RECHT IM AUSLANDSGESCHÄFT
Schweiz liegt oder die Gesellschaft Eigentümerin einer in der Schweiz gelegenen Immobilie ist. Solche juristischen Personen ausländischen Rechts müssen künftig einen Ver- treter oder ein Zustellungsdomizil in der Schweiz angeben. Eine Durchführungsverordnung steht noch aus. Auslän- dische Gesellschaften müssen spätestens sechs Monate nach dem Inkrafttreten die geforderten Informationen sowie die Daten des Repräsentanten oder der Zustelladres- se in der Schweiz einreichen. GTAI/IHK EU Mehrere Staaten setzen auf E-Rechnung Mehrere EU-Mitgliedstaaten bereiten die verpflich- tende Einführung der elektronischen Rechnungsstellung vor. In Polen wird das nationale E-Rechnungssystem KSeF ab dem 1. Februar 2026 für Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 200 Millionen PLN verbindlich, alle anderen Unternehmen folgen am 1. April 2026. In Kroatien ist die strukturierte elektronische Rech- nungsstellung im B2G-Bereich bereits seit 2019 verpflich- tend. Zum 1. Januar 2026 wurde das System im Rahmen der Reform „Fiscalisation 2.0“ auf den B2B-Bereich ausge- weitet. Eine freiwillige Testphase lief seit September 2025. Die Slowakei plant ein zentrales staatliches B2B-E-Rech- nungssystem, in dem sämtliche Unternehmerrechnungen elektronisch übermittelt werden müssen. Die Pflicht soll für Inlandslieferungen ab dem 1. Quartal 2027 gelten; der Rollout und technische Tests beginnen bereits 2026. Weitere EU-Staaten arbeiten an ähnlichen Modellen, sodass Unternehmen zunehmend mit einheitlichen, digitalen Rechnungsformaten und neuen Meldepflichten rechnen müssen. GTAI/EC/AHK/IHK
NIEDERLANDE Geschäftsreisen werden teurer
Seit dem 1. Januar 2026 ist die Mehrwertsteuer (VAT) auf kurzfristige Übernachtungen in den Niederlanden von derzeit 9 Prozent auf 21 Prozent gestiegen. Das gilt für Hotels, Ferienhäuser, B&Bs, Gäste- häuser, Hostels, vermittelte Unterkünfte über Plattformen sowie möblierte Mobilheime. Für Campingplätze bleibt der ermäßigte Satz von 9 Prozent bestehen. WICHTIG: Die 21-Prozent-VAT gilt auch für Voraus- zahlungen und Buchungen, die noch vor dem Stichtag getätigt werden, auch wenn der Aufenthalt erst danach erfolgt. Business.gov.nl/IHK Näheres unter: business.gov.nl/amendment/vat-overnight-accommodation-goes-up
PORTUGAL Körperschaftsteuer sinkt schrittweise ab 2026
Seit dem 1. Januar 2026 wird in Portugal die Körper- schaftsteuer stufenweise gesenkt. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gilt ein ermäßigter Steuer- satz von 15 Prozent auf die ersten 50.000 Euro des zu versteuernden Einkommens. Der darüber hinausgehende Betrag wird mit dem Standardsatz besteuert. Dieser Standardsatz wird zwischen 2026 und 2028 von bisher 20 auf 17 Prozent schrittweise reduziert. Dadurch soll unter anderem die steuerliche Wettbewerbs- fähigkeit insbesondere kleiner Unternehmen gestärkt werden. GTAI/IHK
Am Amsterdamer Hauptbahnhof herrscht reges Treiben von Geschäftsreisenden, die bald mit höheren Übernachtungskosten rechnen müssen.
Mehr dazu unter: gtai.de/de/trade/portugal/recht/portugal-senkt-die- koerperschaftsteuer-1944172
SCHWEIZ Transparenzgesetz zur Geldwäschebekämpfung
2026 führt die Schweiz ein zentrales Transparenz- register ein, in dem juristische Personen ihre wirtschaftlich Berechtigten eintragen. Dadurch sollen Behörden schneller und zuverlässiger feststellen können, wer hinter einer Rechtsstruktur steht. Auch ausländische Gesellschaften unterstehen den schweizerischen Transparenzregeln, wenn sie eine Zweig- niederlassung in der Schweiz haben, die im dortigen Handelsregister eingetragen ist, wenn der tatsächliche Verwaltungssitz einer ausländischen Gesellschaft in der
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IHK Global Business 01/2026
ihk.de/rhein-neckar
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