TIPPS
GENERATION ALPHA Fünf Tipps zur Kommunikation mit Ihren zukünftigen Azubis Menschen, die ab 2010 geboren sind, gehören zur Generation Alpha. Und könnten bald bei Ihnen im Unternehmen auftauchen. Vorbereitet?
AUS- BILDUNG
erwartet digitale Angebote, aber mit intuitiver Bedienung und echtem Mehrwert. Also: Tools wie Chatbots, Lern-Apps und Augmented Reality gezielt einsetzen, sie sind kein Mittel zum Selbstzweck. 4. Individualität und Mitgestaltung ermög- lichen: Die Generation Alpha will mitre- den, mitgestalten und ihre Meinung äußern. Deshalb: Gestaltungsspielraum einräumen, Beteiligung an Projekten oder Entscheidungen ermöglichen und regelmäßiges Feedback geben, Anerkennung und Wertschätzung sind zentral. 5. Werte und Sinn vermitteln: Auf Diversität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird großer Wert gelegt. Dass Unternehmen ethisch handeln und soziale Verantwortung übernehmen, wird vorausgesetzt. Die Generation Alpha sucht außerdem nach einer sinnstiftenden Tätigkeit. Der „Purpose“ hinter Angeboten sollte kommuni- ziert werden: Wofür sind die Produkte und Dienstleistungen, die das Unternehmen bereit- stellt, gut? Wo trägt der einzelne Azubi bei? Ba
Die Generation Alpha legt Wert auf Werte: Nach außen für Inklu- sion stehen, aber nicht Menschen mit Behinderung ausbilden? That’s cringe – also völlig daneben.
Visuell und interaktiv kommunizieren: Die Generation Alpha ist mit YouTube,
1.
TikTok und interaktiven Lernplattformen aufgewachsen. Sprachnachricht statt Formular, KI-Chat statt FAQ, Bulletpoints, Icons, Reels statt Fließtexten. Visuelle Sprache ist Grundbe- dingung, und gelernt wird interaktiv. Dafür bieten sich Quizformate, Challenges und Gamifi- cation-Elemente an. Inhalte sollten sofort verstehbar und nutzbar sein. Schreiben ist optional, Video und Chat gehen vor. 2. Authentisch und transparent sein: Wenn etwas „gestellt“ ist oder unehrlich wirkt, wird das schnell erkannt. Die Generation Alpha will keinen Imagefilm, sondern echte Geschich- ten; Nähe und eine persönliche Ansprache sind ihr wichtig. Deshalb: Marketing-Sprech vermei- den, Menschen von ihren Erfahrungen berich- ten lassen und direkten Kontakt mit jungen Menschen aufnehmen. 3. Digitale Tools sinnvoll einsetzen: Generation Alpha ist technikaffin, aber nicht automatisch technikkompetent. Sie
INFO
So wird die Suche nach Azubis zum Erfolg
Freie Stellen melden! Unternehmen sollten ihre freien Ausbil - dungsplätze der örtlichen Arbeitsagentur melden. Nur so ent - steht eine Statistik, die auch die Realität abbildet, und nicht der Eindruck, die Unternehmen wollten gar nicht ausbilden. Sich bekannt machen! Es gibt tolle Ausbildungsplätze, aber nicht immer weiß die Zielgruppe – wissen die jungen Leute – davon. Unternehmen müssen Präsenz zeigen, um wahrgenom- men zu werden: in Schulen, auf Ausbildungsmessen, in sozialen Netzwerken. Sich kennen lernen! Ein Grund für einen Ausbildungsabbruch sind häufig falsche Vorstellungen. Ein erstes Kennenlernen, etwa durch ein Schnupperpraktikum, kann sich lohnen: Interessierte erhalten einen Einblick in den Arbeitsalltag, und der Betrieb kann besser einschätzen, ob echtes Interesse besteht.
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IHK Magazin Rhein-Neckar 01 | 2026
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