AWB_KW40_2021

Glücklich altern Wo liegt das Glück im Alter? In der Gemeindeserie zum Seniorendienst ab 60 verrät der Basler Autor Urs Haldimann im Interview, wie der Übergang vom Berufsleben zur Pension klappt. Seiten 18–19

Zonenplanrevision Siedlung Wie soll das Allschwil der Zukunft aussehen? Einwohnerinnen und Einwohner dürfen sich dazu äussern und sind herzlich eingeladen, an der Auftaktveranstaltung teilzunehmen.  Seite 16

Skulpturenpfad entdecken Der Countdown zur Eröffnung des neuen Allschwiler Skulpturen- pfads läuft: Für die Eröffnungs­ veranstaltung am 23.Oktober im Mühlestall gibt es noch freie Plätze. 

Seite 17

Gemeinde-Nachrichten

Allschwiler Wochenblatt Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40 Die Wochenzeitung für Allschwil

Grossauflage

Redaktion 061 264 64 91 Inserate 061 645 10 00 Abo-Service 061 645 10 00 redaktion@allschwilerwochenblatt.ch

Auf dem Sturzeneggerareal wird mit viel Holz gebaut

Eine gute Woche für den FC Allschwil Der FC Allschwil blickt auf eine guteWoche zurück. Zunächst setz- ten sich die Blauroten im Basler Cup gegen den FC Wallbach-Zei- ningen durch, dann besiegten sie in der regional 2.-Liga-Meisterschaft den FC Reinach. Seite 13 Mutter-Tochter-Gesang im Fachwerk Am 13. Oktober treten die renom- miertenSängerinnenFranziskaHir- zel und Josephine Bonitz – sie sind Mutter undTochter –gemeinsamim Fachwerk auf. Bei Duetten unter an- derem von Händel und Offenbach werden sie von Pianistin Marianne Schroeder begleitet.  Seite 27

Medizin ∙ Therapie ∙ Pege

Die fünf Gebäude der Wohnüberbauung der Bürgergemeinde auf dem Sturzeneggerareal werden Ende Oktober fertig aufgerichtet sein. Derzeit werden die Stockwerke beim höchsten Gebäude (Bildmitte) erstellt. Obwohl es von aussen nicht unbedingt offensichtlich ist, werden die Gebäude in der Bauweise Holzbau errichtet. Hunderte Kubikmeter Holz werden dabei verbaut. Foto Andrea Schäfer Seiten 2 und 3

Einzel- zimmer für Alle * neu auch in Basel

*ohne

Aufpreis

2

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

Beim Sturzeneggerareal wachsen

Hochbau

Vollholzwohnbauten in die Höhe An der Ecke Spitzwaldstras- se/Steinbühlweg entsteht eineWohnüberbauung, die in ihrer Bauart einzigartig ist in der Region. 2.00 1.75 1.75 5.50 1.50 6.00 OK Decke Geb. B Geb.B (6VG) max. Gebäudehöhe gem. QP +17.00 5 =+295.20 5 +18.30=+296.50 278.20 277.84 277.90 277.92 278.18 278.15 278.05 zusätzliche Fläche für Gehweg Fahrbahnbreite Birke NT: 278.18 GT: 277.99 Neu T: 278.18 Gew.T: 277.80 Neu T: 278.18 Gew.T: 277.85 NT: 278.18 GT: 277.78 Neu T: 278.18 Gew.T: 277.91 Zuluft KWL Geb. E Ausstiegsschacht Konus 100/60 cm Deckel D=60 cm OK Deckel + 278.20 Steigleiter Rampe gedeckt Gefälle 18 % gedeckter Sitzplatz Rampe Einstellhalle Pingpong D E 2 7 8 . 7 0 2 7 8 . 2 0 2 7 8 . 1 0 ±0.00=+278.20 278.15 278.15 278.15 278.15 278.20 278.18 278.18 278.15 278.32 278.34 < 2.0 % 278.38 278.10 7.0 % > 278.27 278.29 278.32 4.8 % > 278.12 278.05 278.05 278.05 278.10 278.20 278.25 278.35 Terrain unverändert Terrain unverändert Wasser best. Kandelaber Hydrant 278.30 Bereitstellung Spielwiese Kehricht Kehricht Kehricht Kehricht Bio Bio Bio Wildhecke Wildhecke Blumenwiese Rasenfläche Rasenfläche Blumenwiese Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel geschnittene Hainbuchenhecke reservierter Platz für mögliche Kompostieranlage best. geschnittene Hainbuchenhecke best. geschnittene Hainbuchenhecke Aufbau: 40 cm Oberboden Unterpflanzung mit Stauden Pflanzfläche Aufbau: 30 cm Oberboden Aussaat z.B. UFA Trival Rasen zweilagiger Aufbau: ACT 22 / AC 8 Einbaustärke gemäss Gemeinde Asphalt Trottoirbereich zweilagiger Aufbau: ACT 22 / AC 8 Einbaustärke gemäss Gemeinde Asphalt Strassenbereich SCHNITT BEREICH STEINBÜHLWEG MIT KOMBINIERTER ANORDNUNG DER PARKPLÄTZE + BÄUME

278.10 Wildhecke

278.05 Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Rasenfläche

278.15

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.93

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

einlagiger Aufbau: PAS 16 Einbaustärke 60 mm Sickerasphalt Privatbereich

Aufbau: 25 cm Substrat Aussaat z.B. Schotterrasen Aufbau: 20 cm Oberboden Aussaat z.B. UFA Trival Blumenwiese

< 2.0 %

Wasser

Wasser

278.10

278.22

278.24

278.27

3.3 % >

278.15

278.15

Eingang Haus D

OKD 277.62

Beton- oder Keramikplatten Versickerung über Fugen Plattenbelag Parkplätze Bereich Baumreihe Versickerung über Fugen Betonsickersteine

278.18

NT: 278.18 GT: 277.82

NT: 278.18 GT: 277.78

Briefkasten

±0.00=+278.20

278.15

278.15

OKD 277.85 Hochpunkt

278.10

Zufahrtsweg Feuerwehr

Balancieren

Von Andrea Schäfer

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.88

Zuluft KWL Geb. D

Wasser

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.84

gemäss FKS-Richtlinien befahrbar 18 t

Wasser

278.08

278.15

278.15

278.10

278.10

Eingang Haus E

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Hochstamm Baumreihen mit mittelkronigen Bäumen gemäss Pflanzenliste

