BiBo_KW02_2022

SPORT / REGIO

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13. JANUAR 2022 | NR. 2

SPORT

LESERBRIEFE

KOLUMNE

VOLLEYBALL THERWIL

Als hätte es #metoo nie gegeben Mit Spannung habe ich die erste BiBo- Ausgabe im 2022 erwartet nach den Vorwürfen der sexuellen Belästigung an einen Chefredaktor, welche vor Weih- nachten durch die Medien gingen. Mitt- lerweile ist bekannt geworden, die Vor- fälle betrafen den BiBo. Ich lese in knap- pen 18 Zeilen erstaunt, wie der Verwal- tungsratspräsident und der CEO der Friedrich Reinhardt Gruppe auf die Er- eignisse reagieren. Als hätte es #metoo nie gegeben, gibt es kein Wort des Be- dauerns, dass diese Vorfälle unter ihrer Ägide passiert sind. Ich lese kein Wort darüber, welche Massnahmen man(n) ergreift, um künftig solche Grenzüber- schreitungen zu verhindern, welche Kanäle eingerichtet werden für allfällig Betroffene, künftige Vorfälle zu melden. Ich bin sprachlos und wütend über so viel Ignoranz und Arroganz. Ich fordere Konsequenzen für alle Verantwortlichen, welche diese jahrelangen Grenzüber- schreitungen mit ihrem Verhalten tole- riert und ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben! Tanja Haller, Oberwil

lich auch noch seine Existenz zerstört. Weidmanns Heil könnte man sagen und er ist ja selber schuld! Dass der Mann rote Linien überschritten hat, scheint nach aktueller Lage wohl unbestritten zu sein. Doch mit der Macht des Medi- ums TV und Presse und dem Thema «Sex and Crime» und «me too» ist er – ohne Prozess – gelyncht worden. Dass er ei- nen grossen «Seich» gemacht hat, ist ihm wohl klar und am medialen Pranger hat er auch noch den BiBo-Job verloren. Nun wurde er vom Verlag auch noch «vom Hof gejagt». Gratulation, Frau L.B., Sie haben das mit journalistischer Selbst- justiz fertiggebracht und weitere Medien (Blick, BaZ, 20 Minuten etc.) sind bei Ihnen sogar noch aufgesprungen. Und so, wie es aussieht, wagt es nun auch niemand – nicht einmal die Verleger – ihm für seine jahrzehntelange, aufop- fernde Tätigkeit für den BiBo, und nota- bene auch für den Verlag, zu danken. Meinen Dank hat er. NB: So weit bekannt, ist die Justiz mit dem «Fall» beschäftigt und ein Urteil steht noch aus: Es galt die Unschulds­ vermutung! On verra.  Ernst Bringold, Bottmingen

Therwilerinnen zeigten einen beherzten Auftritt

Mit Volero Zürich kam zum Jahresauf- takt in der NLB ein «Überteam» nach Therwil. Klarer Leader der NLB und die wenigen Schweizerinnen im Kader ge- hören zu den Besten, sind oder waren in der Nationalmannschaft. Therwils Co- achduo Jacomet / Zenners setzte in die- sem Spiel also eine andere Priorität, nicht die 3 Punkte wurden anvisiert, es sollten alle Jüngeren aufs Feld, um zu zeigen, was sie können. So sahen die Therwil-Fans junge Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs freche Punkte sammeln gegen Serbinnen und Kroatin- nen, die allesamt mindestens einen Kopf grösser sind. So kämpferisch und unbe- eindruckt wie die Therwilerinnen in die- ses Spiel gingen, durfte man sich sogar einen Satzgewinn erträumen. Sie schaff- ten es aber nur fast, 26:28 ging der Start- satz an die Favoritinnen. Danach gab es eine 15:25 Klatsche, zu wuchtig gelan- gen nun den Gästen die Angriffe, vor allem diejenigen der 191 cm grossen Serbin Katarina Jovic und der Schweizer Nationalspielerin Godeliv Schwarz wa- ren nicht zu verteidigen. Im 3. Abschnitt lief es wieder etwas besser für Therwil, jedoch gewann Volero auch hier mit

20:25 und somit 0:3. Die Therwilerinnen (Rang 8) zeigten einen beherzten Auf- tritt und müssen dies nach Baden (Rang 6) mitnehmen, wenn sie dort am Sams- tag Punkte mit heimbringen wollen. Die 1. Liga Damen verloren 1:3 ge- gen die zwei von Kanti Baden, die Her- ren verloren in einem spannenden und hochstehenden 1. Liga Spiel 2:3 gegen Leader Muri Bern. Beide bleiben vorne in der Tabelle mit dabei.

