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BURKINA FASO

Liebe lässt niemals fallen In einigen Regionen von Burkina Faso beeinträchtigen Dschihadisten das tägliche Leben der Zivilbevölkerung so stark, dass sich viele Menschen gezwungen sehen, ihre Wohnorte zu verlassen und zu fliehen. Darunter sind auch interkulturelle Mitarbeitende, die von unserer Partnerkirche EE/SIM ausgesandt wurden. Wir lassen sie nicht im Stich. Gerade in Not sind wir nur gemeinsam stark.

sei. Ich sagte, ich sei Pastor, aber sie verstan­ den nicht, was das bedeutete. Sie legten ihre Gewehre an, um mich zu erschiessen. Ich betete und legte mein Leben in Gottes Hände. Ein Dschihadist fragte nochmals, was ich beruflich mache. Ich erklärte, ich sei ein Diener Gottes, der alle versammle, die Christus nachfolgen, und predige sonntags in der Kirche. Da wollte der Dschihadist doch zuerst mit seinem Chef Rücksprache nehmen. Zusammen schauten sie in ihren Reglementen nach und fanden heraus, dass es ihnen nicht erlaubt war, einem Diener Gottes zu schaden oder sein Geld zu neh­ men. ‹Du hast Glück gehabt›, sagte der Mann, als er zurückkam, und sie liess mich gehen. «Sie legten ihre Gewehre an, um mich zu erschiessen. Ich betete und legte mein Leben in Gottes Hände.» Doch nach kaum zehn Kilometern wurde ich wieder von einer Gruppe angehalten. Auch hier wäre ich fast getötet worden. Nach eini­ gem Hin und Her liessen sie mich frei. Nach diesen Ereignissen blieb mir keine andere Wahl, als meinen Einsatzort zu verlassen und meine Familie in Fada in Sicherzeit zu brin­ gen. Es war womöglich meine letzte Chance.»

Die Kirche verteilt Nahrungsmittel und Lebensnotwendiges an die Vertriebenen.

Glück oder vielmehr Bewahrung Einer der Betroffenen ist Pastor Luc Y. Er hat Gottes Bewahrung eindrücklich erlebt und ermutigt nun die anderen Pastoren, Gott zu vertrauen und ihm treu zu bleiben. Er erzählt: «Ursprünglich komme ich aus einem Dorf in der Nähe von Fada. Ich war aber im pastora­ len Dienst in einer der Gemeinden von Gour­ ma tätig, die an der Strasse zum Niger liegt. Eines Tages, als ich von M., wo ich einen pas­ toralen Vorbereitungskurs unterrichtete, nach Hause fuhr, wurde ich auf der Strasse angehalten und in den Busch gebracht. Die Männer fragten mich, was meine Tätigkeit

Die Kirche nimmt sich der Vertriebenen an

Die vielen Vertriebenen stellen uns als Kirche EE/SIM vor grosse Herausforderungen.

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SAM FOCUS 1 | 2026

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