Zuluft KWL Geb. A

278.05

278.10

278.10

Bewegen

278.15

278.15

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.69

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.84

Äquidistanz 5 cm Anpass 60 cm ab Grenze Höhenlinien

Feldahorn

Velos

278.18

A

278.25

Abdecksträucher einheimische Gehölze 3.00 - 4.00 m gemäss Pflanzenliste

Felsenbirne

Judasbaum

«A, D und E sind fertig aufgerich- tet, C steht kurz davor; B ist das höchste, da haben wir am 20. Sep- tember angefangen mit dem ersten Geschoss – das braucht nun etwa eine Woche pro Geschoss», erklärt Felix Roth von der RTR Bauma- nagement AG. Die Rede ist von der Wohnüberbauung auf dem Stur- zeneggerareal, wo Roth als Projekt- leiter tätig ist. Verteilt auf fünf Gebäude, denen jeweils ein Buchstabe von A bis E (siehe rechts) zugeteilt ist, entstehen derzeit 66 Wohnungen, zwei Drittel davon Alterswohnungen. Speziell dabei ist, dass die Bauherrin – die Bürgergemeinde Allschwil – einen Vollholzbau gewählt hat. «Es gibt noch nicht allzu vieleWohnüberbau- ungen in dieser Bauart», so Roth. «Hier im Raum Nordwestschweiz sind mir keine weiteren Projekte in dieser Grösse bekannt.» Der Holz- bau sei früher in erster Linie zur Auf- stockung oder bei Einfamilienhäu- sern verwendet worden, nun sei die Bauart auch bei Mehrfamilienhäu- sern immer mehr im Trend. Laut Roth wird es noch bis Ende Oktober dauern, bis auch das letzte Gebäude auf demSturzeneggerareal fertig aufgerichtet ist. Der Bezug der Wohnungen ist gestaffelt ab dem 1. Juni 2022 geplant. Bisher sei man gut im Zeitplan und dies trotz PLAN Nr. N H J K L M PLANREVISION A B C D E F G 22.06.20 29.06.20 01.07.20 03.12.20 15.04.21 FORMAT GEZEICHNET MASSSTAB SITUATION ÜBERSICHT PROJEKTPLANUNG UMGEBUNG 100 DIESER PLAN IST URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT UND DARF NUR MIT GENEHMIGUNG DER OTTO PARTNERARCHITEKTEN AG VERWENDET UND VERVIELFÄLTIGTWERDEN © 811 E I A B C D E WÜB STURZENEGGER-AREAL ± 0.00 = 278.20 m ü.M. BÜRGERGEMEINDE ALLSCHWIL DORFPLATZ 2 4123 ALLSCHWIL 84.0 x 150.0 18140 - best. Kandelaber Neu T: 278.18 Gew.T: 277.93 blühende Solitärsträucher Bereich Eingänge gemäss Pflanzenliste Ziersträucher standortgerechte Pflanzen bis 2.50 m gemäss Pflanzenliste Kleingehölze/Wildhecke Standorte teilweise angepasst best. Strassenkandelaber gemäss Konzept Elektroplaner Vorschlag mit hohen Lichtpunkten interne Beleuchtung Angaben zu neuem und gewachsenem Terrain Eckpunkte Gebäude gemäss FKS-Richtlinien Flächen für Gebäude mittlere Höhe Feuerwehr gemäss Konzept Elektroplaner Deckenleuchten Hainbuchenhecke Kornelkirschenhecke Höhe 1.50 m geschnittene Hecke 1/100 05.06.20 / ch.st. Bepflanzung / Wege Hecke/Blumenwiesen Traubeneichen/Wiesen Korrex Spitzwaldstrasse Brunnen

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.86

Neu T: 278.18 Gew.T: 278.04

Kinderspiel

278.15

278.15

Wasser

Allzweckplatz für Streetball mit 2 Bewegungsspielen minimale Fläche mindestens 180 m2

278.00

278.05

Judasbaum

Rasenfläche

278.00

278.25

278.20

Eingang Haus B

Stellfläche 11.00 x 6.00 (befahrbar 18 t)

Bewegen

Deckengefälle 1.5 % >

277.95

Feldahorn

Velos

Rinne 105 m 2

öffentlicher Platz grosser Platz für Aussennutzung minimale Fläche mindestens 400 m2

Kindergarten

278.15

278.15

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.53

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.68

278.10

Baskettball

Felsenbirne

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Blumenwiese

278.15

278.15

Briefkasten

Eingang Haus A

277.90

277.90

278.00

Beispiel Leuchte Neuco Lichtpunkt Höhe 3.00 m

B

OKD 277.55

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

±0.00=+278.20

Sichtschutz

Eingang Haus C 278.10

Sichtschutz

278.10

Wasser

278.15

278.15

Felsenbirne

Brunnen

278.10

Neu T: 278.18 Gew.T: 278.03

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.73

Velos

±0.00=+278.20

Fussweg KG

neues Tor

< 2.0 %

2.0 % >

Zuluft KWL Geb. B+C

C

Feldahorn

Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen- Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Absaugung Entrauchung

±0.00=+278.20

Wildhecke Eibe, Liguster, Schlehe, Alpen-

best. Tor

278.10 Johannisbeere, Sal-Weide, Schwarzer Holunder, Gewöhnlicher Schneeball, Felsenbirne, Hasel

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.47

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.59

Wasser

278.15

278.15

278.10

Eingang Praxis

Recycling-Sammelstelle

OKD 277.55

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.48

Neu T: 278.18 Gew.T: 278.11

278.10

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.53

Wasser

Neu T: 278.18 Gew.T: 277.82

278.15

278.15

278.05

3.50

278.15

Rasenfläche

Rasenfläche

277.95

278.05

Zufahrt Feuerwehr für Andockstelle (Rasengittersteine)

277.94 müM = -0.26

278.10

278.10

278.00

Blumenwiese

Blumenwiese

278.00

278.10

278.10

Velos

278.05

278.05

277.95

277.90

geschnittene Hainbuchenhecke

geschnittene Hainbuchenhecke

278.00

278.00

277.90

277.91 müM = -0.29

277.95

277.95

best. Kandelaber

best. Kandelaber

best. Kandelaber

best. Kandelaber

Rinne 245 m 2

277.90

Trottoir

277.86 müM = -0.34

2 7 7 . 7 0

Feuerwehr

4 Parkplätze / Baumreihe

Strasse

Abbruch Verkehrsinsel

Traubeneiche

Traubeneiche

Traubeneiche

Traubeneiche

Traubeneiche

Traubeneiche

Referenzpunkt LFP 3192 = 277.82 müM = -0.38

Referenzpunkt LFP 3299 = 277.69 müM = -0.51

Spitzwaldstrasse

Hydrant

Die fünf Baukörper sind versetzt angeordnet und unterschiedlich hoch. Im Erdgeschoss des Hauses B wird ein Gemeinschaftsraum und eine Arztparxis entstehen. Zwischen den Gebäuden gibts einen öffentlichen Platz mit Brunnen, Bänken und Spielgeräten. Die Bauten sind jeweils vom Innenhof her zugänglich. Grafik zVg

schlechtem Wetter. «Wir haben am 28. Juni mit demHolzbau begonnen – gerade in den ersten zwei, drei Wochen wurden wir ziemlich ver- regnet», erzählt Roth. «Da konnte man nicht so leistungsfähig sein wie gewünscht.» Das Bauen mit viel Holz mache das Projekt wetterabhängiger als bei einem herkömmlichen Betonbau. «Das Projekt ist vor allem auch wet- teranfälliger, weil wir hier Holz- sichtdecken haben», ergänzt Ra- phael Theiler, er ist auch von der RTR Baumanagement AG und agiert als Bauleiter vor Ort. «Die Decken werden nicht verputzt, son-

dern zweimal lasiert», so Theiler. «Da sieht man jede Struktur und das ist sehr heikel bei Wasserflecken.» Entsprechend verbringen die Bauarbeiter, bis das Dach vorhan- den ist, immer wieder viel Zeit da- mit, die Baustelle wasserdicht ein- zupacken, wenn wie so oft dieses Jahr Regen angesagt ist. «Wenn man mal die Holzdecke auf der ganzen Fläche eines Stockwerks eingebaut hat, dann muss man eine riesige Plane haben – sie wird mit dem Kran draufgelegt», erklärt Roth. Das Bauen mit Holz hat aber auch Vorteile: «Die CO 2 -Bilanz ist

viel besser als beim Betonbau», so Roth. «Die Zementherstellung ist etwas, das am meisten Energie braucht.» Gemäss Roth werden auf dem Areal rund 620 Kubikmeter Holz für Wände und Tragstruktur verwendet, hinzu kommen etwa 800 Kubikmeter für die Decken. «Es ist zu etwa 95 Prozent Fichte und Tanne», so Roth. «Dort, wo statisch grössere Kräfte wirken, hat es zum Teil auch Hartholz wie Bu- che oder Esche.» Ein kleiner Anteil (5 bis 7 Prozent) des Holzes stammt aus Allschwil. Der Rest komme aus dem Holzverbund Raurica aus der Nordwestschweiz. «Es wird kein

Felix Roth (links), Projektleiter, ist vor allem planerisch tätig, während Bauleiter Raphael Theiler (rechts) die Abläufe vor Ort koordiniert.

