IHK-Magazin Ausgabe 1/2026

TITELTHEMA | AUSBILDUNG

Umgekehrt hänge die deutsche Wirtschaft an der Zuwanderung von Fachkräften. Konkretes Beispiel: „Mein Heizungsbauer sagt: ,Ich bilde nicht mehr aus, ich finde sowieso niemanden‘“, erzählt Memet Cifci. Der Handwerker nehme nur noch so viele Aufträge an, wie er selbst erledigen könne, und wenn er eines Tages in Rente gehe, schließe der Betrieb. Memet Cifci weiß, dass es Vorbehalte gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung gibt. Dazu zählen Aspekte wie unentschuldigtes Fehlen, häufiges Kranksein, zu Spätkommen. Auch mangeln- de Wertschätzung Frauen gegenüber sei ein Vor- urteil, das insbesondere gegenüber arabischen und muslimischen Nachwuchskräften vorgebracht werde. Memet Cifci kann das für seine Auszubildenden nicht bestätigen. „Ich würde mir wünschen, dass einfach mehr Betriebe das einmal ausprobieren.“ Ilhan Senköy lebt zusammen mit anderen jungen Leuten im Ausbildungshaus, das die Heidelberger Dienste gGmbH, ein soziales Dienstleistungsunter- nehmen der Stadt Heidelberg, betreibt. Der 21-Jähri- ge fühlt sich dort gut aufgehoben. „Es gibt solche und solche, Gute und Schlechte“, sagt er zu den Vorbehal- ten gegenüber jungen Zugewanderten. Ilhan Senköy hofft , dass am Ende nicht diejenigen abgeschoben würden, die sich integrieren wollten. So wie er.

Gründe für die Ausbildung von Menschen aus anderen Ländern

Fachkräftemangel entgegenwirken Menschen mit einer Flucht- oder Zuwanderungsge-

1.

schichte bringen oftmals Qualifikationen, Berufserfahrung und Motivation mit, die in vielen Branchen dringend gesucht werden. Unternehmen, die sich für diese Zielgruppen öffnen, machen sich so langfristig zukunftssicher. 2. Interkulturelle Kompetenz im Team stärken Zugewanderte Mitarbeiter fördern die interkulturelle Sensibilität im Unternehmen. Für Betriebe mit internationaler Kundschaft oder Niederlassungen im Ausland kann sich das auszahlen. 3. Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen Unternehmen, die Menschen mit einer Flucht- oder Zu- wanderungserfahrung eine Chance geben, setzen ein Zeichen für soziale Verantwortung und steigern damit zugleich die eigene Arbeitgeberattraktivität.

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Foto: Norbert Bach

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