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SPIELZEUGMUSEUM RIEHEN «Sind Cartoons Kunst? Jules Stauber und Co.» amüsiert, verblüfft und regt zum Denken an Zwei Sammler zeigen ihre Schätze

«Ich fühle mich seelenverwandt mit Jules Stauber», lächelt Urs Zell- meyer, der schon immer ein Faible für Cartoons hatte und jene von Stauber im Satiremagazin «Nebel- spalter» kennenlernte. Da er in jun- gen Jahren noch kein Geld für Origi- nale hatte, schnitt er die dort abgedruckten aus und sammelte sie in Ringordnern. «Dass ich richtig zu sammeln begann, daran war meine Frau schuld», sagt Zellmeyer schmun- zelnd. Auf den 20. Hochzeitstag hin habe sie gedacht, nun müsse ein Ori- ginal-Stauber her. Auf den ersten folgten weitere und bald sei daraus eine Dauerbeziehung geworden, so- gar eine persönliche. Und auch seine Wohnung sei zu einem kleinen Stau- ber-Museum geworden. Die Kunst der Kritik Dieter Tschudin, Gastkurator der aktuellen Ausstellung, fand es schon als Kind grandios, dass ihm sein Vater immer wieder Micky-Maus-Hefte mitbrachte. Auf die Faszination für die Bildergeschichte folgte jene für das einzelne Bild, das mit wenigen Strichen eine Aussage macht. Tschu- din verwendete Cartoons auch im Rahmen von Seminaren, die er zum Thema Kommunikation durchführte. Einige Teilnehmer seien düpiert ge- wesen, aber alle hätten sich angespro- chen gefühlt, erinnert er sich amü- siert. «Die zeitlose Darstellung der grossen Themen leben, lieben und sterben bewundere ich an den Car- toons», sagt Tschudin mit leuchten- den Augen. Und so wird auch klar, dass die im Ausstellungstitel gestellte Frage nur eine rhetorische sein kann. Abgesehen von der künstlerisch hoch- stehenden Zeichentechnik sei auf je- den Fall auch die hohe Kunst der Ge- sellschaftskritik zu erwähnen, sind sich die Sammler einig. Noch bis zum 30. Juni ist die Aus- stellung zu sehen. Es stehen Führun- gen für Erwachsene und Workshops für Kinder an und schliesslich am 6. Juni ein Gespräch, in dem Dieter Tschudin mit einer Kunstlehrerin, einer Kunsthistorikerin und einem Cartoonhändler die vorangestellte Frage diskutiert: Sind Cartoons Kunst? Neu: Säulizunft- Käse-Schüblig kreiert zum 50-Jahr Jubiläum der Arlesheimer Zunft Riehener Zeitung Jeden Freitag im Brief­ kasten – Ihre eigene …

Dieter Tschudin und Urs Zellmeyer stellen ihre Cartoon-Sammlung und ihr Wissen zur Verfügung und setzen die Zeichnungen im Spielzeugmuseum gekonnt in Szene. Es sieht aus wie ein normales Schwei- zer Taschenmesser oder zumindest fast. Denn anstelle der grossen Klin- ge ragt ein mit einem Stöckelschuh bekleidetes Frauenbein daraus her- vor. Zu finden ist die hintergründige Zeichnung im Spielzeugmuseum di- rekt neben einer Vitrine mit Metall- bauspielen und Konstruktionskäs- ten – die klassischen Bubenspiele. In einem anderen Raum findet sich ein Blatt, das einen Mann mit Fuss- fessel zeigt, wobei am Ende der schweren Kette statt einer Kugel ein Fünfliber prangt (siehe Bild unten). «Wann wurde die Münze geprägt, 1932?», fragt Urs Zellmeyer und geht näher ran. «Es könnte auch 1933 sein», meint Dieter Tschudin. «Das würde jedenfalls auch passen!» Michèle Faller

Urs Zellmeyer und Dieter Tschudin im Gartensaal des Spielzeugmuseums, wo Werke von Jules Stauber und anderen Cartoonisten zu sehen sind. Foto: Michèle Faller

zu sind weitere Cartoonisten, insbe- sondere Anna, Magi und Pfuschi, mit Beispielen vertreten. Vom Brettspiel zum Gedankenspiel Warum gerade im Spielzeugmu- seum? Es sind ja nicht etwa Comics für Kinder ausgestellt, sondern Zeichnungen, die sich an ein er- wachsenes Publikum richten. Ein Augenschein vor Ort zeigt, dass die- ser geradezu ideal für die Schätze der beiden Riehener Sammler ist: Die Exponate in den zehn Vitrinen, die zwischen den historischen Spielzeu- gen verteilt sind, gilt es mit der glei- chen Bewegung zu entdecken, mit der man sich den vielen Spielsachen nähert. Andererseits wohnt den Car-

Die beiden Herren betrachten das Blatt nicht zum ersten Mal, doch die Neugier und das Interesse an den Darstellungen, die selten abschlies­ send zu entschlüsseln sind, zeigt die ungebrochene Begeisterung. Zell- meyer und Tschudin sind leiden- schaftliche Cartoonsammler und ihnen ist es zu verdanken, dass im Spielzeugmuseum noch bis Ende Juni die Gastausstellung «Sind Car- toons Kunst? Jules Stauber und Co.» zu sehen ist. In verschiedenen Räu- men verteilt sind ein Beispiel aus der Antike, neun Cartoons von Jules Stauber zum Thema Schweiz und ein Film über den Cartoonisten zu sehen, während im Gartensaal Staubers Universum in verschiedene Themen- bereiche unterteilt ist. Ergänzend da- DIE ZAHNÄRZTE.CH DIE KIEFERORTHOPÄDEN.CH ZAHNHASE.CH GRATIS! Das Vorführen bei der MFP BS/BL durch unsere qualifizierten Mechani- ker ist gratis! Ausgenommen sind MFP-Gebühren. Autoreparaturwerkstatt CORTELLINI & MARCHAND AG Rheinfelderstrass 6, 4127 Birsfelden (an der 3er-Tramlinie) Wir übernehmen die Vorbereitung für ein sorgenloses Durchkommen bei der MFP! Dazu gehören die Bereitstellung gemäss MFP-Vorschriften und das Reinigen! MFP-Fahrzeug Vorführen CORTELLINI & MARCHAND AG 061312 40 40 cortellini.ch

toons auch ein spielerischer Aspekt inne – man denke nur ans Gedan- kenspiel. Ein Mann, der von der Fülle an Informationen erdrückt wird, zwei Personen am Telefon, wobei das Ka- beldurcheinander die Kommunika­ tionsschwierigkeiten symbolisieren mag, absurd bis abgründig darge- stellte Mann-und-Frau-Themen unter dem Titel «Pas de deux», Broschüren, Bücher und Magazincovers – in der Fülle der Exponate im Gartensaal kann man sich eine ganze Weile ver- lieren. Doch wie kam es, dass Tschu- din und Zellmeyer ihr Herz an die Cartoons des deutsch-schweizeri- schen Jules Stauber verloren haben, der 1920 bei Montreux geboren wurde und 2008 in Nürnberg gestorben ist?

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