Am Rand der Baustelle steht ein Muster der Holzschalung, die das Äussere derBautenzierenwird. Es handelt sichumdruckimprägniertes Fichtenholz.

3

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

So sollen die Wohnungen dereinst aussehen. Im Frühling soll eine Musterwohnung zur Ansicht parat sein. Visualisierung zVg

ImRohbau ist bereits einiges Holz nicht mehr sichtbar, so etwa imBoden. Nur Decke und Holzstützen im Balkonbereich werden sichtbar bleiben.

ausländisches Holz verwendet», betont Roth. Beim Bau werden vorfabrizierte Holzelemente benutzt – circa 1000 Wand- und 500Deckenelemente. Sie werden jeweils mit Sattelschleppern in Ladungen à 20 Tonnen auf Prit- schen angeliefert. Insgesamt sind es circa 22’000 Einzelbauteile. «Beim Holzelementbau ist der Ort jeder Steckdose, jedes Elektrorohrs etc. bereits gesetzt», erklärt Roth. Ent- sprechend müsse beispielsweise der Elektroplaner früh bereit sein mit den Plänen, so Theiler. «Man muss fast sechs Monate vorausdenken.» Auch bei der Anlieferung sei eine gute Planung notwendig, um am richtigen Tag die richtigen Elemente vor Ort zu haben. Die regelmässigen Lieferungen müssen schnell verbaut werden, da auf der Baustelle kein Platz vorhanden ist zum Lagern. «Es ist also eine grosse Logistik hinten- dran», so Roth. «Die Planung eines Holzbaus braucht wesentlich mehr Zeit als bei einem Massivbau», so Roth. Die Umsetzung des Rohbaus erfolgt laut Roth bei beiden Bauarten etwa gleich schnell, beim Innenaus-

bau geht es dann wohl etwas schnel- ler beim Holzbau. Vom Preis her schlage ein Holzbau leicht teurer zu Buche. Um dieses Volumen an Holzele- menten zu bewältigen, sei eine Holzbaufirma mit hoher Kapazität notwendig, erklärt Roth. «Der Holzbauer hat 13 Wochen Produk- tionszeit in zwei Werken; er hat zwei Produktionsstrassen im Zwei- schichtenbetrieb.» Auch wenn es sich um einen Holzbau handelt, wurden beim Rohbau auch reichlich andere Ma- terialien verwendet. Das Unterge- schoss wie auch die Treppenhaus- türme bestehen aus Beton. An diese Türme wurden dann die Holzele- mente angebaut zusammen mit Stahlstützen. «Die Spannweiten und die Architektur machen zum Teil die Verwendung von Stahl nötig», er- klärt Roth. Bei den Decken handelt es sich um Holzbetonverbunddecken. Wie Roth ausführt, bestehen sie aus ei- ner 10 Zentimeter dicken Holz- schicht. Auf ihr werden die Haus- technikeinlagenwie etwa für Strom,

Auf den Holzboden werden verschiedene Leitungen (Lüftung, Strom) verlegt, bevor der Flüssigbeton darauf gegossen wird. Foto zVg

Abwasser, Lüftung etc. verlegt. Da- rauf wird dann eine 14 Zentimeter dicke Schicht aus Flüssigbeton ein- gepumpt. «Holz und Beton müssen für die Statik gut miteinander ver- bunden sein, deshalb hat es Kerben im Holz, sodass die Schichten inei- nander verkeilt sind.»Auf den Beton kommt dann ein herkömmlicher Unterlagsbodenmit Trittschalldäm- mung und letztlich je nach Raum Parkett- oder Plattenboden.

Neben dem Parkett, der Holzde- cke und einigenHolzstützen imBal- konbereich sowie der Aussenfas- sade, die aus einer Holzschalung besteht, ist im Innern kein Holz sichtbar. Die Holzelemente in der Wand sind mit Gipsfaserplatten zu- gedeckt. Dazu Roth: «Es kann durchaus Leute geben, die später einmal hierhin kommen und nicht merken werden, dass es ein Holz- bau ist.»

UmdieHolzkonstruktionvorRegenzuschützen,muss siebis zumAbschluss der Aufrichtung immer wieder mit Plastikplanen eingepackt werden.

ImErdgeschoss des Hauses Bwird einGemeinschaftsraum entstehen. Dank Verglasung gibts einen direkten Blick in den Innenhof. Fotos Andrea Schäfer

Frischer Buttenmost I. Vögtli, V. Ming, C. Zaugg Kirchrain 17, 4146 Hochwald Telefon 061 751 48 21 Infos unter: www.buttenmost.ch

Langgartenweg 25 in Allschwil Zu vermieten: Sehr grosszügige 3.5-Zimmer-Mai- sonette-Dachwohnung ca. 120 m2, modern und hell, Balkon, Loggia, offene Küche mit GWM, Bad mit Dusche, sep. WC, Einbauschränke, Réduit, Parkplatz möglich CHF 2'350.00/Mt. inkl. HK/NK Interesse? Kontaktieren Sie uns unter Dinvest Immobilien AG Baslerstrasse 62, 4123 Allschwil Telefon 061 501 45 07 vermietung@dinvest.ag www.dinvest.ag

CHF

kg 1.50 1.65

Sauerkraut

Kaufe alte Nähmaschinen, Fotoapparate, Ferngläser, Röhrenradios sowie antike Möbel. Michael Adam, Kleinhüningerstr. 136, 4057 Basel Tel. 061 511 81 77 od. 076 814 77 90 Geschwister Jacques und Erna Zeller-Stiftung, Muttenz unterstützt bedürf tige, körperlich behinderte, kranke und insbesondere zerebral gelähmte Schweizer-Bürger, die im Kanton Baselland Wohnsitz haben. Bürger von Baselland, die ausserhalb des Kantons, jedoch in der Schweiz wohnen, können ebenfalls unter- stützt werden. Neue Gesuche sind mit dem Antragsformular, das schrif tlich bei der un- tenstehenden Adresse bezogen werden kann, einzureichen. Bei Antragstellern, die bereits früher Unterstützungen bezogen ha- ben, genügt eine kurze Darstellung der aktu- ellen Situation. Anträge sind mit einem Ein- zahlungsschein für die Überweisung bis am 29. Oktober 2021 einzureichen. Verspätete Ge- suche können nicht berücksichtigt werden! Geschwister Jacques und Kaufe Zinnwaren Becher, Kannen, Teller. Es lohnt sich bestimmt, rufen Sie mich an. Frau Mülhauser, Tel. 076 612 19 75

Geräuchertes Schweinefleisch vom Hals

kg 12.25 13.46

kg 11.15 12.25

Wienerle

kg 11.39 12.52

Morbier-Käse AOP

kg 15.69 17.24 Exportpreis 1 L 3.96 4.35 Exportpreis 1 L 5.04 5.54 Exportpreis 75 cl 7.29 8.01 Exportpreis 75 cl 5.38 5.91

Duo de Brie Truffe Käse

Edelzwicker Cave de Turckheim

Annahmeschluss für Ihre redaktionellen Texte Montag, 12 Uhr Annahmeschluss für Ihre Inserate Montag, 16 Uhr

Riesling Cave de Turckheim

Brouilly Vieilles Vignes 2019

Côtes du Rhône Rouge 2019 – Cuvée Personnelle Pascal

Müssen Sie räumen? Wir kaufen, schätzen und räumen ganze Haushaltungen und Nachlässe. Speziell: Antike Möbel, Porzellan, Nippes und Gemälde. Räumung besenrein inkl. Entsorgung. Zahlung bar, nach sorgfältiger Schätzung durch unser Fachpersonal. Brockenstube Allschwil Parkallee 65 4123 Allschwil Tel. 076 397 40 88 brockenstube-allschwil@sunrise.ch www.brockenstube-jappert.ch

