STANDORT
und bürokratisch sein. Zudem werden Flächen benötigt, die lagebezogen und qualitativ der Nachfrage von Unternehmen entsprechen“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke. Die Entwicklung moderner Gewerbeflächen berücksichtige hoch- wertige und nachhaltige Standards und trage so dazu bei, die Attraktivität der Region als Lebens- und Arbeits- ort zu erhöhen. „Dafür brauchen wir sowohl im Kernraum der Metropol- region als auch im ländlichen Raum ein bedarfsgerechtes Flächenangebot“, fordert Nitschke. „Viele Betriebe fra- gen Flächen für Erweiterungsvorhaben nach. Flächenbedarf ergibt sich zudem aus Transformationsprozessen. Es kommt bei ausgewiesenen Gewerbeflä- chen auf eine effiziente Nutzung an.“
befläche steht für Unternehmens- nutzungen zur Verfügung. Flächen für Ver- und Entsorgungsanlagen sind genauso als Industrie- und Gewerbe- flächen kategorisiert wie Standorte für verarbeitendes Gewerbe oder Logistik. Das bedeutet, auch Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuer- baren Energien, wie etwa Windkraft oder Photovoltaik, werden Indust- rie- und Gewerbeflächen zugeordnet. Dadurch kann der statistische Anteil an Industrie- und Gewerbeflächen steigen. Wichtig ist aus IHK-Sicht, dass in der politischen Diskussion die Flächen für erneuerbare Energien nicht mit Flächen für Industrie und Gewerbe in Konkurrenz gebracht werden dürfen. Aufgrund von Landes- vorgaben werden Windkraftanlagen und Freiflächen-Photovoltaik künftig einen Anteil von rund zwei Prozent der Fläche belegen wird. Diese be- achtliche Flächengröße ist Ergebnis einer energiepolitischen Grundsatz- entscheidung, die auf erneuerbare Energien setzt.
Was passiert, wenn die Bundes- wehr wirklich die Konversionsflä- chen in der Region nutzen wird, wie Stand Ende November diskutiert wird? „Sollten die bisherigen Planungen für die Konversionsflächen wirklich beendet werden, würden wertvolle Entwicklungspotenziale für Gewer- beflächen wegfallen. Das wäre ein Rückschlag für die regionale Wirt- schaftsentwicklung. Andererseits ist die Bundeswehr ein großer Arbeitge- ber und kann den regionalen Betrie- ben wichtige Aufträge sichern“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Axel Nitschke. Die bisherigen Planungen sehen für das Heidelberger Patrick- Henry Village mindestens 4,4 Hektar Gewerbefläche vor. Auf den Tomp- kins-Barracks in Schwetzingen sind rund 18 Hektar Flächen für Unterneh- mensnutzungen geplant. INFO: Was ergibt die IHK-Flächen- analyse für den Rhein-Neckar-Kreis? Was ist zusätzlich wichtig? ihk.de/rhein-neckar/flaechenanalyse
Was muss man außerdem zu den Zahlen wissen?
Was sich in der Statistik hinter der Kategorie „Industrie und Gewerbe“ verbirgt, erfordert einen differenzie- renden Blick. Denn nicht jede Gewer-
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