Mein Haus & Grund - Green Living

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Vorher und Nachher – Ulrike Epping und Hans Frense haben ein altes Bauernhaus wiederbelebt und dabei versucht, den ursprünglichen Charme des Gebäudes zu erhalten. Das hat viel Kommunikation erfordert, sowohl untereinander als auch mit den beteiligten Gewerken.

im Vordergrund. Die Baugenehmigun- gen liegen bereits vor. Baubeginn wird im Herbst dieses Jahres sein. Die Idee dahinter: Eine Gemeinschaft aus Jung und Alt auf dem Hof zu schaffen mit Menschen, die mehr oder weniger gleichgesinnt sind, einander unterstüt- zen, füreinander einkaufen, im besten Fall die Autos teilen, und in der doch jeder in seiner eigenen Wohnung für sich und mit sich sein kann. „Unsere Politiker fordern von uns Altersgemein- schaften wegen des drohenden Pflege- notstands. Im Idealfall gelingt uns auf Hof Sonnenmeer eine gemischte Ge- meinschaft ohne jede Ideologie aber mit Blick auf den nächsten“, fasst Epping ihre Vorstellungen zusammen, aus der eine klare Vision vom Alter spricht. Ein bisschen üben Frense und Epping dieses Konzept schon. Im Haupthaus gibt es zwei Ferienwohnungen. Seit vergange- nem Sommer sind sie in der Vermietung und die Auslastung ist gut. Entstanden

Epping schon weiter. Denn nach der inzwischen abgeschlossenen Sanierung des Haupthauses, sind Scheune und Pferdestall an der Reihe. Dann wollen sie mit zwei Heizungssystemen, mit Holz und Wärmepumpe, arbeiten, für die Dächer ist Photovoltaik geplant. Weitere Wohnungen sollen entstehen und damit interessante Wohnprojekte.

Wochen bis zu drei Monaten gelebt und ihren Unterhalt durch Mitarbeit fi- nanziert. „Jeden Mittag habe ich in der Küche gestanden und für alle gekocht“, erinnert sich Epping. „Zeitweise hatten wir sechs junge Leute gleichzeitig hier. Das war schon fordernd.“ Doch >>

Firma „Naturbauhaus gesund und farbig“ gefunden. Gemeinsam haben sie sich für eine wasserdampfaufnah- mefähige Dämmung aus Holzweich- faserplatten entschieden, hergestellt im Nassverfahren und somit frei von synthetischen Klebstoffen. Auf den Haftputz mit Bewährungsgewebe wurden im Erdgeschoss Kalk- und im Obergeschoss Lehmputz aufgebracht, darauf diffusionsoffene Kalkfarben. „Die Wände atmen“, freut sich Frense jeden Tag über die Entscheidung auf diese Naturmaterialien im Bau zurück- gegriffen zu haben. „Das Raumklima ist fantastisch, die Feuchtigkeit reguliert sich von selbst und wir müssen wenig heizen.“ Aus Kostengründen haben sie zunächst die Holzheizung des Vorbesitzes über- nommen, große Holzstapel hinter dem Haus sichern die Wärme im Winter, aber auch hier denken Frense und

sind sie auf die Forderung der Bank hin für eine weitere Einnahmequelle. Das Paar sieht sich dabei eher als Gast- geber denn als Vermieter. Ein Prinzip, das ähnlich gut funktioniert wie schon während der Bauphase, die von soge- nannten Volunteers aus der ganzen

Die Welt ins Haus holen

Welt unterstützt wurde. Junge Men- schen aus Brasilien, Mexiko, Südafri- ka, Indien, Großbritannien und auch Deutschland haben hier von drei

Eine Gemeinschaft aus Jung und Alt

Obwohl mit dem Ausbau noch nicht einmal begonnen wurde, gibt es bereits zahlreiche Mietanfragen. Aber worum geht es konkret? „Wir stellen uns in der Scheune vier Wohnungen mit je etwa 90 Quadratmetern vor“, erklärt die Bauherrin. Im Pferdestall sind eine weitere Wohneinheit und ein Gemein- schaftsraum geplant. Auch hier stehen Ökologie und Nachhaltigkeit beim Bau

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