Erna Zeller-Stif tung, Mut tenz p.A. Frau C. Meier, Rüt tiweg 22, 4144 Arlesheim

Dipl. Psychologische Beraterin Danielle Bigger Baselmattweg 143, Allschwil beratung@daniellebigger.ch www.daniellebigger.ch

Zeitungs- leser lesen auch die Inserate

Allschwiler Wochenblatt

Wir reparieren, lösen Probleme und verwirklichen Ihre Träume Hof-Renovationen 4123 Allschwil Tel. 061 481 80 82 www.hof-renovationen.ch erneuerbar- heizen Nutzen Sie das Impulsprogramm und melden sich für eine neutrale und kostenlose Beratung n.Damit Sie beim Ersatz ihrer Öl-/Gasheizung vorbereitet sind. 061 311 53 2 6 B www.energieberatung. jetzt

BÜRGIN & THOMA Beerdigungsinstitut für die Region Allschwil. Ihr zuverlässiger Partner im Todesfall. TEL. 061 481 17 07 TAG UND NACHT/SONN- UND FEIERTAGS SIND WIR FÜR SIE ERREICHBAR! Trauerdruck innert 3 Stunden. Baslerstrasse 198 u 4123 Allschwil u www.buergin-thoma.ch u info@buergin-thoma.ch

5

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

Wunderbare Irrwege

Herbstausf lug

Kolumne 50 Sterne zum Frühstück

Sonntag morgen in der Ost- schweiz, wir sind zu Besuch bei Freunden. Während die Gastge- ber das Frühstück zubereiten – Pancakes und Gipfeli – fällt mir ein, dass ich noch eine Kolumne schreiben sollte, und lasse mich vom Angebot inspirieren. Un- strukturiert gehe ich ans Werk, denn Chaos regiert die Welt, wie schon Donald bewies, nicht je- ner mit dem gelben Schnabel. So sucht Boris auf seiner ein- samen Insel derweil nach Treib- stoff, unsere deutschen Nach- barn mit einem Muttikomplex eine neue Gallionsfigur. Die

Das WVC-Schpiil landete bei seinem Herbstausflug auf dem Wasserturm.

Foto zVg

DasWVC-Schpiil blieb für seinen traditionellen Herbst- ausflug in der Heimat. Am 25. September trafen sich 17 Pfeiferinnen und Tambouren des WVC-Schpiils bei schönstem Spät- sommerwetter zu ihrem jährlichen Herbstausflug und warteten ge- spannt, was der Tag bringen würde. Die OK-Frauen Fränzi Gsell und Joli Tröndle standen lächelnd bereit. Alle andernwussten von nichts. Das Lustige dabei war das Spiel mit ih- ren Erwartungen. Jedes Mal dach- ten die Teilnehmerinnen und Teil- nehmer, «Aha, doo göömer jetzt aane. Doo simmer doch au scho

lute Mega-Highlight kam zum Schluss: Beim Schiesstand Mühle- weiher wurde die Gruppe vonMar- tin Fischli mit seinem Pizza-Service (www. pizza-stand.ch) empfangen. Fazit mit vollem Ranzen: Goldme- daille mit fünf goldenen Pizza- Krönchen! Was für ein genialer Überraschungstag auf kleinstem Raum! Zu Hause vermeldete das Handy des Autors 16’299 Schritte, das sind 10,3 Kilometer. Nach die- sem wunderbaren Verwirrspiel ist die Clique bereit für echten Schwellemer Fasnachts-Schaber- nack. «Drummle und Pfyffe» hat sie übrigens noch nicht ganz ver- lernt ... Philipp Hottinger fürs WVC-Schpiil

moll gsii». Und jedes Mal wurden sie eines Besseren belehrt. So wan- derte die Gruppe den Rosenberg hoch Richtung «Schöönebämpel», dem Lörzbach entlang und landete schliesslich in Thomi Tröndles wun- derschönem Garten, wo sie zu ei- nem gepflegten Apéro eingeladen war. Merci, Thomi! Dann ging es über denHochwasser-Dammund es folgte eine Führung auf dem Allsch- wiler Wasserturm. Dazu musste das WVC-Schpiil auf dem ganzen wunderbaren «Irr- weg» irrwitzige Schätzfragen be- antworten. Wie zum Beispiel diese: «Wieviel kostete das teuerste Schaf derWelt?»Googeln auf demHandy war natürlich verboten. Das abso-

Von Andi Signer

Franzosen haben eine, glaube ich. Ich suche solange den Zu- sammenhang. Wir Schweizer suchen neutral, wertfrei, unab- hängig, im Zentrum von Eu- ropa, neue Jets. Wir evaluier(t)- en ein amerikanisches Model! Derweil steht das Zmorgen bereit, spontan wähle ich Pfann- kuchen mit Ahornsirup und lass die «gluschtigen» Gipfeli in ih- rem Körbchen liegen. Zufall? Gipfeli, ein französisches Pro- dukt, und der Pancake? Eine dicke Crêpe? In Übersee gut ko- piert und dicker aufgetragen. Vom kulinarischen Höhenflug weiter zu den Flugpionieren. Die Wrights waren Briten, Bleriot war Franzose, Herr Boeing Deutscher. Letzterer blies die Rümpfe der Maschinen jumbo- mässig auf. Die Trumps reisten aus dem Schwarzwald ins Land des unbegrenzten Chaos, wo sich einer der Familie aufblies. Ist der Sprung über den Atlan- tik das Spiegelei des Kolumbus? Verliehen die Europäer den USA 50 Michelin-Sterne für die Flagge? Symbolisierendie Stripes die Kondensstreifen ihrer Flug- objekte? War der Flug zum Mond Freipass für jeglichen Spielraum? Ich nehme mir ein Croissant und geniesse jeden Bis- sen. Sie fanden es chaotisch? Die Weltgeschichte beschreibts – mit Chaos wird man berühmt, we- nigstens kurzzeitig.

Reformierte Kirchgemeinde Jubilarenfeier im Calvinhaus

Die Jubilarinnen und Jubilare feierten gemeinsam ihre runden Geburtstage.

Foto zVg

Auch dieses Jahr konnte die refor- mierte Kirchgemeinde Allschwil– Schönenbuch zur Geburtstags-Jubilä- umsfeier für 80-, 85-, 90-, 95-Jährige oder ältere ins Calvinhaus einladen. Und trotz Zertifikatspflicht kamen am24. September 81Gäste zu diesem frohen Fest. Einige der Jubilarinnen und Jubilare hatten den Organisato- ren ein Foto aus ihrer Kindheit oder Jugendzeit zur Verfügung gestellt. Es war eine richtiggehende Zeitreise mit

mer vom Restaurant Rössli – und einem Schluck Wein. Während des Essens spielte das Duo viele Oldies wie «La Paloma», «Rosmarie», «Die kleine Kneipe» und vieles mehr. Ein grosser Dank geht an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer. Die Organi- satoren freuen sich schon jetzt auf den nächsten Geburtstagsjubiläen- Anlass am 23. September 2022. Jürg Häusermann für die reformierte Kirchgemeinde

sehr interessanten und auch amüsan- ten Kommentaren der jeweiligen Ge- burtstagskinder. Das Fest wurde musikalisch umrahmt vom Schwy- zerörgeli-Duo Echo vom Augarte. Auch das Singen kam nicht zu kurz: Von «Es Burebüebli mag i nid» über «Vo Luzärn gägeWäggis zue» bis hin zu den «Bergvagabunden» wurde kräftig mitgesungen. Für das leibli- che Wohl war ebenso gesorgt mit einem guten Zvieri-Plättli – wie im-

www.allschwilerwochenblatt.ch

Kunst & Krempel Sie wollen Ihre Haushaltskasse aufbessern? Dann schmeissen Sie Ihren Trödel nicht gleich weg! Ich kaufe: – Gemälde – Porzellan – Antikes jeglicher Art – Schreibmaschinen – Musikinstrumente jeglicher Art – Tafelsilber (auch Auflage)

24h-Betreuung gesucht?