Shania Siracusa (19), Oberwil befindet sich derzeit in Costa Rica und schreibt monatlich eine Kolumne La Voz de Costa Rica Mit der Ankunft an der karibischen Küste sind auch unsere letzten zwei Wochen in Costa Rica angebrochen. Zuerst verbrach- ten wir einige Tage in Tortuguero, ein Ort im Norden, der nur durch eine zweistündi- ge Fahrt auf einem Motorboot erreicht werden kann. Das Dorf mit karibischem Flair ist zwar nicht gross, aber hat es in sich: Das Zentrum ist gesäumt von kleinen Läden, die ihren eigenen Schmuck verkau- fen, Restaurants mit lokalen, frischen Meeresfrüchten und Ständchen, mit un- glaublich leckerem Street-Food. Der un- endlich wirkende Sandstrand ist gemacht für lange Spaziergänge, bei denen man Ausschau nach Schildkröten halten sollte. Leider hatten wir kein Glück und haben die kleinen Reptilien verpasst, obwohl wir zu der Schlüpfungszeit dort waren. Aber trotzdem kamen wir bei einer Kanufahrt auf unsere Kosten. Im strömenden Regen um 6 Uhr in der Früh startete unsere Tour auf dem Wasser. Anfangs dümpelten wir langsam durch das nasse Grau und uns wurden von seltenen, farbenfrohen Vö- geln ein Besuch abgestattet. Danach er- reichten wir den Dschungel und fuhren gemächlich durch das immergrüne Di- ckicht, welches uns einen Einblick in seine Tierwelt bot.Wir sahen mehrere Leguane, die auf Baumstämmen entspannten, wur- den von den gelben Augen eines Kaimans beobachtet und entdeckten sogar ein braunes Knäuel, das sich als Faultier ent- puppte. Nach diesem Erlebnis führte uns eine achtstündigeAutofahrt in den Süden nach Puerto Viejo. Dort besuchten wir den Na- tionalpark Cahuita und folgten einem Wanderweg, der sich durch den hochge- wachsenen Regenwald bis hin zu karibi- schen Sandstränden mit klarem Wasser schlängelte. Neben unzähligen Schmet- terlingen und Insekten wurden wir von einer Waschbärenfamilie, Kapuzineräff- chen, sowie zwei kleinen Süsswasser-Ro- chen in einem Bach überrascht. Ausser- dem besuchten wir in Puerto Viejo eine Schokoladentour. Uns wurden die zahlrei- chen Kakaobäume mit ihren reifen Früch- ten gezeigt und wir durften von der rohen Bohne probieren. Das milchige Frucht- fleisch und die darin eingebetteten Boh- nen sind glitschig und schmecken nicht nach besonders viel. Nach den vielen Röstvorgängen werden Bitterstoffe aus- gelöst und erst durch das Anreichern mit anderen Zutaten wie Zucker ist die Masse geniessbar. Zum Schluss durften wir uns durch verschiedenste Sorten durchprobie- ren; natürlich der Höhepunkt der Führung. An einem unserer letzten Tage fuhren wir mit warmen Sonnenstrahlen im Na- cken auf einem Katamaran in den tief- blauen Ozean hinaus und wurden dabei von einer Schule von Delfinen begleitet. Die Sonne verabschiedete sich und liess einen orange-roten Himmel zurück. Einen besseren Abschluss konnten wir uns nicht vorstellen! Das nächste Mal melde ich mich aus Kanada. Bis dann!

SPORTAGENDA Volleyball Therwil im Känelmatt 2

Donnerstag, 13. Januar, 18.30 Uhr: Jun. U19 Therwil B – TV Arlesheim

in der 99er Sporthalle Samstag, 15. Januar,

13 Uhr: 5. Liga Damen Therwil und Juniorinnen U17 – TV Arlesheim; 15 Uhr: Damen 3. Liga Therwil 5 – TV St. Johann; 17 Uhr: Juniorinnen U19 Therwil A – VBC Münchenstein, Herren 4. Liga Therwil – VBC Bubendorf und Junioren U23 Therwil – VBC Laufen

Das Problem ist nicht das Verzeihen…

Zweifel an der Glaubwürdigkeit

Seit kurzer Zeit vermisse ich in der BiBo- Zeitung, den Bericht von Georges Küng. Diese Seite war mir am «Allerwichtigs- ten». Er schrieb sehr souverän, inhalts- reich über das, was im BiBo-Land an Neuigkeiten gab. Was ist nur passiert? Ich machte mich fündig und traute meinen Augen nicht, was in der Zeitung zu lesen war. Nach so vielen Jahren ein guter, ehr­ licher Journalist. Es fällt mir schwer, zu vertrauen, weil es (einer!) anderen leicht fällt, zu lügen. Wer ihn kannte, weiss, was wir verloren haben. Vertrauen ist wie ein Blatt … ist es einmal geknickt, so werden die Spuren immer bleiben! Vor allem im Berufsleben ist und war – mir persönlich – immer wichtig, dass der Chef hinter mir stand. Ich kann das nicht verstehen, nach so vielen Jahren guter und souveräner Arbeit, die er geleistet hat. Manch einem war klar, was ER (Chef) von einem hält und wohin der eigene Weg führen sollte. Ich nenne sowas respektlos, und unter- stelle solchen Arbeitgebern, dass sie keine «Wertschätzung» haben, da feh- len mir immer wieder die Worte! Bei meinen Chefs konnte ich mich echt glücklich schätzen, die immer hinter mir standen, meine Arbeit schätzten und vor allem ihr Vertrauen. Ich kann nachfühlen, wie es schmerzt, ein unerträgliches Gefühl. Das Problem ist nicht das Verzeihen, sondern wieder zu vertrauen. Wer Vertrauen verliert, da gibt es kein Fundbüro. Ich werde in Zukunft den BiBo nicht mehr lesen. Mit freundlicher- weise Verabschiedung…  Sieglinde Ruppenstein, Bottmingen

