IHK-Magazin Ausgabe 1/2026

TIPPS

RESILIENZ Ist Ihr Unternehmen auf den Krisenfall vorbereitet? Phishing, Ausfall von Infrastruktur oder größere Bedrohungsszenarien: Betriebe können sich schützen – indem sie rechtzeitig vorsorgen.

UNTER- NEHMENS- FÜHRUNG

Informationskanäle. Setzen Sie sich bei Verdachtsfällen unverzüglich mit dem Amt für Verfassungsschutz in Verbin- dung. 3. Personalausfälle: Wissen Sie, wer in Ihrem Unternehmen Reservist bei der Bundeswehr oder ehrenamt- liches Mitglied von Rettungs- diensten oder anderen Organisationen ist – und damit im Krisenfall möglicherweise nicht zur Verfügung stünde? Informieren Sie sich, legen Sie entsprechende Listen an und erstellen Sie Notpläne, damit die wichtigsten Abläufe im Betrieb nicht gefährdet sind. 4. Wegfall von Kraft- und Betriebsstoffen: Im Ernstfall können Lieferketten gestört sein und damit auch der Zugang zu Benzin und Co. Überprüfen Sie, ob Sie einen Vorrat anlegen können. Lagern Sie Gefahrstoffe sicher, damit es nicht zur nächsten Bedro- hung kommt. 5. Störungen bei der Stromversorgung: Es muss nicht gleich Krieg sein. Ein Baum, der auf einen Strommasten fällt, kann den gleichen Effekt haben – der Strom ist weg. Haben Sie Notstromaggregate zur Verfügung? Gibt es Eigenver- sorgungsanlagen, die Sie im sogenannten Inselbetrieb laufen lassen können? 6. Lahnlegung der Kom- munikation: Vieles ist miteinander vernetzt. Mobil- funk, Internet und Co. Wenn

ein System ausfällt, kann gleich alles betroffen sein. Dann schlägt die Stunde analoger Meldeketten. Verein- baren Sie möglicherweise Treffpunkte und -zeiten in Notsituationen. 7. Einschränkung von Lieferketten: Die Corona-Pandemie hat es gezeigt. Keine Lieferkette ist sicher. Auch Lieferanten innerhalb Deutschlands können ausfallen – und dann steht Ihr Geschäft still. Streuen Sie Aufträge und überlegen Sie sich Alternativen für den Notfall. Denn auch hier gilt: Es muss nicht gleich eine Pandemie oder eine andere große Bedrohung sein. Wenn einer Ihrer Ge- schäftspartner einen Unfall hat und Produkte nicht mehr geliefert werden können, haben Sie ebenfalls ein Problem. Ru INFO: 2025 hat die Deutsche Industrie- und Handelskam- mer ein Referat für Verteidi- gungspolitik eingerichtet. Um ein koordiniertes Vorgehen beim Themenfeld „Sicherheit und Verteidigung“ auf Landes- ebene sicherzustellen, wurde bei der IHK Bodensee-Ober- schwaben die Koordinierungs- stelle „Gesamtverteidigung“ der baden-württembergischen IHKs eingerichtet.

Läuft das Gerät? Betriebe sollten auf Stromausfälle vorbereitet sein.

Cyberangriffe: Checken Sie regelmäßig Ihre

1.

IT-Systeme. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, weisen Sie auf mögliche Einfalltore für Kriminelle hin. 2 . S pionage oder Sabotage: Ihr Unternehmen stellt sicherheitsrelevante Produkte her oder ist Ansprechpartner für Dienstleistungen rund um kritische Infrastrukturen? Überprüfen Sie Ihre internen

8 von 10 BETRIEBEN

waren 2025 von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen. QUELLE: BITKOM

ANSPRECHPARTNER BEI DER IHK RHEIN-NECKAR:

Alex Wolf

06221 9017-640 alex.wolf@rhein-neckar.ihk24.de

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