– Kunstfiguren – Kaminuhren. Ich freue mich auf Ihren Anruf. Telefon 077 483 41 15

Blumen­ zwiebeln:

Fürsorge für Ihre Lieben, Erleichterung für Sie. Wir unterstützen Sie individuell und zu- verlässig. Von Krankenkassen anerkannt. Kostenlose Beratung.

Viva Gartenbau 061 302 99 02 Severin Brenneisen, Heinz Gutjahr www.vivagartenbau.ch

Werbung sorgt dafür, dass Ihnen nichts entgeht.

Kein Inserat ist uns zu klein – aber auch keines zu gross

Tel 061 205 55 77, www.homeinstead.ch

--- Pizza Hot ---

Nächste Grossauflage: 21. Oktober 2021 Annahmeschluss Redaktion Montag, 12 Uhr Annahmeschluss Inserate Montag, 16 Uhr Allschwiler Wochenblatt

ALLSCHWIL Telefon 0800 01 01 02

Top 5 Belletristik

Top 5 Sachbuch

Top 5 Musik-CD

Top 5 DVD

1. Jean-Luc Bannalec [2] Bretonische Idylle Kriminalroman |

1. Tanja Grandits [–] Tanja Ve g etarisch Kochbuch | AT Verla g

1. Jan Lisiecki [–] Frédéric Chopin

1. The Mauritanian [–] Tahar Rahim, Jodie Foster Spielfilm | Ascot Elite

Complete Nocturnes Klassik | DGG | 2 CDs

Kiepenheuer & Witsch Verla g 2. Hervé Le Tellier [–] Die Anomalie

2. Der neue Kosmos [5] Welt-Almanach & Atlas 2022 Geo g rafie | Kosmos Verla g

2. I g or Levit [1] On Dsch

2. Vita und Vir g inia [–] Gemma Arterton, Elizabeth Debicki Spielfilm | Koch Media 3. Beyto [1] Dimitri Stapfer, Beren Tuna Spielfilm | TBA, Frenetic Films 4. The Years of the Shark [–] über Astor Piazzolla Re g ie: Daniel Rosenfeld Musikdokumentation | Warner

Roman | Rowohlt Verla g

Klassik | Sony | 3 CDs

3. Bob Dylan [–] Sprin g time In New Nork: The Bootle g Series Vol. 16 (1980– 1985) Pop | Sony | 2 CDs

3. Christian Pfister, [–] Heinz Wanner

3. Daniel Löw, Domo Löw [–] S isch Mäss Bilderbuch | Christoph Merian Verla g

Klima und Gesellschaft in Europa – Die letzten tausend Jahre Klimafra g en | Haupt Verla g

4. Stin g [4] Duets

4. Kristin Hannah [–] Die vier Winde

Pop | Interscope

4. Gerhard Roth [4] Über den Menschen

Roman | Rütten & Loenin g Verla g

5. Pat Metheny [–] Side Eye NYC Jazz | Warner

Psycholo g ie | Suhrkamp Verla g

5. Christian Kracht [–] Eurotrash Roman |

5. Luca [5] Enrico Casarosa

5. GEO Epoche [2] Schweiz 1291–2021 Geschichte | Verla g Deutscher Pressevertrieb

Kiepenheuer &Witsch Verla g

Animationsfilm | Walt Disney

Bücher | Musik | Tickets | Aeschenvorstadt 2 | 4010 Basel | T 061 206 99 99 info@biderundtanner.ch | www.biderundtanner.ch Für Bestellun g en sind wir auch telefonisch, per E-Mail oder über unseren Webshop für Sie da.

7

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

Parteien Vielen Dank für zweimal Ja

bezieht sich definitionsgemäss auf eine Gesellschaftsform, in der die Klasse derWohlhabenden derjenigen derMittellosen gegenübersteht. Dem inhärent ist der Umstand, dass das einzelne Subjekt nicht entscheiden kann, welcher Klasse es angehört und darüber hinaus kaum die Möglich- keit besitzt, von der armen in die vermögende Klasse aufzusteigen. Das ist beim Covid-Zertifikat – und man kann es nicht genug oft betonen – in keinerWeise der Fall. Jedemsteht die Impfung und damit das Zertifikat kostenlos zur Verfügung; jeder kann selber entscheiden, welcher «Klasse» (um bei der Wortwahl der Gegner zu bleiben) er oder sie angehören will, und genau deswegen führt die Ein- führung der Zertifikatspflicht selbst unter gleichzeitiger Abschaffung der Gratistests eben gerade nicht zu einer Zweiklassengesellschaft. Darüber hinaus ist das Zertifikat notwendig, um beispielsweise ins Ausland reisen zu können. Dabei darf nicht vergessen wer- den, dass die Revision auch verschie- dene weitere Änderungen mit sich brachte; so zum Beispiel dringend nötige finanzielle Unterstützung für Privatpersonen, Unternehmen und Kultureinrichtungen. Die FDP steht hinter diesen Neuerungen und emp- fiehlt Ihnen daher am 28. November erneut ein Ja zum Covid-19-Gesetz. Vorstand FDP Allschwil-Schönenbuch Regierungsrat deshalb auf, das Thema nochmals mit der Regierung Basel-Stadt aufzunehmen. Gleichzei- tig suchen wir Lösungen in der Zu- sammenarbeit mit dem Grossrat Ba- sel-Stadt. Der ÖV-Ausbau ist wichtig und zentral für den Modalsplit aller Verkehrsträger. Wir bleiben dran. An der Landratsitzung von letzter Woche sind weitere Vorstösse der SP- Fraktion gegen die Minderheit der bürgerlichen Fraktionen überwiesen worden. «Verbesserungen der Ar- beitsbedingungen in der Pflege» –Wir laden den Regierungsrat ein, imRah- men eines Pflegeprojektes mit allen beteiligten Arbeitgeberinnen- und Arbeitnehmervertretungen zusam- menzusitzen und die Arbeitsbedin- gungen zu verbessern. Beim Thema «Schottergärten» wird der Regierungsrat gebeten zu prüfen und zu berichten, in welcher Form sich Workshops durchführen lassen, um bei der Umgebungsgestal- tung bezüglich Biodiversität und Kli- maschutz die Gärtnerinnen undGärt- ner und Besitzerinnen und Besitzer zu sensibilisieren. Andreas Bammatter, Landrat SP

