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Birsfelder Anzeiger

Freitag, 6. Dezember 2019 – Nr. 49

Vorsicht beim Umgang mit Kerzen und Deko In der Adventszeit kommt es leider immer wieder zu Unfällen. Brandgefahr

Wort zum Sonntag Das Konzept des Teilens

Konzert Orgelkonzert mit Bach und Vierne

nachtszeit gestellt, um das Unfall­ risiko analysieren zu können. Aus der Befragung sei hervorgegangen, dass 58 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung letztes Jahr zu Hause einen Weihnachtsbaum hat- ten. Von ihnen benützte jede vierte Person Weihnachtsbaumkerzen aus Wachs – diese kommen also nur noch in rund 15 Prozent der Haus- halte zum Einsatz. FüreinebrandfreieAdvents-und Weihnachtszeit gebenBfB, BfUund Suva folgende Tipps: • LED-Kerzen und LED-Lichter- ketten sind sicherer als Kerzen aus Wachs. • Weihnachtsbaum ins Wasser stellen, um ihn länger feucht zu halten. • Für Notfälle eine Löschdecke griff­ bereit halten. • Kerzen löschen, wenn sie nicht beaufsichtigt werden. • Kerzen standsicher aufstellen, auf einer nicht brennbaren Unterlage mit ausreichend Abstand zu Tex- tilien, Dekorationen und anderen brennbaren Materialien. • Für einen stabilen, aufrechtenHalt der Kerzen auf Adventskränzen und Christbäumen sorgen. • Kerzen auswechseln, bevor sie ganz niedergebrannt sind – spä- testens zwei Fingerbreit oberhalb des Adventskranzes oder Weih- nachtsbaums. • Kerzen an dürren Adventsgeste- cken oder Weihnachtsbäumen nicht mehr anzünden. • Dürre Adventsgestecke nie im Cheminée verbrennen, sondern entsorgen.

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder derWelt. Die heutigeGene- ration der über 65-Jährigen besitzt überdieHälftederprivatenVermö- genswerte in der Schweiz. Zählen wir Liegenschaften, PK- und Vor- sorgegelder dazu, sind dasmehr als 2000 Milliarden Franken. Das bedeutet, dass gut 1000 Milliarden Franken in den nächs- ten 20 Jahren an die nächste Ge-

BA. Mit dem ersten Advent am letzten Sonntag haben viele ihr Zuhause mit weihnächtlicher De- koration verziert. Die Beratungs- stelle fürUnfallverhütung (BfU), sie Suva und die Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB) mahnen, dass es in dieser Zeit gute Vorberei- tung und Wachsamkeit braucht, damit es nicht zu Bränden kommt. Eine sanft flackernde Kerze kann schlimmstenfalls innert Kürze zum Grossbrand werden und eine Woh- nung zerstören. LED-Lichterketten und LED-Kerzen seien als Alterna- tiven deshalb immer beliebter und sehr zu empfehlen. Unbeaufsichtigte Kerzen zählen laut Medienmitteilung das ganze Jahr zu den Hauptursachen von Wohnungsbränden. Wer dennoch nicht auf Kerzen ausWachs verzich- ten möchte, sollte vor Verlassen eines Raums immer zurückschauen, ob die Kerzen gelöscht sind. Kerzen können auch von Haustieren umge- kippt werden und leicht brennbare Gegenstände entzünden. Falls es zu einemrichtigenBrandkommt,muss zuerst die Feuerwehr alarmiert werden. Danach werden Menschen in Sicherheit gebracht. Erst dann kann versucht werden, das Feuer zu löschen. Wichtig dabei sei, sich nie selbst in Gefahr zu bringen. Die BfU hat laut Medienmittei- lunginihrerBevölkerungsbefragung 2019 mehrere Fragen zur Weih-

Der berühmte Komponist Johann Sebastian Bach. Foto Wikimedia

Von Ursina Mazenauer

Am Samstag, 8. Dezember, findet um 18 Uhr in der reformierten Kirche Birsfelden ein Orgelkonzert statt. Alle Interessierten sind herz- lich dazu eingeladen. Im Ursprung ist der Advent eine besinnliche Zeit, wir kommen zur Ruhe und richten den Fokus auf das Wesentliche. Das soll auch Thema des Konzertes sein. ImMittelpunkt werden Improvisationen über be- kannte Adventslieder stehen, kombinieren möchte ich das mit WerkenvonJ.S.BachundL.Vierne. Das Konzert wird eine Stunde dauern. Uwe Schamburek, Organist

neration übergehen. Dann liest man über drastische Kürzungen von 30 Prozent in der Sozialhilfe. Die soziale Lage verschärft sich weiter und die Ärmsten werden noch ärmer. Der ursprüngliche Solidaritätsgedanken bröckelt massiv. Misst sich ein Land nicht am schwächsten Glied einer Ge- sellschaft? St. Nikolaus, einer der beliebtesten Volksheiligen, verteilte sein vererbtes Vermögen unter den Armen. Was kann aus dieser Legende über das Teilenmit den Armen abgeleitet werden? Wie würde nach ihm das gerechte Verteilen von Vermögen eines reichen Sozialstaates aussehen? Würden Vermögens- und Erb- schaftssteuern auf nationaler EbenenichtsozialeUngleichheiten verringern? Gäbe es durch den Reichtum«transformative»Mög- lichkeiten, die vorhandenen Res- sourcen gerechter zu verteilen? Welche Bedingungen müssen wir schaffen, dass Menschen gar nicht mehr in eine Notlage von Sozialhilfeabhängigkeit kom- men? Das Ziel sollte sein, auf eine gerechtere Gesellschaft hinzuar- beitenundAbhängigkeitsverhält- nisse abzuschaffen. Und «anstatt die Menschen zu beherrschen, die Wirtschaft ihnen dienen solle» (Horkheimer 1968). Besin- nen wir uns auf unsere urchristli- chenWerte, wie sieMutter Teresa formulierte, «dass die Besitzen- den von dem, was Gott ihnen geschenkt hat, denen etwas abge- ben, die nichts besitzen und das Miteinander-Teilen das einzige sei,wasArmutbeseitigenkönne». In der Hoffnung, dass eines Tages das Wirtschaftssystem auf dem Konzept desTeilens gegründet ist. Sozialarbeiterin, kath. Kirche Bruder Klaus, Birsfelden

Freizeit Günstiges Winterlager für Kinder

Es hat noch Plätze für das Lager im Februar/März frei. Foto zVg

BA. Möchten Sie Ihrem Kind gerne ein kostengünstiges Winterlager ermöglichen? Die Fachstelle für Jugendarbeit der Reformierten Kirche Baselland bietet in den Winterferien (22. Februar bis 7. März 2020) verschiedene Lager für Kinder und Jugendliche zwi- schen 9 und 17 Jahren an. Das ge- samte Angebot sowie die Möglich- keit zurAnmeldung findenSieunter dieser Adresse: https://www.faju. ch/teilnehmende/lagerangebot. Die Leiterteams der einzelnen Lager freuen sich auf viele Anmel- dungen. Weitere Auskünfte: info@ faju.ch / 061 921 40 33.

Der Adventskranz brennt: So etwas ist leider sehr schnell passiert und die Folgen können verheerend sein. Foto zVg

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