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–– TOSKANA
TOSKANA ––
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– A n ek do t en & H in w eise AUTO- FAHREN
PISA MAKING OF Zehn Tage, zehn Weingüter. Von Pisa, nach Siena, Montepulciano, Montalcino und schließlich in die Maremma. EINE WEINREISE FLORENZ SIENA
J eder , der I t a l ien mit dem A u t o b esu c h t , w ir d g ew a r n t , da s sei min dest en s so g ef ä h r l ic h w ie z u r R u sh h o u r in B a n g k o k . V iel l eic h t h a b en die meist en da ein f a c h Roberto Benignis flotte Taxifahrt in N ig h t o n E a r t h im K o p f . Denn in Italien gibt es strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen, es wird viel kontrolliert und geblitzt. Die Strafen sind mittlerweile drastisch und eigentlich ist der Italiener, besonders der Toskaner ja sehr ent- spannt, was man auch auf den Straßen merkt. Dass er hier und da sein umfangrei- ches und phonetisch großartiges Repertoire an “Schimpfworten”, ein Begriff der das nicht im Entferntesten trifft, einsetzen will, kann man ihm kaum verdenken. Vorsichtig fahren sollte man in der Toskana trotzdem, denn die Straßen machen den Eindruck, ihr Kurven- reichtum sei weniger der hügeligen Land- schaft, als eher einigen beherzten Schlücken Chianti während der Planung geschuldet. In Acht nehmen sollte man sich natürlich vor Urlaubern mit Mietwagen, die unvermittelt an jeder Aussicht, jedem römisch aussehen- den Trümmerhaufen – also quasi überall – bremsen und überhaupt so vorsichtig fahren, dass sie den geregelten Verkehrsfluss erheblich beeinträchtigen. Am gefährlichsten sind aber natürlich die Residenten aus Deutschland, England und anderen nordischen Ländern, die meinen, sie würden italienisch fahren, wenn sie mit ihrem SUV schnell auf der rechten Straßenseite die Kurve schneiden, ein paar italienische Schimpfwörter ausstoßen und das Steuer loslassen, um wild mit den Händen zu gestikulieren. Vaffan… —
MONTALCINO
MONTEPULCIANO
ISOLA D’ELBA
M A R E M M A
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“ W ir wollen nicht verkosten, nicht essen gehen”, steht auf unserer Reisean- kündigung fett ganz oben. Klar, ohne gutes Essen geht es in Italien natürlich nicht, aber in unseren Gesprächen mit den Produzenten wollten wir etwas über die Menschen und ihre Ideen erfahren.
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Über die Landschaft, die sie und ihre Weine prägt und über die Geschichte und vielleicht die Zukunft der Region. Wir haben Köche, Käsehersteller und Trüffelsucher besucht und befragt. Wir sind in die Städte und Dörfer gefahren und die holprigsten Landstraßen entlang. Wir haben unser Büro im Auto, der sündhaft teuren Bar am Piazza del Campo und auch am Pool im Bed & Breakfast aufgeklappt, haben mehr als 2.000 Bilder geschossen und zwischen Weinfass und Rebberg unsere Moleskines vollgeschrie- ben. Und zum Schluss mussten wir quer durch die Alpi Apuane nach Verona fahren, weil die Fluglotsen in der Toskana einen zusätzlichen Strandtag eingelegt haben.
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IN UNSEREN GESPRÄCHEN MIT DEN PRODUZENTEN WOLLTEN WIR ETWAS ÜBER DIE MENSCHEN UND IHRE IDEEN ERFAHREN.
2. | ANDREAS BRENSING
UND NOREEN RUDOLPH
3. | PASTA-KURS MIT
EMANUELA STUCCHI 4. | BÜRO IN MONTEPULCIANO
Wir – das sind Noreen Rudolph, Sommelière und im Kölner Weinkeller für die Sortimentsgestaltung und die Kontakte zu den Winzern zuständig, und Andreas Brensing, Geschäftsführer im Weinkeller und für alle Texte und Fotos in diesem WeinBrevier verantwortlich. —
1. | TRÜFFELSUCHE MIT MICHELE MANELLI VON SALCHETO IN MONTEPULCIANO
WEINBREVIER — WWW.KOELNER-WEINKELLER.DE — BESTELLHOTLINE (0221) 139728-28 — ANGEBOTE GÜLTIG BIS 14.10.2018
SEPTEMBER 2018
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