in Allschwil mit dem stetigenWachs- tum gibt – doch dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir Grünen bleiben am Ball und enga- gieren uns weiterhin für eine nach- haltige Entwicklung von Allschwil – auch imBereich derMobilität – für das Wohl von uns allen, für das Klima und für die Biodiversität. René Amstutz, Vorstand Grüne Allschwil-Schönenbuch Integration stärkt die Gesellschaft Seit 2014 verfügt jeder Kanton über ein Integrationsprogramm (KIP), in dem alle Massnahmen der spezifi- schen Integrationsförderung gebün- delt werden. Bund, Kantone, Ge- meinden und Städte legten zuvor gemeinsam die Förderbereiche fest. Für alle acht Förderbereiche (Erstin- formation und Integrationsförderbe- darf, Beratung, Schutz vor Diskrimi- nierung, Sprache, frühe Kindheit, Ausbildung- undArbeitsmarktfähig- keit, Interkulturelles Dolmetschen undVermitteln, Zusammenleben) ist verbindlich festgelegt, welche Ziele am Ende der Programmperiode er- reicht werden sollen. Dazu hat das Staatssekretariat für Migration mit denKantonenVereinbarungen abge- schlossen und die Integrationsförde- rung schweizweit als Querschnitts- aufgabe auf allen drei staatlichen Ebenen verankert, ihre Rollen defi- einen überdachten Veloständer. Es kann ja nicht sein, dass Autobesitzer mehr Rechte auf die Nutzung des öf- fentlichen Bodens haben als Auto- freie? Rosemarie Imhof, Allschwil Wunsch-Kinderspielplatz im Lindenpark Ich habe Mütter und Väter, die sich im Lindenpark aufhielten, gefragt: «Was soll in einem Ruhe-Spielpark für die Kinder da sein?» Klarer Favo- rit war eine Sandgrube mit Wasserzu- fuhr und beweglicher Schaufel, Zieh- kette und Wasserrinnen. Kinder lie- ben es, kreativ zu spielen und eigene Ideen umzusetzen. Holzteile in ver- schiedenen Grössen animieren die Kids zum Bauen. Die im Lindenpark vorhandenen Spielelemente werden allgemein für gut befunden. Der Baumstamm wird an Grossmamis Hand gerne als Ba- lancier-Strecke ausprobiert. Das Rutsch-Kletterhaus müsste farben- froh gestrichen werden. Eine Baby- schaukel und zwei Kettenschaukeln wurden gewünscht. Zudem besteht

niert und ihre Zusammenarbeit und Koordination verstärkt. Die KIP werden mittels Bundes-, Kantons- und Gemeindegeldern finanziert. Der Beitrag des Bundes wird maxi- mal 864’300 Franken betragen. Der Kanton Baselland beteiligt sich in gleicher Höhe. Mit der Landratsvor- lage wurden die finanziellen Mittel zur Umsetzung im Zeitraum 2022– 23 gesprochen. Die SVP hat das Re- ferendumergriffenund somit kommt es am 28. November zu einer Volks- abstimmung. Prävention ist jedoch wichtig und darum empfehlen wir ein Ja zur Landratsvorlage. Vorstand SP Allschwil Erneut Ja zum Covid-19-Gesetz Erneut müssen wir aufgrund eines Referendums imNovember über das Covid-19-Gesetz abstimmen, dies- mal über die Änderungen vom ver- gangenen März. Als grösster Zank- apfel dieser Revision hat sich die Einführung des Covid-Zertifikats herauskristallisiert. Von den Geg- nern des Zertifikats wird vorge- bracht, dass insbesondere durch die neu eingeführte Kostenpflicht bei denCovid-Tests eine Zweiklassenge- sellschaft entstünde. Dass dieser Begriff ausgespro- chen irreführend ist, kommt leider viel zu selten zur Sprache. Denn der Begriff der Zweiklassengesellschaft der Wunsch, dass bei den Spielele- menten ein weicher Schutz-Bodenbe- lag neu gelegt wird. Die Parkbenutzer wollen ein WC. Warum? Weil es immer wieder vor- kommt, dass Männer und Kinder ins Gebüsch, in den Hag und oder an die Bäume urinieren. Sehr gerne nutzen die Rad-Trotti fahrenden Kinder die kleinen Naturhügel im Park, um ihr Können zu testen. Eine Fahrstrecken- Erweiterung in Richtung Parkplätze an der Lindenplatzstrasse wäre er- freulich. Gewünscht wird auch eine kleine Kletterwand mit beweglichen Elementen, für die Ein- bis Zweijäh- rigen. Sicher werden die Gemeinde- verantwortlichen unsere Wünsche gerne in die Tat umsetzen. Lassen wir uns überraschen! Marlies Schmid, Bewegung LindenGrün Die SP setzt sich ein Wie aus den Medien zu erfahren war, soll der 64er-Bus im Bachgrabenge- biet nun doch nicht bis zum Bahnhof St. Johann verlängert werden. Die SP und weitere Landräte fordern den

Am letzten Abstimmungssonntag hat es aus Sicht der Grünen zwei sehr erfreuliche Resultate gegeben. Die «Ehe für alle» wurde mit einem deutlichen Mehr angenommen – nicht nur in der Gemeinde Allschwil, sondern auch in allen Kantonen. Die Bevölkerung setzt damit einweiteres starkes Zeichen für eine für alle ge- rechte und gleichstellende Schweizer Gesellschaft. Jetzt steht das Heiraten allen Paaren offen, die dies möchten. Auchwird derWunsch nach eigenen Kindern oder die Adoption für Paare gleichen Geschlechts etwas gerech- ter. Das Resultat in Allschwil freut uns sehr – insbesondere auch, weil viele unserer Plakate vor der Ab- stimmung regelrecht verwüstet wur- den und wir keine Möglichkeit hat- ten, diese wieder zu ersetzen. Natür- lich sind wir offen für andere Meinungen, doch bitte nicht in die- ser Form. Weiter sindwir Grünen auch froh darüber, dass die Parkraumbewirt- schaftung in Allschwil endlich ange- nommen wurde – es ist höchste Zeit, flächendeckend die bewährten Blauen Zonen einzuführen, und dies baldmöglichst ohne Etappierung. Der Gemeinderat und die Gemein- deverwaltung sind gefordert. Blaue Zonen regeln natürlich nicht alle Mobilitätsherausforderungen, die es Allmend auch nutzen Gemäss Bericht in der BZ vom 22. September «Allschwil schafft die Gratis-Parkplätze ab» kostet die Anwohner-Parkierkarte neu fünfzig Franken im Jahr. Für weniger als ei- nen Franken darf auch Ihr Auto rund eine Woche lang auf öffentlichem Grund (Allmend) herumstehen. Wenn Sie also mit Ihrem Auto ─ in- klusive Abstand rundherum ─ rund 10 Quadratmeter versiegelten Allsch- wiler Boden besetzt halten, kostet das pro Woche und Quadratmeter zehn Rappen! Auf diese wohlfeile Weise werden wir die Anzahl Autos niemals verringern können. Leserbriefe Autofreie wollen Aber darum ging es bei der Ab- stimmung um die Aufhebung der weissen Parkfelder leider nicht, son- dern darum, dass die Allschwiler Steuerzahlerinnen und -zahler ihre Allmend für sich haben wollen. Da frage ich mich, ob nicht auch auto- freie Einwohnende ihren Anteil an der Allschwiler Allmend nutzen möchten. Vor demHaus könnte man schöne Blumenkübel aufstellen oder

8

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

Leserbriefe Pumptrack im Wegmattenpark

Ein Algorithmus bildet im An- schluss Diskussionspaare. Dabei werden Personen aus unterschiedli- chen Teilen des Oberrheins mit möglichst unterschiedlichen politi- schen Positionen zusammengeführt. Die Teilnehmenden organisieren ihre Treffen selbst, in Präsenz oder auch per Videokonferenz. Mehr In- formationen zu diesem Projekt und das Online-Anmeldeformular las- sen sich mit folgendem Link finden: https://www.oberrheinrat.org/de/ service/aktuelle-informationen/der- oberrhein-spricht.html. Ich werde dabei sein: und Sie? Ueli Keller,  Einwohnerrat Grüne Die Zertifikatspflicht muss weg Immer wurde im Land der freien Schweizer Eigenverantwortung ge- predigt, dass man vernünftig sein und auf seine Gesundheit achten und keine Schulden machen soll, dass man Rücksicht auf Minder- heiten nehmen soll. Mit 55 stelle ich fest, dass das alles verlogenes Geschwätz war und finde mich in- mitten der Auswirkungen völlig unverhältnismässiger Entschei- dungen wieder. Die Impfwilligen sind geimpft, aber das versprochene Ende der Massnahmen erfolgte nicht. Die Selbstmordstatistik 2020 wird man erst Ende 2022 veröffentli- chen. Die Krankenkassenprämien werden gesenkt, statt endlich die angeblich so knappen Intensivbet- ten aufzustocken. Millionen da- gegen sollen willfährige Medien erhalten, damit sie mich noch un- gehemmter beschimpfen und ver- höhnen können. Impfung und Maske schützen nicht vor Anste- ckung. In nie dagewesener Weise soll ich nun regelmässig mit Kos- tenfolge wie ein Aussätziger meine

