei- die massive Erhöhung der Kapitalbe- steuerung eingeführt werden, würde dies zahlreiche Familienunterneh- men hart treffen. Umdie zusätzlichen Steuern begleichen zu können, wären viele Betriebe gezwungen, ihre Be- triebskasse fortlaufend zu entleeren. Das würde nicht nur Investitionen erschweren, sondern letztlich ganze Unternehmen in ihrer Existenz be- drohen. Deshalb sage ich mit Über- zeugung Nein zu dieser klassen- kämpferischen und Neid bedienen- den Initiative. Simon Oberbeck, Landrat CVP, Fraktionspräsident CVP/ GLP, Birsfelden Es herrscht Hitchcock- Stimmung Sie kreisen wieder in grossen Scharen amHimmel, lärmen und koten ganze Quartieren zu. Die Rede ist von der eigentlich interessanten und intelli- genten Vogelart «Raben und Krä- hen», die hier täglich ihr natürliches Unwesen treiben. Ihre Tagesstruktur besteht – wie bei den meisten Tieren

chen Renn-Enten-Sportler und na- türlich über das Startgeld. Gemäss Rotary Club waren knapp 5000 Enten am Start, für die jeweils ein Startgeld von zehn Franken gespen- det wurde. Die schnellsten Enten schaukelten mit einer rasenden Ge- schwindigkeit die 400 Meter den Bach runter und wurden in den Händen ihrer glücklichen und stol- zen Trainer und Trainerinnen prä- miert. Schliesslich wurden alle En- ten (auch die lahmen) aus der Birs gefischt und warten nun voller Ungeduld auf ihren nächsten Ein- satz im kommenden Jahr. – aus Nahrungssuche und der Ver- sorgung des Nachwuchses. Leider sehr zum Unmut der Anwohner, da sie Müllsäcke zerreissen, auf Autos koten (was zu Lackschäden führen kann), die an den waldrandnahen Parkzonen stehen. Die Krähen haben keine natürli- chen Feinde und können sich unbe- schwert in grosser Zahl vermehren. Sie verdrängen so andere heimischen Tiere aus ihren Territorien, wie man es oft gut beobachten – und wegen dem lauten Gekreische hören kann. Die Gemeinde Allschwil ging vor- bildlich mit einem trainierten Falken gegen die grossen schwarzen Vögel vor. Die Präsenz des Raubvogels soll die Krähen davon abhalten, weitere Nester zu bauen, da ein für sie natür- licher Feind in ihr Territorium einge- drungen ist und ihre Sicherheit be- droht. Es wäre vermutlich imgrossen Interesse vieler Anwohner, wenn die Gemeinde Birsfelden eine Strategie gegen diese leider lästigen Tiere aus- arbeiten würde. Michael Gerber, Birsfelden

Von Roger Boerlin*

Einstimmig verabschiedete das Parlament eine Resolution, welche den Bundesrat auffordert, unverzüglich eine Vollassoziie- rung an das Forschungspro- gramm Horizon Europe anzu- streben. Für den Forschungss- tandort Basel und die Schweizer Universitäten ist dieser Anschluss enorm wichtig, darin waren sich alle einig. Doch mit dieser Einig- keit war es im Parlament bald vorbei, als über die Klimainitia- tive debattiert wurde. Am Ende einer langen und emotional ge- führten Diskussion beschloss der Landrat mit 48 zu 36 Stimmen, die Klimaschutzinitiative der Grünen zur Ablehnung zu emp- fehlen. Dies trotz der Empfeh- lung der Energie- und Umwelt- kommission. Die Initiative wird voraussichtlich nächstes Jahr zur Abstimmung kommen. Apropos Initiative hat der Landrat eine Teilrevision der Verfassung des Gesetzes über die politischen Rechte betreffend Initiativen behandelt. Künftig sollen diese innert 24 Monaten eingereicht werden. Mit dieser Frist soll vermieden werden, dass eine Unterschriftensamm- lung über mehrere Jahre dauert. Es bleibt zu hoffen, dass der Landrat nicht für dieses eineMal in Liestal tagen durfte und dass das Basler Provisorium nun der Vergangenheit angehört. *Landrat SP, Muttenz

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