ASIEN-PAZIFIK
VIETNAM Neue Gesundheitsreform bringt Chancen
Vietnam startet 2026 ein landesweites Pro- gramm: Alle Bürger sollen einmal jährlich kostenlos medizinisch untersucht werden – inklusive Blutbild, biochemischer Tests, Röntgen und bei Bedarf auch Ultraschall. Zunächst sollen Gesundheitschecks rund 20 Millio- nen Menschen erhalten, die besondere Gesundheits- risiken aufweisen oder schlechten Zugang zu Gesund- heitsleistungen haben. Im Jahr 2026 werden sich die Kosten hierfür auf etwa 194 Millionen Euro belaufen. Das Gesundheitsministerium veranschlagt umgerech- net etwa 9,70 Euro je Untersuchung. Zudem sollen 72 Basisbehandlungen in staatlichen Krankenhäusern ab 2030 für Mitglieder der staatlichen Basiskranken- versicherung kostenfrei sein. Dort waren Mitte 2025 rund 94 Prozent der Bevölkerung eingeschrieben. 2030 soll die gesamte Bevölkerung erfasst sein. Der Staat will als Teil der Reformen auch die pri- vaten Zuzahlungen der Bevölkerung senken. Nach jüngsten Erhebungen der WHO betrugen diese 2022 in Vietnam 39,6 Prozent. Sie sollen bis 2030 auf 30 Prozent sinken. Die geplante Absenkung der Zu- zahlungen bedeutet eine starke Ausweitung der staat- lichen Gesundheitsausgaben. Auch der private Gesundheitssektor wird stark wachsen, weil aufgrund der Engpässe im staatlichen Sektor mehr Patienten auf private Einrichtungen aus- weichen werden. Der Staat will als Teil der Reformen auch Investitionen in private Kliniken erleichtern. Dafür sollen private Investoren leichteren Zugang zu Land erhalten. Dies gilt als größtes Hindernis für den Bau privater Krankenhäuser. Private Investoren sollen bevorzugt bei der Umwidmung von Flächen behandelt werden und staatliche Grundstücke mie- ten können. GTAI/IHK
Vietnam stärkt Prävention für die gesamte Bevölkerung mit kostenlosen Gesundheitschecks. Dies bietet neue Chancen für Medizintechnik und private Kliniken.
JAPAN Schienenverkehr wird ausgebaut
Daneben gibt es weitere Bahngesellschaften in Japan. Nach Passagierzahlen sind Tokyu, Tobu Railway, Odakyu Electric Railway, Hankyu Railway, Seibu Railway, Keio und Kintetsu Railway die größten. Während Hankyu und Kintetsu im Raum Osaka tätig sind, operieren die übrigen überwiegend im Großraum Tokyo. Die Firmen betreiben Eisenbahnen und sind auch im Handel, in der Entwicklung von Immobilien und weiteren Geschäftsbereichen tätig. In der Regel bevorzugen japanische Firmen bestehende Netz- werke. Zudem sind viele Standards anders als in Deutsch- land. Dennoch haben sich auch einige deutsche Firmen als Zulieferer für Japans Bahntechnik etabliert. GTAI/IHK
Japan hat sein Hochgeschwindigkeitsnetz im Bahnverkehr um eine neue Strecke von Kanazawa nach Tsuruga erweitert. Das nun mehr als 3.200 Kilometer lange Shinkansen-Netz soll in den kommenden 20 bis 30 Jahren um weitere rund 800 Kilometer wachsen. Zwischen Tokyo und Nagoya soll neben der bereits bestehenden Shinkansen- Verbindung eine Magnetschwebebahn entstehen. Die Japan Railway Construction, Transport and Techno- logy Agency (JRTT) ist für die Planung neuer Shinkansen-Strecken mit Ausnahme der Chuo-Linie zuständig.
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IHK Global Business 01/2026
ihk.de/rhein-neckar
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