Gesundheit beweisen müssen, um das Zertifikat für den Zutritt zur schönen 3G-Gesellschaft zu erhal- ten. Es ist widerlichstes Unrecht, wenn jemand sich anmasst, mich so an der Ausübung meiner verfas- sungsmässigen Rechte zu hindern. Tell hätte sich den Impfschuss mit seiner Armbrust gleich selber ge- setzt, um dieses Gesslerzertifikat zu erhalten – oder was?  Michael Kuhn, Allschwil Nein zum Covid-19-Gesetz In der «Schweiz am Sonntag» vom 2. Oktober fand ich die Schlag- zeile: «Durchseuchung ist weit fortgeschritten». Endlich wurde ich nach meiner Coronaerkran- kung statistisch erfasst. Bis jetzt habe ich vom Bundesrat immer nur vernommen, es müssen sich noch mehr impfen. Das reicht nicht! Die Genesenen wurden grosszügig aus- sen vorgelassen und nicht mal er- wähnt. Gestützt auf Daten von Corona Immunitas, dem wissenschaftli- chen Programm der Universität Zürich, die den Anteil der Bevöl- kerung mit Antikörpern überprüft, beläuft sich diese Zahl auf 75 bis 80 Prozent. Ich frage mich, wes- halb dann dieser massive Druck für eine Impfung, vor allem eine Impfung für Jugendliche (ab zwölf Jahren)? Als freie Bürgerin ver- stehe ich nicht, was den Bundesrat dazu veranlasst, uns so zu täu- schen? Eine Impfpflicht wird öf- fentlich nicht ausgesprochen, den- noch treiben uns die Massnahmen immer mehr in diese Richtung. Am 28. November haben wir, das Volk, zwei Möglichkeiten: Wir geben dem Bundesrat noch mehr Macht oder wir beziehen uns auf unsere Nationalhymne «Betet freie

Schweizer, betet!» Denn das ist dann das Letzte, was uns als Mög- lichkeit noch bleibt. Darum bitte ich Sie, bei der Abstimmung Co- vid-19 für unsere Freiheit sowie unsere Jugend mit einem Nein zu stimmen.  Franziska Frei, Allschwil Sind wir alle Kinder? In der Kindheit wollen die Eltern in der Regel das Beste für ihre Kinder. Sie unterstützen und führen sie durch die Jugend und unsichere Zei- ten. Kommen die Kinder aber in die Pubertät, informieren sie sich sel- ber, bilden sich eine eigene Mei- nung. Diese muss nicht immer mit der Meinung der Eltern überein- stimmen. Sie kann sogar in die ent- gegengesetzte Richtung gehen. Genau so komme ich mir im Moment vor, wie ein unmündiges Kind. Es wird von staatlichen Ins- titutionen über uns bestimmt. Zur neuenmRNA-Impfung gibt es viele Informationen von renommierten Wissenschaftern, Ärzten und Viro- logen, die ihre Bedenken äussern. Aber wir kritischenMenschen wer- den in eine Richtung gedrängt und mit einer Zertifikatspflicht zu einer Impfung gezwungen oder vom öf- fentlichen Leben ausgeschlossen. Werden wir da vielleicht wie Kinder behandelt? Es ist ja nur ein kleiner «Piks» – tönt ja fast kind- lich! Zuerst zwei Impfungen, aber schon ist die Rede von einer drit- ten, einer sogenannten Auffrisch- impfung. Wie viele «Auffrischun- gen» werden es in Zukunft sein? Wäre es nicht an der Zeit, die Rich- tung, die jetzt eingeschlagen wird, zu hinterfragen, anstatt die An- ders-Denkenden zu diskriminie- ren.  Ursula Kraus-Nideröst, Allschwil

Viele Allschwiler Kinder sind aus dem Häuschen: Der Pumptrack ist wieder da! Und dieses Mal soll er für immer bleiben. Vielen Dank an den Gemeinderat und die Bauver- waltung für die Anschaffung. Ein Pumptrack macht nicht nur gros- sen Spass, er fördert die Bewegung, aber auch Geschicklichkeit und Gleichgewicht. Ein Pumptrack un- terstützt die Koordination, was wiederum zu mehr Sicherheit im Strassenverkehr führt. Ich freue mich, dass der Gemeinderat nicht einfach meine Interpellation be- antwortet, sondern gleich gehan- delt hat. Vielen Dank.  Miriam Schaub, Einwohnerrätin Grüne Sich austauschen im Dreiland am Oberrhein «Der Oberrhein spricht/Le Rhin su- périeur discute» ist am 1. Oktober gestartet. Ein Projekt, das Men- schen unterschiedlicher politischer Ansichten zu einem Austausch ani- mierenwill, und so aus den üblichen «Bubbles» herausbringen kann, indem sie miteinander eine Diskus- sion über Themen führen, die für unsere Grenzregion relevant sind. Das Dreiland am Oberrhein um- fasst Baden und die Südpfalz, das Elsass und die fünf Kantone der Nordwestschweiz (Aargau, Basel- Landschaft, Basel-Stadt, Jura, Solo- thurn). Per 23. Oktober soll ermöglicht werden, ein persönliches Gespräch mit einer anderen Person aus dem Oberrheingebiet zu führen. Interes- sierte beantworten einen kurzen Fragebogen mit für die Grenzregion relevanten politischen Themen und registrieren sich individuell online.

Coronavirus Anmeldung für Johnson & Johnson-Impfung möglich

AWB. Ab heute Freitag, 8. Oktober, abends, können auch Termine mit dem Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson für das Impfzentrum Mitte in Muttenz gebucht werden, dies teilt die Baselbieter Volkswirt- schafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) mit. Entsprechende Impfun- gen finden ab dem14. Oktober statt. Wer heute Abend ab circa 18 Uhr einen Impftermin für das Impfzen- trumMitte in Muttenz bucht, kann über die Buchungsplattfomwählen, ob er oder sie mit dem Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson

haben sich laut VGD als sehr wirk- sam und sicher erwiesen. Basis der Impfstoffstrategie des Bundes bildet weiterhin primär der mRNA-Impf- stoff. Neu steht mit dem Covid-19 Vaccine Janssen von Johnson & Johnson auch ein Vektorimpfstoff zur Verfügung. Dieser bietet Perso- nen, die aus medizinischen Grün- den, wie beispielsweise einer bestä- tigten schweren Allergie gegen mRNA-Impfstoffe, eine wirksame Alternative. Ebenso können Perso- nen, welche aus anderen Gründen einen Nicht-mRNA-Impfstoff be-

vorzugen, sich für den Janssen Impf- stoff anmelden. Die Zuteilung er- folge zuerst nach medizinischen Gründen, so die VGD. Von Jans- sen muss nur eine Dosis verab- reicht werden. Personen mit einer Immunschwäche sowie schwange- ren Frauen wird er nicht empfohlen. Vorerst wird der Impfstoff in ei- ner ersten Phase an drei Impftermi- nen eingesetzt. Die Mengen und Terminbuchungen werden gemäss VGD laufend evaluiert und nach der ersten Phase entsprechend ange- passt.

geimpft werden will. Der Kanton Basel-Landschaft erhält laut VGD vom Bundesamt für Gesundheit rund 4500 Dosen des Janssen-Impf- stoff. Ab 14. Oktober können sich damit jene Personen ab 18 Jahren impfen, die sich aus medizinischen Gründen nicht mit den mRNA- Impfstoffen von Pfizer/Biontech und Moderna impfen lassen kön- nen. Die bisher in der Schweiz verfüg- baren Covid-19-Impfstoffe vonMo- derna und Pfizer/Biontech beruhen auf der mRNA-Technologie. Diese

