AUS DER IHK
DIHK-APPELL RICHTUNG BUNDESREGIERUNG „Kampfbegriffe helfen nicht weiter“
Wirtschaftsstandort riskieren wir unseren Wohlstand und damit sowohl Arbeitsplätze als auch den Sozialstaat. Dessen Leistungen werden durch die Einsatzbereitschaft und Wett- bewerbsfähigkeit unserer Betriebe mit ihren Unternehmerin- nen, Unternehmern und Beschäftigten finanziert.“ Melnikov warnte: „Kampfbegriffe helfen hier nicht weiter. Als Kammer- organisation stehen wir der Bundesregierung konstruktiv- kritisch zur Seite. Wir bringen die Perspektive der Praxis ein, machen Vorschläge und erarbeiten Konzepte für tragfähige Lösungen. Politik sollte die Wirtschaft nicht als Gegner sehen, wir ringen gemeinsam um richtige Lösungen. Nur auf sachlicher Ebene und mit der für die Zukunft unseres
MEHR TEAMGEIST ZWISCHEN POLITIK UND WIRTSCHAFT hat DIHK-Hauptgeschäftsführerin Dr. Helena Melnikov gefor- dert. Die Kammerorganisation stehe der Bundesregierung konstruktiv-kritisch zur Seite, betonte sie. Hintergrund ist ein Auftritt von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas An- fang Dezember beim Bundeskongress der Jusos. Dort hatte Bas gesagt, ein Besuch beim Deutschen Arbeitgebertag mit kritischen Reaktionen auf ihre Rede hätten ihr gezeigt, „gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen“. „Deutschland steht vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können“, kommentierte Melnikov dies auf Medienanfrage. „Wirtschaft und Politik müssen den Schulterschluss suchen und im dritten Jahr ohne Wachs- tum endlich einen klaren Reformkurs einschlagen.“ Allen müsse bewusst sein, so Melnikov weiter. „Ohne einen starken
Die IHK-News der Woche: ihk.de/rhein-neckar/newsletter
DIHK-UMWELTBAROMETER Regulierung belastet Betriebe stark
allein durch Umweltregulierungen nachzukommen. Für mehr als jedes vierte Unternehmen liegt der Aufwand so- gar bei mehr als acht Stunden pro Woche. Mit dem Zeitauf- wand verbunden sind laufende Personal- und Sachkosten, die zwei von drei Unternehmen als Belastung empfinden. Die Betroffenheit unterscheidet sich stark je nach Branche – entsprechend unterschiedlich bewerten die Unterneh- men die Auswirkungen der Umweltschutzpolitik auf ihre Wettbewerbsfähigkeit: Branchenübergreifend sind
DER UMFANG DER UMWELTPOLITISCHEN VORGABEN FÜR UNTERNEHMEN ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen: Ein mittelständisches Unternehmen muss in- zwischen mehrere Hundert umweltbezogene Vorschriften berücksichtigen. Was das für die Betriebe bedeutet, zeigt das Anfang Dezember vorgestellte DIHK-Umweltbaro- meter. Zentrales Ergebnis: Viele Unternehmen sehen zwar den Beitrag von Regulierungen zum Umweltschutz und zur gesellschaftlichen Verantwortung – die Umsetzung in der betrieblichen Praxis ist jedoch oft herausfordernd. So gibt jedes dritte Unternehmen an, bis zu fünf Stunden pro Woche aufzuwenden, um dem administrativen Aufwand
Das IHK-Netzwerk für Umwelt und Energie: ihk.de/rhein-neckar/netzwerk-energie
BADEN-WÜRTTEMBERG Rezeptbuch für attraktive Innenstädte
Wirtschaftsförderungen und lokale ehrenamtliche Akteure – insbesondere in Städten unter 50.000 Einwohnern. Das Rezeptbuch basiert auf den Erkenntnissen aus fünf Jahren IHK-Innenstadtberatung im Land.
DIE INNENSTÄDTE IN BADEN-WÜRTTEMBERG stehen weiterhin unter Druck: Geschäftsschließungen, Leerstän- de, ein vernachlässigtes Stadtbild sowie knappe Budgets prägen mancherorts das Bild. Die gute Nachricht: Mit klug umgesetzten Maßnahmen können Innenstädte fit für die Zukunft gemacht werden und bleiben so attraktive Orte für Einkauf, Erlebnis und Miteinander. Entsprechende Handlungsempfehlungen präsentiert die IHK-Organisa- tion für Baden-Württemberg in ihrem „Rezeptbuch für eine attraktive Innenstadt“. Zielgruppe sind Kommunen,
Die IHK-Rezepte zum Nachkochen: www.bw.ihk.de/rezeptbuch
Das IHK-Netzwerk für Innenstadtbetriebe: ihk.de/rhein-neckar/netzwerk-innenstadt
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IHK Magazin Rhein-Neckar 01 | 2026
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