RZ_KW37_2019

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Riehener Zeitung DI E WOCHENZE I TUNG FÜR R I EHEN UND BETT INGEN

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FREITAG, 13.9.2019 98.Jahrgang | Nr.37 NÄCHSTE AUSGABE GROSSAUFLAGE

SEITE 11 Schach: Die SG Riehen I behauptete knapp die Tabellenspitze SEITE 18 le REDAKTION UND INSERATE: Riehener Zeitung AG Schopfgässchen 8 , Postfach 198 , 4125 Riehen 1 Telefon 061 645 10 00 , Fax 061 645 10 10 www.riehener-zeitung.ch Erscheint jeden Freitag Preis: Fr. 2.– , Abo Fr. 80.– jährlich mermusikalisch durchsichtig kon­ zipiert. Alle Protagonisten werden durch ein Leitmotiv, also eine wieder- kehrende Melodie, charakterisiert. Die klagende Klarinettenmelodie zeichnet die Trauer und Verzweiflung des zu Unrecht verurteilten Jacopo Foscari sowie seine ungestillte Sehn- sucht nach seinem Venedig (Soloflöte) nach. Lucrezia, mit all ihrer Kraft und ihrem ganzen Mut ihrem Mann zu Hilfe eilend, versucht den Rat und den Dogen, Jacopos Vater, zu erweichen. Sie wird durch virtuos schnell agie- rende Streicher erkennbar gemacht. Die Einsamkeit und das Leid des Do- gen Foscari illustriert ein rührendes Solo von drei Celli und einer Solo­ bratsche. Das Volk freut sich unbe- schwert des Lebens oder hofiert ge- rade denjenigen, der auf dem Thron sitzt. Der Rat der Zehn ist voll von Int- rigen und Machtkämpfen. Obschon die Geschichte im 15. Jahrhundert spielt, sind gewisse Züge der Hand- lung erschreckend aktuell … Haben Sie eine Lieblingsfigur? Ja, eindeutig der alte Foscari, der Doge – und damit die Figur, die Verdi am tiefgründigsten vertont hat. Ich kann mir vorstellen, dass die Seelen- welt dieser Person dem Komponisten nahestand. Als Verdi «I due Foscari» komponierte, hatte er bereits zwei Kinder und seine erste, erst 26-jährige Ehefrau verloren. Auch die politische Macht und Ohnmacht waren ihm durchaus bekannt, da er auch als Poli- tiker tätig war. Das Leid des Vaters Foscari, der seinen Sohn nicht vor dem lebenslangen Exil retten kann und ihn schliesslich ganz verliert, der einsam und ohnmächtig ist, obwohl er auf dem Dogenthron sitzt, und wie Verdi diese Emotionen vertont hat – es rührt mich jedes Mal wie eine Zu- schauerin! Was gefällt Ihnen an der Inszenie- rung der Opera Basel besonders? Das Bühnenbild und die Kostüme sind wunderschön. Der Regisseur Peter George d’Angelino Tap, der zu- gleich für Kostüme und Bühne verant- wortlich zeichnet, stellt Venedig mit Palästen auf beiden Saalseiten, vielen Wasserflächen sowie Brücken und Stegen plastisch dar. Die sehr auf­ wendig gestalteten Kostümkreationen weisen Haute-Couture-Qualität auf. Das Konzept «hautnah» heisst, dass sich Bühne und Orchester mitten im Zuschauerraum befinden. Die einen lieben es, die anderen haben Angst, mitspielen zu müssen. Wie ist es für Sie? Ich liebe dieses Prinzip. Das Publi- kum muss übrigens nicht mitspielen – es wird bespielt! Es wird zu einem beobachtenden Teil der Handlung, ohne etwas beitragen zu müssen. Durch das Fehlen des Orchestergra- bens zwischen der Bühne und den Zuschauern wirken die Emotionen der Sängerinnen und Sänger, des Chores und Orchesters, die man in allen Details des Stimm-, Gesichts- www.sebastian-frehner.ch | Liste 12 2x auf jede Liste (12.01) FONDATION BEYELER 26. 5. –6. 10. 2019 Hablützel-Bürki Eduard Rutschmann

10. Geburtstag: Die Swiss Regulators Riehen feierten mit einem Muster SEITE 2

Bettingen: Schüler und Lehrer luden in ihr saniertes Schulhaus ein

OPERA BASEL Olga Machonova Pavlu über Venedig, Musik gewordene Seelenregungen und das Konzept «hautnah» Genial vertonte Gefühle vor grosser Kulisse

