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FREITAG, 10.11.2017 96. Jahrgang | Nr. 45

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ORGELFESTIVAL Vier Organisten liessen Musik erklingen, die kaum bekannt ist

Kirchenmusik als fröhliche Unterhaltung

Raffinierte Klangspielereien Er selbst eröffnete mit Pierre Du Mages achtteiligem «1er livre d’orgue, contenant une suite du premier ton» von 1708. Der 1674 in Beauvais gebore- ne Pierre wurde 1710 Titularorganist an der Kathedrale von Laon, quittierte jedoch 1719 nach einem Streit mit sei- nen Vorgesetzten den Kirchendienst und komponierte in den ihm verblei- denden 32 Jahren kein einziges Werk mehr. Hört man heute sein «1er livre d’orgue» – das «2ième livre d’orgue» ist verschollen –, ist zu bedauern, dass er verstummte, denn die acht Sätze, umrahmt von einem «Plein jeu» und «Grand jeu», bieten mit Fugue, Trio, Tierce en taille, Basse de trompette, Récit und Duo hörenswert unterhalt- same Klangvarianten. Und Lindner, der seine Orgel bis zur letzten Pfeife kennt, wusste, was da zu machen ist und verwandelte diese Varianten in raffinierte Klangspielereien. Nach Lindner waren die «lieben Nachbarn» an der Reihe, und, ein Ur- teil über ihr Spiel vorwegnehmend ist zu notieren, dass sie mit den Regis- triermöglichkeiten der Füglisterorgel bestens zurechtkamen. Albrecht Klär spielte – bis auf Charpentier – heute weitgehend vergessene Komponisten und machte klar, dass es abseits des etablierten Mainstreams Musiken gibt, die immer noch hörenswert sind, etwa Maichelbecks «Capriccio» oder Ruppes «Finale. Rondo» – früher, an- geeigneter Mozart. Spektakuläres Pathos am Ende Halbstündige Pause zum Apéro im Gemeindesaal. Danach Alexander Schmid mit Erhard und Kraft, zwei Komponisten des vorigen Jahrhun- derts, und dann, nach Pachelbel, kam der einzige Bach dieses Auftaktkon- zerts; vielleicht eine Idee zu massiv registriert, doch Bach bleibt immer Bach. Den Abschluss machte Dieter Lämmlin mit französischer Musik, und obschon die Füglisterorgel dafür nicht ausgelegt ist, überraschte, wie französisch sein Spiel klang. Chauvets «Allegro maestoso» ist, wie Dubois‘ «Toccata G-Dur», spektakuläres 19. Jahrhundertpathos, grande bouffe pour les oreilles. Starker Schlussbei- fall für dieses rundum geglückte Auf- taktkonzert.

Der Auftakt zum 25. Riehener Orgelfestival war dank dem einfallsreichen und froh machenden Programm sowie dank dem Können der Musiker ein voller Erfolg. «Liebe Nachbarn zu Gast» hatte der Organist Tobias Lindner am Sonntag in St. Franziskus, um mit ihnen den Auftakt zum 25. Riehener Orgelfes- tival zu feiern. Die lieben Nachbarn waren die drei Organisten der Nach- barpfarreien: Albrecht Klär (St. Peter und Paul, Weil am Rhein), Alexander Schmid (St. Clarakirche) und Dieter Lämmlin (Eglise française und Inz- lingen). Bayrisches Temperament Tobias Lindner, der 2002 Cyrill Schmiedlin als Organist und Kantor an St. Franziskus nachfolgte, erspielte sich in den 15 Jahren seiner Riehener Tätigkeit den Ruf, ein erfreulich ein- fallsreicher Programmemacher zu sein, der keine Scheu kennt – vielleicht ist das auch seinem bayrischen Tem- perament zu verdanken –, Kirchen- musik als froh machende, aber eben auch als fröhliche Unterhaltung er- klingen zu lassen, wozu die Füglister- Nikolaus Cybinski

Uraufführung für Orgel und Marimba

Foto: zVg

mf. Am kommenden Sonntag steht etwas Besonderes an: Im Rahmen des Orgelfestivals Riehen treten die Schlagzeugerin und Marimba-Solis- tin Edith Habraken und Organist Tobias Lindner gemeinsammit einer Uraufführung auf: Sie spielen unter anderem die «Choral-Phantasterei- en» für Marimba und Orgel des 1973 geborenen Komponisten Markus Götz. Edith Habraken, die am Kon- servatorium in Amsterdam klassi- sches Schlagzeug studierte, lebt seit 1988 in der Schweiz und seit 1994 in Riehen. Bekannt wurde sie unter an- derem durch ihr virtuoses Spiel auf der Basler Trommel und als Gründe- rin ihrer 1997 in Riehen ins Leben gerufenen Marimba-Schule. Über ihr Instrument sagt die Musikerin: «Die Marimba ist ein Schlaginstru- ment, womit man Melodien trom- meln kann. Es ist das Wunder der warmen, harmonischen Klänge von vier herumwirbelnden Schlegeln und 86 gestimmten Stücken Rosen- holz.» Orgelfestival Riehen: Orgel und Ma- rimba. Mit Edith Habraken und Tobias Lindner. Sonntag, 12. Novem- ber, 17 Uhr, Kirche St. Franziskus, Aeussere Baselstrasse 168, Riehen. Kollekte. Bereits jetzt sind Billette für das Mozart-Requiem am 25./26. Novem- ber erhältlich. Im Vorverkauf beim Kulturbüro Riehen, beim Pfarrbüro St. Franziskus und bei allen Chor- mitgliedern sowie an der Abendkasse.

Eine Orgel, vier Organisten: Albrecht Klär, Dieter Lämmlin, Alexander Schmid und Tobias Lindner.

orgel durchaus geeignet ist. Über sein Instrument sagt er: «Sie ist eine kleine, aber feine Orgel, die sich pas- senderweise einwenig amArmutside- al des heiligen Franziskus orientiert. Sie besitzt nur 25 Register, stilistisch orientiert sie sich am barocken elsäs- sischen Orgelbau und handwerklich ist sie von höchster Qualität.» Die klangliche Vielfalt dieser kleinen,

aber feinen Orgel wussten am Sonn- tag auch Lindners Kollegen zu schät- zen und zu wecken, die Werke von selten zu hörenden Komponisten wie Maichelbeck, Chauvet, Boëllmann, Ruppe, Erhard, Kraft, Guilmant spiel- ten, und damit Lindners Vorstellun- gen aufgriffen, im Orgelfestival auch Musik erklingen zu lassen, die kaum oder gar nicht bekannt ist.

Gespannt wartet das Publikum in der Franziskuskirche auf die ersten Orgelklänge.

Fotos: Stefan Leimer

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