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Teilhabe
Geschäftsbericht 2025
Die Liga-Stichtagserhebung 2025 zeigt, dass die Woh- nungsnot weiter zunimmt und erneut einen Höchst- stand erreicht: Am Stichtag im September 2025 wurden 13.795 wohnungslose oder von Wohnungslo- sigkeit bedrohte Menschen durch Angebote der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg unterstützt – rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Entwicklung spürten wir 2025 auch deutlich in unserem Arbeitsalltag in Hockenheim und sie erklärt, warum das Jahr 2025 für unser Team besonders an- spruchsvoll war: mehr Einweisungen bedeuten mehr Klärungsbedarf, mehr Krisenintervention, mehr Ab- stimmung mit Behörden – und gleichzeitig mehr Ver- antwortung in der täglichen Begleitung. Gleichzeitig zeigen die Zahlen auch eine positive Seite unserer Arbeit: 20 Personen konnten die Unterkunft 2025 mit unserer Unterstützung verlassen – verbun- den mit der Hoffnung auf einen Neustart. Wir schreiben bewusst „meistens“, weil es auch Situationen gibt, in denen Bewohner ohne Ankündigung „verschwinden“, oder von der Polizei in der Unterkunft abgeholt und inhaftiert wurden – so wie es letztes Jahr einmal der
Fall war. Zudem mussten wir 2025 einen Sterbefall be- gleiten: Ein Bewohner verstarb ohne Angehörige oder Freundeskreis. Wir haben ihn bis zum Lebensende so gut wie möglich unterstützt. Solche Ereignisse machen deutlich, wie verletzlich viele Menschen sind – und wie wichtig verlässliche Unterstützung bleibt. Für akute Fälle halten wir ein Zweibett-Notzimmer dauerhaft vor, bis die Stadtverwaltung die weiteren Schritte entschieden hat. Auch hier zeigt sich die stei- gende Belastung: Team und Angebote: Stabilisierung im Alltag Unser Team – bestehend aus Leitung, Hauswirtschaft und Hausmeisterei – verfolgt einen ganzheitlichen An- satz: Wir sichern nicht nur Betrieb, Ordnung und Ver- sorgung der Unterkunft, sondern arbeiten kontinuier- lich an sozialer Stabilisierung und Perspektivplanung. Bereits bei der Aufnahme führen wir ein erstes aus- führliches Gespräch und setzen auf eine verlässliche Tagesstruktur für die Bewohner.
Team Wohnungslosenunterkunft
Um wirksam helfen zu können, stehen wir ständig in Kontakt mit Betreuern, Behörden, Polizei sowie wei- teren sozialen Akteuren, Wohlfahrtsverbänden, Bera- tungsstellen, Ärzten, Arbeitgebern und Kooperations- partnern. Ergänzend finden regelmäßige persönliche Beratungsgespräche in der Leitung statt, damit beide Seiten informiert bleiben und Maßnahmen abgestimmt werden können.
Weihnachtsfrühstück für die Bewohner der Wohnungslosenunterkunft.
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