BiBo_KW36_2021

ETT INGEN

25

9. SEPTEMBER 2021 | NR. 36

«Kunst ist sehr wichtig in dieser Zeit» Diese Ihre Lokalzeitung bekennt sich zur Orts-Kultur. Sei es der «Burggar- techäller» in Bottmingen, das Sprüt- zehüsli (wo vor einer Woche eine Ausstellung angefangen hat) oder das Kulturzentrum von Christina Ib- rahim (beide in Oberwil) oder das KulturWerk in Ettingen – Kunst und Kultur gibt es vor der Haustüre.

Simone Grippo kü. Geboren wurde er in Bottmingen, aufgewachsen ist er in Ettingen. Ein Lei- mentaler durch und durch – mit italieni- schen Wurzeln. Das Fussball-ABC hat er – kurz – beim FC Ettingen erlernt, da- nach durchlief er sämtliche Nachwuchs- Kategorien des FC Basel, wo er auch im Fanionteam (unter dem damaligen Chef- trainer Christian Gross) zu einigen – auch internationalen – Einsätzen kam. Die Rede ist von Simone Grippo (32), der auf eine «reisefreudige» Laufbahn zurückblicken kann. Denn in den letzten vier Jahren spielte Simone in Spanien – in der 2. Division bei den Traditionsvereinen Real Zaragoza und seit Sommer 2020 in Oviedo. Und nun ist es perfekt: Simone Grippo kehrt in die nationale Super League zurück Der FC Lausanne-Sport verkündet vor einigen Tagen das Engage- ment des 32-jährigen Innenverteidigers. Grippo wechselt ablösefrei vom spani- schen Zweitligisten Real Oviedo zu den Romands. Zur Vertragslänge macht der Super Ligist keine Angaben. Grippo war vor seinem Wechsel nach Spanien vor vier Jahren für den FC Vaduz tätig. Davor spielte er auch für Servette und Lugano sowie lange Zeit in seiner zweiten Hei- mat Italien.

Die Natur und die Farben hatten mich sehr inspiriert und ganz innen im Herzen habe ich gefühlt, das will aufs Papier ausgedrückt werden und so habe ich seit Kind mit Malen angefangen. Sie stellen IhreWerke in den nächsten Tagen im KunstWerk in Ettingen aus? Was dürfen die Besucher erwarten? An der Vernissage gibt es viele verschie- dene Bilder «Lichtsinfonien» zu betrach- ten. Mein Ziel ist es, Licht sichtbar zu machen in Farben, Formen und Bewe- gungen. Diese Vernissage wird umrahmt von wunderbaren Harfenklängen von Sibylle Mallika Saber – abwechselnd mit Poesie von Michael Romahn geschmückt. Ist «Ettigä», mit seinem neueröffne- ten KunstWerk, ein fruchtbarer Bo- den für Kunstausstellungen? Das Kulturwerk, notabene in einem der ältesten Häuser in Ettingen, strahlt sehr viel Charme aus und ist bestens geeignet für Ausstellungen. Im Jahr 2018 hatte ich schon im Kulturwerk zweimal erfolgreich ausgestellt. Zwischen Guggern und 99ern herrscht ja eine grosse Rivalität (siehe Fasnacht). Kennt Kunst keine «emotionalen» Grenzen zwischen Gemeinden? Ich denke, es ist eher ein Miteinander. Kunst ist sehr wichtig in dieser schwieri- gen Zeit. Je mehr Kunst es gibt, von nah und fern, und es die Seele berührt oder erfreut, umso mehr sind wir weg von den Alltagssorgen und Hektik. Wir kommen in die Freude, Ruhe und somit zu uns selbst, so empfinde ich das. Es istmir einAnliegen, Frau Stettler (Danke, Karola) herzlichst für das Interview zu danken. Und BiBo ist überzeugt, dass viele 99er denWeg ins Guggerdorf finden werden. Auf www.karolastettler.ch findet man alle Details (Öffnungszeiten). Georges Küng