Was ich heute gelesen habe über den Abgang Ihres Chefredaktors, lässt mich zweifeln an der Glaubwürdigkeit. Auch wenn ich den Bericht im TV nicht gese- hen habe, so habe ich das Gefühl, dass gewisse Wiedergaben nicht stimmen. Da ich Georges Küng seit seiner Kindheit kenne, kann man solch einen Bericht nicht stehen lassen. Einen mit seit sicher 40 Jahren so fundiertem Leimental- Wissen abzuservieren. Diese ehemalige Praktikantin kann das sicher nicht wett- machen, ausser, dass sie billiger ist. Die Beliebtheit der Zeitung ist auch dem ehemaligen Chefredaktor zuzuschrei- ben. Es wird sich zeigen, wie wertvoll er war.  Heinz Kellerhals, Bottmingen So ein Unsinn! Einen Mitarbeiter entlassen, der sich 7 Tage und 24 Stunden mit Herzblut für den BiBo einsetzt, weil er dumme Be- merkungen gemacht und blöde Briefe geschrieben hat. So etwas erledigt man intern durch deutliche und anständige Gespräche. Und man erklärt jungen Menschen, dass man selbst für sie da ist, wenn sie intern ein Problem haben. Dass sie also damit nicht zu einem Medium ge- hen müssen, das daraus eine Story auf- bauschen muss.  Ronald Rüegsegger, Oberwil Adieu Georges Küng Es gibt noch eine andere Geschichte von gk, die ich einen Augenblick in den Vor- dergrund stellen möchte. Während rund zwei Jahrzehnten hat gk die unterschiedlichsten Anlässe in Therwil, im Leimental beworben und darüber eine illustrierte Geschichte in- szeniert. Er berücksichtigte die Dorfver- eine, Sport, Kultur, Freiwilligenarbeit, das lokale Gewerbe und vieles mehr. Die KMU-Betriebe waren ihm eine Herzens- angelegenheit, unermüdlich erinnerte er, wie wichtig das Einkaufen im Dorf sei, nicht nur in der Corona-Zeit. Viele Jahre habe ich Texte für Vereine, für das Gewerbe, für unsere Dorf Droge- rie geschrieben. Die Zusammenarbeit mit gk werde ich in guter Erinnerung bewahren. Ich wünsche gk alles Gute. Charlotte Eichenberger-Schürch

Therwiler Ballkids Giula, Luisa, Godeliv, Emily und Elena mit Nationalpielerin Godeliv Schwarz. Foto: Christoph Markwalder

SCHWINGKLUB OBERWIL

100 Jahre Schwingklub Oberwil 2022

lichen Kantonalschwingfest vom BL. Kant. Schwingerverband zugesprochen. Das BL. Kant. Schwingfest findet am 8. Mai 2022 auf dem Hüslimat-Schul- hausareal statt. Es wurde ein Organisa- tionskomitee zusammengestellt, mit an der Spitze Thomas De Courten als OK Präsident. Wir vom OK sind bestrebt ein würdiges Fest zu organisieren trotz der momentanen schwierigen Zeit. Weitere Informationen folgen im Jubiläumsjahr. Es würde uns jetzt schon freuen, an die- sem besonderen Anlass, viele Besucher begrüssen zu dürfen. Schwingklub Oberwil OK Schwingfest Oberwil 2022

Der Schwingklub Oberwil darf im Jahr 2022 sein 100-jähriges Bestehen feiern. Am 2. April 1922 haben starke Männer den Schwingklub Oberwil gegründet. Drei Jahre später 1925 fand das erste BL. Kant. in Oberwil statt. Der Schwing- klub Oberwil hat beschlossen im Jubi­ läumsjahr das BL. Kant. Schwingfest durchzuführen. Aus diesem Anlass wurde dem Schwingklub Oberwil die Durchführung des 106. Basellandschaft-

Danke, für 20 Jahre BiBo-Scheffredaggder

Der Reinhardt-Verlag teilt in der ersten BiBo-Ausgabe 2022 mit, dass der Chef- redaktor zurückgetreten sei. Was war geschehen? Die TeleBasel Journalistin L.B. hat am 10. Dezember 2021 ausführlich über die verbalen und schriftlichen «Belästi- gungen» des Chefredaktors einer Lokal- zeitung berichtet und hat ihn mit dieser Medienwaffe mit einem veritablen Blatt- schuss zur Strecke gebracht und zusätz-

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BiBo-Nummern und -Adressen: Telefon 061 264 64 34, E-Mail: redaktion@bibo.ch

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