9

Allschwiler Wochenblatt

Freitag, 8. Oktober 2021 – Nr. 40

Ohrenschmaus für guten Zweck

Konzert

Gratulation Fachhochschulen übergaben Diplome AWB. Die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwest- schweiz (FHNW) diplomierte im laufenden Kalenderjahr 685 päda- gogische Fachpersonen. Im Septem- ber dieses Jahres konnten 610 neue Lehrpersonen aller Stufen, Logopä- dinnen und Logopäden sowie Son- derpädagoginnen und Sonderpäda- gogen ihre Diplome an den Feiern der jeweiligen Institute entgegen- nehmen. Die Feierlichkeiten fanden in Basel, Brugg-Windisch, Muttenz und Solothurn statt. Unter den Absolventinnen und Absolventen hat es auch einige aus Allschwil: Carole Nathalie Sarasin (Lehrdiplom für die Vorschulstufe und Primarstufe), Kim Bachmann, Aline Navarro, Timo Dimitri Steiner (alle drei Bachelor Primarstufe), Ili- ana Fernandez (Primarstufe Bachelor Facherweiterung), AndreaDiemand, Johannes Frey (beide Lehrdiplom für Maturitätsschulen) und Rebecca Kimberley Schoch (Bachelor Logo- pädie). Bereits im Februar abge- schlossen hat Livia Muriel Roth (Ba- chelor Primarstufe), sie hat im Sep- tember nun ihr Diplom erhalten. Vom 25. September bis zum 1. Oktober fanden in Basel, Brugg- Windisch und Olten auch die Diplomübergaben der Hochschule für Wirtschaft der FHNW statt. Insgesamt konnte die Hochschule 544 frischgebackenen Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen zu ihrem Abschluss gratulieren. Auch hier hatte es Allschwiler dabei: Betim Bislimi Tatjana Cortini, Nico Mike Ester- mann, Francesca Napoli, Thierry Daniel Schüpbach (alle Bachelor in Betriebsökonomie), Stephanie Dol- lin (Master in International Ma- nagement). An der Diplomfeier der Hoch- schule für Technik der FHNW, die am 1. Oktober in Brugg-Windisch stattfand, erhielten 473 Personen ihre Diplome. Darunter waren auch die Allschwiler Olivier Martin Pro- vidoli (Elektro- und Informations- technik) und Michel Wittwer (Wirt- schaftsingenieurwesen). Das AWB gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen und wünscht ihnen al- les Gute auf dem weiteren Weg.

Das Ensemble Fiacorda spielte zugunsten der Renovation der Dorfkirche. Letzten Sonntag beehrte das Ensem- ble Fiacorda ein grosses Publikum im christkatholischen Kirchgemein- desaal mit einem Klangerlebnis ers- ter Güte. Im ersten Teil kam das Septett in Es-Dur (Op. 20) von Lud- wig van Beethoven zur Aufführung. Mit grosser Sensibilität wurde das Stück unter der Leitung von Robert Zimansky vorgetragen. Danach folgte «Rosen aus dem Süden» von Johann Strauss Sohn. Bei diesem Stück gelüstete es den einen Zuhö- rer oder die andere Zuhörerin sich von den Stühlen zu erheben und den Walzer mitzutanzen. Das Gehörte wurde mit grossem Applaus für die Musiker belohnt. Etwas ganz Besonderes an die- sem Konzert war der Umstand, wie es zu Stande kam. Die Bratschistin Monika Clemann wollte vor Co- rona ihremMann die Bilder der vier Elemente ihres Vaters Hanns Stu- der zeigen, welche den Kirchge- meindesaal zieren. Im Gespräch kam dann die Idee eines Konzer- tes zwischen diesen Bildern auf, wel-

Das Ensemble Fiacorda trat letzten Sonntag im christkatholischen Kirchgemeindesaal auf. Foto zVg

ches nun endlich realisiert werden konnte. Die christkatholische Kirchgemeinde Allschwil-Schönen- buch dankt demEnsemble Fiacorda für die wunderbare Musik und den Zuhörenden für die grosszügige Un- terstützung der Renovation der Al- ten Dorfkirche. Nach dem Konzert ist vor dem nächsten Konzert: Die Kirchge- meinde freut sich, wenn Sie das

nächste Benefiz-Konzert am Sonn- tag, 28. November, um 17 Uhr in der Alten Dorfkirche besuchen. Helene Ringgenberg aus Bern und Johann Sonnleitner aus Zürich werden die Kirche klanglich mit «Kunst der Fuge» von Johann Se- bastian Bach in einer Version für zwei Cembali erfüllen.   Barbara Blättler für die  christkatholische Kirchgemeinde

Zolli Nachwuchs bei den Kleinen Kudus

Bei den Kleinen Kudus imAntilopen- haus des Zoo Basel hat es Nach- wuchs gegeben. Am 12. September kam ein gesundes Weibchen zur Welt. Die kleine Safiya wiegt knapp über fünf Kilogramm. Das Jungtier wächst in einer kleinen Herde von drei weiteren Kleinen Kudus auf: Schwester Rashida (1), Mutter Jina (9) und Vater Leopold (8). Kleine Kudus gehören zu den so- genannten «Ablegern». Zolli-Gäste werden Safiya deshalb anfangs vor- wiegend liegend imStall sehen. Auch das Jungtier Rashida ist Besuchende noch nicht gewöhnt. Es ist wichtig, dass beide Jungtiere ausreichend Ruhe haben. Deshalb ist das Antilo- penhaus zurzeit nur für das Publi- kum geöffnet, wenn eine Tierpflege- rin anwesend ist. Kudu-Weibchen lecken das Junge nach der Geburt sofort sauber und suchen es danach nur alle paar Stun- den zum Säugen und zur Körper- pflege auf. Auch in der Natur folgt das Junge seiner Mutter erst nach etwa vier Wochen und schliesst sich dann der Herde an. Safiya liegt des- halb noch imStall undwartet auf ihre Mutter und die Milchmahlzeiten.

Die kleine Safiya kam am 12. September im Zolli zur Welt. Foto Zoo Basel

Der Bestand der Kleinen Kudus in der Wildbahn geht kontinuierlich zurück. Sie kommen in einem be- schränkten Verbreitungsgebiet vor, das Teile der afrikanischen Staaten Tansania, Kenia und Somalia um- fasst. Dort leben sie in der Savanne, in Akazienwäldern und im Busch- land. Eine Gruppe besteht meis- tens aus zwei bis vier Müttern mit ihren Jungen. Die erwachsenen Männchen – sie tragen im Gegen- satz zu den Weibchen ein Geweih – sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit mit den Weibchen.

Die Kleinen Kudus sind bedroht durch Wilderei, Lebensraumverlust und Jagd. Der Populationstrend auf der Liste der Roten Arten derWeltna- turschutzorganisation ist als «abneh- mend» aufgeführt. In Zoos sind die grazilenAntilopen nicht oft zu sehen. Da die Population in freierWildbahn zurückgeht, ist die Zucht umsowich- tiger. Diese wird in einem Zuchtpro- gramm organisiert, welches der Zoo Basel führt. Dabei wird darauf geach- tet, dass ein möglichst grosser Gen- Pool erhalten bleibt. Der Zoo Basel selber züchtet bereits seit 1956Kleine Kudus.  Zoo Basel



Foto freepik

Page 1 Page 2 Page 3 Page 4 Page 5 Page 6 Page 7 Page 8 Page 9 Page 10 Page 11 Page 12 Page 13 Page 14 Page 15 Page 16 Page 17 Page 18 Page 19 Page 20 Page 21 Page 22 Page 23 Page 24 Page 25 Page 26 Page 27 Page 28

Made with FlippingBook Digital Proposal Creator