da sie nach einiger Zeit zum Durchhängen neigen können. Gut geeignet sind Multiplex- und Siebdruck- platten. Bei den Schrauben wählt Josef Brandl möglichst lan- ge Typen. Abachi-Holz ist relativ weich, so dass kurze Schrauben zu wenig Halt im umliegenden Holz finden können, besonders wenn die Schrauben von der Stirn- seite her entlang der Fasern ins Holz gedreht werden. Josef Brandl verwendet hier 4 mm dicke, 60 mm lange Typen mit Bohrspitze und 38 mm langem Teilgewin- de. Beim Schraubenkopf setzt Josef Brandl auf Torx, das mehr Führung und eine besser Kraftübertragung verspricht als der traditionelle Kreuzschlitz. Gutes Werkzeug ist Pficht Ein paar Gedanken zu den Werkzeugen und räum- lichen Gegebenheiten: Wer eine Modellbahnanlage auf hohem Niveau bauen möchte, ist – unabhängig von der bevorzugten Bauweise und vom Stil – auf gutes Werkzeug angewiesen. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Die hier wiederholt angesprochene Tischkreissäge ist natürlich nicht zwingend, man kann die gewünschten Arbeitsergebnisse auch auf anderen Wegen erreichen. Allerdings sind mit einer Stich- oder Handkreissä- ge kaum ausreichend genaue Schnitte zu erzielen. Eine Kapp- und Gehrungssäge kann beim Zuschnitt der Rahmen- und Verstärkungsbretter gut eingesetzt werden, die Kammschlitze sind mit ihr aber nicht so einfach herstellbar. Dafür muss dann eine hochwertige Handsäge herhalten, mit der bei geduldigem Vorgehen gute Ergebnisse erzielt werden können.
gewählt wurde. Gibt es eine Unstimmigkeit, diese am besten sofort korrigieren und nacharbeiten oder gleich ein neues Brett anfertigen. Bei der Montage des inneren Rahmengitters werden die Kammschlitze beidseitig verklebt. Zusätzlich wird die Verbindung durch eine zentrale Schraube gesichert und dann mit einem Winkelspanner bis zum Abbinden des Holzleims fixiert. Die Verbindung zwischen Gitter und eigentlichem Rahmen erfolgt ohne Zapfen oder Dübel. Das Rahmenbrett wird stumpf vor das Gitter geklebt und geschraubt. Die so erreichte Festigkeit ist mehr als hinreichend. Auch an den Rahmenecken verfährt Josef Brandl nicht anders. Auch hier stoßen beide Rahmen- bretter ohne Gehrung stumpf aufeinander, werden verklebt und verschraubt. Wichtig ist auch bei der Verarbeitung der Rahmenbretter, für eine gute Verspan- nung zu sorgen, bis der Leim abgebunden hat. Eine ebene Montagefläche Um die Rahmen gut montieren zu können, benötigt man eine große ebene Fläche. Nur wenn man die einzelnen Teile flach aufliegend zusammensetzt, kann man ein wirklich planes Ergebnis erwarten. Da die Rahmengröße nicht über 150 x 150 cm hinausgehen sollte (allein schon aus Gründen der Handhabbarkeit), bietet es sich an, eine ca. 2 x 2 m große kräftige Platte vorzuhalten, die man auf Böcken auflegen kann. Es liegt nahe, für diese Arbeitsfläche eine geschlossene Kunststoffbeschichtung zu wählen, diese ist glatter und ebener als offenes Holz und lässt sich leichter reinigen. Spanplatten sollte man hier nur mit Bedacht wählen,
Eine Winkelklemme sorgt für Halt, bis der Leim ab- gebunden hat.
Die Verbindung der Versteifungen zum Rahmen wird stumpf, nur mit Leim und Schrauben hergestellt.
Holzdübel oder ähnliche mechanische Hil- fen sind nicht notwendig.
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