Bei 10 cm hohen Brettern muss die Sägeschnitttiefe für die Kammschlitze auf möglichst exakt 5 cm eingestellt werden. Die aufrecht stehend gesägten Bretter erhalten so genau bis zur Mitte gehende Schlitze. Wichtig ist das parallele Verfahren der Bretter beim Sägen, sie dürfen
herstellen. Durch die Verkämmung entsteht ein in sich stabiles Holzgitter. Wichtig ist präzises Messen. Sitzt der Kammschlitz an falscher Stelle, wird das kreuzende Holz in einer falschen Lage gehalten. Zwar lässt es sich dann immer noch mit seinen Nachbarn verbinden, ein z.B. falsch geschlitztes Längsholz jedoch ragt vorne oder hinten aus der gewünschten Position heraus. Ist der Schlitz nur um 1 oder 2 mm „daneben“, mag der Fehler erst einmal gar nicht auffallen. Beim Zusammen- bau des Rahmens ergeben sich jedoch Spannungen in der Konstruktion bzw. ein Zusammenbau ist erst mal gar nicht möglich. Natürlich ließe sich eine um wenige Millimeter versetzte Schlitzung mit einer Raspel oder einem weiteren Sägeschnitt weit genug öffnen, um zumindest einen spannungsfreien Zusammenbau zu ermöglichen. Die Gesamtstabilität würde jedoch leiden, da das im Beispiel querliegende Holz nur einseitig Kontakt zum längsliegenden hätte. Der auf der anderen Seite ver- bliebene Schlitz müsste aufwändig gefüllt werden. Eine sichere Methode, korrekt sitzende Schlitze herzustellen, beginnt schon bei der Planung: Durch die einfache Struktur „20 cm sowohl von der vorderen als auch von der hinteren Rahmenkante bis zur Querver- steifung“ lassen sich die Kammschlitze in den Längs- versteifungen auf beiden Seiten fast alle mit einem fix auf das passende Maß eingestellten Anschlag auf der Tischkreissäge herstellen. Ausnahmen gibt es nur bei schrägen Anlagenkanten. Die Querversteifung muss mehrfach geschlitzt werden, immer im Abstand von 40 cm. Auch dies lässt sich per Anschlag gut bewerk- stelligen, wenn es gelingt, diesen in einen soeben erzeugten Schlitz greifen zu lassen.
nicht verkanten. Manche Tischkreissä- gen bieten Schlitten und Anschläge zur Unterstützung dieser Bewegung an. Das Holz ist 2 cm dick, also wird der Anschlag für die Längsversteifungen auf 22 cm abzüglich Sägeblatt- dicke gesetzt. Mit dieser Einstellung ergibt sich der entfernte Schnitt für den Schlitz. Legt man nun eine 2 cm dicke Beilage (ein Reststück vom Rahmenholz bietet sich an) zwischen das zu schlitzende Brett und den Anschlag und sägt erneut, erhält man den Schnitt für die rahmennahe Seite des Schlitzes. Sind die beiden äußeren Sägeschnitte gesetzt, kann man den zwischen ihnen stehen gebliebenen Kern mit einigen weiteren, nun von Hand geführten Schnitten schwächen und entfernen. Zum Schluss bleibt an der tiefsten Stelle der Kammschlitze ein wenig Grat stehen, der mit einer Raspel leicht zu glätten ist. Prüfen vor dem Kleben Eine Passprobe mit einem anderen Brett mit fertigem Kammschlitz zeigt nun, ob man gut gearbeitet hat. Die Teile müssen leicht, aber ohne viel Spiel ineinan- der passen. Alle Kammschlitze sollten gleich sein, so dass es egal ist, welches andere Brett zum Probieren
Mit dem Holzleim entsteht eine Verbin- dung, die kaum noch zu lösen ist.
An den Knotenpunkten werden die Bretter kammartig ineinander gesteckt.
Eine lange Schraube si- chert die Kreuzungsstelle.
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