und gar Atemausdrucks gut wahr- nehmen kann, viel weniger abstrakt. Man empfindet das Geschehen fast auf der eigenen Haut und Seele. Dies macht die Musik und die Handlung noch ergreifender. Sechs Aufführungen sind bereits in Maloja über die Bühne gegangen. Sind für Riehen trotzdem nochmals Proben nötig? Wir haben zum Glück zwei ähnlich grosse und konzipierte Säle, sodass sich die Bühnenkonstruktion eins zu eins übertragen lässt. Musikalisch auffrischen und die neuen akusti- schen Verhältnisse erproben muss man aber natürlich gründlich. Darauf freue ich mich schon sehr, denn wir haben wunderbare Solistinnen und Solisten für diese anspruchsvollen Partien des italienischen Belcantos gewinnen können sowie ein tolles, junges, sehr engagiertes Orchester und einen seit Jahren erprobten und motivierten Basler Opernchor. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Zeit der Wiederaufnahme sehr knapp sein wird. In der fünfwöchigen Ein- studierungszeit in Maloja, wo wir im Maloja Palace in einer Art WG gelebt haben, sind wir fast zur Familie zu- sammengewachsen. Aber nun: Carpe diem! Wir freuen uns auf den herr­ lichen Wenkenhof! Interview: Michèle Faller Was, wann, wo mf. Die Oper «I due Foscari» wird drei Mal in der Reithalle des Wenkenhofs in Riehen aufgeführt. Die öffentliche Generalprobe findet amDonnerstag, 19. September, um 19 Uhr statt. Pre- miere ist amSamstag, 21. September, um 18 Uhr, die zweite Aufführung am Sonntag, 22. September, um 17 Uhr. Karten können bei Bider & Tan- ner in Basel, bei Ticketcorner, unter www.opera-basel.ch oder an der Abendkasse gekauft werden. Reser- vationen für die sogenannten Opera Diners (Gala Diner mit den Künst- lern nach der Premiere und Farewell Apéro prolongé nach der Derniere) werden unter info@opera-basel.ch oder Telefon 044 920 44 88 entgegen- genommen.

Nächste Woche kehrt die Oper nach Riehen zurück: Opera Basel/Opera St. Moritz bringt Giuseppe Verdis «I due Foscari» in die Reithalle des Wenkenhofs. Die in nur vier Monaten entstandene Oper spielt im Venedig des 15. Jahrhunderts und erzählt die wahre Geschichte des Dogen France- sco Foscari, der gegen Intrigen und Rachsucht anzukämpfen versucht und sogar den Verlust des unschuldig verurteilten Sohnes hinnehmen muss. Die musikalische Leitung der Produk- tion hat Olga Machonova Pavlu aus Riehen. Die mehrfach ausgezeichnete Dirigentin und Sängerin ist in den Bereichen Oper, Sinfonieorchester, Oratorium und Chorleitung tätig und leitete bereits die letzte Opera-Basel- Produktion «Bianca e Fernando». RZ: Die Oper «I due Foscari» spielt in Venedig, das ja an sich schon bei- nahe eine Opernkulisse ist. Mögen Sie Venedig? Olga Machonova Pavlu: Venedig hat für mich fast etwas Magisches. Es gibt dort hochdosierten Kulturgenuss – in der Welt der Kultur bewege ich mich täglich und ohne sie kann ich nicht leben – und ausserdem das Meer, das mich fasziniert und das ich liebe. In all den grossartigen Häusern und Paläs- ten spürt man die Geschichte und die Schicksale, die dort gelebt wurden. Unsere Opernhandlung hat dort statt- gefunden, woran bis heute die Palazzi Foscari und Contarini erinnern. Die Ca‘ Foscari am Canal Grande ist gar der Sitz der venezianischen Universi- tät. Was ich nicht mag, ist das, was heute mit Venedig sowie Prag, meiner Geburtsstadt, und den meisten histo- rischen Städten passiert: die absolute Ausbeutung dieser Orte durch den Massentourismus. Diese Verdi-Oper erzählt eine aus­ gesprochen traurige Geschichte. Was finden Sie schöner, traurige oder fröhliche Musik? Beides, wobei sich diese ja auch gerne mischen: Häufig hat das Komische auch etwas Trauriges in sich. Viel wichtiger sind für mich aber die Glaubhaftigkeit und die Vielschich- tigkeit der Charaktere. Am besten ist es, wenn man sich in die Personen einfühlen und ein gewisses Ver-

Kein langer Heimweg nach der Vorstellung: Dirigentin Olga Machonova Pavlu lebt in Riehen. Foto: Michèle Faller

ständnis – nicht unbedingt Einver- ständnis! – entwickeln kann. So kann man sie glaubhaft wiedergeben, mu- sikalisch wie darstellerisch. In unse- rer Opernhandlung sind alle Perso- nen enorm vielschichtig, die beiden Foscari, Lucrezia, Loredano, Der Rat der Zehn und auch das Volk, das kei- neswegs immer auf der gleichen Seite steht. Das alles hat Verdi auf geniale Art und Weise in der Musik hörbar ge- macht – und diese nuancierte Detail- arbeit macht mir enormen Spass. Was ist das Spezielle an der Oper «I due Foscari»? Um eben diese Seelenregungen und Entwicklungen von innen zeigen zu können, hat Verdi die Oper trotz der grossen Orchesterbesetzung kam-

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