Karola Stettler zeigt ab diesem Samstag ihre Bilderausstellung «Lichtsinfonien». Die Vernissage ist am 11. September um 15 Uhr, wo man auch Musik und Poesie geniessen kann. Wir haben uns mit der Therwilerin unterhalten. BiBo: Dürfen wir ein paar Eckdaten zu Ihrer Person und den beruflichen/ künstlerischenWerdegang erfahren? Karola Stettler: Ich

wohne seit dem Jahre 2000 in Therwil. Ich bin im Schwarzwald auf einem Bauernhof in ei- ner Grossfamilie aufge- wachsen. Schon in frü-

her Kindheit wurde mein inneres Feuer für die Malerei entfacht – trotz der vielen Arbeit. Die Kunstschule zu besuchen war nicht möglich. Mit 23 Jahren konnte ich verschiedene Malkurse belegen und da- nach endlich von 2013 bis 2017 ein be- rufsbegleitendes Malstudium absolvie- ren. In Therwil habe ich schon mehrere Male ausgestellt (Dorfmuseum Therwil, ARTiges Therwil und 30 JahreALTTherwil). Seit über 34 Jahren stelle ich regelmässig meine Bilder aus. Zudem biete ich seit 12 Jahren hier in Therwil Malkurse an. Meine Bilder sollen aus einem inneren Lächeln heraus die Seele berühren und erfüllend wirken. Möglich ist, dass sie wirken, wie wenn Sie an einem schönen Ort oder in der Meditation sind. Hatten Sie zur Kunst (Malerei) schon immer eine Affinität? Woher rührt diese her?

PARTEIEN

VEREINE

FDP.DIE LIBERALEN ETTINGEN 99%-Initiative der Juso Am 26. September stimmen wir über die «99%-Initiative» der jungen SP ab. Die Initiative will Kapitaleinkommen (Divi- denden, Zinserträge) stärker belasten sowie eine neue Steuer für Kapitalge- winne einführen. Die Befürworter argumentieren, dass Kapitaleinkommen in der Schweiz zu tief besteuert werden. Richtig ist: In der Schweiz werden Kapitaleinkommen be- reits heute im Vergleich der Industrielän- der überdurchschnittlich stark belastet – durch die Gewinn- und Dividenden- oder durch die Vermögensbesteuerung. Zu- dem gibt es in der Schweiz eine starke Progression bei höheren Einkommen. Die Schweiz ist nur eines von vier Ländern europaweit, welche eine Vermögens- steuer kennen. Weiter wird argumentiert, dass das Schweizer Steuersystem ungerecht sei, weil es «Reiche» bevorteile. Richtig ist: Das stark progressive Schweizer Steuer- system belastet bereits heute hohe Kapi- taleinkommen überdurchschnittlich (Ge- winn-, Vermögens- und Dividenden- steuer). Auch wird ins Feld geführt, dass sich das Vermögen in der Schweiz in immer weniger Händen konzentriere. Das ist ebenfalls falsch. Richtig ist: Der Einkom- mensanteil der obersten 1% ist heute im historischen Vergleich nicht etwa ausser- gewöhnlich hoch, sondern pendelt über die gesamte Zeitperiode seit 1933 um 10%. Die FDP Ettingen empfiehlt die Initia- tive aus folgenden Gründen abzulehnen: 1. Sie gefährdet den Innovationsstandort und dessen Arbeitsplätze, indem durch

eine höhere Steuerbelastung finanzi- elle Mittel für wichtige zukunftswei- sende Investitionen fehlen. 2. Sie untergräbt das Prinzip des Födera- lismus, indem die Steuerautonomie der Kantone ausgeschaltet wird. 3. Sie erschwert Nachfolgeregelungen bei familiengeführten KMUs, welche das wirtschaftliche Fundament unse- res Landes sind. FDP.Die Liberalen Ettingen

Aumatten. Von dort bringt uns der Bus nach Therwil, und mit dem Trämli fahren wir ca. um 12.30 Uhr zurück nach Ettin- gen. Das Begleitteam freut sich auf ein fröhlichesWiedersehen. Der Spaziergang findet bei jeder Witterung statt. Die Kos- ten übernimmt jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer selbst. Anmeldungen bis am Montagabend, 13. September bei Regina Dumas-Christen 061 721 52 28 / 079 644 03 54.

SP ETTINGEN

WANDERGRUPPE GUGGER

Abstimmungsempfehlungen für den 26. September • Ja zur 99%-Initiative. Die 99%-Initiative ist eine gut ausbalancierte Initiative, wel- che enorm hohe Kapitaleinkommen z.B. aus Dividenden, Aktiengewinnen und Zinsen ab einem Freibetrag von Fr. 100‘000.– (Kapitaleinkommen) 1.5- mal so hoch besteuern will wie Arbeits- einkommen. Die zusätzlichen Einnahmen sollen dann den Menschen mit tieferen und mittleren Löhnen über z.B. Steuer- senkungen, Subventionierungen von Krippeplätzen und/oder Krankenkassen- vergünstigungen zugutekommen. Von dieser Entlastung wiederum werden die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie die gesamte Binnenwirt- schaft direkt profitieren, weil das zusätz- lich vorhandene Geld von Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen meist direkt genutzt wird, um zu konsu- mieren, Anschaffungen zu tätigen oder Handwerksbetriebe zu engagieren. Das reichste Prozent der Schweizer Bevölke- rung, welche künftig etwas mehr Steuern für ihr «Kapitaleinkommen» entrichtet, wird auch weiterhin auf nichts verzichten müssen. Diese Initiative wertet die Arbeit auf und trägt dem Umstand Rechnung, dass die Kapitaleinkommen nur dank dem täglichen Einsatz der Erwerbstätigen und unbezahlt Arbeitenden möglich sind. • Ja zur Änderung des ZGB «Ehe für alle». Die Ehe für alle ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in Richtung Gleichstellung von homo- und bisexuel- len Paaren in der Schweiz.

