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KINDERKONZERT Marius & die Jagdkapelle spielte openair im Freizeitzentrum Landauer

EINWOHNERRAT Umbaupläne für

Die bösen Buben und die braven Kinder Der Auftritt der Band Marius & die Jagdkapelle im Freizeitzen- trum Landauer eröffnete am vergangenen Samstag sozusa- gen die Openair-Saison – und soll Auftakt sein zu weiteren Kinderkonzerten.

Riehener Postgebäude rs. Die Post Immobilien AG plane eine umfassende Veränderung des Postge- bäudes an der Bahnhofstrasse in Rie- hen, erklärte der Gemeinderat in der Einwohnerratssitzung vom Mittwoch in einer Interpellationsantwort an Ca- roline Schachenmann (EVP). Dabei sol- le die Postfiliale mit ihrem bisherigen Dienstleistungsangebot grundsätzlich erhalten bleiben. Mit der heute imPost- gebäude untergebrachten Zahnarzt- praxis seien Verhandlungen über einen Verbleib am heutigen Standort im Gang. Für die Gemeinde Riehen bedeute die von der Post angestrebte Entwick- lungder Liegenschaft eine grosseChan- ce für die Aufwertung der S-Bahn-Hal- testelle, erläuterte der Gemeinderat weiter. Das Erdgeschoss des nördlichen Gebäudes sei heute praktisch unge- nutzt und eigne sich aufgrund der Lage direkt an der S-Bahn-Haltestelle für ei- ne publikumsintensive Nutzung wie zum Beispiel einen Verkaufsladen. Ge- genwärtig laufe die Planung und Pro- jektierung. Ein Baubeginn könne frü- hestens 2021 erfolgen. In einer weiteren Interpellations- antwort an Cornelia Birchmeier (Grü- ne) vertrat der Gemeinderat die An- sicht, dass auf ein Baubegehren innerhalb der Siedlung an der Inzlin- gerstrasse 11–45 die 1995 vomGemein- derat beschlossenen Gestaltungsricht- linien nicht anwendbar seien. Diese bezögen sich ausdrücklich auf eine Auf- stockung des Dachgeschosses, nicht aber auf einen Anbau, wie er hier ge- plant sei. Ob die in erster Instanz vorlie- gende Baubewilligung für die Liegen- schaft Inzlingerstrasse 39 rechtens sei, werde im Übrigen das hängige Rekurs- verfahren zeigen. Die alteingesessenen Hausbesitzer, die in früheren Jahren in ihren eigenen Ausbauplänen stark ein- geschränkt wurden, wehren sich dage- gen, dass nun plötzlich ein einzelner Hausbesitzer massiv ausbauen darf und damit aus Sicht der Anwohner das Gesamterscheinungsbild der Siedlung grundsätzlich gefährdet. Der Einwohnerrat hat auf Antrag des Gemeinderates sowie der zuständigen Sachkommissionen beschlossen, dass die Gemeinde dem Kanton das Schul- provisorium an der Niederholzstrasse 93, auf dem sogenannten «Hebelmätte- li», abkauft. Der Rat hat dafür einenKre- dit von 943’000 Franken bewilligt. Eine Teilrevision der Schulvereinba- rung zwischendemKantonBasel-Stadt, Bettingen und Riehen sowie des Schul- vertrags Bettingen-Riehen und der Schulordnung wurde zurückgestellt. Das Geschäft wurde an die zuständige Sachkommission überwiesen. AmEnde der Sitzung verlas die Rats- präsidentin das Rücktrittsschreiben von Matthias Gysel (SP), der dem Rat seit 2012 angehört. Für ihn wird Petra Priess nachrücken.

Rolf Spriessler-Brander

Marius konnte es fast nicht glauben. Kaum ein Kind meldete sich, als er zum ersten Mal fragte, ob die kleinen Gäste auch mal etwas Ungezogenes machen würden. So wie Tastenmann Tombär, der zu spät auf die Bühne kam, weil er noch rasch pinkeln gehen musste und dann das Hinterteil mit einem Feuerchen habe trocknen wol- len. Grosses Gelächter. Und als Mari- us, der Sänger und Bandleader, wissen wollte, was die jungen Gäste denn zu Hause so Ungeliebtes machen müss- ten, kam mehrfach das Aufräumen. «Seid ihr so ordentlich? Also wenn wir in Zürich spielen, tönt das ganz an- ders», rief Marius erstaunt. Marius & die Jagdkapelle heisst die fünfköpfige Band, die am vergange- nen Samstagnachmittag vor 240 Kin- dern und Eltern auf demHartplatz des Freizeitzentrums Landauer auftrat. Neben Marius und Tombär gehören der Bärechrüseler mit seiner Bassgi- tarre, Wiesel an der Gitarre und der Supertreffer am Schlagzeug zur Band, die sich durchs Programm blödelte. Die Band ist sich offensichtlich ein ausgelasseneres Kinderpublikum ge- wöhnt. Und war am Schluss doch er- staunt, wie aufmerksam die Kinder waren. Vielleicht nicht so wild, aber nicht minder begeistert. Einfach et- was anders als gewohnt.

