so aus: »Siehe, in Schuld bin ich geboren, und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen« (Ps. 51,7). Wir alle können so viel wie möglich versuchen, uns selbst zu täuschen. Wir können uns so viel wie möglich bemühen, uns vor der Verantwortung zu drücken. Wir können es immer besser fertigbringen, anklagend den Finger auf Dinge um uns her zu richten. Trotzdem ist die harte Wirklichkeit der schwer zu akzep- tierenden Botschaft der Bibel einfach nicht zu leugnen: Unser eigenes Ich ist unser größtes Problem. Wir selbst sind es, die Hilfe brauchen. Es gibt keine größere Gefahr als die Gefahr, die unser verdorbenes Wesen für uns darstellt. Wir brauchen Hilfe – Hilfe, die wir uns selbst nicht geben können. Wir brauchen Hilfe, die tiefer greift als Erziehung, Sozialisierung, Politik oder ein Beziehungs- oder Ortswechsel. Wenn wir auf uns allein gestellt sind, dann sind wir dem Untergang geweiht; da haben wir »keine Hoffnung und [sind] ohne Gott in der Welt« (Eph. 2,12). Aber die von Hoffnung durchdrungene Geschichte der Schrift sagt uns, dass wir nicht auf uns allein gestellt sind. Gott hat die Ereignisse in der Welt als Teil Seines unaufhaltsamen Planes der Errettung gesteuert. Er sandte Seinen heiligen Sohn, um in diese Welt zu kommen und wegen des Chaos der Sünde zu leiden. Er sandte Ihn, um das vollkommene Leben zu führen, das wir nie führen würden, und um sich dann wegen unserer Sünden zu opfern und den Tod als den Lohn der Sünde zu be- siegen. Das ist ein Plan ehrfurchtgebietender Gnade, der sich auf verlorene, rebellische und sich selbst rechtfertigende Menschen erstreckt, die gerade diese Gnade nötig haben, um zu verstehen, wie sehr sie diese Gnade brauchen. Diese Gnade musste Recht- fertigung beinhalten, weil wir unserem sündigen Ich nicht selbst entkommen konnten, und sie musste Heiligung beinhalten, weil
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