3-Tages-Wanderung St. Moritz Mittwoch, 29. September, bis Freitag, 1. Oktober

1. Tag: Muotas Mu- ragl / 2. Tag: Diavo- lezza / 3. Tag: Piz Nair. Was will man mehr?

SVP ETTINGEN

Wanderzeit: Täglich ca. 3,5 Stunden.Alle Wanderungen erfordern keine übermäs- sige Kondition. Zudem wird jeden Tag – bei Bedarf – eineVariation «für die gemüt- lichen Wanderer» angeboten. Ausrüs- tung: Rucksack, Wanderschuhe und -stö- cke, Sonnenhut und -brille, Badehosen sowie dem Wetter entsprechende Klei- dung. Anmeldeschluss: 15. September. Versicherung ist Sache der Teilnehmer. Weitere Informationen zu Fahrzeiten, Hotel- und Teilnehmerkosten erhält man bei Ghislaine Ackermann Pfluger Tel. 061 721 15 88 oder via E-Mail: g.ackermann@ bluewin.ch Vormittags-Spaziergang der Birs entlang zum Kloster Dornach Dienstagmorgen, 14. September Wir treffen uns amBahnhöfli um8.50 Uhr und fahren mit dem Bus 8.56 Uhr nach Aesch Bahnhof. Einmal mehr zieht es uns an das le- bendige Wasser der Birs, und gemütlich spazieren wir dem Ufer entlang. Wir dür- fen einkehren in den stimmungsvollen Garten des Klosters Dornach, wo uns Kaffee und Gipfeli erwarten. Nach der Pause spazieren wir weiter Richtung Tierpark Reinach zur Haltestelle

www.ettigemitenand.ch

Abstimmungsempfehlungen für den 26. September Die SVP Baselland hat folgende Ab- stimmungsempfehlungen beschlos- sen: Eidgenössische Abstimmungen: • Nein: zur Volksinitiative vom 2. April 2019 «Löhne entlasten, Kapital ge- recht besteuern» 99%-Initiative. Die Jungsozialisten wollen Kapital-Ein- kommen massiv höher besteuern. Am stärksten würde dies die zahlreichen Familienunternehmen und KMU tref- fen. Aber auch der Mittelstand wäre durch Steuererhöhungen betroffen. Das föderale Steuersystem wird funda- mental infrage gestellt. • Nein: zur Änderung vom 18. Dezember 2020 des Schweizerischen Zivilgesetz- buches (Ehe für alle) «Ehe für alle» widerspricht der Bundes-Verfassung. Nein zur Adoption durch gleichge- schlechtliche Paare. SVP Ettingen: Hans Burkhalter

FRAUENVEREIN ETTINGEN

Basler Brunnenrundgang Samstag, 11. September, 10 bis 14 Uhr

Die Heilige Elisabeth von Thüringen, Sam- son und Delila, ein Dude l sacksp i e l e r und der Heilige Ja-

kob? Josefina Torro stellt uns diese und weitere spannende Figuren und Geschich- ten im Rahmen eines kulturhistorischen Spaziergangs entlang der Basler Brunnen vor. Wer nicht gut zu Fuss ist, kann den Rundgang teilweise mit den ÖV ablegen. Wir treffen uns um 10.15 Uhr am Bahn- höfli Ettingen oder um 11 Uhr am Spalentor in Basel, wo der Rundgang beginnt. Er en- det nach 1.5 Stunden bei der Elisabethen- kirche. Dort werden wir mit einem kleinen Apéro verwöhnt, bevor wir die Heimreise antreten. Für Mitglieder des Frauenvereins ist der Anlass kostenlos.Von Nichtmitgliedern ver- langen wir einen Kostenbeitrag von Fr. 10.–. Für das Trambillet ist jeder selbst besorgt. Anmeldung über Barbara Brodmann, Tel. 076 761 36 44. Die Teilnehmerzahl ist leider beschränkt.

www.reinhardt.ch Bücher im Internet

www.sp-ettingen.ch

Made with FlippingBook flipbook maker