Die Jagdkapelle mit ihrem wilden Frontmann Marius ist auf der Bühne auf dem Hartplatz des Landi voll in ihrem Element. Foto: Véronique Jaquet

to fahrenden, fernsehenden und etwas schmuddeligen Papi und vom Nägel anmalenden, Gesichtscrème benut- zendenund sich stets zudick fühlenden Mami, auch von der vor lauter Kinder- pflichten verloren gegangenen roman- tischen Zweisamkeit oder von der Sa- che mit den Windeln. Dass just in dem Moment, als die Band denWindel-Song anstimmte, ein Papi mit Kind zumNot- fall-Windelwechsel nach hinten eilte, war ein Zufall, der schmunzeln liess. Der nächste grosse Anlass, der im «Landi» am Bluttrainweg über die Büh- ne geht, ist das Sommerfest vom 15. Ju- ni unter demMotto «Es war einmal». Es folgen mehrere Konzerte und Filmvor- führungen (siehe Kasten). Auch diesen Sommer stattfinden wird übrigens die «Kulturtreppe» im Hof des Spielzeugmuseums im Dorf. Das Kulturbüro, das im Dienst der Ge- meinde vermehrt auch als Event-Orga- nisator auftritt, wird im Rahmen dieser Reihe im Sommer wieder wöchentlich Konzert- undKinoabende veranstalten. Spielen auf der Freizeitanlage – vor und nach dem Konzert. Foto: Felix Frei Am 20. September, dann wieder drinnen, folgt die bewährte «Country Night» mit Raymond Wetzels «Coun- try Blues Project» und am 18. oder 25. Oktober erwartet das Landi-Pub- likum etwas ganz Spezielles. «We’re working on a big surprise» – «Wir ar- beiten an einer grossen Überra- schung» – sagt Landi-Chef Thomas Jucker geheimnisvoll und mit einem vielversprechenden Lächeln im Ge- sicht. Fest steht der Gast am Konzert- abend vom 29. November. Dann wird Ex-Lunik-Sängerin Jaël zu Gast sein. Und Kinderkino ist am 26. Oktober, 23. November und 7. Dezember ange- sagt. sen, mit grossem Grill und einem Sa- latbuffet.

Gelungenes Experiment Das Konzert war der Versuch, die Reihe der bewährten Landi-Openairs um eine weitere Facette zu erweitern, nämlich um das Familienkonzert, das vor allem auch auf jüngere Kinder aus- gerichtet ist. Paula Borer und Stefanie Klär heissen die beiden Frauen vom Kulturbüro Riehen, die das Familien- Openair initiiert und organisiert haben. Dies geschah mit grosser Unterstüt- zungdes bewährtenLandi-Teams unter der Leitung von Thomas Jucker. Das Kulturbüro innerhalb der Gemeinde- verwaltung Riehen ist inzwischen neu organisiert und neu besetzt worden. Stefanie Klär ist dabei die neue Spezia- listin für die Events. Das Experiment sei aus ihrer Sicht gelungen, sagte Stefanie Klär zum Kin- der-Openair im Landauer. Viele seien schonvor demKonzert da gewesen, vie- le Kinder hätten auf dem Gelände ge- spielt. Auch nach dem Konzert, das um 15 Uhr begonnen und gegen 16.30 Uhr geendet hatte, blieben viele da. Die El-

tern sassennoch zusammen, dieKinder tobten sich auf demgrosszügigen Spiel- platz aus. Es war ein eigentliches Fami- lienfest. Ganz nach dem Geschmack der Kulturbüro-Verantwortlichen. Und zumGlück bei gutemWetter – die Prog- nosen hatten lange nichts Gutes verheissen. Bühnensprung und Blablabla Doch zurück zum Konzert. Marius, der zeitweise ganz im Stil eines Angus Young auf der Bühne herumsprang, sang Lieder zu typischen Kinderthe- men – mit überraschendem Wortwitz, entwaffnend direkt, zuweilen frech und ganz einfachwahr. Und gar nicht so kin- disch, wie sich die Band auf den ersten Blick gab. Auch die Erwachsenen ka- men bei den Songs durchaus auf ihre Kosten. Oft dürften sich die Eltern an eigene Erlebnisse erinnert gefühlt haben, sei es das «Blablabla» der Kinder, wenn die Eltern etwas aus Kindersicht «Blödes» sagen, die Stereotypen vom schnell Au-

Musik, Fun und Filme im Landi rs. Mit dem Auftritt von «Marius & die Jagdkapelle» hat am vergangenen Samstag die Openair-Saison im Frei- zeitzentrum Landauer begonnen. Be- reits am 15. Juni folgt das traditionelle «Landifest» mit buntem Spielnach- mittag – diesmal zum Thema «Es war einmal» – und anschliessendem Auf- tritt der Band «Avalon».

Ein grosser Höhepunkt zu werden verspricht das «Gartenkonzert» vom 17. August, wenn Colibri (mit der Sän- gerin Nicole Wiederkehr, Patent Ochsner-Gitarrist Disu Gmünder, Vi- olinist und Bassist Chrigu Rechstei- ner und Schlagzeuger Rolf Huwyler) und Ex-Plüsch-Sänger Ritschi auftre- tenwerden. AmdiesjährigenOpenair sollen die Gäste an Tischen sitzen und sich kulinarisch verwöhnen las-

Weil die Kinder erst etwas distanziert sind, geht Marius ins Publikum und holt später sogar einige Kinder auf die Bühne. Foto: Véronique Jaquet

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